Brennan ist ein Film, der schwer zu fassen ist. So wie seine Hauptfigur: Brennan Manning war Priester, wurde wegen seiner grossen Liebe wieder zum Laien, war ein gefeierter Prediger und Buchautor, aber auch ein Alkoholiker, der die Tiefpunkte des Lebens bestens kannte.
Der Film erzählt Brennan Mannings Geschichte als Roadmovie. Nach einem Auftritt an einer Pastorenkonferenz kümmert sich Brennan um einen obdachlosen jungen Mann. Weil sein Flug nach Hause wegen schlechten Wetters gestrichen wird, fährt ihn der junge Mann in dem Auto, das sein Zuhause ist, zurück nach New Orleans. Ein ungewöhnliches Duo: Der eine redet und raucht ununterbrochen, der andere verfällt immer wieder dem Alkohol und wird in diesen Situationen unausstehlich.
Doch Jesus kam eben gerade für diejenigen Leute auf die Welt, welche das Leben nicht im Griff haben. Brennan Manning wusste das aus eigener, schmerzhafter Erfahrung und konnte über Gottes Gnade und Liebe reden wie kaum ein anderer. Er starb 2013.
Der Film ist roh und stellenweise etwas holprig. Trotzdem verpackt er seine Botschaft und die Lebensgeschichte von Brennan Manning sehr gut in eine Geschichte. Sehenswert schon nur wegen Hal Alpert, der Brennan Manning grossartig verkörpert.
Rezensiert von Evelyne Baumberger