Am 24. September 2017 ist die Abstimmung über die Rentenreform. «Wie alt werden?» ist also eine topaktuelle Frage. In diese Diskussion passt der Dokumentarfilm «Aktiv ins Alter» von Regisseur Manuel Schweizer, der am 7. September 2017 in die Schweizer Kinos kommt.
Sechs Seniorinnen und Senioren werden bei ihrem Hobby vorgestellt. Bei fünf der sechs ist es ein Sport: Der 80-jährige Sigi ist Triathlet, die 86-jährige Verena rennt Orientierungsläufe, der 96-jährige Charles knackt Rekorde auf der Rennbahn. Die älteste Protagonistin ist Maria (102), welche jede Woche als Pianistin Ballettstunden im Zürcher Opernhaus begleitet.
Mit welcher Hingabe und auch mit welchem Erfolg die Senioren ihrem Sport nachgehen, ist beeindruckend. Es ist ein Anstoss, selber zu sich und zu seinem Körper Sorge zu tragen. Jedoch spiegelt der Film auch den Leistungsdruck unserer Gesellschaft. Wie das hohe Alter aussieht, wenn man zwar den Willen, aber weniger Glück mit seinem Körper hat und seine Leidenschaft aufgeben muss, wird kaum thematisiert.
Dennoch ist der Film «Aktiv ins Alter» interessant und er bietet mit seiner bewusst positiven Darstellung des Lebens im Alter einen spannenden Beitrag zur Diskussion.
Rezension von Evelyne Baumberger