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In dieser Folge schauen wir uns Afghanistan im 21. Jahrhundert an: 20 Jahre Besatzung, Abzug der westlichen Truppen und Machtübernahme der Taliban. Wir schauen dabei auf die menschenrechtliche Perspektive: Wann wurden Menschenrechte groß geschrieben und wann unter den Teppich gekehrt? Afghanistan ist damit auch ein Fallbeispiel zu ‘wertegeleiteter’ Außenpolitik, was manchmal einfach ein schöneres Wort für Imperialismus ist.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen haben wir eine kurze Zusatz-Folge zum Ausdruck von Afghanistan als “Friedhof der Großmächte” vorbereitet. Wir schauen, was diese Aussage eigentlich bedeutet, woher sie eigentlich kommt und wo er zu kurz greift.
Wir erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Wenn euch etwas fehlt, ihr Kritik, Anregungen oder auch Lob loswerden wollt, schreibt uns gerne unter [email protected].
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Weiterlesen:
Amnesty International (2021): AFGHANISTAN: ICC PROSECUTOR’S STATEMENT ON AFGHANISTAN JEOPARDISES HIS OFFICE’S LEGITIMACY AND FUTURE. https://www.amnesty.org/en/documents/ior53/4842/2021/en/
Bollinger (2021): Afghanistan, Friedhof der Großmächte? Zeitschrift Marxistische Erneuerung 128.
Colin (2020): The Colonialism of Human Rights: Ongoing Hypocrisies of Western liberalism. Polity Press.
Human Rights Watch (2003): “KILLING YOU IS A VERY EASY THING FOR US”: Human Rights Abuses in Southeast Afghanistan. https://www.hrw.org/reports/2003/afghanistan0703/afghanistan0703.pdf?utm
Kakar/Petersen (2026): Afghanistan: 5 Jahre seit Rückkehr der Taliban. https://www.rosalux.de/news/id/55082/afghanistan-5-jahre-seit-rueckkehr-der-taliban
Paech (2019): Menschenrechte. Geschichte und Gegenwart, Anspruch und Realität. PapyRossa.
Schetter (2022): Kleine Geschichte Afghanistans. C.H. Beck.
UNAMA (2021): Civilian casualties set to hit unprecedented highs in 2021 unless urgent action to stem violence http://unama.unmissions.org/protection-of-civilians-reports
UNAMA (2021): SURGE IN CIVILIAN CASUALTIES FOLLOWING AFGHANISTAN PEACE NEGOTIATIONS START - UN REPORT.
Spivak (2008): Righting Wrongs, Unrecht richten. diaphanes.
Vogt (2021): Der Menschenrechtsimperialismus. Rechtfertigung für Völkerrechtsbruch und Alibi für Kriegshandlungen. Unsere Zeit.
Wir müssen über Afghanistan sprechen! In dieser Folge schauen wir auf die Geschichte des Landes, den Beginn und das Scheitern des sozialistischen Versuchs und die Entstehung der Mujaheddin und dann später der Taliban.
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Weiterlesen:
Baraki, M. (2021): Die „goldenen Zeiten” am Hindukusch. Afghanistan nach dem Zweiten Weltkrieg (Teil I). Zeitschrift Marxistische Erneuerung 128.
Baraki, M. (2022): Aufstieg und Niedergang der Demokratischen Republik Afghanistan. Afghanistan nach dem Zweiten Weltkrieg (Teil II). Zeitschrift Marxistische Erneuerung 129.
Bollinger, S. (2021): Afghanistan, Friedhof der Großmächte? Zeitschrift Marxistische Erneuerung 128.
Fanon, Frantz (2020): Die Verdammten dieser Erde. Berlin: Suhrkamp.
Kakar, A./Petersen, B. (2026): Afghanistan: 5 Jahre seit Rückkehr der Taliban. Rosa-Luxemburg-Stiftung. https://www.rosalux.de/news/id/55082/afghanistan-5-jahre-seit-rueckkehr-der-taliban
Paech, N. (2019): Menschenrechte. Geschichte und Gegenwart, Anspruch und Realität. PapyRossa.
Schetter, C. (2022): Kleine Geschichte Afghanistans. C.H. Beck.
Vogt, U. (2021): Der Menschenrechtsimperialismus. Rechtfertigung für Völkerrechtsbruch und Alibi für Kriegshandlungen. Unsere Zeit.
In dieser Folge sprechen wir über die aktuellen Kürzungen beim Sozialstaat, die Rentenreform mit der neuen gesetzlichen Kapitalrente, die Pflege- und Gesundheitsreformen sowie die Debatten um Arbeitszeit, Feiertage und Krankmeldungen. Wir prüfen das Narrativ, Deutschland könne sich den Sozialstaat angesichts einer alternden Gesellschaft und des internationalen Wettbewerbsdrucks nicht mehr leisten, zunächst aus einer gewerkschaftlichen Verteilungsperspektive. Danach wechseln wir zu einer kapitalismuskritischen Perspektive und fragen, warum der Lohn zum Leben zu klein ist, wie der Sozialstaat die Klasse der Lohnabhängigen zur Solidarität verpflichtet und spaltet sowie wie die Standortkonkurrenz der Staaten die Bevölkerung zur Manövriermasse der Kapitalakkumulation macht.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen haben wir eine kurze Zusatz-Folge zu den Rentensystemen in Österreich und Schweden vorbereitet: Was die beiden Vorbilder der deutschen Debatte auszeichnet und warum die deutsche Reform nur übernimmt, was dem Kapital schmecken.
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Literaturempfehlungen zum Thema:
**DISCLAIMER: Leider hat das Mikro von Yannic stellenweise Probleme gemacht. Wir hoffen, es ist trotzdem alles verständlich und arbeiten an dem Problem**
In dieser Folge sprechen wir über BlackRock, den größten Vermögensverwalter der Welt. Wir schauen uns an, wie die „Deutschland AG" aufgebrochen wurde, was Kapitalorganisatoren sind, warum BlackRock gleichzeitig Eigentümer und Spekulant sein kann und was das alles mit der Überakkumulationskrise des Kapitalismus zu tun hat.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen gibt es eine Zusatzfolge zu David Harvey und der Frage der Überakkumulation.
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Weiterlesen:
In dieser Folge sprechen wir über das Ruhrgebiet im Kontext der Entwicklung des globalen und des deutschen Kapitalismus. Das Ruhrgebiet war in seiner Geschichte Bestandteil eines energiehungrigen Kapitalismus im Wandel, sog die Arbeitskräfte ein und spuckte sie aus und zeigt zugleich die Entwicklung von der Industrialisierung, über die politischen Zuspitzungen des 20. Jahrhunderts bis zu offenen Transformationen des Kapitalismus - oder Transformationen hin zu einer sozialistischen Wirtschaft. Bei der Betrachtung des Geschichte des Ruhrgebiets sprechen wir über theoretische Konzepte, wie Sven Beckerts „Inseln des Kapitals“ und Stephan Krügers „gesellschaftliche Betriebsweisen“ des Kapitalismus.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen haben wir eine kurze Zusatz-Folge zu den politischen Strategien in Großbritannien, Frankreich und Deutschland, um mit der Kohlekrise in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zurechtzukommen.
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Literaturempfehlungen zum Thema:
In dieser Folge sprechen wir über den antikolonialen Theoretiker und Widerstandskämpfer Frantz Fanon. Aufgewachsen in der französischen Kolonie Martinique, geht er später als Psychiater nach Algerien und wird dort Teil des Befreiungskampfes. In seinem Buch "Die Verdammten dieser Erde" schreibt er über den Unabhängigkeitskampf, die Rolle von Gewalt im Widerstand und über Gefahren, die nach der formalen Unabhängigkeit drohen.
Für unsere Patreon-Abonnent*innen haben wir eine kurze Zusatz-Folge zu Frantz Fanons Einfluss auf Walter Rodney aufgenommen, die euch auf Patreon zur Verfügung steht.
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Literaturempfehlungen zum Thema:
- Fanon (2020 [1961]): Die Verdammten dieser Erde
- Fanon (2022): Für eine afrikanische Revolution
- Chukwudinma u.a. (2025): Frantz Fanon at 100: class struggle and the future of African liberation. ROAPE
- Rahman (2025): Zwischen Unterdrückung und Gegengewalt: Fanon heute. https://uneins-mag.de/gerechtegewalt/zwischen-unterdrueckung-und-gegengewalt-fanon-heute/
- Newlove (2019): The wretched of the earth and strategy: Fanon’s ‘Leninist’ moment? ROAPE
- Eckert (2014): Frantz Fanon und sein Buch Die Verdammten dieser Erde https://www.bpb.de/gesellschaft/bildung/filmbildung/193512/frantz-fanon-die-verdammten-dieser-erde
- Kerner (2012): Postkoloniale Theorien zur Einführung.
- Chukwudinma & Kallon (2025): The shifting influence of Frantz Fanon on Walter Rodney’s anti-imperialism (1968–1978). ROAPE
Warum scheitern Gesellschaften? Wir schauen uns einige Faktoren an, warum Gesellschaften mit den Problemen, denen sie begegnen, nicht mehr zurechtkommen: Lebensformen, Widersprüche in der Produktionsweise und geopolitische Konflikte. Außerdem sehen wir uns gemeinsam mit Antonio Gramsci an, wie sich solche Probleme im politischen Raum äußern.
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Literaturempfehlungen zum Thema:
Warum ist der Staat nicht neutral – und warum ändert sich so wenig, wenn linke Parteien an die Regierung kommen? In dieser Folge führen wir in die materialistische Staatstheorie ein. Wir starten bei Marx und Engels und ihrem Begriff des Staates als "ideeller Gesamtkapitalist" und schauen uns dann die Weiterentwicklung durch Nicos Poulantzas an.
Wir erklären, was es heißt, dass der Staat ein Klassenstaat ist, warum die Bourgeoisie in verschiedene Fraktionen gespalten ist und was Poulantzas meint, wenn er den Staat als "materielle Verdichtung eines Kräfteverhältnisses" bezeichnet. Außerdem fragen wir: Was kann aus all dem für linke Politik folgen?
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Im Podcast haben wir auf diese Studie verwiesen: Elsässer, Lea et al. (2017): „Dem Deutschen Volke“? Die ungleiche Responsivität des Bundestags. Zeitschrift für Politikwissenschaft 27, S. 161–180. https://link.springer.com/article/10.1007/s41358-017-0097-9
Literaturempfehlungen zum Thema:
Poulantzas, Nicos: Staatstheorie. Politischer Überbau, Ideologie, Autoritärer Etatismus. VSA.
Demirović, Alex u.a.: Das Staatsverständnis von Nicos Poulantzas. Der Staat als gesellschaftliches Verhältnis. Nomos. (insbesondere die Texte von Demirović, Brand, Jäger, Sablowski)
Weitere Quellen:
Engels, Friedrich: Der Ursprung der Familie, des Privateigentums und des Staats.
Engels, Friedrich: Herrn Eugen Dühring's Umwälzung der Wissenschaft (Anti-Dühring).
Lenin, Wladimir Iljitsch: Staat und Revolution. Die Lehre des Marxismus vom Staat und die Aufgaben des Proletariats in der Revolution.
Overbeek, Henk: Finance capital and the crisis in Britain. In: Jessop, Bob/Overbeek, Henk (Hg.): Transnational Capital and Class Fractions. The Amsterdam School Perspective Reconsidered (S. 79-99). Routledge.
Poulantzas, Nicos (1975): Klassen im Kapitalismus – heute. VSA.
Vogt, Nina: Wenn Reichtum über politische Macht entscheidet - Forschungsprojekt zu Eigentum und Ungleichheit in der Demokratie. Informationsdienst Wissenschaft. https://idw-online.de/de/news762714
Zeiler, Moritz: Materialistische Staatskritik. Eine Einführung. Schmetterling.
Warum sind manche Länder dauerhaft reich – und andere dauerhaft arm? Die Dependenztheorie sagt: Weil das kapitalistische Weltsystem genau so funktioniert. In dieser Folge sprechen wir über Zentrum und Peripherie, ungleichen Tausch, Werttransfer und die Rolle von Eliten. Wir erklären die zentralen Strömungen der Dependenztheorie – von Andre Gunder Frank über Samir Amin bis Wallerstein – und fragen: Ist das heute noch aktuell? Und gibt es Auswege aus der globalen Abhängigkeit?
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Weiterlesen:
zur Einführung:
weitere Literaturempfehlungen:
Mit Marx schauen wir in dieser Folge darauf, warum Gesundheit und Sicherheit von Arbeiter*innen im Kapitalismus systematisch vernachlässigt werden. Mit seiner Analyse im dritten Band des Kapitals zeigen wir, wie die Profitlogik Unternehmen dazu treibt, an Sicherheitsvorkehrungen und Arbeitsbedingungen zu sparen - während gleichzeitig Ressourcen durch Überproduktion verschwendet werden.
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Genutzte Quellen:
Marx, Karl (1964): Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie. Dritter Band. Buch III: Der Gesamtprozeß der kapitalistischen Produktion. MEW 25. Berlin: Dietz.
Marx, Karl (1962): Das Kapital. Kritik der Politischen Ökonomie. Erster Band. Buch I: Produktionsprozeß des Kapitals. MEW 23. Berlin: Dietz.
Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung: Arbeits- und Wegeunfallgeschehen. https://www.dguv.de/de/zahlen-fakten/au-wu-geschehen/index.jsp
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