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  • "Die Denkmäler stehen noch in der Landschaft" - Archäologie in der Mongolei
    Die Mongolei machte zuletzt noch Schlagzeilen - als neuer Rohstofffundus für Deutschland. Doch das Land zwischen Russland und China hat noch ganz andere Schätze zu bieten, über die sich vor allem Archäologen und Historiker freuen. So wie der Prähistorische Archäologe Prof. Dr. Jan Bemmann, Direktor des Instituts für Vor- und Frühgeschichtliche Archäologie der Bonner Universität. Gegenwärtig forscht er unter anderem zur Geoarchäologie in der mongolischen Steppe sowie zu Karakorum, der ersten Hauptstadt des Mongolischen Reiches.
    Wir haben ihn zu seinen aktuellen Projekten und zum Stellenwert der Archäologie in der Mongolei befragt.
    18 min
  • Walther Rauff - "Staatlich geprüfter Kriegsverbrecher"
    Mehr als drei Jahrzehnte stand Dr. Heinz Schneppen im diplomatischen Dienst der Bundesrepublik Deutschland, darunter in London, Osaka, New York und Ecuador. Von 1989 bis 1993 war er Deutschlands Botschafter in Paraguay. Seine Stationen in Südamerika waren für den promovierten Historiker ein entscheidender Grund, sich mit ehemaligen NS-Verbrechern, die beispielsweise nach Argentinien, Chile, Paraguay oder Ecuador entkommen waren, zu beschäftigen.
    Bei seinen beruflichen Kontakten stieß er immer wieder auf den Namen Walther Rauff, über den er zu recherchieren begann. Seine Informationen und Ergebnisse hat Dr. Heinz Schneppen nun zu einer Biografie über Walther Rauff zusammengefasst. Wir haben den Historiker und Diplomaten a.D. zu seinem neuen Buch befragt.
    15 min
  • "Es fehlt das Handeln des Volkes"
    Der 3. Oktober wird heute zum 22. Mal als Tag der Deutschen Einheit begangen, aber wird er auch gefeiert? Für die meisten ist er nach mehreren Umfragen vor allem ein freier Tag. Nur eine Minderheit verbindet mit dem 3. Oktober den Gang der Ereignisse, der im Sommer 1989 einsetzte und die Nachkriegsordnung in Deutschland nur binnen eines Jahres hinwegfegte. Nach einer laufenden L.I.S.A.Umfrage sprechen sich mehr als 70 Prozent für den 9. November als Tag der Deutschen Einheit aus, nur rund ein Viertel für den 3. Oktober.
    Wir haben vor einigen Tagen den emeritierten Historker der Universität zu Köln Prof. Dr. Otto Dann gesprochen und ihn unter anderem gefragt, was er vom 3. Oktober hält. Außerdem wollten wir von dem Nations- und Nationalismusforscher wissen, wie die Deutschen heute mit dem Begriff der Nation umgehen.
    11 min
  • NS-Verbrecher im Geheimdienst des BND
    Der Bundesnachrichtendienst (BND) hatte keine Skrupel, NS-Verbrecher in seinen Dienst zu nehmen - so wie im Fall des SS-Standartenführers und "Gaswagen"-Massenmörders Walter Rauff. Fast 100.000 Juden hatte er in den zu Todeskammern umfunktionierten Lastwagen ermorden lassen. Nach dem Krieg fand er eine neue Aufgabe: Aufklärung für den BND.
    Walter Rauff wurde 1945 in Italien gefangengenommen, konnte aber bereits ein Jahr später fliehen und sich schließlich nach Südamerika absetzen - so wie viele andere NS-Größen über die sogenannte "Rattenlinie" auch. In Ecuador ließ er sich als Kaufmann nieder und vertrat unter anderem die Firma Hugo Stinnes. Seit 1953 besaß er den Pass der Bundesrepublik Deutschland, ausgestellt auf seinen Namen.
    Fünf Jahre später warb ihn der BND als freien Mitarbeiter an und zahlte ihm für seine Tätigkeit 2.000 DM im Monat. Ziel des BND war es, in Südamerika, wo die Bundesrepublik noch über kein nachrichtendienstliches Netzwerk verfügte, den eigenen Aktionsradios zu erweitern. Nach gut vier Jahren kündigte der BND seinem Mitarbeiter Rauff. Die Pullacher waren mit dem Ertrag seiner Arbeit unzufrieden.
    Unterdessen hatte das Amtsgericht Hannover bereits 1961 einen Haftbefehl gegen Rauff ausgestellt, doch die Regierung in Chile, wo er inzwischen lebte, weigerte sich den früheren SS-Führer auszuliefern - mit der Begründung, seine Taten seien verjährt. 1984 starb Walther Rauff unbehelligt im Alter von 77 Jahren im Süden Chiles.
    Der Bundesnachrichtendienst hat Anfang 2011 die Unabhängige Historikerkommission (UHK) einberufen, um die Geschichte des BND zu untersuchen. Ein Mitglied der UHK ist der emeritierte Professor für Neuere Geschichte an der Universität zu Köln Prof. Dr. Jost Dülffer, den wir zu Walter Rauff, den BND und die Arbeit der Historikerkommission befragt haben.
    8 min

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