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L.I.S.A. Wissenschaftsportal Gerda Henkel Stiftung episodes

  • Strafen und Töten – Exzessive Gewalt im Bauernkrieg
    Im elsässichen Zabern (franz. Saverne) kam es im Mai 1525 zum brutalsten Gewaltausbruch des Bauernkriegs: Nachdem die dort lagernden aufständischen Bauern ihre Waffen gestreckt und Herzog Anton von Lothringen ihnen freies Geleit zugesichert hatte, metztelten Landsknechte etwa 16.000 Bauern nieder. Das Massaker verdeutlicht das Ausmaß exzessiver Gewalt, das den Bauernkrieg 1524/25 deutlich von anderen kriegerischen Konflikten der Frühen Neuzeit abhebt. Die Forschung geht heute von bis zu 80.000 getöteten Bauern aus. Im Unterschied etwa zum Dreißigährigen Krieg resultierte diese hohe Opferzahl nicht aus kriegsbedingten Begleiterscheinungen wie Hunger oder Seuchen, sondern aus der Gewalt selbst. In seinem Vortrag beleuchtet Prof. Dr. Horst Carl (Gießen) wie es zu dieser „apokalyptischen Dimension“ kommen konnte und welche Rolle das „Göttliche Recht“ dabei spielte.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bauernkrieg_carl
    48 min
  • Brauchen wir einen Papst?
    Zum Abschluss des Symposiums „Papst und Zeit“, das Otto Kallscheuers monumentaler (Ideen-)Geschichte des Papsttums gewidmet war, diskutierte Joachim Frank in seiner Talkreihe frank & frei in der Karl Rahner Akademie mit dem Autor, der evangelischen Bischöfin Dr. Petra Bahr (Landeskirche Hannover) und dem katholischen Bischof Dr. Franz-Josef Overbeck (Bistum Essen) über das Papstamt zwischen Mystik und Macht, zwischen Heiligenschein und heiligem Schein, zwischen Erstarrung und Erneuerung.
    Denn dass die katholische Kirche als Gemeinschaft von Glaubenden Leitung braucht, dürfte unbestreitbar sein. Aber braucht sie dafür den Papst? Auf diese Frage gibt es innerhalb des Christentums spätestens seit der Reformation konträre Antworten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/papst_und_zeit_teil_4
    1 hr 35 min
  • Der Stammheim-Prozess. Die RAF und das Baader-Meinhof-Verfahren 1975 bis 1977
    „Stammheim“ ist seit dem Prozess gegen die erste Führungsgeneration der RAF zum Mythos geworden. Die Wahlverteidiger der Angeklagten taten alles, um das Strafverfahren zum Schauprozess zu machen. So drang fast nur die einseitige Interpretation der RAF-Anwälte in die deutsche Öffentlichkeit – und wirkt bis heute fort. Sie lässt das Verfahren als „systematische Zerstörung aller rechtsstaatlichen Garantien“ (Otto Schily) erscheinen. Dabei ist das Gegenteil richtig: Die Richter gewährleisteten ein ordentliches Strafverfahren. Ein halbes Jahrhundert später ist es an der Zeit, dem Verfahren und damit dem Rechtsstaat Gerechtigkeit widerfahren zu lassen – auf Grundlage vielfältigster Quellen. Der Bogen spannt sich von der Ankunft der RAF-Führung in der Untersuchungshaft 1972 bis zum Selbstmord von Andreas Baader, Gudrun Ensslin und Jan-Carl Raspe am 18. Oktober 1977. Gezeigt wird, was beim Jahrhundertprozess wirklich geschah. Er ist ein Vorbild für den Umgang des Rechtsstaats mit Terror.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_stammheimprozess_kellerhoff
    1 hr 9 min
  • Wann ist etwas nicht mehr, was es mal war? Konservativ sein in Zeiten des Wandels
    Was kann es bedeuten, heute konservativ zu sein? Wie lässt sich aus konservativer Sicht auf gesell­schaft­liche Erneuerungen blicken? Wann wird aus dem Wunsch nach Bewahren eine Blockade? Wie kann ein neues „Wir“ gelingen, das Tradition und Offenheit verbindet? Und welche Orien­tie­rung können Bekenntnisse zu Religion, Familie und Heimat dabei noch geben? Düzen Tekkal (Autorin und Journalistin), Christoph Möllers (HU zu Berlin, Aka­de­mie­­mitglied) und Simon Strauß (Autor und Journalist) sprechen mit Moderatorin Shelly Kupferberg (rbb Kultur, Deutschlandfunk Kultur) über die Möglichkeiten konserva­tiven Denkens und Lebens in Zeiten weit­rei­chen­der Umbrüche und Transfor­mationen.
    Eine Veranstaltung von Villa Aurora & Thomas Mann House e.V. und BBAW
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/salon_sc_2025_konservativ_sein_in_zeiten_des_wandels
    48 min
  • Pax vobiscum – Päpste in der internationalen Politik?
    Der dritte Teil des Symposiums „Papst und Zeit“ ist der Frage gewidmet, welche Rolle das Papsttum in den internationalen Beziehungen im 21. Jahrhundert spielen kann. Kann die katholische Kirche glaubhaft als „moral entrepreneur“ in der Weltpolitik agieren und einen Beitrag zur Befriedung des heutigen Weltenlaufs leisten?
    Diese Fragen kommentierten Dr. Johannes Ludwig (Bistum Limburg), Prof. Dr. Claus Leggewie (Justus-Liebig-Universität Gießen) und Prof. Dr. Ursula Nothelle-Wildfeuer (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg). Im Rahmen der anschließenden Diskussion war Prof. Dr. Otto Kallscheuer eingeladen, zu repli­zie­ren. Es moderierte Joachim Frank (Kölner Stadt-Anzeiger).
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/papst_und_zeit_teil_3
    1 hr 42 min
  • Ensouling Hunger
    US anthropologist Naveeda Khan from Johns Hopkins University in Baltimore spoke at University of Münster’s Cluster of Excellence “Religion and Politics” about the complex interrelationship between religious traditions, climate change and the experience of hunger. In her lecture in English entitled “Ensouling Hunger”, Khan examined this relationship by looking at how the Muslim population along the South Asian river Jamuna in Bangladesh deals with climate-related crises such as hunger. In addition to the political dimensions of famine, the researcher, herself a native of Bangladesh, also emphasized the metaphysical and spiritual meaning of the everyday use of food and the conscious renunciation of food, such as that which characterizes fasting.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/lecture_naveeda_khan
    43 min
  • Die Erfindung des Mittelalters
    Ist „das Mittelalter“ eine Erfindung der Frühen Neuzeit? Diese These diskutieren wir mit Livia Cárdenas. Anhand unterschiedlicher aristokratischer und bürgerlicher Sammlungen mittelalterlicher Artefakte hat sie die Vorstellungen untersucht, die sich die Zeitgenossen im 18. und 19. Jahrhundert vom Mittelalter machten. Welche Mittelalter­bilder dabei entstanden und welche oft spannenden Funktionen solche Imaginationen hatten, diskutierten Uta Karstein und Ringo Rösener mit der Autorin an diesem Abend.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_erfindung_mittelalter
    1 hr 13 min

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