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  • Fluide Grenzen. Demarkationslinien um 1800 und was sie für unsere Zeit bedeuten
    Grenzen schaffen Binarität - es gibt ein innerhalb und ein außerhalb von Grenzen. Damit ist aber noch nicht gesagt, wie eine Grenze beschaffen ist. Sie kann auf einer Landkarte sichtbar werden, sie kann politisch sein, es gibt in der Wissenschaft welche und wir ziehen auch kulturelle Grenzen. Grenzen schreiben demnach etwas fest, sie stellen eine Demarkationslinie dar. Um einen ganz anderen Aggregatszustand von solchen Linien geht es im vorliegenden Salongespräch über fluide Grenzen. Was sind fluide Grenzen? Macht es überhaupt Sinn, Grenzen als flüssige zu begreifen? Die Kunsthistorikerin Bénédicte Savoy, die Kultur- und Medienwissenschaftlerin Gloria Meynen und der Romanist Markus Messling gehen dieser Frage nach und beziehen sich dabei vor allem auf das 19. Jahrhundert. Moderiert wird das Gespräch von dem Journalisten René Aguigah.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/fluide_grenzen._demarkationslinien_um_1800_und_was_sie_fuer_unsere_zeit_bedeuten?nav_id=9197
    45 min
  • Hinter der Weltbühne: Hermann Budzislawski (1901-1978) und das zwanzigste Jahrhundert
    Daniel Siemens erforscht in seinem Projekt den ungewöhnlichen Lebensweg des deutsch-jüdischen Intellektuellen Hermann Budzislawski (1901–1978) als Musterbeispiel transatlantischer Verflechtungsgeschichte im 20. Jahrhundert. Budzislawski wurde vor allem als Herausgeber der "Neuen Weltbühne" bekannt. Er war in den 1930er und 1940er Jahren einer der wichtigsten Knotenpunkte im Netz der anti­faschistischen Linksintellektuellen in Europa und den USA. Später, in der DDR, prägte er in den 1950er und 1960er Jahre eine ganze Generation "sozialistischer Journalisten" und machte auch auf internationaler politischer Bühne für die DDR eine gute Figur. Dass Budzislawski heute trotzdem weitgehend vergessen ist, ist unter anderem eine Folge der Wiedervereinigung. Seine ehemalige Zeitschrift, die "Weltbühne", 1990 noch einmal mit einer Millionen-Geldspritze durch die inzwischen in PDS umbenannte ehemalige Staatspartei vor dem Konkurs gerettet, wurde 1993 eingestellt. Die gebrochenen Leben derjenigen Remigranten, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die SBZ/DDR zurückkehrten, geraten erst in letzter Zeit wieder in den Blick. Das Projekt wird in eine Buchpublikation mit dem Aufbau Verlag münden (geplanter Erscheinungstermin 2022). Es basiert auf umfangreichen Quellenrecherchen, lässt aber auch noch lebende Familienangehörige und Zeitzeugen zu Wort kommen.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/historischeskolleg_danielsiemens
    44 min
  • Drüben und drüben. Zwei deutsche Kindheiten. Eine historische Spurensuche mit David Wagner und Jochen Schmidt
    Zwei Schriftsteller - der eine in der Bundesrepublik Deutschland (BRD) aufgewachsen und sozialisiert, der andere in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Der Westdeutsche David Wagner und der Ostdeutsche Jochen Schmidt sind ziemlich gleich alt und habe jeweils in der Hauptstadt ihrer jeweiligen Republik gelebt. Das andere Deutschland war beiden immer fremd geblieben, was nicht zuletzt daran lag, dass die eine Seite kaum Gutes über die andere zu sagen wusste. In ihrem gemeinsamen Buch "Drüben und Drüben. Zwei deutschen Kindheiten" haben sie aus ihrer jeweiligen Perspektive aufgeschrieben, was sie von ihren jungen Jahren erinnern. Im Gespräch mit der Literaturwissenschaftlerin Ulrike Vedder stellen Jochen Schmidt und David Wagner ihr Buch vor und lesen einzelne Passagen daraus.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/drueben_und_drueben._zwei_deutsche_kindheiten._eine_historische_spurensuche_mit_david_wagner_und_jochen_schmidt?nav_id=9222
    51 min
  • Wandel im Osten
    Mit seinem jüngsten Buch »Lütten Klein. Leben in der ostdeutschen Transformations­gesellschaft« kehrt der Berliner Soziologe Steffen Mau in das gleichnamige Rostocker Neubauviertel zurück, in dem er in den 1970er Jahren aufgewachsen ist. Für seine Untersuchung sprach er mit Dagebliebenen und Weggezogenen. Entstanden ist eine viel besprochene Studie, die erhellende Einblicke in Strukturen und Mentalitäten Ostdeutschlands bietet.
    Wir fragen nach, was die DDR mit dem Heute zu tun hat und warum es auch für Soziolog:innen sinnvoll ist, in die Vergangenheit zurückzublicken, um gegenwärtige Fragen zu beantworten.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/thomasius_club_steffen_mau
    1 hr 4 min
  • Vielstimmigkeit. Briefe aus Jean Pauls Umfeld digital
    Seit 2018 sind Jean Pauls Briefe auf der Basis von Eduard Berends Ausgabe digital greifbar, jetzt erarbeitet die Jean Paul Edition als DFG-Projekt die Familien- und Freundesbriefe. Der Brief zeigt sich als keineswegs private, sondern als halböffentliche, gesellschaftsbildende Ausdrucksform: Briefe sind die sozialen Netzwerke der Zeit um 1800. Eine Veranstaltung und Lesung mit Markus Bernauer, Selma Jahnke, Josefine Kitzbichler, Frederike Neuber und Michael Rölcke.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/jeanpaul_briefedigital
    1 hr 32 min
  • Deutsche Krieger. Vom Kaiserreich zur Berliner Republik
    Der Klappentext von Sönke Neitzels neuem Werk beginnt mit einem provokativen Satz: „Ein Leutnant des Kaiserreichs, ein Offizier der Wehrmacht und ein Zugführer der Task Force Kunduz des Jahres 2010 haben mehr gemeinsam, als wir glauben.“ Dieser Satz gibt die Linie des Buches vor, das auf 800 Seiten die deutsche „Kriegerkultur“ in all ihren Facetten untersucht. Das zentrale Ergebnis von Neitzels Analyse ist nicht minder provokativ: Soldaten sollen kämpfen und auch töten – eine Feststellung, mit der man sich nach 1945 traditionell schwertut, pflegt man doch seit Langem die Idee vom „Staatsbürger in Uniform“ und von der Bundeswehr als „Friedensarmee“.
    Zu diesem Spannungsfeld zwischen Gesellschaft und Militär sowie zur inneren Kultur der deutschen Streitkräfte seit 1871 befragten Dr. Christian Westerhoff von der Bibliothek für Zeitgeschichte sowie Dr. Günter Riederer vom Stadtarchiv Stuttgart den deutschlandweit einzigen Inhaber eines Lehrstuhls für Militärgeschichte an der Universität Potsdam.
    Den Originalbeitrag und mehr finden Sie bitte hier: https://lisa.gerda-henkel-stiftung.de/bfz_deutsche_krieger
    1 hr 10 min

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