Bianca Prommer [00:00:00]:
Lohnt es sich eigentlich interne Design Thinking Moderatorinnen und Moderatoren auszubilden? Dieser Frage gehen wir in der heutigen Podcast Episode nach. Lasst uns loslegen. Hallo und herzlich willkommen in der neuen Folge von Veränderung einfach machen. Ja, heute geht es die Frage, lohnt es sich eigentlich interne Design Thinking Workshop Moderatorinnen und Moderatoren auszubilden? Und diese Frage ist deswegen aufgetaucht, weil ich gerade von einem solchen Seminar in einem Unternehmen komme. Im Frühjahr haben wir einen riesengroßen Design Thinking Workshop bei einem Kunden veranstaltet und da waren so viele Erlebnisse und Erfahrungen und Erkenntnisse dabei, dass sich das Unternehmen gedacht hat, naja, lass uns doch hier mal intern auch Moderatorinnen und Moderatoren ausbilden. Und das CTO ist dann auf mich zugekommen, wir haben dann ein Konzept festgelegt, wie wir hier entsprechend Design Thinking in die Organisation bringen, wie dieses Training aufgebaut werden soll und haben dann hier wirklich gemeinsam überlegt, was macht hier Sinn. Ich möchte in der heutigen Folge jetzt auch einmal so darauf eingehen, was sind denn die drei Hauptargumente dafür, dass es sich hier wirklich auch lohnt, interne Moderatorinnen und Moderatoren auszubilden. Wir haben in diesem Unternehmen mittlerweile zehn dieser Moderatorinnen und Moderatoren ausgebildet und das über einen Zeitraum von rund zweieinhalb Monaten mit immer wieder Pause dazwischen, wo sie dann auch in die Anwendung gegangen sind, die haben auch ihre ersten Kurzworkshops moderiert, haben hier wirklich gesehen, welche Vorteile das Ganze auch bringt, wenn wir hier mit Design Thinking arbeiten.
Bianca Prommer [00:01:53]:
Aber wenn du dir jetzt gerade so sagst, naja, aber was ist denn Design Thinking eigentlich? Vielleicht ganz kurz erklärt. Design Thinking ist ein menschenzentrierter Innovationsansatz. Ich sage es bewusst nicht, es ist eine Methode oder es ist ein Prozess, sondern Design Thinking ist mehr. Design Thinking ist eine Haltung. Design Thinking ist ja auch eine Methode, ein Werkzeugkoffer und auch ein Prozess. Aber vor allem ist es auch diese Haltung, die wir mitbringen, den Nutzer und seine Bedürfnisse in den Mittelpunkt zu stellen und von dort aus dann zu denken. Und Design Thinking gibt es eigentlich schon sehr sehr lange. Tatsächlich ist der Begriff Design Thinking das erste Mal 1965 erwähnt worden.
Bianca Prommer [00:02:43]:
Es hat dann erste Entwicklungen gegeben, erste entsprechende Papers, die quasi veröffentlicht worden sind, aber vor allem der ganz entscheidende Durchbruch, den hat es dann in den 90er Jahren gegeben, wo David Cayley von IDEO und das Stanford University da sozusagen gemeinsam gearbeitet haben und hier Design Thinking auch wirklich zu dieser praxistauglichen Methode entwickelt haben. Und seitdem geht es da wirklich Schritt für Schritt voran. Es ist also wirklich eine etablierte Methode, ein etablierter Ansatz und vor allem diese Haltung, die da dahinter steckt. Das Unternehmen, also mein Kunde, der hat das immer erlebt in Form eines Workshops und war total begeistert, wie er gesehen hat, wie schön es ist, wenn auch Kundinnen und Kunden mitmachen, mitinnovieren und vor allem welche Vorteile es hat, wenn man schnell ins Prototyping geht, schnell Feedback bekommt, sieht, okay, lohnt sich, es lohnt sich nicht, lohnt sich die Idee nicht und deswegen war es dann wirklich so, dass sie gesagt haben, lass uns dieses Thema stärker in die Organisation bringen, lass uns hier wirklich zehn Workshop-Moderatorinnen und Moderatoren ausbilden. Und die Lernziele vielleicht auch, damit du weißt, dass du die Lernziele in dieser Weiterbildung waren und damit wir dann nämlich auch jetzt gleich dann auf die drei Hauptargumente kommen, warum es sich auf jeden Fall lohnt. Wichtig war mal, dass die Teilnehmerinnen un...