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Lufthansa-Streik: Wer jetzt fliegen will, hat ein Problem


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(Bildquelle: IMAGO / Ardan Fuessmann / Bearbeitung: GIGA)

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft erneut zum Streik auf, was für Passagiere hunderte Flugausfälle bedeutet.

Update vom 12. März 2026: Neuen Informationen zufolge könnte der Lufthansa-Streik am Donnerstag und Freitag kleiner als gedacht ausfallen. Es wird aktuell mit rund 300 Flugausfällen pro Tag gerechnet – mindestens die Hälfte der geplanten Flüge soll stattfinden (Quelle: tagesschau).

Originalartikel vom 11. März 2026:

Passagiere der Lufthansa müssen sich erneut auf massive Beeinträchtigungen einstellen. Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) hat ihre Mitglieder zu einem zweitägigen Streik am kommenden Donnerstag (12. März 2026) und Freitag (13. März 2026) aufgerufen (Quelle: tagesschau).

Lufthansa-Piloten streiken am Donnerstag und Freitag

Betroffen sind nicht nur die Flüge der Lufthansa-Kerngesellschaft, sondern auch die der Frachttochter Lufthansa Cargo und erstmals auch die der Regionaltochter Lufthansa Cityline.

Der Aufruf betrifft mehr als 5.000 Pilotinnen und Piloten und gilt für alle Abflüge aus Deutschland. Es ist bereits die zweite Streikwelle in der laufenden Tarifrunde, nachdem ein eintägiger Ausstand im Februar zur Annullierung von über 800 Flügen und Beeinträchtigungen für rund 100.000 Reisende führte.

Eine Ausnahme gibt es jedoch: Flüge in den Nahen Osten sind von den Arbeitsniederlegungen ausdrücklich ausgenommen, um der angespannten Lage in der Region Rechnung zu tragen.

Streit um die Betriebsrente geht weiter

Hintergrund des Arbeitskampfes sind die aus Sicht der Gewerkschaft festgefahrenen Verhandlungen über die Betriebsrenten. Laut VC-Präsident Andreas Pinheiro liegt auch nach der letzten Streikrunde kein substanziell verbessertes Angebot des Konzerns vor.

Die Lufthansa hatte im Gegenzug kostenneutrale Reformen vorgeschlagen und wollte den Fokus der Gespräche lieber auf die allgemeine Organisation des Flugbetriebs und die damit verbundenen Karrierechancen für die Piloten legen.

Die Situation bei der Lufthansa Cityline ist zusätzlich komplex. Deren Flugbetrieb soll im kommenden Jahr auslaufen und schrittweise auf die neue Tochtergesellschaft „Lufthansa City Airlines“ übergehen.

Die Gewerkschaft betont allerdings, dass die aktuelle Tarifauseinandersetzung, in der sie unter anderem Gehaltsanpassungen von 3,3 Prozent pro Jahr fordert, nichts mit dieser Umstrukturierung zu tun hat. Der Konflikt könnte sich zudem noch ausweiten, da bei der Konzerntochter Eurowings eine Urabstimmung über mögliche Streiks noch läuft.

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