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Mac-Nutzer müssen reagieren: Hersteller stellt Patch bereit


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(Bildquelle: IMAGO / Depositphotos / Bearbeitung: GIGA)

Ein kleiner formaler Fehler bei Logitech hat unerwartet große Folgen für Apple-User.

Logitech hat einen peinlichen Patzer hingelegt: Zahlreiche Mac-Nutzer berichten aktuell von streikenden Mäusen, weil der Hersteller sein Apple-Entwicklerzertifikat schlicht hat auslaufen lassen. Die Folge: Die Options+-App funktioniert nicht mehr, kann sich nicht selbst aktualisieren und landet in einer Endlos-Schleife. Betroffene müssen den Fehler daher manuell beheben – ein automatisches Update ist unmöglich (Quelle: 9to5Mac).

Logitech-Mäuse streiken plötzlich am Mac – und das aus einem absurden Grund

Wer eine Logitech-Maus wie die MX Master 3S am Mac nutzt, bekommt derzeit die Quittung für einen Entwicklerfehler, der kaum peinlicher sein könnte. Ein Reddit-Nutzer schilderte das Problem zuerst: Die Scrollrichtung änderte sich plötzlich, Zusatztasten reagierten nicht mehr, und beim Versuch, die Options+-App zu öffnen, landete er in einer Boot-Schleife.

Mehrere Nutzer bestätigten das Verhalten – ein Hardwarefehler? Nein. Die Ursache fand ein anderer Redditor schnell heraus: Logitech hat schlicht sein Apple-Entwicklerzertifikat vergessen, zu verlängern.

Damit war die App schlagartig ungültig. Doch schlimmer noch: Wegen des abgelaufenen Zertifikats konnte sich Options+ nicht einmal selbst aktualisieren. Das Update, das den Fehler beheben könnte, blockiert sich sozusagen selbst.

Logitech gesteht „unentschuldbaren Fehler“ ein und veröffentlicht Patch

Logitech reagierte ungewöhnlich schnell und räumt den Patzer offen ein. In einer Stellungnahme heißt es:

Zitat:
Wir haben hier versagt. Das ist ein unentschuldbarer Fehler. Wir entschuldigen uns vielmals für die entstandenen Unannehmlichkeiten.

Das Unternehmen hat inzwischen eine eigene Support-Seite eingerichtet, die erklärt, wie der manuelle Patch heruntergeladen und installiert werden muss, um die App wieder funktionsfähig zu machen.

Wen trifft der Fehler – und wen nicht?

Wichtig ist: Das Problem betrifft nur Nutzer, die die Options+-App aktiv verwenden. Wer seine Logitech-Maus ohne die App nutzt, bemerkt vom Zertifikats-Fiasko in der Regel nichts. Die Grundfunktionen der Maus laufen weiterhin direkt über macOS.

Betroffen sind also vor allem Nutzer, die beispielsweise Tastenbelegungen individuell angepasst haben. Wer die Options+-App aber bislang ignoriert hat, bleibt verschont.

Unterm Strich: Dass ein großer Hersteller wie Logitech sein Entwicklerzertifikat auslaufen lässt, ist ein Fauxpas, der eigentlich nie passieren dürfte. Umso ärgerlicher, dass dadurch gerade Power-User mit individuellen Tastenbelegungen ausgebremst wurden.

Positiv bleibt: Logitech hat schnell reagiert, sich entschuldigt und eine funktionierende Anleitung bereitgestellt. Wer die Options+-App nutzt, sollte den Patch zeitnah installieren – dann läuft auch die MX Master & Co. wieder wie gewohnt.

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