Frisst KI die Business Software, wie wir sie kennen?
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In dieser Folge des KI-Podcasts „Machine Minds“ diskutieren Holger Schmidt und Michael Finkler über die aktuellen Entwicklungen im Markt für industrielle KI und Business Software. Im Mittelpunkt stehen die Frage, ob KI klassische Softwareanbieter verdrängen wird, die Rolle neuer KI-nativer Unternehmen sowie die Wettbewerbsvorteile etablierter ERP-Anbieter.
Darüber hinaus sprechen sie über neue Lizenzmodelle, tokenbasierte Abrechnung, die tatsächlichen Gesamtkosten von KI-Projekten und die wachsende Bedeutung von KI-Controlling. Weitere Themen sind Haftung und Trustworthy AI, die Entwicklung von Agentic AI, mögliche Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt und die Frage, wie selbstverständlich KI in den kommenden fünf Jahren in Geschäftsprozesse einziehen wird.
Der Markt für Business Software befindet sich in einem „Great Sorting“ mit Gewinnern, Überlebenden und Verlierern.KI-native Anbieter sind besonders stark in Bereichen mit geringem Integrationsaufwand.Im ERP- und Unternehmenssoftwaremarkt bleiben Prozesswissen, Datenkontext, Governance und Betrieb entscheidend.Etablierte Softwareanbieter besitzen durch Kundenbeziehungen, Datenzugang und bestehende Systeme starke Burggräben.Kleinere Anwendungen rund um zentrale ERP-Systeme sind stärker durch neue KI-Anbieter gefährdet.Klassische Lizenzmodelle nach Nutzern und Modulen werden zunehmend durch verbrauchs- und ergebnisbasierte Modelle ergänzt.Rein tokenbasierte Abrechnung ist für Unternehmen nur tragfähig, wenn Kosten transparent und steuerbar bleiben.Modell- und Tokenkosten machen nur einen kleinen Teil der tatsächlichen KI-Gesamtkosten aus.Integration, Beratung, Sicherheit, Monitoring, Schulung und Change Management dominieren häufig die Einführungskosten.Unternehmen benötigen künftig ein professionelles KI-Controlling beziehungsweise AI Financial Operations.Für Schäden durch KI-Anwendungen haftet zunächst das Unternehmen, das die Systeme einsetzt.Trustworthy AI erfordert Guardrails, Vier-Augen-Prinzipien, Human in the Loop und kontinuierliches Monitoring.Erste Agenten werden kurzfristig produktiv eingesetzt, vollständig automatisierte End-to-End-Prozesse benötigen jedoch mehr Zeit.Unternehmen sollten jetzt Erfahrungen sammeln, Kompetenzen aufbauen und konkrete Use Cases entwickeln.Der größte Nutzen von KI entsteht nicht allein durch Kostensenkung, sondern durch bessere Produkte, Kundenerlebnisse und Wachstum.„OpenAI hat durch den Fokus auf das Kerngeschäft enorm aufgeholt.“
„Die Managementkosten dominieren die KI-Einführungskosten.“
„Der Fokus muss auf Produkten, Kundenschnittstellen und Kundenerlebnissen liegen.“
Einführung und aktuelle Trends in der KI
KI im Business-Software-Markt: Chancen und Herausforderungen
Souveränität und europäische Anbieter
Wettbewerb und Kooperationen im KI-Markt
Lizenzmodelle und tokenbasierte Abrechnung
Kostenmanagement und KI-Controlling
Managementkosten versus Technikkosten bei KI
Haftung und Trustworthy AI
Entwicklung von Agentic AI und Marktdynamik
Ausblick: KI in fünf Jahren
Fazit: Chancen, Herausforderungen und Zukunftsaussichten