Abiran Kanagalingam verwandelt mit seinem Startup GRIIT Strava-, Garmin- und Komoot-Routen in 3D-Wandreliefs, physische Erinnerungsstücke für Marathon-Finishes, Trailruns und Velotouren. Über die Idee aus einer Marathon-Vorbereitung trotz Verletzung, den Aufbau einer eigenen 3D-Software neben dem Studium und warum Ideen wertlos sind, wenn man sie nicht umsetzt.
Zu Gast: Abiran Kanagalingam – Gründer, GRIIT
Abiran gründete schon während des Gymnasiums eine eigene Nachhilfe-Firma. Nach einer Marathon-Vorbereitung trotz ärztlichem Rat kam ihm die Idee zu GRIIT: physische 3D-Wandreliefs aus echten Strava-, Garmin- oder Komoot-Routendaten. Zusammen mit einem befreundeten Informatik-Studenten entwickelte er dafür eine eigene 3D-Modellierungssoftware und baut GRIIT heute neben seinem Studium in Bern auf.
Abiran und Griit findest du hier:
griit.ch
Instagram
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Die wichtigsten Erkenntnisse:
1. Ideen sind wertlos, solange du sie nicht umsetzt: Fast jede Idee hatte schon irgendjemand anders, entscheidend ist nur, wer sie wirklich angeht.
2. Teste günstig statt perfekt zu planen: Ein einfacher Test mit ein paar hundert Franken Werbebudget zeigt schneller, ob echtes Interesse besteht, als monatelanges Ausarbeiten im Kopf.
3. Hab keine Angst, dass dir jemand deine Idee klaut: Die meisten Leute haben weder die Zeit noch den Antrieb, sie umzusetzen, sprich offen mit den richtigen Personen und hol dir ehrliches Feedback.
Worum es in dieser Folge geht:
Abiran bereitete sich trotz einer Verletzung und ärztlichem Rat auf einen Marathon vor. Der entscheidende Gedanke kam ihm dabei: Eine solche Leistung verschwindet am Ende einfach in einer Trainings-App auf dem Handy, statt sichtbar zu bleiben. Daraus entstand die Idee zu GRIIT: die eigene Route als greifbares 3D-Relief für die Wand statt als Screenshot im Feed.
Unternehmerisch war er kein Neuling: Schon während des Gymnasiums baute er eine eigene Nachhilfe-Firma auf, später folgte ein früher, gescheiterter Versuch mit einer Nachhilfe-Vermittlungsplattform. Diese Rückschläge prägen bis heute seine Überzeugung, dass eine Idee für sich allein nichts wert ist, sie zählt erst, wenn man sie tatsächlich umsetzt.
Technisch basiert GRIIT auf dem GPX-Export aus Strava, Garmin oder Komoot. Zusammen mit einem befreundeten Informatik-Studenten als Co-Founder baute Abiran dafür eine eigene 3D-Modellierungssoftware, mit der Terrain, Strassen und Gebäude entlang der Route gestaltet und anschliessend als Relief gedruckt werden, ein Druckvorgang von rund drei bis vier Stunden, nach anfänglichen Fehldrucken wegen ungenauer Kalibrierung.
Nach rund fünf Wochen intensivem internem Aufbau, von der Software bis zur Buchhaltung, verlagert sich der Fokus nun auf Marketing: organisch über Instagram und LinkedIn, bewusst ohne TikTok. Reliefs an Schweizer Sportpersönlichkeiten wie Peter Bolliger brachten erste Reichweite, langfristig denkt Abiran auch an andere Sportarten wie Triathlon oder eine Zusammenarbeit mit grossen Eventmarken wie Ironman.
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