Ihr Roman beginnt treffenderweise mit einer Triggerwarnung: „In diesem Buch sterben Männer. Es finden Beschreibungen von patriarchaler, sexueller und psychischer Gewalt statt.“ Diese zwei Sätze sagen schon einiges über die folgende Erzählung aus, lassen aber bei weitem nicht erahnen, mit wie viel Mut, Humor und Sprachgewandtheit die junge, oberösterreichische Schriftstellerin Eva Reisinger darin typische Rollenbilder vertauscht und Frauen in einem kleinen österreichischen Dorf in ihre matriarchalische Stärke führt.