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Mansplaining – heute Mal von einer Frau


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(Bildquelle: IMAGO / Zoonar / Bildbearbeitung GIGA)

Mansplaining. Schonmal gehört – klar. Aber was ist das eigentlich? Wir erklären, was es heißt, woher es kommt – und wie ihr es vermeiden könnt.

Jede Person hat schon mal erlebt, wie ein Mann ihr sagt: „Ich erklär' dir das mal.“ Jede Person hat auch schon mal erlebt, dass sie die Erklärung nicht gebraucht hat. Das englische Wort „Mansplaining“ bezeichnet solche Situationen. Es stammt von den Wörtern „man“ und „explain“ und heißt übersetzt: „Mann“ und „erklären“.

Warum ist „Mansplaining“ so beliebt?

Ein Mann erklärte der Schriftstellerin Rebecca Solnit den Inhalt eines Buches, ohne zu wissen, dass sie die Autorin ist. In ihrem Buch „Wenn Männer mir die Welt erklären“ (auf Thalia ansehen) geht sie auf diesen und weitere Vorfälle ein, in denen Frauen von Männern übergangen oder unterschätzt werden.

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In solchen Situationen geht es den Männern meist darum, die eigenen Kenntnisse zu zeigen; was die anderen wissen, interessiert sie dabei nicht, vor allem nicht, wenn's eine Person eines anderen Geschlechts ist.

Männer sollen mit diesem Begriff nicht verteufelt werden; oftmals ist diese Denkweise nicht aus Absicht, sondern gesellschaftlich konstruiert. Es geht darum, auf Alltagssexismus aufmerksam zu machen und Menschen zu sensibilisieren. Alle sollen gleichermaßen gehört werden und zusammen sexistischen Mentalitäten entkommen.

Im Internet kann man kaum vor „Mansplaining“ entkommen. Dafür gibt es zu viele Männer die alles posten können, was sie denken, ohne vorher darüber nach zu denken, oder Menschen die sich mit Memes darüber lustig machen:

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So vermeidet ihr „Mansplaining“

Wie wär's mit Zuhören? Nein, aber mal ehrlich. Es hilft, wenn man in Gesprächen den Gegenüber zu Wort kommen lässt. Man(n) könnte sich auch fragen, ob die Gesprächsperson überhaupt eine Frage gestellt hat oder ob man automatisch davon ausgeht, es besser zu wissen.

Statt einfach draufloszureden, sollte man wirklich zuhören und eine Ausgangslage für jedes Gespräch schaffen. Wenn man danach immer noch unsicher ist, kann man auch nachfragen. Dann kann man sicher sein, was die Person von einem will oder braucht, falls sie das überhaupt tut.

Ansonsten brauchen wir mehr Aufklärung zu Alltagssexismus, ohne dabei wertend zu sein. Es ist völlig in Ordnung, Fehler zu machen, solange man(n) die Kritik gut aufnimmt und sich weiterentwickelt. Für alle gilt gleichermaßen: Gespräche bewirken Wunder.

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