93 Prozent Unwissenheit – Das eigentliche Problem der Werbetreibenden
Bei der Hälfte aller programmatischen CTV-Kampagnen wissen Werbekunden nicht, wo ihre Anzeigen tatsächlich landen. Das ist weniger ein Technologie-Problem als vielmehr ein Transparenz-Problem. Während große Plattformen wie Netflix und YouTube ihre eigenen Systeme nutzen, brauchen unabhängige Publisher und kleinere Anbieter Lösungen, die ihnen helfen, ihre Inhalte richtig zu monetarisieren und ihre Werbekunden auf dem Laufenden zu halten.Kontextueller als emotional –
Warum die Analyse einfacher ist als gedacht
Die Fähigkeit, einen Film Szene für Szene zu analysieren, wird von vielen überbewertet. Ein Spot für Coca-Cola passt besser neben eine Grillszene als neben eine Gewaltszene – das ist keine Raketenwissenschaft. Durch Frame-by-Frame-Analyse lassen sich Elemente wie Getränke, Essen, Aktivitäten erkennen und mit passenden Anzeigen matchen. Das funktioniert auch bei Brand Safety: Horror-Filme mit Gewalt sind automatisch für bestimmte Brands ungeeignet.
Die Agentur-Maschine wird nicht ersetzt – Sie wird schneller
KI-generierte Videos existieren längst und produzieren großartige Inhalte. Der Fehler wäre, anschließend die Hälfte der Teams zu feuern und die Budgets zu halbieren. Agenturen, die KI-Tools als Beschleuniger einsetzen, werden effizienter und schneller – wenn ihre Kunden das verstehen und honorieren. Das ist die entscheidende Frage: Werde ich bezahlt für bessere Arbeit oder für weniger Arbeit?
ID-Lösungen bleiben fragmentiert – Das Problem verstärkt sich
Die sogenannte UTIK-Lösung zeigt im deutschsprachigen Raum erste Erfolge, aber es gibt keine globale Lösung für Third-Party-Cookies. Das bedeutet für Agenturen: International tätige Brands müssen weiterhin mit mehreren parallelen ID-Systemen arbeiten. Das kostet Zeit, Koordination und Ressourcen – und wird damit zu einem zunehmenden Wettbewerbsvorteil für gut organisierte Marketer.
Optimismus trotz Veränderung – Deutsche Medienlandschaft adaptiert schneller
Im Gegensatz zur klassischen Presse berichten viele Medien über KI eher kritisch. Im Advertising ist die Stimmung deutlich positiver: Profis, die mit der Technologie arbeiten, sehen sie als Werkzeug – nicht als Feind. Darin liegt die größte Chance: Wer jetzt anfängt, sich mit AI-Lösungen vertraut zu machen, wird in drei Jahren deutlich kompetitiver sein.