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Marketer Talk mit Georg Mersmann


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Das sind die Themen:

KI macht aus Rohdaten verkaufsfähige Produkttexte

Bei Soennecken übernimmt KI die Aufbereitung von rund 40.000 Artikeln: Aus Fließtexten werden automatisch Attribute wie Maße erkannt, was Zeit spart. Besonders deutlich zeigt sich der Nutzen bei der Tochterfirma Ersling: Für über 200.000 Möbelprodukte mit vielen Varianten liefern Hersteller oft nur schwache Daten. Eine KI zieht die Informationen inzwischen direkt aus gedruckten Prospekten und ersetzt so mühsame manuelle Dateneingabe.

Gebündelte Bestelldaten zeigen branchenspezifische Muster

Über alle rund 450 angeschlossenen Fachhändler hinweg verarbeitet Soennecken täglich etwa 20.000 Bestellungen. Diese Datenmenge macht Auswertungen möglich, die ein einzelner Händler nie erreichen würde: Welche Branche kauft typischerweise welche Produkte. Handwerker, Ärzte oder Einzelhändler zeigen jeweils eigene Muster. Händler erhalten daraus konkrete Ansatzpunkte, mit welchem Angebot sich zusätzlicher Umsatz erzielen lässt.

KI-Empfehlungen steigern den Umsatz messbar

Produktempfehlungen wurden bei Soennecken lange von Fachleuten von Hand gepflegt, etwa nach dem Prinzip, dass zu einem Blatt Papier ein Locher passt. Ein A/B-Test verglich diese Kuratierung mit KI-generierten Vorschlägen aus vergangenen Bestellungen. Ergebnis: Die KI-basierten Empfehlungen erzielten 50 Prozent mehr Umsatz als die manuell erstellten. Für Unternehmen mit großem Sortiment ein starkes Argument, Empfehlungslogik zu automatisieren.

Frühwarnung vor Kundenabwanderung schafft Zeit zum Handeln

Wenn ein Kunde spürbar weniger bestellt, ist es für eine Rückgewinnung oft bereits zu spät. Soennecken setzt deshalb erste Churn-Analysen ein, die anhand wiederkehrender Bestellmuster frühzeitig erkennen, wenn ein Kunde abzuwandern droht. Gerade im B2B-Umfeld mit regelmäßigem Bedarf, etwa bei Papier oder Toner, liefert dieses Muster verlässliche Signale. Händler können aktiv nachfragen und Probleme klären, bevor der Kunde zur Konkurrenz wechselt.

Guter Content zahlt automatisch auf KI-Sichtbarkeit ein

Sichtbarkeit in ChatGPT und Gemini entsteht laut Soennecken bislang vor allem als Nebeneffekt guter Suchmaschinenoptimierung. Der Flagshipstore Ortloff in Köln zeigt, wie das funktioniert: ausführliche, selbst geschriebene Ratgeberinhalte zu Alltagsfragen, kombiniert mit passenden Produkten und ergänzt durch Social Media und Workshops vor Ort. Eine gezielte Optimierung für Sprachmodelle steht noch aus, ist aber als nächster Schritt angedacht.

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marketerTALKBy marketing BÖRSE