Die KI-Marktkonsolidierung hat längst begonnen
Was viele noch nicht realisiert haben: Die Phase der Vielfalt bei KI-Modellen wird sich dramatisch verändern. Zwar haben wir aktuell noch verschiedene Player wie Claude, Gemini oder Perplexity – doch die großen Tech-Konzerne Google, Microsoft und Meta werden sich die Anwendungsebene schrittweise sichern. Google hat dabei den Vorteil, seine KI-Fähigkeiten direkt in Search, Chrome und Ads zu integrieren. Für Marketing-Manager heißt das konkret: Es lohnt sich, jetzt schon zu prüfen, wie diese großen Ökosysteme Ihre zukünftige Arbeit beeinflussen werden.
Von der Effizienz zur strategischen Positionierung
KI wird nicht nur schneller, sondern auch strategischer eingesetzt. Ein Küchenhersteller, mit dem aktuell an einer KI-Strategie gearbeitet wird, hat 187 Use-Cases entwickelt – von der Unternehmensebene bis in einzelne Geschäftsprozesse. Das zeigt: Es geht nicht darum, alle Prozesse zu automatisieren, sondern die richtige KI-Investition an der richtigen Stelle zu treffen. Marketing-Manager sollten deshalb ähnlich vorgehen: erst die Unternehmensziele klären, dann schauen, wo KI sinnvoll unterstützt.
Agenten als unsichtbare Mitarbeiter – aber mit klarem Auftrag
Die Zukunft sind KI-Agenten, die Aufgaben wie ein gut eingespieltes Team lösen. Sie sollen eigenständig recherchieren, Optionen abwägen und Lösungen vorschlagen – ohne dass man ihnen ständig detailliert sagen muss, was zu tun ist. Das wird in den nächsten 12 Monaten Standard. Die zentrale Frage lautet aber nicht: Welche KI nutzen die Agenten? Sondern: Wie trainiere ich sie, mein Geschäftsmodell und meine Unternehmensziele zu verstehen?
Event-Management: Die alte Arbeitswelt bröckelt auf
Im Event-Bereich gibt es konkrete Beispiele, wie KI arbeitssparend wirkt – etwa beim Teilnehmermanagement. Eine Registrierungswebsite dauert heute noch Tage zu bauen, weil Kundenwünsche kurzfristig dazukommen. KI-basierte Tools bauen das in 4 Minuten auf und analysieren Teilnehmerdaten per Spracheingabe. Das bedeutet: Reine Organisations-Tasks können zu 80 % die KI übernehmen – die letzten 20 % sind hochbezahlte strategische Arbeit. Wer das verstanden hat, wird sich neu positionieren können.
Die Unternehmenskultur entscheidet, nicht die Technologie
Die beste KI-Strategie bringt nichts, wenn die Unternehmenskultur nicht mitspielt. Eine interessante Perspektive: Statt zu fragen „Was kann KI jetzt tun?", lautet die bessere Frage: „Was möchte ich die KI zuerst tun lassen?" Das erfordert klare Priorisierung und Überzeugung im Management. Marketing-Manager, die ihre Teams und Vorstände hier abholen, gewinnen einen entscheidenden Vorteil – nicht wegen der Technologie, sondern wegen der strategischen Klarheit.