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„Verpisst euch nach Berlin!“ So stand es überall auf Stickern in Brandenburgs Kleinstadt Burg geschrieben. Darüber waren die Gesichter von Max Teske und seiner Kollegin Laura Nickel zu sehen. Nachdem die beiden in einem Brandbrief Rechtsextremismus an ihrer Schule problematisierten, wurden sie Opfer einer Hetzkampagne.
Weil er lange Haare und bunte Klamotten trägt, ist Max Teske als Jugendlicher in Südbrandenburg früh mit Anfeindungen konfrontiert. „Als ich als Lehrer nach Burg an die Schule kam, habe ich mich in meine eigene Schulzeit zurückversetzt gefühlt“, erinnert sich der Mathe- und Geografielehrer.
Neonazi-Parolen, Hitlergrüße im Unterricht und Jugendliche, die sich nicht trauen, alleine auf die Toilette zu gehen – all das wollten Max Teske und seine Kollegin irgendwann nicht mehr länger hinnehmen.
Doch nicht nur rechtsextreme Einstellungen unter Kindern und Jugendlichen an der Schule machten den beiden Lehrkräften das Leben schwer. „Einmal mussten wir vor dem gesamten Kollegium erklären, warum wir das gemacht haben. Es gab Lehrkräfte, die gefragt haben, was denn mit ‚den ganzen Linksextremisten‘ ist. Und gemeint waren Leute, die sich so anziehen ‚wie in Berlin‘“, erinnert sich Max Teske.
Mit Host Stephan Anpalagan geht er der Frage nach, warum es jungen Neonazis gelingt, als „cool“ zu gelten und wie Verantwortliche im Bildungssystem rechten Ideologien den Nährboden entziehen können. Max Teske erzählt außerdem, wie es auf seiner neuen Schule zugeht – und woher Gewürzgurken eigentlich kommen.
TRANSPARENZ
Max Teske berichtet vom Bündnis Schule für mehr Demokratie, das er mitgegründet hat.
In der Kategorie Werbeanzeige weist er auf ein Hilfetelefon hin, das sich an alle Menschen im Kontext Schule richtet, die rechte, rassistische oder diskriminierende Gewalt erlebt haben.
Die Folge mit Max Teske wurde am 01.04.2025 aufgezeichnet.
URHEBERRECHT
Im Intro des Podcasts zitieren wir:
Enissa Amani, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 2: „Die Macht der Comedy“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:11:26
Anja Reschke, aus: „Panorama“, Beitrag „Mein Nachbar ist Nazi“ vom 1. Juli 2022, NDR, Timecode: 00:00:05
Disarstar, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 1: „Die Macht der Musik“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:01:45
DANKSAGUNG
Redaktion: Ruth Klages und Jasper von Römer; Hosts: Ninia LaGrande und Stephan Anpalagan; Produktion: Benjamin Jenak; Artwork: Karla Schröder; Sprecherin: Leni Leßmann
FINANZIERUNG
Veto wird anteilig gefördert von der GLS Treuhand und vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.
By Veto Magazin„Verpisst euch nach Berlin!“ So stand es überall auf Stickern in Brandenburgs Kleinstadt Burg geschrieben. Darüber waren die Gesichter von Max Teske und seiner Kollegin Laura Nickel zu sehen. Nachdem die beiden in einem Brandbrief Rechtsextremismus an ihrer Schule problematisierten, wurden sie Opfer einer Hetzkampagne.
Weil er lange Haare und bunte Klamotten trägt, ist Max Teske als Jugendlicher in Südbrandenburg früh mit Anfeindungen konfrontiert. „Als ich als Lehrer nach Burg an die Schule kam, habe ich mich in meine eigene Schulzeit zurückversetzt gefühlt“, erinnert sich der Mathe- und Geografielehrer.
Neonazi-Parolen, Hitlergrüße im Unterricht und Jugendliche, die sich nicht trauen, alleine auf die Toilette zu gehen – all das wollten Max Teske und seine Kollegin irgendwann nicht mehr länger hinnehmen.
Doch nicht nur rechtsextreme Einstellungen unter Kindern und Jugendlichen an der Schule machten den beiden Lehrkräften das Leben schwer. „Einmal mussten wir vor dem gesamten Kollegium erklären, warum wir das gemacht haben. Es gab Lehrkräfte, die gefragt haben, was denn mit ‚den ganzen Linksextremisten‘ ist. Und gemeint waren Leute, die sich so anziehen ‚wie in Berlin‘“, erinnert sich Max Teske.
Mit Host Stephan Anpalagan geht er der Frage nach, warum es jungen Neonazis gelingt, als „cool“ zu gelten und wie Verantwortliche im Bildungssystem rechten Ideologien den Nährboden entziehen können. Max Teske erzählt außerdem, wie es auf seiner neuen Schule zugeht – und woher Gewürzgurken eigentlich kommen.
TRANSPARENZ
Max Teske berichtet vom Bündnis Schule für mehr Demokratie, das er mitgegründet hat.
In der Kategorie Werbeanzeige weist er auf ein Hilfetelefon hin, das sich an alle Menschen im Kontext Schule richtet, die rechte, rassistische oder diskriminierende Gewalt erlebt haben.
Die Folge mit Max Teske wurde am 01.04.2025 aufgezeichnet.
URHEBERRECHT
Im Intro des Podcasts zitieren wir:
Enissa Amani, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 2: „Die Macht der Comedy“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:11:26
Anja Reschke, aus: „Panorama“, Beitrag „Mein Nachbar ist Nazi“ vom 1. Juli 2022, NDR, Timecode: 00:00:05
Disarstar, aus: „Rebels. Ich rebelliere also bin ich“; Folge 1: „Die Macht der Musik“ vom 13. Dezember 2022, ARD Kultur, Timecode: 00:01:45
DANKSAGUNG
Redaktion: Ruth Klages und Jasper von Römer; Hosts: Ninia LaGrande und Stephan Anpalagan; Produktion: Benjamin Jenak; Artwork: Karla Schröder; Sprecherin: Leni Leßmann
FINANZIERUNG
Veto wird anteilig gefördert von der GLS Treuhand und vom Presse- und Informationsamt der Bundesregierung.