Das Buch "Brennendes Gewissen - der 2.Mai 2014 in Odessa und die Folgen - fünf jahre danach" wurde wurde am 3.12.2019 vom Augenzeugen Oleg Muzika im Kommtreff der DKP in München vorgestellt. Am 27.01. wurden in LORA International Auszüge der Veranstaltung gesendet.
Nachdem durch den Maidan rechtsextreme nationalistiche Gruppen in der Ukraine an die Macht kamen bildete sich im Süden und Südosten der Ukraine eine Antimaidanbewegung heraus, die von der im Süden der Ukraine überwiegend russischsprachigen Bevölkerung getragen wurde. Diese trat für eine förderative Ukraine, die Gleichwertigkeit der russischen Sprache sowie für Bindungen an die Eurasische Wirtschaftsunion ein. Anhänger dieser Bewegung trafen sich auch am 2.Mai 2014 im Gewerkschaftshaus von Odessa. An dem Tag wurde das Haus mit Brandsätzen angegriffen, Menschen stürzten aus dem Fenster oder verbrannten bei lebendigen Leib. Dieses Massaker wurde seitens des ukrainischen Staates nicht ernsaft versucht aufzuklären. Oleg Muzika, der von 2010 bis 2014 Mitarbeiter eines Odessaer Abgeordneten war und seit 2016 in Berlin im Exil lebt, war Augenzeuge und er berichtete am 3.12.2019 im Münchner Kommtreff der DKP über das Buch 2.Mai Odessa - Fünfjahre danach.
Am Anfang wurden Ausschnitte aus dem Dokumentarfilm Brennende Herzen gezeigt, in dem Augenzeugen und Angehörige über die Opfer berichten. Das überspringen wir und steigen ein in den Vortrag, der live übersetzt wurde, d.h., es wechseln sich russischsprachige mit deutschsprachigen Blöcken ab.
Auf freierradios.net wird in den nächsten Tagen noch eine ausführliche Fassung bereitgestellt, die weitere interessa
nte, beantwortete Zuschauerfragen enthält, die aus Zeitgründen in der Radiofassung entfallen mussten.