Historisch betrachtet, entstanden bereits früh an den Küsten Europas
nautische Gemeinschaften, die am und mit dem Meer lebten. Seit jeher verbinden
das Mittelmeer und das Schwarze Meer den europäischen Kontinent
mit West-Asien und Nordafrika.
Und während des Früh-Mittelalters befuhren Friesen, Angelsachsen und Wikinger die Nord- und die Ostsee.
Das schreibt der österreichische Historiker Dr. Andreas Obenaus
in seinem Beitrag "Die maritimen Expansionen der europäischen Reiche", der
im Weltpolitik-Magazin "WeltTrends" in der Ausgabe Januar 2023 erschienen ist.
Mein Kollege Alexander Boos fand diesen Text so spannend, dass er mehr darüber erfahren wollte ---
und Dr. Obenaus zum Interview einlud.
Darin spricht der Wiener Historiker über nord- und westeuropäische sowie südeuropäische, also mediterrane Schiffsbautraditionen,
die sich im Laufe der Zeit immer mehr miteinander verbanden --- auch, um die großen Ozeane befahren zu können.
Was wiederum die Grundlage legte für den Handel der Europäer mit Asien und anderen Weltregionen über See-Handels-Routen ---
sowie auch für den späteren Kolonialismus der europäischen Großreiche.
Dr. Obenaus sagt dazu: "Die maritime Expansion auf den Atlantik hinaus --- bedingte in gewisser Weise die Schattenseiten des
Kolonialismus und den frühen Menschen- bzw. Sklavenhandel."
Außerdem erklärt er, wo die nautischen Navigations-Begriffe "Backbord" und "Steuerbord" überhaupt herkommen.
.... soweit der Wiener Historiker Dr. Andreas Obenaus im Interview mit meinem Kollegen Alexander Boos
zu seinem Beitrag "Die maritimen Expansionen der europäischen Reiche", der im
Weltpolitik-Magazin "WeltTrends" erschienen ist. Dr. Obenaus ist Lektor am Institut für
Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien und forscht u.a. zur mittelalterlichen und
frühneuzeitlichen Seefahrtsgeschichte Europas.
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