Immer dann, wenn der herrschaftliche Diskurs, also das Narrativ der Mächtigen --- an Unterstützung bei den Menschen verliert,
sind Zensur-Maßnahmen auf dem Vormarsch. So ist das historisch bereits seit dem 15. Jahrhundert und der Erfindung des Buchdrucks zu beobachten.
Das schreibt der Wiener Historiker, Publizist und Verlags-Chef Hannes Hofbauer in seinem neuen Buch "Zensur: Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte.
Vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung."
Sein Kritikpunkt dabei: Wo früher vom König oder kirchlich beauftragte Zensoren und "Wahrheitswächter" am Werk waren, führen Moderne Technologie-Konzerne
wie Google, Facebook oder Twitter diese fragwürdige Tradition fort. Wer beispielsweise heute etwas Kritisches zu den Corona-Maßnahmen sagt
oder öffentlich Positionen der russischen Regierung, etwa zum Ukraine-Krieg, äußert - müsse jederzeit Angst haben, zensiert, gebannt
oder aus dem öffentlichen Diskurs ausgeschlossen zu werden. In Österreich drohen dabei sogar Strafen bis zu 50.000 Euro!
Im Gespräch mit meinem Kollegen Alexander Boos schildert Hofbauer, was er mit seinem neuen Buch an der heutigen Debattenkultur kritisiert,
was für ihn Zensur und Cancel Culture eigentlich ist --- und welche Werke sein Haus in Wien, der österreichische ProMedia Verlag, darüber hinaus aktuell anbietet.
... soweit der österreichische Historiker und Publizist Hannes Hofbauer zu seinem Werk "Zensur: Publikationsverbote im Spiegel der Geschichte.
Vom kirchlichen Index zur YouTube-Löschung.", erschien im ProMedia Verlag in Wien.
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