Megawatt & Friends – Energie neu denken

Megawatt & Friends – Energie neu denken

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Megawatt & Friends – Energie neu denken episodes

  • Dr. Ulrich Kalex, k2.mobility: „Die Transportwende braucht intelligentes Energiemanagement.“
    Wie Logistikunternehmen elektrische Flotten zuverlässig und wirtschaftlich betreiben und dabei begrenzte Netzanschlüsse besser nutzen können.

    Elektro-Lkw werden für Logistikunternehmen zu einer wirtschaftlichen Alternative zum Diesel. Doch mit dem Fahrzeug allein ist es nicht getan: Tourenpläne, Ladezeiten, Strompreise und Netzkapazitäten müssen zusammenpassen. Für Dr. Ulrich Kalex, Co-CEO von k2.mobility, spielt Software deshalb eine zentrale Rolle bei der Elektrifizierung des Schwerlastverkehrs.

    Genau hier setzt das Potsdamer Unternehmen k2.mobility mit Integrated Charge Management an, einem Ansatz für die integrierte Steuerung elektrischer Flotten. Die Softwareplattform PANION bringt bestehende Transport- und Fahrzeugdaten sowie Informationen zur Ladeinfrastruktur und Energieversorgung zusammen. So erhalten die Lkw während ihrer Standzeiten genau die Energie, die sie für ihre nächsten Touren benötigen. Wie viel damit möglich ist, zeigt das Beispiel einer Spedition, die inzwischen elf Elektro-Lkw mit einem unveränderten Netzanschluss von 250 Kilowatt betreibt. Auch der norwegische Lebensmittelgroßhändler ASKO setzt als Kunde von k2.mobility PANION beim Betrieb seiner elektrischen Flotte ein.

    Im Gespräch mit Jan Liepold erklärt Ulrich Kalex, unter welchen Bedingungen sich Elektro-Lkw bereits heute rechnen und wie Unternehmen schrittweise umsteigen können. Es geht um planbare Ladestopps im Fernverkehr, die Bedeutung einer hohen Fahrzeugauslastung und ein Softwaremodell, dessen Kosten mit der tatsächlich geladenen Strommenge wachsen. Entscheidend bleibt dabei immer: Die Fahrzeuge müssen zuverlässig für ihre Transportaufgaben bereitstehen.

    Kalex’ Ausblick: Mit der Elektrifizierung wachsen Energie- und Transportwirtschaft enger zusammen. PV-Anlagen, Windparks und stationäre Speicher können die Versorgung von Ladehubs unterstützen. Gleichzeitig eröffnet flexibles Laden Möglichkeiten, Stromüberschüsse aufzunehmen und die Netze zu entlasten. So werden elektrische Flotten zu einem wichtigen Baustein der Sektorenkopplung und schaffen neue Geschäftsmöglichkeiten für Logistiker, Energieerzeuger und Infrastrukturbetreiber.

    Weitere Informationen:

    • k2.mobility und PANION. Software zur integrierten Planung und Steuerung von Ladevorgängen für elektrische Nutzfahrzeugflotten.

    • McKinsey: Analyse zur IAA Transportation 2026. Emissionsfreie Lkw können bereits heute in Teilen des Marktes wirtschaftlicher als Diesel sein. Die Analyse zeigt, warum fehlende Ladeinfrastruktur und langwierige Netzanschlüsse den Hochlauf dennoch bremsen – und wie Fahrzeugangebot, Energieversorgung und verlässliche Rahmenbedingungen zusammenspielen müssen.

    • LOGISTIK HEUTE: „Amazon baut deutsche Elektro-Lkw-Flotte aus“. Amazon erweitert seine deutsche Flotte um mehr als 50 Mercedes-Benz eActros 600 bis Ende 2026 und baut parallel die Ladeinfrastruktur aus. Der Beitrag zeigt, wie die Elektrifizierung längerer Transportstrecken zwischen Logistikzentren und städtischen Gebieten in der Praxis vorankommt.

    • 59 min
    • Dr. Nam Truong, STABL Energy: „Batteriespeicher werden für die allermeisten Unternehmen zur Best Practice.“
      Wie Unternehmen mit Batteriespeichern Kosten senken, ihre Energieversorgung flexibilisieren und Netzengpässe überwinden können.

      Batteriespeicher entwickeln sich vom Ergänzungsprodukt für die eigene PV-Anlage zu einem eigenständigen wirtschaftlichen Asset. Unternehmen können damit Lastspitzen reduzieren, Netzentgelte optimieren, günstige Strompreise nutzen oder zusätzliche Leistung bereitstellen, wenn der Netzanschluss nicht ausreicht. Für Dr. Nam Truong, Gründer und CEO von STABL Energy, sind Batteriespeicher deshalb das „Schweizer Taschenmesser der Energiewende“.

      Das Münchner Scale-up setzt auf eine modulare Multilevel-Wechselrichtertechnologie, mit der einzelne Batteriemodule separat angesteuert und bei Bedarf ausgetauscht werden können. Das soll Ausfallsicherheit, Reparierbarkeit und Lebensdauer erhöhen. Neben Second-Life- und sogenannten Second-Chance-Batterien will STABL künftig auch neue Batterien einsetzen und seine Technologie langfristig anderen Speicherherstellern zur Verfügung stellen.

      Im Gespräch mit Host Jan Liepold erklärt Truong, warum für Unternehmen vor allem der passende Business Case zählt: von Peak Shaving und atypischer Netznutzung über dynamische Beschaffung bis zur Elektromobilität und dem Multi-Use-Betrieb. Gerade Industrie, produzierendes Gewerbe und Logistik können davon profitieren. Gebremst wird der Ausbau derzeit vor allem durch regulatorische Unsicherheit sowie langwierige und uneinheitliche Netzanschlussverfahren.

      Truongs Ausblick: In wenigen Jahren dürfte sich für viele Unternehmen nicht mehr die Frage stellen, ob ein Batteriespeicher sinnvoll ist, sondern wie er optimal eingesetzt wird. Speicher können Energiekosten senken, die Teilnahme am Strommarkt ermöglichen und gleichzeitig die Netze entlasten. So werden sie zu einem wichtigen Baustein einer resilienteren Energieversorgung.

      Weitere Informationen

      • STABL Energy. Batteriespeicher und modulare Wechselrichtertechnologie.
      • „Nachhaltige Elektromobilität auf See“ Die Reederei Norden-Frisia kombiniert PV, Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur, um unter anderem ihren vollelektrischen Katamaran FRISIA E-1 mit Energie zu versorgen. STABL liefert die Speicher, meistro übernimmt u.a. die Direktvermarktung.
      • „Großbatteriespeicher effizient integrieren“ Die dena-Analyse zeigt das wachsende Potenzial von Batteriespeichern für Strommarkt und Netze und benennt Netzanschlüsse und regulatorische Rahmenbedingungen als zentrale Herausforderungen.
      • 36 min
      • Serafin von Roon, FfE: „Die Magie passiert erst, wenn ich Flexibilität habe und erschließe.“
        Wie Unternehmen von volatilen Strompreisen, Speichern und einem flexibleren Energiesystem profitieren können.

        Mit dem Ausbau von Wind- und Solarenergie verändert sich der Strommarkt grundlegend: Auf negative Preise und günstigen Solarstrom folgen teure Stunden und Preisspitzen. Für Unternehmen kann diese Volatilität vom Risiko zur wirtschaftlichen Chance werden. Vorausgesetzt, sie können ihren Verbrauch flexibilisieren und bekommen die Preissignale des Marktes tatsächlich weitergereicht.

        Dr.Ing. Serafin von Roon ist Geschäftsführer der Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Strommarkt und Marktdesign. Im Gespräch mit dem Host Jan Liepold erklärt er, warum dynamische Stromtarife allein noch keinen Mehrwert schaffen: Entscheidend sind flexible Produktionsprozesse, Wärme, Elektromobilität oder Batteriespeicher, verbunden mit Daten, Prognosen und automatisierter Steuerung. Gerade für Industrieunternehmen können dabei auch vorhandene Netzanschlusskapazitäten zu einem wertvollen Asset werden.

        Von Roon sieht die Energiewende deshalb an einem neuen Punkt: Nach dem starken Ausbau der Erneuerbaren müssen nun Wärme und Verkehr stärker elektrifiziert und die daraus entstehenden Flexibilitäten erschlossen werden. Dafür braucht es intelligente Netze, Digitalisierung und Markt- und Netzsignale, die automatisiert beim Verbraucher ankommen. Unternehmen empfiehlt er, mit einem Transformationsplan zu starten, Erzeugung und Verbrauch gemeinsam zu betrachten und Flexibilität gezielt zu nutzen, um teure Stromstunden zu vermeiden.

        Weitere Informationen:

        • Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE)
        • FfE-Podcast „Redispatch“
        • Informationen zu der in der Folge diskutierten nachhaltigen Energieversorgung der Therme Bad Wörishofen
        • 52 min
        • Jan Karwatzki, Öko-Zentrum NRW: „Efficiency first: Erst den Verbrauch senken, dann die Energieversorgung optimieren.“
          Wie Unternehmen Energieverbrauch, Kosten und Sanierungsdruck im Gebäudebestand reduzieren.

          Gebäude sind für viele Unternehmen vor allem eines: die Hülle für Produktion, Maschinen und Arbeitsplätze. Dabei steckt gerade im Gebäudebestand erhebliches Potenzial, Energieverbrauch und Kosten dauerhaft zu reduzieren. Jan Karwatzki, Geschäftsführer des Öko-Zentrums NRW, plädiert deshalb für einen strategischen Blick auf das gesamte Gebäudeportfolio: Verbräuche und Emissionen erfassen, Einsparpotenziale identifizieren und Maßnahmen nach Wirkung und Wirtschaftlichkeit priorisieren.

          Karwatzki ist Architekt, Energieberater und seit mehr als 20 Jahren beim Öko-Zentrum NRW tätig. Das rund 50-köpfige Architektur- und Ingenieurbüro berät bundesweit Unternehmen und Kommunen beim energieeffizienten und nachhaltigen Bauen und Sanieren und legt einen besonderen Schwerpunkt auf Nichtwohngebäude.

          Im Gespräch mit Moderator Jan Liepold erklärt Karwatzki, warum Unternehmen nicht mit Einzelmaßnahmen beginnen sollten, sondern mit einem Portfolio-Screening und einem Sanierungsfahrplan. Nicht jede energetische Verbesserung verlangt dabei sofort neue Fassaden oder Fenster: Auch optimierte Betriebsabläufe, Gebäudeautomation, Energiemonitoring oder eine bessere Steuerung der Wärmeversorgung können relevante Einsparungen ermöglichen. Selbstlernende Systeme und intelligente Gebäudesteuerung können laut Karwatzki allein Einsparungen von rund 10 bis 15 Prozent ermöglichen.

          Ein weiterer Schwerpunkt sind die neuen gesetzlichen Anforderungen an Nichtwohngebäude und die zunehmende Pflicht zur Gebäudeautomation. Gleichzeitig stehen Unternehmen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung: von der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bis zur Energieeffizienzförderung für Prozesse und Querschnittstechnologien. Entscheidend für die Wirtschaftlichkeitsrechnung ist dabei auch die Unterscheidung zwischen der eigentlichen energetischen Mehrinvestition und den sogenannten „Sowieso-Kosten“, die etwa beim ohnehin notwendigen Austausch einer Heizung entstehen würden.

          Außerdem sprechen die beiden darüber, warum ein professionelles Energiemanagement gerade für größere Verbraucher wirtschaftlich interessant ist, welche Rolle Energieberater bei Planung, Förderung und Umsetzung spielen und wie Unternehmen mit gemischten Gebäudeportfolios ihre Investitionen sinnvoll priorisieren. Eine mögliche Lösung sind auch zentrale Gebäudenetze oder Contracting-Modelle, bei denen mehrere Gebäude gemeinsam mit Wärme versorgt werden.

          Karwatzkis Botschaft an Unternehmen: Nicht auf die perfekte Gelegenheit warten. Technik und Bauleistungen dürften nicht günstiger werden, die Dekarbonisierung des Gebäudebestands wird ohnehin notwendig und Förderprogramme stehen heute zur Verfügung. Deshalb könnte gerade jetzt ein guter Zeitpunkt sein, eine belastbare Gebäudestrategie zu entwickeln und mit den ersten Projekten zu beginnen.

          Weitere Informationen

          • Öko-Zentrum NRW – Energieeffizientes und nachhaltiges Bauen und Sanieren
          • LinkedIn-Profil von Jan Karwatzki
          • Energieeffizienz-Expertenliste, zugelassene Energieberater für Förderprogramme
          • KfW / BEG: Förderung energetischer Gebäudesanierungen
          • BAFA – Bundesförderung Energieeffizienz in der Wirtschaft
          • meistro Energieberatung und ganzheitliche Energielösungen für Unternehmen
          • 43 min
          • Amir Roughani, VISPIRON „Wer Photovoltaik, Speicher und Handel clever verbindet, schafft echte Energie-Autarkie.“
            Wie Unternehmen mit Solarenergie und Speichern ihre Stromkosten stabilisieren und neue Erlöse erschließen.

            Vom unbegleiteten Flüchtlingskind zum Gründer einer Unternehmensgruppe mit rund 500 Mitarbeitenden: Amir Roughani hat mit VISPIRON ein Unternehmen aufgebaut, das Digitalisierung, Mobilität und erneuerbare Energien verbindet. Im Gespräch mit Moderator Jan Liepold erklärt er, warum Unternehmen ihre Energieversorgung heute nicht mehr nur als Kostenfaktor, sondern als strategische Aufgabe und unternehmerische Chance begreifen sollten.

            VISPIRON entwickelt dafür schlüsselfertige Kombikraftwerke aus Photovoltaik, Batteriespeichern, Direktleitungen und Ladeinfrastruktur. Eine eigene Handelsplattform steuert, wann Strom direkt an ein Unternehmen geliefert, gespeichert, an Ladepunkten genutzt oder an der Börse vermarktet wird. So entsteht ein Multi-Use-Modell, das Stromkosten planbarer macht, neue Erlösquellen erschließt und Unternehmen unabhängiger von Preisschwankungen und geopolitischen Risiken werden lässt.

            Wie das in der Praxis funktioniert, zeigt der Energiepark für die Jochen Schweizer Arena: Ein Solarpark mit rund 6,3 MWp, ein Batteriespeicher mit 12 MWh und eine Direktleitung ermöglichen nach Roughanis Angaben zeitweise bis zu 90 Prozent Energieautarkie. VISPIRON setzt rund 20 Projekte pro Jahr um – entweder gemeinsam mit den Unternehmen als Investmentpartner oder als Generalunternehmer. Typische Investitionsvolumina liegen zwischen fünf und 15 Millionen Euro, die Amortisationszeit meist zwischen zehn und 13 Jahren.

            Außerdem sprechen die beiden über das ChargeFarm-Konzept mit dynamischen Ladepreisen nach Sonnenstand, die Projekte bei der O₂ SURFTOWN und der Jochen Schweizer Arena sowie die Voraussetzungen für eine wirtschaftliche Eigenversorgung: einen hohen Stromverbrauch, geeignete Flächen, ein belastbares Lastprofil und vor allem verfügbare Netzanschlusskapazitäten. Gerade der Netzanschluss ist für Roughani derzeit der größte Engpass der Energiewende.

            Sein Vorschlag: Netze nicht nur ausbauen, sondern durch realistischere Kapazitätsberechnungen, Smart Meter und intelligente Steuerung besser auslasten. Denn dezentrale Erzeugung stärkt aus seiner Sicht nicht nur Klimaschutz und lokale Wertschöpfung, sondern auch die Energieresilienz. Roughanis Appell an Politik und Wirtschaft: Erneuerbare Energien, Speicher und Elektrifizierung technologieoffen und über Legislaturperioden hinweg konsequent weiterentwickeln. Denn weder günstiger Strom noch unternehmerische Unabhängigkeit haben eine Parteifarbe.

            Weitere Informationen

            • VISPIRON ENERGY – Kombikraftwerke, Speicher und Ladeinfrastruktur
            • LinkedIN-Profil vo Amir Roughani
            • Energiepark für die Jochen Schweizer Arena
            • Meistro Energie+,ganzheitliche Energielösungen für den Mittelstand
            • 57 min
            • Dr. Jörg Reichert, Netze BW „Die Energiewende funktioniert nur, wenn wir Erzeugung, Speicher und Netze synchronisieren."
              Das Verteilnetz als zentrales Rückgrat der Energiewende.

              Der Ausbau von Photovoltaik, Windkraft und Batteriespeichern nimmt Fahrt auf und zunehmend entscheidet das Stromnetz darüber, wie schnell die Energiewende tatsächlich vorankommt. Dr. Jörg Reichert, Vorsitzender Geschäftsführer von Netze BW, spricht mit Moderator Jan Liepold darüber, warum das Verteilnetz zum zentralen Rückgrat der Transformation wird und welche gewaltige Investitionsaufgabe damit verbunden ist.

              Mehr als 30 Milliarden Euro will Netze BW bis 2045 in sein Verteilnetz investieren. Allein bis 2030 soll das jährlich investierte Kapital im Stromnetz auf rund eine Milliarde Euro steigen. Denn große Teile der Hochspannungsinfrastruktur müssen erweitert oder neu gebaut werden. Gleichzeitig wächst der Druck durch neue Anschlussbegehren: Einer Spitzenlast von rund sieben Gigawatt stehen bei Netze BW inzwischen Batterieanfragen von deutlich mehr als zehn Gigawatt gegenüber.

              Für Jörg Reichert reicht deshalb „mehr Kupfer“ allein nicht aus. Bestehende Netze müssen besser ausgelastet, konsequent digitalisiert und Flexibilitäten intelligenter genutzt werden. Flexible Netzanschlussverträge, neue Kriterien für die Priorisierung anschlusswilliger Projekte sowie eine bessere Steuerbarkeit von Erzeugung und Verbrauch können dabei helfen, vorhandene Kapazitäten effizienter zu nutzen und die Kosten der Energiewende zu begrenzen.

              Außerdem sprechen die beiden darüber, warum das bisherige Windhundprinzip bei Netzanschlüssen an seine Grenzen kommt, welche Rolle Projektreife und Daseinsvorsorge künftig spielen könnten und weshalb ein attraktiver regulatorischer Rahmen entscheidend dafür ist, die Milliardeninvestitionen in die Netze zu finanzieren. Und es geht um die Frage, wie Digitalisierung, Smart Meter und KI dazu beitragen können, ein immer komplexeres Energiesystem sicher zu steuern.

              Reicherts Zielbild: Die Energiewende muss Klimaschutz, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit zusammenbringen und dazu beitragen, industrielle Wertschöpfung in Deutschland zu halten. Denn eine leistungsfähige Energieinfrastruktur ist nicht nur Voraussetzung für die Transformation, sondern ein entscheidender Standortfaktor.

              Weitere Informationen

              • Netze BW-Website
              • LinkedIn-Profil von Dr. Jörg Reichert
              • Netzausbaupläne und Meilensteine der Netze BW
              • Energiewende im Verteilnetz: BDEW-Microsite zur Rolle der Verteilnetzbetreiber bei der Stromversorgung vor Ort. Themenschwerpunkte sind Netzausbau, Digitalisierung und innovativen Lösungen.
              • 48 min
              • Lucas Jonas, Einklang Energy: „Der Batteriespeicher wird zum intelligenten Einkaufsmanager für Strom.“
                Wie mittelständische Unternehmen mit intelligenten Batteriespeichern und dynamischen Tarifen ihre Stromkosten aktiv optimieren.

                Batteriespeicher galten lange vor allem als Ergänzung zur Photovoltaikanlage. Für Lucas Jonas, Mitgründer und CEO von Einklang Energy, beginnt ihre eigentliche Bedeutung für die künftige Stromversorgung von Unternehmen aber gerade jetzt. Im Gespräch mit dem Moderator Jan Liepold erklärt er, warum Batteriespeicher für mittelständische Unternehmen zunehmend zum strategischen Instrument der Energiebeschaffung werden. Und zwar unabhängig davon, ob bereits eine PV-Anlage vorhanden ist.

                Gemeinsam mit dem intelligenten Energiemanagement von Einklang und den dynamischen Stromtarifen von Energiepartnern wie meistro können Unternehmen ihre Stromkosten aktiv optimieren. Statt einen einzelnen Anwendungsfall zu bedienen, kombiniert das System Eigenverbrauchsoptimierung, dynamische Strompreise und Flexibilitätsvermarktung zu einer wirtschaftlich optimierten Gesamtlösung. Das Ziel: Strom genau dann beziehen, speichern oder vermarkten, wenn es den größten wirtschaftlichen Vorteil bringt.

                Außerdem sprechen Lucas und Jan darüber, warum Behind-the-Meter-Batteriespeicher künftig eine Schlüsselrolle für die Energiewende spielen, weshalb viele Unternehmen ihre Energieversorgung noch immer zu eindimensional betrachten und warum intelligente Software zunehmend wichtiger wird als die Batterie selbst.

                Weitere Informationen

                • Einklang Energy
                • LinkedIn-Profil von Lucas Jonas
                • Vireo Ventures, der auf Energie-Startups spezialisierte Risikokapitalfonds, der früh in Einklang Energy investiert hat und an dem auch meistro als Limited Partner beteiligt ist.
                • 38 min
                • Jochen Schwill, SpotmyEnergy: „Die größte Flexibilitätsreserve der Energiewende steht bereits in deutschen Kellern.“
                  Wie Smart Meter die Energiewende intelligent machen.

                  In dieser Folge von Megawatt & Friends, dem Podcast von meistro, spricht Jan Liepold mit Jochen Schwill, Gründer und CEO von SpotmyEnergy sowie Mitgründer von Next Kraftwerke, über die nächste Ausbaustufe der Energiewende: die intelligente Vernetzung von Photovoltaik, Batteriespeichern, Wärmepumpen und Elektroautos. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Smart Meter weit mehr sind als digitale Stromzähler und weshalb sie die Voraussetzung dafür sind, Millionen dezentraler Energieanlagen zu einem virtuellen Kraftwerk zusammenzuführen.

                  Jochen erläutert, warum in deutschen Haushalten bereits heute enorme Flexibilitätspotenziale schlummern und wie dynamische Stromtarife, intelligente Energiemanagementsysteme und automatisierte Steuerung dafür sorgen können, Strom genau dann zu nutzen oder zu speichern, wenn er besonders günstig und klimafreundlich verfügbar ist. Dabei wird deutlich: Die Energiewende entscheidet sich künftig nicht allein beim Ausbau erneuerbarer Energien, sondern vor allem daran, wie intelligent Erzeugung, Speicherung und Verbrauch miteinander vernetzt werden.

                  Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist der stockende Smart-Meter-Rollout in Deutschland. Jochen erklärt, warum wettbewerbliche Messstellenbetreiber den Ausbau deutlich beschleunigen können, welche regulatorischen Hürden heute noch bestehen und weshalb die Digitalisierung der Energiewende nur gelingt, wenn Technik, Handwerk und Energiewirtschaft enger zusammenarbeiten.

                  Außerdem sprechen Jochen und Jan über virtuelle Kraftwerke, die Zukunft einer vollelektrischen Gesellschaft, die Rolle von Heimspeichern und Elektroautos als Flexibilitätsressourcen sowie darüber, warum die günstigste Batterie häufig bereits im Keller oder in der Garage steht.

                  Weitere Informationen:

                  • SpotmyEnergy-Wewbsite
                  • LinkedIn-Profil von Jochen Schwill
                  • ZfK-Interview mit Jochen zur EEG-Novelle und einer möglichen Direktvermarktung kleiner PV-Anlagen
                  • 45 min
                  • Georg Gallmetzer, ECO STOR: „Die Speicherlücke zu schließen, ist Voraussetzung für eine erfolgreiche Elektrifizierung.
                    Warum große Energiespeicher zum entscheidenden Infrastrukturprojekt der Energiewende werden.

                    In dieser Folge von Megawatt & Friends, dem Podcast von meistro, spricht Jan Liepold am ersten Tag von Europas größter Fachmesse für Batterien und Energiespeichersysteme Electrical Energy Storage (EES) mit Georg Gallmetzer, einem der Gründer und Geschäftsführer des Großspeicherentwicklers und -betreibers ECO STOR, über die strategische Rolle von Batteriegroßspeichern für die Energiewende und darüber, warum Speicher inzwischen zu einer kritischen Infrastruktur geworden sind. Im Mittelpunkt steht die sogenannte Speicherlücke, also die fehlende Fähigkeit des Energiesystems, Strom aus Wind und Sonne genau dann bereitzustellen, wenn er gebraucht wird.

                    Ausgangspunkt des Gesprächs sind einige der größten Batteriespeicherprojekte Deutschlands. Georg erläutert, warum ECO STOR heute Speicher im dreistelligen Megawattbereich entwickelt, weshalb mit Förderstedt derzeit Deutschlands größtes finanziertes Batteriespeicherprojekt unter der Führug von Eco Stor entsteht und wie private Investoren, Banken und neue Vermarktungsmodelle den Speicherhochlauf ermöglichen. Dabei wird deutlich: Die Speicherwende ist nicht nur eine technologische, sondern vor allem eine unternehmerische Herausforderung.

                    Ein weiterer Schwerpunkt der Folge sind flexible Netzanschlussverträge und die Zusammenarbeit mit Netzbetreibern. Georg erklärt, wie neue Betriebsregeln helfen können, bestehende Netze effizienter zu nutzen und den Ausbau von Speichern zu beschleunigen.

                    Außerdem sprechen Georg und Jan über negative Strompreise, die Chancen von Flexibilität für Unternehmen und warum die Elektrifizierung von Industrie, Wärme und Mobilität aus seiner Sicht der Schlüssel zu mehr Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit für den Standort Deutschland ist.

                    Weitere Informationen

                    • ECO STOR-Website
                    • Deutschlands größtes finanziertes Batteriespeicherprojekt in Förderstedt
                    • LinkedIn-Profil von Georg Gallmetzer
                    • Bundesverband Energiespeicher Systeme (BVES)
                    • 39 min
                    • Stefan Rößler, Therme Bad Wörishofen: „Eine weitgehend Energieautarkie ist Teil unserer unternehmerischen Resilienz."
                      Warum Energie-Eigenversorgung kein Großprojekt, sondern ein Lernprozess ist.

                      In dieser Folge von Megawatt & Friends spricht Jan Liepold mit Stefan Rößler, dem Technischem Leiter der Therme Bad Wörishofen, über die Frage, wie ein energieintensiver Freizeitbetrieb seine Energieversorgung neu denken kann und warum daraus eines der spannendsten Energieprojekte im deutschen Mittelstand entstanden ist.

                      Ausgangspunkt des Gesprächs ist eine beeindruckende Zahl: Die Therme Bad Wörishofen benötigt jährlich rund 19 Gigawattstunden Energie. Statt diese Abhängigkeit einfach hinzunehmen, hat das Unternehmen begonnen, seine Energieversorgung schrittweise umzubauen. Heute erzeugt eine 1,34-MW-PV-Anlage auf überdachten Parkflächen gemeinsam mit Batteriespeichern einen Großteil des benötigten Stroms. An guten Tagen produziert die Anlage sogar mehr Energie, als die Therme selbst verbraucht.

                      Im Gespräch wird deutlich, dass die eigentliche Innovation nicht in den Solarmodulen oder Batteriespeichern liegt. Sie besteht darin, Energieversorgung als Teil der unternehmerischen Resilienz zu verstehen. Denn wer Strom und Wärme zunehmend selbst erzeugen kann, ist weniger abhängig von Krisen, Preissprüngen und externen Versorgungsrisiken.

                      Ein weiterer Schwerpunkt der Folge ist die praktische Umsetzung. Stefan Rößler berichtet offen über Genehmigungsverfahren, Netzanschlüsse, Speicherstrategien und die Bedeutung starker Partner. Gleichzeitig zeigt er auf, warum Batteriespeicher, intelligente Steuerungssysteme und künftig auch Großwärmepumpen zentrale Bausteine einer wettbewerbsfähigen Energieversorgung werden könnten.

                      Weitere Informationen:

                      Therme Bad Wörishofen https://www.therme-badwoerishofen.de/events-aktuelles/solarcarport/
                      LinkedIn-Profil Stefan Rößler https://www.linkedin.com/in/stefan-r%C3%B6%C3%9Fler-241bba365/
                      Timeless Planet https://timeless-planet.com/
                      Informationen zu Vehicle-to-Grid und bidirektionalem Laden: https://www.adac.de/rund-ums-haus/energie/versorgung/verhicle-to-grid/

                      53 min

                    About Megawatt & Friends – Energie neu denken

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                    Der Podcast für die Macherinnen und Macher der Energiewende