Innovation einfach machen.

Mehr Innovation trotz Sparzwang: Strategien für 2025


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Bianca Bommer [00:00:00]:

Während der Finanzkrise 2008-2009 sanken die Innovationsausgaben der deutschen Wirtschaft 10, 9 Prozent. Das hat eine Untersuchung von Christian Rammer damals vom Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung ergeben. Und auch die neuesten Zahlen zeigen, dass nach einem Anstieg der Innovationsausgaben im Jahr 2022 mittlerweile tatsächlich eine zunehmende Zurückhaltung bei den Unternehmen im deutschsprachigen Raum herrscht. Unternehmen planen kaum Steigerungen ihrer Innovationsbudgets aufgrund der Unsicherheiten, der hohen wirtschaftlichen Unsicherheiten, die aktuell gerade vorherrschen. Und doch wissen wir, ganz ohne Innovation geht es halt auch nicht. Denn Innovation brauchen wir für die Zukunft. Innovation brauchen wir, Vorsprung gegenüber anderen zu haben und langfristig erfolgreich am Markt zu bleiben. Und daher teile ich in dieser aktuellen Podcast-Folge drei konkrete Gedankenimpulse, wie Innovation auch mit begrenztem Budget und Ressourcen gelingen kann.

Bianca Bommer [00:01:14]:

Lasst uns loslegen! Hallo und herzlich willkommen zur neuesten Folge von Innovation einfach machen. Ich bin Bianca Brommer, die Gastgeberin dieses Podcasts und heute sprechen wir über ein Thema, das 2025 wichtiger denn je ist. Innovation in herausfordernden Zeiten. Ich habe es schon eingangs erwähnt, die wirtschaftlichen Prognosen sind auch aktuell noch nicht ganz so rosig. Steigende Kosten, angespannte Lieferketten, rückläufige Wirtschaft beziehungsweise schwach wachsende Wirtschaft und es zeigt sich, dass die Innovationsausgaben stagnieren bzw. Sogar rückläufig sind. Das Ganze hatten wir auch 2008, 2009 in der Wirtschaftskrise bereits und dasselbe Bild zeigt sich nun auch jetzt. Und das ist natürlich absolut nachvollziehbar.

Bianca Bommer [00:02:05]:

Es geht darum Arbeitsplätze zu sichern, Liquidität zu sichern und hier wirklich ein stabiles Unternehmen zu haben. Ich habe einen Kunden in der Baubranche, der gerade an einem neuen Geschäftsmodell arbeitet, weil die Baubranche natürlich sehr durchrüttelt wird, da gibt es viele Herausforderungen und er hat dann halt wirklich so gesagt, jetzt arbeiten wir an diesem neuen Geschäftsmodell und Wir wissen, wir brauchen dieses neue Geschäftsmodell für die Zukunft. Wir wissen, dass es ohne dieses neue Geschäftsmodell nicht gehen wird. Allerdings kostet dieses Geschäftsmodell gerade ganz, ganz viel Geld. Und Das alte Geschäftsmodell, das traditionelle Geschäftsmodell, das läuft halt gerade nicht so gut. Es mussten Mitarbeiter entlassen werden, es hat ganz, ganz viele Einsparungsmaßnahmen gegeben, Kosten-Senkungsprogramme gegeben. Und natürlich fragen sich dann auch die Mitarbeitenden, aber auch die Aufsichtsräte, Vorstandsmitglieder. Naja, warum investieren wir so viel Geld in das neue Geschäftsmodell, das uns nur was kostet, aber eben dann müssen wir auf der anderen Seite im Geschäft, das ja aktuell noch Geld bringt, hier auch wirklich Dinge wegnehmen, Dinge einsparen.

Bianca Bommer [00:03:24]:

Und das ist halt oftmals gar nicht so leicht, auch diesen Spagat hinzubringen zwischen, ich investiere in das Neue, das noch nichts bringt, und dieses Einsparen im Bestehen, das aktuell tatsächlich noch Geld bringt. Also das macht es natürlich gar nicht so einfach. Und er hat gesagt, diesen Spagat als Geschäftsführer da jetzt auch hinzubringen, das ist tatsächlich gar nicht so einfach, das auch gut zu verkaufen, gut zu erklären, aber er weiß halt, er muss auch in das neue Geschäftsmodell investieren, weil ansonsten wird es dieses Unternehmen einfach langfristig nicht am Markt geben. Und auf Basis von diesem Gespräch und auch vielen anderen Gesprächen in den letzten Wochen mit Führungskräften und Innovationsverantwortlichen möchte ich heute einfach wirklich so drei konkrete Gedanken teilen, wo es so Stellschrauben geben kann, wie wir hier entsprechend Innovation ermöglichen, obwohl es vielleicht gerade sehr schwierig ist und begrenzte Ressourcen und Budgets zur Verfügung stehen. Erster Gedanke, den ich hier teilen möchte, ist das Thema kosteneffiziente Innovationsstrukturen schaffen. Was meine ich damit? Es ist halt so, und da müssen wir jetzt auch ganz ehrlich sein, Innovation oder Innovationsmanagement, Innovationsprozesse halten meist nicht das, was sie versprechen. Da kommen weniger Innovationen raus, als wir rechnen. Meistens sind sie teurer und meistens dauert es auch länger als geplant.

Bianca Bommer [00:04:56]:

Also im Grunde ist es etwas, was einfach wahnsinnig viel Aufwand bedeutet und wahnsinnig viel kostet. Und das ist schon wirklich so, dass das Fakt ist. Und dass es einfach auch nicht das gehalten hat. Diese ganzen Bemühungen, die man da gestartet hat, sei es Innovationslabore, Intrapreneurship-Programme, riesengroße Innovationsaktivitäten, Hackathons, etc., die haben halt dann am Ende des Tages meist nicht ganz so viel geschafft oder gebracht, wie es hier hätte sein sollen und sein können. Und was hier natürlich helfen kann, ist auch für die Zukunft, ist es auf bewährte Modelle und Methoden zurückzugreifen. Heißt, dass wir hier einfach schauen, was funktioniert denn, was ist denn hier möglich, welche Prozesse und Strukturen helfen uns denn hier auch schneller Innovation zu unterstützen. Auch einmal, ja natürlich auch kleinere Innovationen, inkrementelle Innovation zu ermöglichen, als auch radikale Innovation zu ermöglichen. Und ich persönlich arbeite hier mit drei verschiedenen Modellen, die ich einfach sehr spannend finde.

Bianca Bommer [00:06:15]:

Und zwar das erste Modell ist die FORTH-Methode von Jace van Wulfen. Mit ihm habe ich auch in diesem Podcast schon einmal gesprochen. Hört da gerne rein. Da sprechen wir nämlich über die Innovationsbarrieren und wie wir die auch aufbrechen können. Dann gibt es ein ganz wunderbares Innovationsmodell, das hier vor allem diese unterschiedlichen Grade der Innovation, also ob es radikal, inkrementell ist, kleine Verbesserungen sind, ganz wunderbar aufgreifen und zwar ist es das Grazer Innovationsmodell von Hans Lercher, der übrigens gerade eine neue Ausgabe seines Buches dazu herausgegeben hat und das möchte ich da betonen. Ich habe bei Hans studiert, Ich habe mit Hans gearbeitet und das Modell ist wirklich ganz, ganz wertvoll. Also an dieser Stelle auch wirklich eine Empfehlung. Ich verlinke das dann auch noch in den Show Notes.

Bianca Bommer [00:07:12]:

Und mein absolutes Highlight ist natürlich immer wieder das Arbeiten mit Design Thinking. Auch dazu habe ich schon mehrere Podcast-Folgen aufgenommen, warum Design Thinking nicht nur eine Methode ist, aber eben auch eine Methode, Struktur, Prozess, auch diese Haltung Innovation hier auch sehr effizient Schritt für Schritt in Iterationen mit schnellem Lernen und schnellen Lernzyklen hier auch zu ermöglichen. Und es ist egal, welches dieser drei Modelle wir verwenden, Im Grunde helfen uns diese Modelle dabei, Sicherheit zu geben. Eine Art Schritt-für-Schritt-Anleitung, auch wenn es da noch ganz, ganz viele Abzweigungen gibt und Absprungsmöglichkeiten gibt. Es geht aber darum, einfach Schritt für Schritt zu gehen, regelmäßig hinterfragen, sind wir eigentlich noch auf dem richtigen Weg und genau darum geht es, nicht einfach loszulaufen, zu machen, dann hat man schon so viel investiert, dass man nicht mehr damit aufhören möchte. Diese Woche hat wieder ein Kunde zu mir gesagt, wir reiten tote Pferde. Ja, das passiert in den Unternehmen, Deshalb da ganz ganz wichtig, regelmäßig hinterfragen, innehalten, sind wir denn noch auf dem richtigen Weg. Und wenn wir diese klaren Strukturen hier schaffen, wie Innovation gefördert werden kann, wie Innovation entwickelt wird, was überhaupt Innovation bedeutet, wohin wir mit Innovation wollen, welche Formen und Arten der Innovation wir eigentlich fördern wollen und wer wie Verantwortung übernimmt, an welchen Punkten, dann bin ich überzeugt davon, dass wir hier wirklich auch kosteneffiziente und natürlich auch zeiteffiziente Innovationsstrukturen schaffen und am Ende des Tages dann auch wirklich Innovation ermöglichen.

Bianca Bommer [00:09:00]:

Und ein ganz konkretes Beispiel, das ich hier bringen möchte, ist, dass einige meiner Kunden mittlerweile mit sogenannten Innovation Champions, wir können sie auch Innovation Ambassadors, Innovationsbotschafter und Botschafterinnen nennen, Das sind einfach Menschen, Mitarbeiterinnen innerhalb der Organisation, die in diesen Modellen ausgebildet sind, zum Beispiel in Design Thinking, in der Forth Innovationsmethode, die einfach darin ausgebildet sind, hier Innovation von einem, ich habe ein Problem erkannt, ich habe einen Trend erkannt, ich habe ein Bedürfnis erkannt hin zu einer getesteten Lösung, die wirklich Marktpotenzial hat hier entsprechend zu begleiten und deshalb wirklich auf einem sehr effizienten Weg zu begleiten. Und ich sehe einfach, dass die Unternehmen, die hier wirklich entsprechend mit solchen Innovation Ambassadors arbeiten, hier entsprechend auch schneller sind. Also wir haben zum Beispiel ein Unternehmen im Maschinenbau aus dem Mittelstand, dort haben wir Innovation Champions eingeführt, und diese Innovation Champions haben sich alle zwei Wochen virtuell getroffen. Kostenpunkt war halt natürlich die Zeit, also das waren immer so 90 Minuten bis zwei Stunden und haben an bestimmten Aufgabenstellungen gearbeitet und wir haben dann wirklich nach sechs Monaten zwölf ganz konkrete Ideen erhalten. Da waren drei davon mit einer direkten Kosteneinsparung und Zeiteinsparung, aber eben auch weitere Ideen für neue Produkte und neue Services. Und das war halt wirklich innerhalb kürzester Zeit. Die sind getestet worden, die haben Feedback eingeholt, die haben Business Cases dazu entwickelt, weil sie halt auch dazu ausgebildet waren, hier sehr schnell in ein unternehmerisches Denken und Handeln zu gehen. Also, Punkt Nummer eins, Effizienz in den Innovationsstrukturen zu schaffen.

Bianca Bommer [00:11:02]:

Punkt Nummer zwei ist, ja ich bringe es auf das Tablett, es ist KI, also künstliche Intelligenz. Künstliche Intelligenz strategisch zu nutzen, Zeit zu sparen und damit Zeit für neue Ideen zu haben. Weil wir wissen, dass oftmals so wirklich so Tagesgeschäft, operative Tätigkeiten versus Innovationstätigkeiten einfach so ein bisschen im Widerspruch sind. Und da wird natürlich ganz, ganz viel Zeit ins Tagesgeschäft, ins operative Tagesgeschäft gesteckt und dann bleibt halt wenig Zeit für neue Ideen, für Neues. Und das ist absolut nachvollziehbar. Wenn wir es jetzt allerdings schaffen, KI sinnvoll zu nutzen, zu schauen, wo gibt es denn Aufgaben, die mich viel Zeit kosten, die vielleicht sogar lästig sind, wo ich allerdings auch KI nutzen kann. Es geht nicht darum, KI jetzt für alles zu nutzen, sondern mal wirklich gezielt drauf zu schauen, wo gibt es hier Aufgaben, die sich immer wieder wiederholen. Vielleicht gibt es in das bestimmte E-Mails Fragen beantworten, die ich immer wieder machen muss.

Bianca Bommer [00:12:18]:

Also wirklich so Routine-Tätigkeiten, die ein großer Zeitfresser sind und dass ich dann schauen kann, welche KI oder welches Tool kann mich hier entsprechend unterstützen. Und das spart Zeit, bringt meist sogar noch präzisere, bessere Ergebnisse und das in einer kürzeren Zeit. Und dass man diese Zeit dann einfach wirklich auch für Innovation nutzen kann. Und auch dazu habe ich ja bereits eine Podcast-Folge aufgenommen, und zwar die Podcast-Folge, das war ein Interview mit Silvia Stankova, eine KI-Expertin. Und wir haben da wirklich schön beleuchtet, welche Möglichkeiten gibt es hier gerade im Innovationsbereich, hier Zeit zu sparen, dann mehr Zeit für Innovation zu haben. Also ich denke, das kann gerade 2025 noch einmal eine Möglichkeit sein, hier Ressourcen zu schaffen und hier wirklich entsprechend Freiräume für Innovationen, neue Ideen zu ermöglichen. Und der letzte Punkt, den ich gerne teilen möchte, und zwar sind das, also die Überschrift lautet schnelle Innovationszyklen durch agile Netzwerke. Es ist so, dass wenn wir bestimmte Innovationsprozesse haben, dann haben wir ja auch eine bestimmte Erwartung daran, dass die Menschen innerhalb dieses Prozesses ihre Aufgaben erledigen.

Bianca Bommer [00:13:45]:

Dass sie schnell entscheiden, dass sie Verantwortung übernehmen, dass sie proaktiv sind, dass wenn sie auf Hindernisse treffen, diese dann auch wirklich lösen. Die Realität zeigt allerdings, dass ganz, ganz viele Ideen im Rahmen dieser Strukturen und Prozesse einfach stecken bleiben. Da finden Meetings statt, Abstimmung schleifen, da lehnt sich jemand zurück und wartet darauf, dass jemand anders was tut oder entscheidet und schon ist man sozusagen einfach viel zu langsam und die Idee kommt einfach nicht ins Tun, die kommt einfach nicht in die Umsetzung, weil diese Verantwortung nicht übernommen wird, weil die Eigenverantwortung fehlt. Und deswegen dauert es ja auch immer länger. Das war auch dieser erste Punkt dieser Innovationsstrukturen. Worauf ich in diesem Punkt jetzt hinaus möchte, ist es, dass wir uns überlegen, wie können wir diese Innovationszyklen schneller machen? Was können wir konkret nutzen, hier auch die Eigenverantwortung unserer Mitarbeitenden zu stärken, hier vielleicht sogar Netzwerke aufbauen, Communities aufbauen, also mit Menschen, die Bock drauf haben, hier wirklich an Themen zu arbeiten, die Bock darauf haben, hier wirklich ins Tun, ins Handeln zu kommen und wirklich auch Lust haben, hier etwas umzusetzen. Und auch dazu habe ich ja mit Community-Expertin Olivia Lanzarotto gesprochen. Und Olivia spricht ja hier auch über Community-Building, Innovation-Communities, worauf es hier ankommt.

Bianca Bommer [00:15:25]:

Also höre auch gerne rein und dann gibt es noch eine weitere Podcast Folge, die ich dir gerne verlinke Und zwar geht es da eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für mehr Eigenverantwortung im Team. Und hör da gerne rein. Also sollten quasi die nächsten Folgen sein, wo du gleich reinhörst. Was könntest du jetzt konkret machen? Also beispielsweise könntest du mit Ideencafés starten. Ein Unternehmen, mit dem ich arbeite, hat Ideencafés gestartet. Da findet so alle zwei Monate ein solches Ideencafé statt. Und in diesem Ideencafé werden einfach Menschen eingeladen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Es sind dann mal mehr, mal weniger.

Bianca Bommer [00:16:03]:

Und es gibt immer eine konkrete Aufgabenstellung und also eine How-Might-We-Frage, mit der wir dort reingehen. Und in diesen Ideencafés werden dann Probleme analysiert, das Problem wird verstanden, Wir wenden hier verschiedenste Kreativitätstechniken, Design-Thinking-Techniken an, hier das Problem zu verstehen und dann auch Lösungen zu entwickeln. Und das findet halt wirklich so ganz, ganz regelmäßig statt und ist einfach eine schöne Möglichkeit, Menschen zusammenzubringen und ihre Ideen auch hier abzugreifen sozusagen. Und wir haben beispielsweise auch schon über welche Kosteneinsparungsmöglichkeiten haben wir gesprochen oder welche auch aus Punkt 2, das mit der KI, auch da haben wir schon mal eine Fragestellung reingegeben, welche Routinetätigkeiten könnten von KI übernommen werden, damit Freiraum für Innovation zu schaffen. Wir haben jetzt demnächst ein solches Ideencafé rund die Frage, was hindert Mitarbeiter daran, in die Eigenverantwortung zu gehen. Also wir nutzen diese Ideencafés, hier verschiedenste Dinge auch zu verstehen und dann auch entsprechend zu lösen. Also das wäre eine Möglichkeit hier so wirklich agile Netzwerke zu nutzen, agile Netzwerke aufzubauen, Menschen einzuladen und hier Innovation auch wirklich über die gesamte Organisation hinweg zu denken. Also zusammengefasst, ich glaube es geht nicht darum, Innovation gerade in diesen herausfordernden Zeiten jetzt neu zu denken, neu zu erfinden.

Bianca Bommer [00:17:39]:

Es geht darum, mit den bestehenden Ressourcen entsprechend smarter umzugehen. Sich auch einmal zu fragen, was hilft uns, was hilft uns nicht, was ist dienlich und was ist nicht dienlich, sich mal die Frage zu stellen, was darf auch weg. Und Das ist, glaube ich, ein ganz, ganz wesentlicher Aspekt und da werde ich sicher noch eine eigene Podcast-Folge machen. Aber worum geht es? Es gibt den Begriff der Exnovation. Exnovation ist quasi der Endpunkt der Innovation, wo die Innovation rausfällt aus dem Markt, also wirklich was wegfällt. Und es hat eine Studie gegeben, wo man herausgefunden hat, dass Menschen immer gerne was dazugeben. Und ich erlebe das immer wieder in den Unternehmen. Es wird immer überlegt, was können wir noch machen? Was können wir noch besser machen, noch mehr machen? Was können wir noch zusätzlich tun? Und in dieser Studie wurde herausgefunden, man hat so Lego-Modelle zur Verfügung gestellt und die Menschen sollten dieses Lego-Modell stabiler machen.

Bianca Bommer [00:18:43]:

Und die meisten der Studienteilnehmenden hat hier tatsächlich etwas dazu gebaut. Nur ganz ganz wenige haben was weggenommen aus dem Modell, es stabiler zu machen. Und das zeigt einfach, dass wir so geprägt sind, dass wir einfach noch mehr von dem machen, was wir schon machen, noch zusätzlich was tun, anstatt sich mal die Frage zu stellen, was darf denn eigentlich weg? Und das ist unter diesem Begriff Exnovation gemeint. Also deine Aufgabe für heute, nach dieser Podcast-Folge, Es geht jetzt nicht darum, dass du jeden Impuls aufgreifst. Geh mal hin und frag dich, was darf auch weg? Welche Struktur, welcher Prozess, welche Aufgabe, welche Idee, was darf hier auch weg, damit Innovation wieder auf stabilen Beinen steht. Und dann überleg dir natürlich auch gerne, was ist diesen Impulsen könntest du umsetzen, was lässt sich vielleicht leicht umsetzen, vielleicht mal in ein Ideencafé, vielleicht mit Innovationsbotschafterinnen und Botschaftern zu arbeiten. Also was ist wirklich ganz konkret dein nächster Schritt? Lass es mich gerne wissen. Gerne können wir auch in einem ganz unverbindlichen Gespräch mal herausfinden, was der nächste Schritt in deinem Unternehmen ist.

Bianca Bommer [00:20:02]:

Also melde dich gerne, Link zur Terminvereinbarung findest du in den Show Notes. Ich freue mich auf jeden Fall, wenn du sagst, ich möchte da mehr wissen, ich möchte wirklich mal den nächsten Schritt setzen und vielleicht sogar mal überlegen, was darf auch weg. In den nächsten Wochen werden wir uns ganz, ganz intensiv mit dem Thema Intrapreneurship in diesem Podcast beschäftigen. Intrapreneurship beschreibt ja Menschen, also Intrapreneure sind ja Menschen, die unternehmerisch denken und handeln und das innerhalb des Unternehmens, wo sie angestellt sind. Das heißt, es sind Unternehmer und Unternehmerinnen, die aber angestellt sind und die hier massiv beitragen zum Thema Innovation und Innovationsstärke. Es gibt hier ganz überraschende Zahlen und zwar wurde im 2023 der Entrepreneurship Monitor durchgeführt und zwar von der Universität Bayreuth und dem August Wilhelm Scheer Institut Und die haben tatsächlich herausgefunden, dass 51 Prozent der befragten Unternehmen, die da teilgenommen haben, mit einer eigenen Entrepreneurship-Abteilung bzw. Entrepreneurship-Aktivitäten wesentlich innovativer sind. Also die haben in den letzten zwei Jahren auch konkret neue Produkt-, Service- und Prozessinnovationen auf den Markt gebracht, während lediglich 31 Prozent der Unternehmen ohne Entrepreneurship-Aktivität das Gleiche geschafft haben.

Bianca Bommer [00:21:35]:

Also es zeigt sich hier anhand der Studienergebnisse, dass Entrepreneurship sehr, sehr wirksam sein kann. Und das möchte ich in den nächsten Wochen hier im Podcast näher beleuchten. Wir werden insgesamt mindestens fünf verschiedene Folgen dazu machen, überhaupt was ist Entrepreneurship, wie funktioniert Entrepreneurship überhaupt in der Praxis, was braucht es dazu, wie spielen hier auch Führungskräfte mit rein und da gehen wir wirklich Schritt für Schritt an das Thema Intrapreneurship rein und deshalb solltest du unbedingt den Podcast abonnieren, damit du hier keine Folge mehr verpasst. Das war es für heute. Ich freue mich darauf, wenn du beim nächsten Mal wieder dabei bist. Und jetzt heißt es eigentlich nur mehr, bleib neugierig, bleib innovativ und vor allem mach einfach. Ciao, ciao!

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Innovation einfach machen.By Bianca Prommer