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Niklas Penzel promoviert am Lehrstuhl für Digitale Bildverarbeitung an der Universität Jena und ist Teil der Computer Vision Group Jena.
In dieser Folge erläutert er uns, was KI-Modelle sind, wie sie grundsätzlich lernen und warum sie zu „falschen“ Schlussfolgerungen kommen können, obwohl die eingegebenen Daten „korrekt“ sind. Denn ein solcher „Bias“ hängt immer auch von der Fragestellung ab.
Weiterführende Informationen:
Dr. Malena Ratzke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Germanistische Literaturwissenschaften der Uni Jena und befasst sich mit mittelalterlicher Literatur. Sie begreift Literatur als einen imaginären Raum, in dem verschiedene Handlungsmöglichkeiten durchgespielt werden können. Dabei rücken Frauen ins Zentrum ihrer Betrachtung, die zwar keine „Heldinnen“ sind, aber in den Texten als handelnde Personen „von der Seite“ auftreten und auf aufschlussreiche Weise ihren Einfluss geltend machen.
Weiterführende Infos:
Im Podcast genannte deutsche Autorinnen (12. bis 15. Jh.): Ava, Mechthild von Magdeburg und Elisabeth von Nassau-Saarbrücken.
https://www.uni-jena.de/393162/frauenfiguren-als-laterale-fuehrungspersonen (Bericht zum Projektworkshop)
http://resolver.staatsbibliothek-berlin.de/SBB0001AE7F00000072 (Darstellung der namenlosen Königin in Heinrich von Veldekes 'Eneasroman')
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/zeitzeichen/zeitzeichen-de-pizan-buch-von-der-stadt-der-frauen-100.html (zu Christine de Pizan)
Dr.in Julchen Brieger ist Mathematikdidaktikerin an der TU Chemnitz. Im Gespräch mit uns erzählt sie, wie sie selbst recht spät in der Schule ihr Interesse für Mathematik fand, welche Rollenvorbilder sie prägten, warum Mathematik kein kulturfreier Raum ist und weshalb sie sich mit queeren Mathematiker:innen beschäftigt.
Dr. Ngoc Dong Nhi Vo und Jonas Ihle forschen zur alternden und zur diabetischen Niere am Universitätsklinikum Jena unter der Leitung von PD Dr. Ivonne Löffler. Im Gespräch erzählen sie, welchen Herausforderungen sie sich in ihrer Grundlagenforschung im Labor stellen, warum das Geschlecht in ihrer Forschung mitgedacht wird, wie wichtig Teamwork ist und was sie an ihrer Arbeit besonders mögen.
Ivonne Löffler ist habilitierte Biologin und arbeitet am Nephrologischen Forschungslabor im Universitätsklinikum Jena. In ihrer Grundlagenforschung zu Nierenerkrankungen arbeitet sie an Mäusen und stellte durch einen Zufall fest, dass ihre Experimente getrennt nach männlichen und weiblichen Versuchstieren zu erstaunlichen Ergebnissen führten.
Anita Thaler ist promovierte Wissenschafts- und Technikforscherin und arbeitet am Interdisziplinären Forschungszentrum für Technik, Arbeit und Kultur in Graz. Wir sprechen mit Anita darüber, warum man Vielfalt bereits im Forschungsprozess mitberücksichtigen muss und warum das gemeinsame Erarbeiten von Wissen nachhaltigere Ergebnisse liefert.
Prof. Sarah Jäger ist Juniorprofessorin für Systematische Theologie und Ethik an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. In ihrer Forschung beschäftigt sie sich u.a. mit dem kirchlichen Diskurs zu Sexarbeit. Warum ein Nachdenken über Männlichkeit, Weiblichkeit und dem Dazwischen lohnenswert ist, wenn man theologische Kategorien wie Gnade und Sünde untersucht, erfahren wir in dieser Folge.
Prof. Melanie Weirich und Prof. Adrian Simpson von der Uni Jena untersuchen in ihrer Forschung im Bereich Sprechwissenschaft/Phonetik aus vielfältigen Perspektiven, wie Menschen sprechen. Aus der alltäglichen Erfahrung wissen wir bereits, dass Unterschiede beim Sprechen von Männern und Frauen hörbar sind. Aber sind diese Unterschiede nun biologischer Art oder spiegeln sie erlerntes Verhalten wider? Über ihre Untersuchungen zu Kinderstimmen kommen Melanie Weirich und Adrian Simpson zu überraschenden Ergebnissen.
Wer sind eigentlich die beiden hinter dem Podcast und warum gibt es „Mensch im Blick“?
Prof. Oliver Werz forscht in der Pharmazeutischen Chemie an der Universität Jena zu Entzündungsprozessen im menschlichen Körper. Dabei konnte er bereits 2005 nachweisen, dass es zentrale Geschlechtsunterschiede zwischen Männern und Frauen gibt.
Wir sprechen mit Oliver Werz u.a. darüber, warum die Entwicklung von Medikamenten eingestellt wurde, die spezifisch bei Frauen gewirkt hätten, was es mit dem Männerschnupfen wirklich auf sich hat und warum Impfstoffe besser bei Frauen wirken.
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Ein Infopodcast zu Aspekten von Geschlecht und Gender in der Forschung mit Falk Bornmüller und Jana George von der Friedrich-Schiller-Universität Jena.
In den Wissenschaften wird zunehmend die Bedeutung von biologischem Geschlecht bzw. sozio-kulturellem Gender für eine nachhaltige Verbesserung der Qualität von Forschungsergebnissen erkannt. Eine unzureichende Auseinandersetzung mit diesen Aspekten kann dazu führen, dass Forschungsergebnisse verfälscht oder bestimmte Zielgruppen nicht angemessen repräsentiert werden. Das betrifft nicht nur die Auswahl von Studiengruppen, sondern auch die Interpretation von Ergebnissen und die Entwicklung von Lösungen, die für die gesamte Gesellschaft relevant sind.
Eine zentrale Herausforderung ist, dass viele Forschende die Aspekte von Geschlecht und Gender nicht von Anfang an im Blick haben und in ihre Forschung integrieren können. Es fehlen oft das Wissen oder die Methoden, um die mögliche Relevanz von Geschlecht und Gender für die eigene Forschungsfrage richtig erkennen und analysieren zu können. Zudem können stereotype Annahmen über die Relevanz bzw. Nicht-Relevanz von Geschlechter- und Genderaspekten unbewusst Einfluss auf wissenschaftliche Fragestellungen und Methoden nehmen. Diese Faktoren führen dazu, dass Forschungsergebnisse nicht immer die Diversität der Geschlechter und deren vielfältige Lebensrealitäten widerspiegeln.