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Mensch & KI – Folge mit Julian Funke
KIim Mittelstand: Zwischen Hype, Menschenverstand und Human in the Loop
In dieser Folge spricht Jan-Arne Gewert mit Julian Funke –IT-Experte, KI-Berater, Buchautor und seit Kindheitstagen tief verwurzelt in der IT-Welt (die Familie ist seit Generationen in der Branche).
Julian berät Unternehmen und Startups bei der intelligenten Prozessgestaltung und hat zwei Bücher zum Thema KI im Mittelstand veröffentlicht. Nebenbei engagiert er sichbei der Freiwilligen Feuerwehr – direkter geht Ergebnisorientierung kaum.
• Julian Funke
• IT-Berater, KI-Experte und Unternehmer
• Erfahrung in Finanzdienstleistung, Startups sowie IT- und KI-Architektur
• Autor von "100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024) https://julian-funke.de/produkt/e-book-100-ki-use-cases-fuer-den-mittelstand/Die Revolution des Wissensmanagements https://shop.haufe.de/prod/die-revolution-des-wissensmangements?srsltid=AfmBOoqtHfMb_Mo3Appvjn7eC9nSN3bSodw16ZpMy3IF4uAoV2pmHoQj
und dem demnächst erscheinenden Buch
Julian bricht früh mit einem verbreiteten Missverständnis:KI ist kein Allheilmittel. Wer schlechte Prozesse automatisiert, bekommtautomatisiert schlechte Prozesse – "garbage in, garbage out". Der Einsatz von KI erfordert zunächst saubere Prozesse, klare Verantwortung und ein realistisches Erwartungsmanagement. Klassische if-then-else-Logik schlägt KI überall dort, wo Determinismus gefragt ist.
Viele mittelständische Unternehmen lehnen Cloud-KI-Systeme grundsätzlich ab und bestehen auf eigener Hardware ("on premises"). Julian versteht die Skepsis, plädiert aber dafür, KI zunächst im kleinen Rahmen, mit unkritischen Daten, überschaubaren Kosten und Cloud-Systemen in deutschenRechenzentren auszuprobieren. Eine verlängerte Probefahrt statt Direktkauf: So lässt sich prüfen, ob KI für den eigenen Prozess überhaupt Sinn ergibt.
Jan-Arne und Julian sind sich einig, dass Regulierung alleinkeine Lösung ist – die Wirklichkeit ändert sich schneller als Gesetze. Juliansieht den EU AI Act jedoch pragmatisch: Er schafft Rechtssicherheit und gibt Beratern eine klare Argumentationsbasis. Jan-Arne betont lieber wertebasiertesHandeln statt Regelflut, und verweist auf den bekannten Harvard-Juristen, der aus Frustration über das Ergebnis des Akts seinen Job aufgab.
Angst vor KI ist bei Führungskräften oft Angst vorBedeutungsverlust. Julian empfiehlt eine nüchterne Analyse: Was genau macht meinen Job aus? Wenn es hauptsächlich das Zusammenfassen von Texten ist – dann kann KI helfen, schneller zu werden. Wenn es Urteilsvermögen, Bauchgefühl und Verantwortung braucht, bleibt der Mensch unverzichtbar. KI als Copilot, nicht als Autopilot.
Ein KI-Modell sollte E-Mail-Bestellungen automatisch insERP-System übertragen. Im Test: 98% Genauigkeit. In der Praxis: 4%. Der Grund: Bestelldetails wurden zwischendurch telefonisch geändert, ohne dass dieser Schritt im dokumentierten Prozess auftauchte. Lehre: KI braucht vollständige Datenketten. Was sie nicht kennt, kann sie nicht lernen.
• Human in the Loop bleibt entscheidend – rechtlich, ethisch und praktisch.
• Medienkompetenz und Wissenskritik sind die wichtigsten Fähigkeiten im KI-Zeitalter.
• KI-gestützte Effizienz kann uns mehr Zeit für das geben, was Menschen gut können: echteZusammenarbeit und Entscheidung mit Verantwortung.
• Buch:"100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024)
• Demnächst:"KI-gestützte Prozessautomatisierung" (erscheint Mitte 2026)
• Studie zu KI im Telefonsupport MIT – Jan-Arneverlinkt nach Verifizierung
• Die Intelligenz in Industrienationen sinkt:
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1718793115
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/703692/sinkende-intelligenz-die-folgen-koennten-dramatisch-sein"Gebt der KI an den sinnvollen Stellen eine Chance. KI ist nichtdie Lösung für alles. Aber an manchen Stellen wird es uns das Leben und dasArbeiten enorm erleichtern."
By Dr. Jan-Arne GewertMensch & KI – Folge mit Julian Funke
KIim Mittelstand: Zwischen Hype, Menschenverstand und Human in the Loop
In dieser Folge spricht Jan-Arne Gewert mit Julian Funke –IT-Experte, KI-Berater, Buchautor und seit Kindheitstagen tief verwurzelt in der IT-Welt (die Familie ist seit Generationen in der Branche).
Julian berät Unternehmen und Startups bei der intelligenten Prozessgestaltung und hat zwei Bücher zum Thema KI im Mittelstand veröffentlicht. Nebenbei engagiert er sichbei der Freiwilligen Feuerwehr – direkter geht Ergebnisorientierung kaum.
• Julian Funke
• IT-Berater, KI-Experte und Unternehmer
• Erfahrung in Finanzdienstleistung, Startups sowie IT- und KI-Architektur
• Autor von "100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024) https://julian-funke.de/produkt/e-book-100-ki-use-cases-fuer-den-mittelstand/Die Revolution des Wissensmanagements https://shop.haufe.de/prod/die-revolution-des-wissensmangements?srsltid=AfmBOoqtHfMb_Mo3Appvjn7eC9nSN3bSodw16ZpMy3IF4uAoV2pmHoQj
und dem demnächst erscheinenden Buch
Julian bricht früh mit einem verbreiteten Missverständnis:KI ist kein Allheilmittel. Wer schlechte Prozesse automatisiert, bekommtautomatisiert schlechte Prozesse – "garbage in, garbage out". Der Einsatz von KI erfordert zunächst saubere Prozesse, klare Verantwortung und ein realistisches Erwartungsmanagement. Klassische if-then-else-Logik schlägt KI überall dort, wo Determinismus gefragt ist.
Viele mittelständische Unternehmen lehnen Cloud-KI-Systeme grundsätzlich ab und bestehen auf eigener Hardware ("on premises"). Julian versteht die Skepsis, plädiert aber dafür, KI zunächst im kleinen Rahmen, mit unkritischen Daten, überschaubaren Kosten und Cloud-Systemen in deutschenRechenzentren auszuprobieren. Eine verlängerte Probefahrt statt Direktkauf: So lässt sich prüfen, ob KI für den eigenen Prozess überhaupt Sinn ergibt.
Jan-Arne und Julian sind sich einig, dass Regulierung alleinkeine Lösung ist – die Wirklichkeit ändert sich schneller als Gesetze. Juliansieht den EU AI Act jedoch pragmatisch: Er schafft Rechtssicherheit und gibt Beratern eine klare Argumentationsbasis. Jan-Arne betont lieber wertebasiertesHandeln statt Regelflut, und verweist auf den bekannten Harvard-Juristen, der aus Frustration über das Ergebnis des Akts seinen Job aufgab.
Angst vor KI ist bei Führungskräften oft Angst vorBedeutungsverlust. Julian empfiehlt eine nüchterne Analyse: Was genau macht meinen Job aus? Wenn es hauptsächlich das Zusammenfassen von Texten ist – dann kann KI helfen, schneller zu werden. Wenn es Urteilsvermögen, Bauchgefühl und Verantwortung braucht, bleibt der Mensch unverzichtbar. KI als Copilot, nicht als Autopilot.
Ein KI-Modell sollte E-Mail-Bestellungen automatisch insERP-System übertragen. Im Test: 98% Genauigkeit. In der Praxis: 4%. Der Grund: Bestelldetails wurden zwischendurch telefonisch geändert, ohne dass dieser Schritt im dokumentierten Prozess auftauchte. Lehre: KI braucht vollständige Datenketten. Was sie nicht kennt, kann sie nicht lernen.
• Human in the Loop bleibt entscheidend – rechtlich, ethisch und praktisch.
• Medienkompetenz und Wissenskritik sind die wichtigsten Fähigkeiten im KI-Zeitalter.
• KI-gestützte Effizienz kann uns mehr Zeit für das geben, was Menschen gut können: echteZusammenarbeit und Entscheidung mit Verantwortung.
• Buch:"100 KI Use Cases für den Mittelstand" (2024)
• Demnächst:"KI-gestützte Prozessautomatisierung" (erscheint Mitte 2026)
• Studie zu KI im Telefonsupport MIT – Jan-Arneverlinkt nach Verifizierung
• Die Intelligenz in Industrienationen sinkt:
https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.1718793115
https://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/703692/sinkende-intelligenz-die-folgen-koennten-dramatisch-sein"Gebt der KI an den sinnvollen Stellen eine Chance. KI ist nichtdie Lösung für alles. Aber an manchen Stellen wird es uns das Leben und dasArbeiten enorm erleichtern."