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Von den Maschinen lernen wir, dass unser Bewusstsein eigentlich zu einem Systemabsturz führen muss und warum jeder Versuch unseren inneren Wiedersprüche durch Rationalität und Logik aufzulösen uns die Menschlichkeit nimmt. Sollten wir die Vernunft besser den Maschinen überlassen?
Links und Literatur
Best-of-Türöffning bei der DARPA Robotics Challange 2015.
Breaking News bei Handelsblatt (edit: leider nicht mehr erreichbar) und Spiegel zu türöffnenden Hunderobotern.
Zur KI-Forschung mit künstlichen Körpern beispielsweise das Projekt Neurorobotics der Beuth-Hochschule Berlin.
Spannend und philosophisch oft gut informiert sind auch Forschungsansätze unter dem Begriff der embodied intelligence.
Zur Selbstdistanzierung als Ideal seit der Antike bis heute: Askese, Stoa und natürlich Max Webers „Die Protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus“ (1904).
Die Abstraktion der Welt in der Euklidischen Geometrie kann man bei Wikipedia gut nachlesen.
Aussagenlogik als formaler (mathematischer) Beschreibungsversuch der Welt.
Die Übersetzung der Aussagenlogik in Schaltkreise durch Claude E. Shannon kann man hier (auf Englisch) gut nachlesen.
Der Satz vom ausgeschlossenen Dritten reduziert jede digitale Operation auf diskrete Werte. Das Bewusstsein als gleichzeitige Beobachtung und Beobachtung der Beobachtung ist nicht diskret darstellbar.
Die Poesie der Systemabstürze: Bluescreen, Kernel Panic, Deadlock.
Der Informatiker und Logiker Geogrge Spencer-Browns hat versucht das Problem selbstbezüglicher Paradoxien (Wie den Satz: „Dieser Satz ist falsch“) durch den Einführung des dritten Zustandes „imaginär“ zu lösen. Dieser Zustand „ozilliere” zwischen den beiden Werten „wahr“ und „falsch“. Eine Oszillation wäre jedoch eine Verzeitlichung. Das funktioniert jedoch nur theoretisch, da Logik eigentlich keine Zeit kennt und Digitalrechner diskret getaktet sind. Jeder Zustand kennt also nur einen eindeutigen Wert und kann nicht oszillieren.
Zu Selbstbezüglichkeit und Zirkularität als Funktionselemente des Hirns: Humberto Maturana und Francisco Varela: Der Baum der Erkenntnis (El árbol del conocimiento 1984) und Francis Crick, Christof Koch: A framework for consciousness. In: Nature Neuroscience, 2003, S. 1139.
…oder sehr schön dargestellt in diesem Video.
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Vielen herzlichen Dank an Johann Niegl für die Titelmusik und Hans-Jakob Gohr für die Covergestaltung. <3
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Das Bewusstsein macht den Menschen einzigartig. Doch die Maschinen werden immer schlauer. Können auch sie sich ihrer selbst bewusst werden? Eine schwierige Frage, doch Bewusstseinsphilosophie und formale Logik könnten eine Antwort liefern. Und diese Antwort brauchen wir, wenn wir über eine Zukunft mit der Künstlichen Intelligenz nachdenken wollen.
Links und Literatur
Das Zitat von Antonio Damasio: „Bewusstsein ist ein Geisteszustand, in dem man Kenntnis von der eigenen Existenz und der Existenz einer Umgebung hat.“ stammt aus seinem Buch: Selbst ist der Mensch: Körper, Geist und die Entstehung des menschlichen Bewusstseins. Pantheon Verlag 2013, S. 169.
Zur Behauptung, das Bewusstsein wäre nur eine Behelfsbeschreibung für die Art, wie wir denken: Christoph Demmerling: Sprache und Verdinglichung. Frankfurt 1994, S. 18.
Bei der Frage, was oder wo das Bewusstsein ist, könnte es sich um einen Kategorienfehler, eine Art logischen Unfall handeln.
Die Idee, dass Wissenschaft keine formale Beschreibung der Welt, sondern das Produkt verschiedener Praxen, wie Züchtung (Biologie) oder Tischlerei (Mathematik und Physik) ist, wird auf Wikipedia sehr gut erklärt.
Hier zu Hilary Putnams Gedankenexperiment zum Hirn im Tank („brain in a vat“).
Die Feststellung, dass ein Bewusstsein ohne Verbindung zur Außenwelt undenkbar ist, bringt Robert Epstein hier gut auf den Punkt. (Überhaupt ein toller Artikel.)
Zur exzentrischen Positionalität, zu Pflanzen, Tieren und Menschen hat Helmuth Plessner immer wieder geschrieben. Hier das Grundlagenwerk: Die Stufen des Organischen und der Mensch. Einleitung in die philosophische Anthropologie. 1928. (Wenn ihr noch genauere Angaben braucht, schreibt mir, ich habe den wirklich gefressen.)
Zm Begriff der „lernenden“ Automaten oder „nicht-triviale Maschinen“ von Heinz von Förster empfehle ich seine schmale Essaysammlung: KybernEthik. Merve Verlag, Berlin 1993.
Um eine vorstellung der mechanistischen Psychologievorstellungen des Behaviourismus zu gewinnen, reicht der Wikipediaeintrag.
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Menschen können rechnen, aber können Computer auch denken? Was ist der Unterschied zwischen beidem und warum ist die intelligente Maschine nur ein Missverständnis? Ein Rückblick auf die Geschichte der Künstlichen Intelligenz verrät, warum die Maschinen uns immer wieder enttäuschen und warum das nicht an ihnen liegt — sondern an uns.
Links
Die besten Biorechner der Welt:
Die besten Digitalrechgner der Welt
Der erste Digitalrechner der Welt: Zuse Z3
Doofe KI:
Erster Forschungsantrag für „Künstliche Intelligenz” von 1955
Die Geschichte der Erklärungsmodelle für das Gehirn: George Zarkadakis in „In Our Own Image“ (2015) oder in diesem Artikel von Robert Epstein.
Animalischer Magnetismus
Das Gehirn als Digitalrechner: John von Neumann „The Computer and the Brain“ (1958).
René Descartes hält auch biologische Wesen für Maschinen.
Informationsprozessor Gehirn:
Zum Problem der Übertragung von Modellen aus einer Wissenschaft in die andere kann man sich beim Methodische Kulturalismus informieren.
Da Computer den Menschen im Schach schon lange schlagen können, sollen sie jetzt lernen, so schlecht zu spielen wie er.
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Vielen herzlichen Dank an Johann Niegl für die Titelmusik, Steven Haberland für das Portrait und Hans-Jakob Gohr für die Covergestaltung. <3
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Warum können Computer mathematische Beweise errechnen, Kunst produzieren und Texte schreiben und schaffen es dennoch nicht die Hausaufgaben von Grundschülern zu bewältigen?
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