mensch:tierarzt - der Podcast der Tiermedizin

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mensch:tierarzt - der Podcast der Tiermedizin episodes

  • Dr. ‚Kalle‘ Grau und die Berufspolitik: „Wer was ändern will, muss mitmachen“

    „Wer sich nicht engagiert, bekommt was übergestülpt." Das wollte Dr. Karl-Ernst ('Kalle') Grau auf keinen Fall. Ein Gespräch über 25 Jahre berufsständisches und berufspolitisches Engagement und das gute Gefühl, etwas zu bewirken.







    Als Freier Beruf verwaltet sich die Tierärzteschaft selbst. Das erfordert ehrenamtliches Engagement. Doch das Interesse an Berufspolitik, speziell an der Kammerarbeit "ist sehr, sehr gering". Traurig, findet das 'Kalle' Grau. Aus seinen 25 Jahren Mitarbeit in Praktikerverband und Tierärztekammer Westfalen-Lippe sind " Freundschaften entstanden“ – denn die, die es machen, "die machen das mit Herzblut". Ein Gespräch über 'sichere' tierärztliche Renten, enttäuschende Wahlbeteiligung, das inzwischen hochpolitische Thema Notdienst und einen Beruf, "der nichts für Schreibtischtäter ist" und bei dem man "nachts auch mal mit dem Popo aus dem Bett muss.“







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    01:52Tierarzt: Ein „Beruf mit Familienanschluss“ – „Das Schöne sind die persönlichen Kontakte“



    06:15Motivation fürs Ehrenamt – „Ein Team aus dem auch Freundschaften entstanden sind“



    07:56Wenig Interesse der Tierärzteschaft an Berufspolitik, speziell an der Kammerarbeit – "Das macht mich traurig"



    08:48Konsequenzen am Beispiel Notdienst – „Wenn man sich nicht engagiert, bekommt man was übergestülpt“



    13:30„Wer den Beruf ergreift, muss nachts auch mal mit dem Popo aus dem Bett“




    16:47Spezialisierung und Strukturwandel – „Es ist schwierig allen Interessen gerecht zu werden“



    18:35Tierärztliches Versorgungswerk – „Wichtige Absicherung für Kollegen“



    Ab etwa Minute 20:20 geht es auch um Belastungen im Beruf und die Folgen – mit Bezug zum mensch-tierarzt-Podcast über die Suizid-Problematik



    22:36Schon beim Frühstück Kontakt zum Tierarzt (Stichwort Lebensmittelsicherheit) – „Mir tut weh, wie wenig wir Beachtung finden“



    27:14Tierärztliche Solidarität oder Neid – „Das einheitliche Bild nach außen ist ganz wichtig“



    29:56Ein „Kampagnen-Pott“ für Tierärzte – Wer macht bei der Vielfalt der Interessenverbände die Tierärzteschaft sichtbar?



    32:38Ist meine Tierarztrentrente im Versorgungswerk sicher? – „Wir können beruhigt sein“



    Der Gesprächspartner



    Dr. Karl-Ernst ('Kalle') Grau (Jg. 1952) ist aufgewachsen in der "Zement-Stadt" Erwitte. Schon mit 14 fuhr er mit seinem Schwager, dem örtlichen Tierarzt, Praxistouren.
    39 min
  • Dr. Lutz Ahlswede: Faszination Pferdezucht – „Krank vor Hengstefieber“

    Wundervolle Kaltblüter und gekörte Hengste, das erste selbstgebaute Laufband, Pferdeanhängerstaus vor Deckstationen und 162 Trächtigkeitsuntersuchungen an einem Tag – ein Gespräch über mehr als 40 Berufsjahre als Pferdetierarzt und -züchter, in denen Dr. Lutz Ahlswede seine Erfüllung gefunden hat.







    Zu Anfang hatte der Niedersachse Dr. Lutz Ahlswede Westfalen in Sachen Pferdezucht nicht wirklich ernst genommen. Aber über fast 30 Jahre hat er dann als Referent für Pferdegesundheit der Landwirtschaftskammer die Geschicke der Pferdezucht in NRW wesentlich geprägt: Als Leiter des Stutengesundheitsdienstes Westfalen, tierärztlicher Betreuer zahlloser privater und staatlicher Deckstationen sowie des Landgestütes Warendorf. Rolf Nathaus hat den Tierarztsohn, dessen Vater schon Artilleriepferde betreut hat und der von klein auf ebenfalls unbedingt Tierarzt werden wollte, auf seinem Hof am Rande von Münster besucht.







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    01:47Emotionsthema Pferdezucht – „Krank vor ‚Hengstefieber‘“




    08:43Ein selbstgebautes Laufband und
    Fütterungsversuche mit Ponys – „Hinterher sahen die besser aus“



    12:41Einstieg beim Pferdegesundheitsdienst (1976) –
    „Von Pferdezucht in Münster hatte ich noch nie was gehört“



    15:14Nicht nur Gynäkologie – "Riesenprobleme mit der Ernährung der Pferde und wahnsinnshohe Besiedlungsbefunde mit Strongyliden"




    19:15„Die Zucht verdoppelte sich mehr oder weniger von Jahr zu Jahr“ – Ein festes System von über 20 Deckstellen im 14-Tage-Rhythmus besuchen



    25:12Die Landwirtschaft wechselte die Pferde – von Kalt- zu Warmblütern, vom Arbeitspferd zum Sportpferd



    27:44Große Deckstationen: 162 Stuten in 12 Stunden – "Pferdeanhängerstau auf der Autobahn"



    30:41Trächtigkeitsuntersuchungen, Probleme für die junge Generation – „Am Anfang muss man Erfahrungen sammeln. Ich habe nur aus der Menge für mich was lernen können."



    37:10Equine Virus Arteritis: "Mitte der 90er kannten wir die nur aus der Literatur" – 17 Hengste für die Zucht verloren




    Hintergrund: Ausbrüche der Equinen Virus Arteritis 2020 – Merkblatt als PDF-Download



    Der Gesprächspartner



    Dr. Lutz Ahlswede (Jg. 1946), geboren und aufgewachsen als Tierarztsohn in Bad Gandersheim, wollte auch selbst immer schon Tierarzt werden. Studiert hat er von 1965 bis 1971 an der Tierärztlichen Hochschu...
    43 min
  • Dr. Hermann Nienhoff: Schweinegesundheits- dienst statt Praxis

    Kibbuz, Kloster, Schweine – der Weg von Dr. Hermann Nienhoff zum Experten für Schweinegesundheit war nicht gradlinig. Ein Gespräch über Viren, Schweinestress und die Verknüpfung von Tiergesundheit mit Wirtschaftlichkeit.







    Der Schweinegesundheitsdienst in Westfalen war lange Zeit mit dem Namen Dr. Hermann Nienhoff verknüpft. Rolf Nathaus hat ihn besucht und sich unterhalten: Über die 70er Jahre, als der Halothan-Test zur Erkennung stressanfälliger Zuchtlinien die Tierzucht verändert hat. Über die ersten PRRS-Fälle in NRW Anfang 1990. Und über den Wert des Tierarztes, die Tiergesundheit als wichtigen Faktor der Wirtschaftlichkeit.



    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:







    02:02Faszination Tierarzt – "Insbesondere die Geburtshilfe"



    04:49Die Zeit des "großen Rosenberger" – Fast vier Semester 'Bremser' in der Rinderklinik



    08:01"Die Praxis war nicht meine Welt –
    kommerzielles Denken war mir fremd"




    10:11Der Schweinegesundheitsdienst – Konkurrenz für niedergelassene Praktiker und Amtstierärzte?




    12:21Erste PRRS-Fälle in NRW – "Ein Virus lässt sich nie und nimmer bremsen"




    18:14"Bananenkrankheit", das Stress-Syndrom der Schweine (Maligne Hyperthermie-Syndrom) – "1,5% Verluste allein auf dem Transport zum Schlachthof"



    24:49"Missstände in der Schweinehaltung, -zucht und Hygiene muss man begegnen" – Der wirtschaftliche Nutzen der Wissenschaft




    29:33Was Ruhestand und Rauchen gemeinsam haben: „Aufhören und dann nichts mehr“ – Arizona als Alternative zum Schweinestall




    Der Gesprächspartner



    Dr. Hermann Nienhoff, geboren 1935, ist als Landwirtssohn in Borken aufgewachsen. Er hat von 1957 bis 1959 Philosophie und Theologie (Münster/Schweiz) studiert und dann 1960/61 in einem Kibbuz in Israel und einem Benediktinerkloster gelebt. Danach studierte er an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (bis 1966). Seit 1968 hat er bis zu seiner Pensionierung 1995 dann im Schweinegesundheitsdienst NRW in Münster gearbeitet.



    Hintergrund: Halothan-Test



    Der Halothan-Test (Thema im Podcast ab Minute 18:14) wurde zu Beginn der 80er Jahre bei Ferkeln im Gewichtsbereich von etwa 17 bis 25 kg durchgeführt. Mit ihm lässt sich eine erblich bedingte Stressanfälligkeit erkennen – das Maligne-Hyperthermie-Syndrom (MHS), auch Porcines Stress-Syndrom (PSS) genannt. Mit einem Gasgemisch von 4 % Halothan und 96 % Sauerstoff und einer Dauer von bis zu fünf Minuten werden die Schweine beatmet.Dabei können folgende Reaktionen eintreten:



    * Die Muskulatur der Tiere bleibt völlig gelöst und entspannt über die gesamte Beatmungszeit hinweg, dann bezeichnet man die Reaktion als halothan-negativ. Diese Tiere sind stressunempfindlich.* Die Muskulatur der Tiere verkrampft,
    32 min
  • Vier Freundinnen, eine Praxis (2): „Wir wollen es anders machen“

    Eine Nutztierarztpraxis gründen? Macht das heute noch Sinn? In Teil 2 geht es um die Rahmenbedingungen. Offene Worte über Höfesterben und Zukunftsängste, Mütterbashing und warum es trotzdem Spaß macht, jeden Tag wieder aufzustehen.







    Rolf Nathaus spricht im zweiten Teil des Podcasts mit den vier Praxisgründerinnen Dr. Anna Goldhofer, Dr. Lisa Militowski, Sophie Strobel und Dr. Kirsten Bernhart über die Zukunft ihrer Nutztierarztpraxis. Es geht um den (fehlenden) Wert der Tiere und der Milch, um Konflikte im Berufsstand zwischen Männern und Frauen, um Mutterrollen oder auch um das Sterben der Bauernhöfe. All das schmälert aber nicht die Leidenschaft für einen Job, „in dem ich richtig gut in etwas sein kann“ und in dem Tierhalter viel Wertschätzung zurückgeben.




    Teil 1 hier




    In Teil ist zu hören, dass man viel Freude haben kann, auch wenn man ‚plötzlich’ eine eigene Praxis gründen muss. Ein ehrliches Gespräch über nächtelange Diskussionen mit den Partnern, über Ratlosigkeit und Vorfreude und den Entschluss: Wir machen das jetzt!







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    00:55Abenddämmerung der Nutztierpraxis – Sinkt mit dem Wert der Tiere auch der Wert des Tierarztes?



    05:07Von den Hemmungen, Geld zu nehmen – "Als Angestellte hat uns das mit den Rechnungen nicht interessiert"




    06:23Wertschätzung –"Mein Vermieter war geschockt was ich (nicht) verdiene"



    08:36Tierwohldebatte, Strukturwandel, Bauernbashing – "Es tut in der Seele weh, wenn gute Landwirte den Stallmantel an den Nagel hängen"




    10:44Konflikte im Berufsstand: Inhaber vs. Angestellte, Männer vs. Frauen, Mütterbashing – "Wir wollen es anders machen"



    16:14"Wie passt Ihr auf Euch auf?" – Was rechts und links der Arbeit noch bleibt




    Die Gesprächspartnerinnen – das Inhaber-Team der Tierarztpraxis Oberland



    Die vier jungen Tierärztinnen waren zuletzt zusammen in einer Gemeinschaftspraxis angestellt. Nach deren überaschender Auflösung haben sie sich entschieden, gemeinsam die Tierarztpraxis Oberland mit Schwerpunkt Rind zu gründen.



    Dr. Anna Goldhofer …



    … hat von 2004 bis 2009 an der LMU München studiert. Von 2010 bis 2020 war sie in der Vorgängerpraxis angestellt und hat in verschiedenen Tierarztpraxen auch Erfahrung in der Kleintiermedizin gesammelt.



    Dr. Lisa Militowski …



    … kommt von einem Milchviehbetrieb in Mittelfranken und hat von 2008 bis 2014 an der LMU München studiert. Bis 2016 war sie Mitarbeiterin an der Klinik für Wiederkäuer in Oberschleißheim und hat dann vier Jahre als angestellte Tierärztin in der Vorgängerpraxis gearbeitet.



    Sophie Strobel …



    … hat nach dem Studium (2006-2012) an der LMU München bis 2017 als angestellte Tierärztin in Gro...
    20 min
  • Vier Freundinnen, eine Praxis (1): „Zusammen sind wir der Hammer“

    Man kann viel Freude haben, trotz der Sorgen wenn man ‚plötzlich’ eine eigene Praxis gründen muss. Ein ehrliches Gespräch über nächtelange Diskussionen mit den Partnern, über Ratlosigkeit und Vorfreude und den Entschluss: Wir machen das jetzt!







    Gleich vier junge Tierärztinnen sind Gast in dieser Podcastfolge: Dr. Anna Goldhofer, Dr. Lisa Militowski, Sophie Strobel und Dr. Kirsten Bernhart – das Team der Tierarztpraxis Oberland.Rolf Nathaus hat sie südlich des Starnberger Sees besucht, wo sie zum Jahresbeginn 2021 eine Rinderpraxis gegründet haben. Quasi über Nacht, denn die alten Chefs lösten ihre Gemeinschaftspraxis überraschend auf. Was sollte aus den vier Freundinnen werden?Im ersten Teil des Gespräches – in dem auch viel gelacht wird – geht es um Mut, maximale Offenheit und auch darum, um Hilfe bitten zu können – denn eine Praxis gründen mit kleinen Kindern ist eine große Herausforderung – die hörbar Freude gemacht hat.




    Teil 2 hier




    Teil 2 stellt die Frage: Eine Nutztierarztpraxis gründen? Macht das heute noch Sinn? Es geht um die Rahmenbedingungen. Offene Worte über Höfesterben und wertlose Tiere, über Zukunftsängste, Mütterbashing und warum es trotzdem Spaß macht, jeden Tag wieder aufzustehen.











    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    01:39200 Tage Praxis Oberland: „Anstrengend, aber die richtige Entscheidung“ … „Die Arbeit macht deutlich mehr Spaß“ … „Ich habe es nicht bereut“



    05:40Viele Treffen, viele Szenarien, viele Zweifel – "Werden wir glücklich, wenn wir's bleiben lassen? Nein? Und wenn wir es machen? Vielleicht?"



    08:16Kinder, Praxis, Partner: Nächtelang diskutiert und auch gestritten –
    "Mein Mann hat viel dazugelernt, es hat uns als Familie weitergebracht"



    14:44Wie schafft man Gerechtigkeit im Team?



    17:12Wie reagieren die Kunden, wenn das jetzt ‚Muttis‘ machen? – "Wir müssen uns nicht rechtfertigen, solange es läuft."



    21:15"Praxisgründung heißt nicht: Keiner darf mehr ein Kind kriegen"



    22:24Das große Ziel: Als Geschäftspartnerinnen die Freundschaft um jeden Preis erhalten – "Maximale Offenheit. Schwächen zugeben ist leichter unter Freundinnen"




    23:41Kompetenzen und Aufgaben verteilen – "Wir müssen besser werden im Management"



    27:20Arbeitsbereiche aufteilen – "Jeder muss auch seine Nischen finden dürfen"



    Die Gesprächspartnerinnen – das Inhaber-Team der Tierarztpraxis Oberland



    Die vier jungen Tierärztinnen waren zuletzt zusammen in einer Gemeinschaftspraxis angestellt.
    31 min
  • ‚Reserveantibiotika‘ für Tiere verbieten: „Wir stünden mit leeren Händen da“

    Das Europaparlament soll im September entscheiden ob und welche antibiotischen Wirkstoffe "dem Menschen vorbehalten", also für Tiere verboten werden. mensch:tierarzt fragt bei zwei Fachtierärzten nach: Was passiert mit Pute und Huhn, mit Hund und Hamster, wenn eine Behandlung mit diesen Antibiotika tatsächlich nicht mehr möglich wäre?







    Dass Tierärzte sich in ihren Praxen direkt mit einer Unterschriftenkampgane an Tierbesitzer wenden und diese bitten, gegen eine mögliche EU-Entscheidung zu protestieren, ist ein Novum. Im Format "Rolf ruft" fragt Rolf Nathaus gleich zwei Tierärzte – den Geflügel-und Schweinfachtierarzt Dr. Erwin Sieverding und dem Heimtierspezialisten Dr. Thomas Göbel – welche Konsequenzen sie bei einem drohende Antibiotikaverbot persönlich befürchten.



    Mehr zum politischen und europarechtlichen Hintergrund der Verbotsdebatte sowie der Tierarztkampagne finden Sie hier in den Shownotes zum Podcast.







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel



    00:40Intro: Antibiotikaverbot der EU – Worum es in diesem Podcast geht



    "Bestandsbehandlungen sind bei bestimmten Erkrankungen zwingend nötig"Dr. Erwin Sieverding (Lohne)



    Dr. Erwin Sieverding



    02:00Beginn des Gespräches mit dem Schweine- und Geflügelfachtierarzt Dr. Erwin Sieverding




    03:48Warum Antibiotika auch für die Gesundheit von Nutztieren wichtig sind



    04:42Streng geregelt – Rahmenbedingungen für den Antibiotikaeinsatz beim Nutztieren



    06:02Schuldfrage – Die Verantwortung der Tiermedizin für humanmedizinische Resistenzen?



    07:59Warum brauchen Nutztiere eine Gruppenbehandlung? – „Dominosteine am Fallen hindern“ und so die Übertragung von Tier zu Tier unterbinden



    10:33Sonderfall Colistin – Die Bedeutung dieses 'Reserveantibiotikums' für Geflügel (geringe Wartezeiten – große Erfolgschancen)



    14:14Zweiklassengesellschaft der Kreaturen – Der Pute verweigern, was man dem Meerschwein zugestehen will?




    15:30Das hohe Gut der Wartezeit – Antibiotikabehandlung beim Nutztier bedeutet nicht Antibiotika im Fleisch



    16:45Tierärzte: Steigbügelhalter der Massentierhaltung oder Gesundheitsanwalt der Tiere?



    "Wir stünden bei der Hälfte der Patienten mit völlig leeren Händen da“Privatdozent Dr. Thomas Göbel (Berlin)



    33 min
  • Doc Polly – Tierärztin, Podcasterin, RTL: „Ich geh da raus und probier es“

    "Raus aus der Komfortzone." Ob 400-km-Wanderung mit Hund über die Alpen, die eigene Kleintierpraxis, die auch klein bleiben soll oder der Sprung vom Podcast ins RTL-Abendprogramm – was treibt Dr. Tanja Pollmüller, alias 'Medientierärztin Doc Polly' an?



    Rolf Nathaus besucht Dr. Tanja Pollmüller, die einige Entscheidungen getroffen, aber auch Gelegenheiten ergriffen hat: Warum gründet sie eine Kleintierpraxis in einer Kleinstadt, statt als Oberärztin in einer Klinik zu arbeiten? Und hat das überhaupt noch eine Zukunft? Wie wird man Haustierexpertin im Abendprogramm bei RTL (Top Dog Germany)? Wieso kann ein Podcast auch den Tierarztalltag erleichtern? Ein Gespräch über einen Beruf, in dem Kommunikation wichtig ist – und wie das Spaß machen kann, aber auch Mut braucht.



    Podcast macht Spaß: Doc Polly (Dr. Tanja Pollmüller) und Rolf Nathaus (mensch:tierarzt) bei der Podcastaufnahme in Ahlen







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel



    01:17Warum eigene Praxis statt Oberärztin in einer Klinik? – "Meine eigene Arbeitsstelle so gestalten, wie ich sie gerne hätte"




    05:38Meine Praxis muss nicht wachsen – "Größer, schneller, weiter ist mein absolutes Grauen"



    06:39Mit Hund 400 km über die Alpen wandern – Raus aus der Komfortzone



    10:49Was treibt Doc Polly an? – "Es muss möglichst abwechslungsreich sein. Nur Praxis alleine reicht nicht"




    11:54"Was dann blühte ahnte sie nicht" – die Herausforderungen der Tiermedizin: Wo seid ihr Tierärzte alle?




    14:18Webseite, Videosprechstunde, eigener Podcast – "Wissen ist Tierschutz"



    19:20Bringen Podcast und Fernsehen mehr Kunden? – "Die rennen mir jetzt nicht die Hütte ein"




    20:04Top Dog Germany – der Sprung ins RTL-Abendprogramm: "Das schachtelt sich irgendwie alles ineinander"



    24:45Öffentlichkeit muss man aushalten – "Ich habe Schiss vor dem Shitstorm, aber ich geh da raus und probier es"



    Die Gesprächspartnerin



    Dr. Tanja Pollmüller (Jg. 1980) hat an der LMU München studiert (Approbation 2006) und dort auch 2009 promoviert. In verschiedenen Kleintierkliniken hat sie den Fachtierarzt für Kleintiere erworben und zuletzt eine Kleintierabteilung geleitet. Seit Herbst 2016 führt sie eine eigene Kleintierpraxis in Ahlen/Westfalen.Aus Berichten in Lokalmedien – u.a. über ihre Telemedizinaktivitäten – entwickelte sich der Podcast "Doc Pollys Tiersprechstunde" in Zusammenarbeit mit dem Lokalradio WAF (2020) und aus dieser Medienpräsenz dann wie...
    29 min
  • Telemedizin: Die Zukunft der tierärztlichen Beratung?

    Was treibt eine Fachtierärztin für Pferde dazu, die Behandlung im Stall gegen die Beratung am Bildschirm einzutauschen? Ein Gespräch über Kundenwünsche, Möglichkeiten und Grenzen der Telemedizin.







    Was sagt die steigt wachsende Telemedizin-Nachfrage eigentlich über die Strukturen der Veterinärmedizin und das Verhältnis von Tierarzt und Patientenbesitzer aus? Ist die Telemedizin als digitales Beratungstool aus dem Praxisalltag bald nicht mehr wegzudenken? Wo sind die Grenzen? Und wo die Chancen? Darüber spricht Rolf Nathaus mit Dr. Theresa Sommerfeld, die eine rein digitale Tierarztpraxis (TelVet) gegründet hat.



    Ergänzend gibt es in den Shownotes ein Sammlung an Hintergrundinformationen zur Telemdizin: Von einer Klassifizierung aktiver Anbieter über aktuelle (Kammer)Regeln bis zu Link-Tipps zu ausführlichen Telemedizin-Guidelines aus den USA.







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    03:20Die Angst der Tierbesitzer, etwas falsch zu machen



    05:40Service oder eigenständige Tierarztleistung – wer rechnet Beratungsgespräche wirklich ab?



    08:30TelVet – aus zahllosen privaten Whats-App-Anfragen entsteht eine Geschäftsidee



    10:28"Telemedizin kann und soll die Tierarztpraxis vor Ort nie ersetzen"



    12:30Warum rufen Tierbesitzer nicht einfach bei ihrem (Haus)Tierarzt an?



    16:45Telemedizin einfach in den Praxisalltag einschieben? – "Das geht nicht, man muss sich dafür extra Zeit nehmen“



    17:38Sind Pferdebesitzer wirklich versiert genug, Auge und Ohr des Tierarztes zu sein?



    21:12Termin buchen … Videogespräch … nachher zahlen – „Bisher haben meine Kunden eine echt gute Zahlungsmoral“



    23:05Aufklärung ist entscheidend – „Ich kann wirklich nur ein Bild bewerten“



    28:41Sind Praktiker von Telemedizinanbietern genervt? –
    "Wir können gemeinsam eine große Lücke sinnvoll schließen"




    Die Gesprächspartnerin



    Dr. Theresa Sommerfeld stammt aus dem Nordschwarzwald und ist passionierte Reiterin. Nach Studium und Approbation (2014) an der Universität Gießen arbeitete sie drei Jahre an der Universitätspferdeklinik und promovierte auch dort. Es folgten Jahre als praktizierende Tierärztin in einer Praxis im Raum Frankfurt und einer Pferdeklinik sowie Hospitationen im Ausland. Parallel legte sie die Prüfung zur Fachtierärztin für Pferde ab. Im Sommer 2020 entschied sich Theresa Sommerfeld, eine Tierarztpraxis für rein telemedizinische Beratung zu gründen – am 1.11.2020 ging
    34 min
  • Prof. Leo Brunnberg: „An Fehlern darf man nicht verzweifeln“

    Ein Gespräch über die Ästhetik der Chirurgie und das Verhältnis der Buddhisten zum Tod von Tieren, über Pflichtgefühl, Herzenssachen und wie einige Semester Kunstgeschichte, den Blick auf die Welt ändern.







    Rolf Nathaus hat Prof. Leo Brunnberg, den langjährigen Direktor der Kleintierklinik der Freien Universität, in Berlin besucht. Es entwickelt sich ein Gespräch über einen Lebensweg vom Bauernhof an die Spitze einer tiermedizinischen Fakultät, an dem ein Stück weit auch die Erziehung 'Schuld' ist: „Wenn man etwas macht, soll man es mit vollem Herzen machen“. Darüber, dass Lernen ein Privileg ist und man an Fehlern nicht verzweifeln darf, denn „wenn Sie sie es nie machen, werden Sie auch nie wissen, ob Sie es nicht doch hinbekommen“.Es geht um die Liebe zur Kunst(geschichte), die Brunnberg auch studiert hat. Und um die Offenheit gegenüber anderen Kulturen und Religionen, deren Blick auf das Tier auch den Respekt vor den Menschen lehrt. Am Ende steht ein Fazit über ein Tierarztleben in der Arbeit und mit der Arbeit: „Niemand weiß, was da wirklich richtig ist. Aber ich habe das einfach gern gemacht“.







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel:



    02:02„Ich glaub ich werd’ besser Bäcker“ – Anspruch und Anforderung im OP




    05:55Studierende wollen respektiert werden – auch wenn die Hand bei bei der ersten Naht zittert




    07:55Die Erziehung ist Schuld – "Wenn man etwas macht, soll man es mit vollem Herzen machen"




    09:54Die Kolik des Kaltblüters Max und das ‚Hühner ins Bett bringen‘ – Kleintierchirurg mit Landwirtschaftshintergrund



    11:57Work-Live-Balance: Leben in der Arbeit und mit der Arbeit – „Niemand weiß, was da wirklich richtig ist – ich hab das einfach gern gemacht“



    15:24Physik oder Medizin? – "Tiermedizin ist das viel schwerere Fach, weil mir das Tier nicht sagt, wo es weh tut"



    17:27Freude am anderen Blickwinkel – mit den Augen der Künstler die Welt sehen



    21:26Die Ästhetik der Chirurgie – die Kunst des Wiederherstellens



    23:50Falscher Ehrgeiz in der Chirurgie? – "Wenn sie es nie machen, werden sie auch nie wissen, ob sie es hinbekommen"




    29:35Was bedeutet Lebensqualität für ein verletztes Tier? – zwischen Leistungsfähigkeit und einem Leben ohne Schmerz



    32:22Konfliktzone Euthanasie in anderen Kulturen – Tier oder Mensch respektieren?



    Link-Hinweis: Euthanasie als schwere Belastung für Tierärzte / #NOMV



    Der Gesprächspartner



    Prof. Dr.
    40 min
  • Dr. André Schüle – Zootierarzt durch Zufall und Beharrlichkeit

    Wie wird man überhaupt Zootierarzt? Durch Zufall und Beharrlichkeit, sagt der Berliner Zootierarzt Dr. André Schüle. Rolf Nathaus spricht mit ihm über Kritik am Konzept Zoo, darüber, dass ein permanenter Therapienotstand bei Arzneimitteln auch eine glückliche Fügung sein kann und was der Medienhype um den Eisbären „Knut“ über das Mensch-Tier-Verhältnis aussagt.







    Fast 20 Jahre ist Dr. André Schüle jetzt Zootierarzt in Berlin. Bundesweit bekannt geworden durch den Medienhype um Eisbär "Knut" (2006), spricht er über ethische Entscheidungen wenn es um Wildtiernachwuchs geht, und das niemand im Zoo scharf sei auf die Handaufzucht. Er erklärt, warum ein Zootierarzt vom Crowdwissen der weltweit vernetzten Kollegen abhängig ist, etwa beim Blutbild des großen Ameisenbärs. Und dass die schönsten Tage immer noch die sind, an denen "Du Hai, Schlange, Orang und Papagei behandelst“, eben weil die Arbeit so vielfältig ist.André Schüle hat bereits im Studium auf das Berufsziel "Tierarzt für Wildtiere" hingearbeitet. Trotzdem war der Job im Zoo Berlin "ein Sechser im Lotto", denn die Zahl der Zootierärzte in Deutschland ist überschaubar.







    Darüber werden Sie was hören – Zeitstempel



    01:56Zootierarzt durch Zufall und Beharrlichkeit – Nach vielen Praktika wie „Wie ein Sechser im Lotto“




    04:40Arbeitstag im Zoo – „Visite bei 17.000 Tieren geht nicht“



    08:00Arzneimittelauswahl für Wildtiere – „Ein permanenter Therapienotstand als glückliche Fügung“



    13:46Der besondere Reiz – „Wenn du an einem Tag Hai, Schlange, Orang und Papagei behandelst“




    15:37Zoonosen im Zoo – „Massentierhaltung unterbrochen von Besuchern“



    17:50Kritik am Zoo – „Die guten Argumente pro Zoo überwiegen"



    23:00Das Wildtier Wolfs in Deutschland – „Ich find es toll, aber nicht ohne Limit“



    25:54Das Medienphänomen „Eisbär Knut“ (I) – „Wir sind nicht scharf auf Handaufzuchten“



    30:24Das Medienphänomen „Eisbär Knut“ (II) – „Ein Hype, der alle anderen Tiere komplett ignoriert“




    37:10Trauermonate um Knut – „“Man sollte Tier und Mensch noch unterscheiden“




    Der Gesprächspartner



    Dr. André Schüle (Jg. 1974) arbeitet seit fast 20 Jahren (2003) als einer von zwei Zootierärzten im Zoo Berlin. Schon im Studium an der Freien Universität Berlin (1995 - 2001) hat er sich für Wildtiere interessiert und deshalb so viele (Wahl)Praktika wie möglich in diesem Bereich absolviert und auch sonst jede Gelegenheit genutzt, im Zoo zu sein.Inzwischen arbeitet Schüle nicht nur in Deutschlands ältestem Zoo, sondern wohnt auch mit seiner Familie dort. Er ist zum einen Zootierarzt, aber als Kurator auch organisatorisch für vier der 21 Revi...
    40 min

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Erlebnisse, Erfahrungen und Einsichten, die ein Tierarztleben prägen. In unserem Podcast erzählen Tierärztinnen und Tierärzte über ihre besondere Leidenschaft zum Beruf. mensch:tierarzt ist ein…

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