
Sign up to save your podcasts
Or


Jahrelang lieferte Nvidia nur die Chips für autonomes Fahren, jetzt will der Konzern selbst mitmischen.
Der Chip-Konzern Nvidia und Mercedes greifen gemeinsam nach der Zukunft des autonomen Fahrens. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas kündigte Nvidia-Chef Jensen Huang an, schon im kommenden Jahr einen eigenen Robotaxi-Dienst zu starten. Der Plan ist eine direkte Kampfansage an Tesla, das seit Jahren ein eigenes Robotaxi-Netzwerk verspricht, sowie an andere Anbieter wie Googles Waymo oder Uber, die bereits weiter sind als Tesla.
Nvidia macht Tesla KonkurrenzWie weit die Technik von Nvidia bereits ist, demonstrierten die Partner mit einem Mercedes CLA, der schon einige Wochen vor der nun erfolgten Veröffentlichung der Pläne eigenständig durch den Verkehr von San Francisco navigierte. Bei der 45-minütigen Testfahrt musste ein Sicherheitsfahrer nur wenige Male eingreifen (Quelle: dpa via t3n).
Technisch setzen die Kooperationspartner auf einen bekannten Ansatz, der sich aber von Teslas inzwischen eingeschlagenem Weg deutlich absetzt: Während Elon Musk darauf beharrt, dass Kameras für das autonome Fahren ausreichen, setzen Nvidia und Mercedes aktuell auf ein System aus zehn Kameras und fünf Radaren. In Zukunft soll auch Lidar genutzt werden, also Umgebungsscan durch Laser und blitzschnelle Verarbeitung der optischen Informationen.
Der Mix aus verschiedenen Sensoren soll eine robustere und sicherere Erfassung der Umgebung garantieren, gerade bei schwierigen Wetter- oder Lichtverhältnissen. Solche Systeme aus überlappenden Technologien sind auch bei anderen Anbietern im Einsatz. Tesla allerdings hat sich vor einiger Zeit – und unter großer Skepsis – dazu entschieden, nur noch Kameras zu nutzen, deren Aufnahmen in Echtzeit analysiert werden sollen.
Nvidia greift wieder nach dem 1. PlatzAls aktuell führend gilt die Google-Schwesterfirma Waymo, die bereits Tausende fahrerlose Autos in US-Städten betreibt. Dabei läuft zwar auch nicht immer alles nach Plan, trotzdem bestimmen vor allem die Fahrzeuge von Waymo bisher, wohin sich der Markt für autonomes Fahren entwickelt. Auch andere Schwergewichte wie die Amazon-Tochter Zoox oder Uber mischen mit eigenen Diensten mit, was den Wettbewerb für alle Beteiligten verschärft.
Ihnen allen will Nvidia das Feld nun wohl nicht mehr allein überlassen. Dabei läuft es längst darauf hinaus, dass Nvidia fürs autonome Fahren immer mehr zum entscheidenden Anbieter wird. So setzt gerade Tesla bereits seit Jahren auf die leistungsstarken Nvidia-Chips und gehört damit zu den größten Kunden des Chipherstellers. Nvidia nimmt auch Waymo und andere Anbieter als Abnehmer für ihre Hardware ins Visier. Mit einer zusätzlichen eigenen Robotaxi-Flotte würde kein anderer Hersteller eine solche Marktmacht besitzen wie Nvidia.
Obendrein hat Chef Huang angekündigt, zwischen 2028 und 2030 damit beginnen zu wollen, auch Privatfahrzeuge mit der Nvida-Technik für autonomes Fahren auszustatten. Mercedes, aber auch andere Anbieter könnten hier als Kunden bereitstehen. Nvidia tut gerade viel dafür, dass beim Durchbruch des autonomen Fahrens möglichst kein Auto ohne Nvidia-Chips unterwegs ist.
By Jahrelang lieferte Nvidia nur die Chips für autonomes Fahren, jetzt will der Konzern selbst mitmischen.
Der Chip-Konzern Nvidia und Mercedes greifen gemeinsam nach der Zukunft des autonomen Fahrens. Auf der Technik-Messe CES in Las Vegas kündigte Nvidia-Chef Jensen Huang an, schon im kommenden Jahr einen eigenen Robotaxi-Dienst zu starten. Der Plan ist eine direkte Kampfansage an Tesla, das seit Jahren ein eigenes Robotaxi-Netzwerk verspricht, sowie an andere Anbieter wie Googles Waymo oder Uber, die bereits weiter sind als Tesla.
Nvidia macht Tesla KonkurrenzWie weit die Technik von Nvidia bereits ist, demonstrierten die Partner mit einem Mercedes CLA, der schon einige Wochen vor der nun erfolgten Veröffentlichung der Pläne eigenständig durch den Verkehr von San Francisco navigierte. Bei der 45-minütigen Testfahrt musste ein Sicherheitsfahrer nur wenige Male eingreifen (Quelle: dpa via t3n).
Technisch setzen die Kooperationspartner auf einen bekannten Ansatz, der sich aber von Teslas inzwischen eingeschlagenem Weg deutlich absetzt: Während Elon Musk darauf beharrt, dass Kameras für das autonome Fahren ausreichen, setzen Nvidia und Mercedes aktuell auf ein System aus zehn Kameras und fünf Radaren. In Zukunft soll auch Lidar genutzt werden, also Umgebungsscan durch Laser und blitzschnelle Verarbeitung der optischen Informationen.
Der Mix aus verschiedenen Sensoren soll eine robustere und sicherere Erfassung der Umgebung garantieren, gerade bei schwierigen Wetter- oder Lichtverhältnissen. Solche Systeme aus überlappenden Technologien sind auch bei anderen Anbietern im Einsatz. Tesla allerdings hat sich vor einiger Zeit – und unter großer Skepsis – dazu entschieden, nur noch Kameras zu nutzen, deren Aufnahmen in Echtzeit analysiert werden sollen.
Nvidia greift wieder nach dem 1. PlatzAls aktuell führend gilt die Google-Schwesterfirma Waymo, die bereits Tausende fahrerlose Autos in US-Städten betreibt. Dabei läuft zwar auch nicht immer alles nach Plan, trotzdem bestimmen vor allem die Fahrzeuge von Waymo bisher, wohin sich der Markt für autonomes Fahren entwickelt. Auch andere Schwergewichte wie die Amazon-Tochter Zoox oder Uber mischen mit eigenen Diensten mit, was den Wettbewerb für alle Beteiligten verschärft.
Ihnen allen will Nvidia das Feld nun wohl nicht mehr allein überlassen. Dabei läuft es längst darauf hinaus, dass Nvidia fürs autonome Fahren immer mehr zum entscheidenden Anbieter wird. So setzt gerade Tesla bereits seit Jahren auf die leistungsstarken Nvidia-Chips und gehört damit zu den größten Kunden des Chipherstellers. Nvidia nimmt auch Waymo und andere Anbieter als Abnehmer für ihre Hardware ins Visier. Mit einer zusätzlichen eigenen Robotaxi-Flotte würde kein anderer Hersteller eine solche Marktmacht besitzen wie Nvidia.
Obendrein hat Chef Huang angekündigt, zwischen 2028 und 2030 damit beginnen zu wollen, auch Privatfahrzeuge mit der Nvida-Technik für autonomes Fahren auszustatten. Mercedes, aber auch andere Anbieter könnten hier als Kunden bereitstehen. Nvidia tut gerade viel dafür, dass beim Durchbruch des autonomen Fahrens möglichst kein Auto ohne Nvidia-Chips unterwegs ist.