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Ein Vortrag von Sabine Hess im Rahmen der Jour Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ vom 13. Mai 2026.
Die neue Folge des mosaik Podcast schärft – und erweitert – den Blick auf Europas Grenzregime. Grundlage ist der Vortrag „Grenzregime und autoritäre Transformation“ von Sabine Hess. Sie arbeitet als Professorin am Institut für Kulturanthropologie und europäische Ethnologie der Universität Göttingen. Im Rahmen der Jour-Fixe-Reihe „Kritische Gesellschaftsforschung“ hat sie über das Thema „Grenzregime und autoritäre Transformation“ gesprochen.
Ausgangspunkt ihrer Überlegungen bildet ihre mittlerweile jahrzehntelange Forschungsarbeit. Diese ist in den vergangenen Jahren mit Aufenthalten entlang der polnischen Grenze verbunden gewesen. Hier zeigt sich ein scharfes Doppelbild. Auf der einen Seite die staatliche Willkommenskultur gegenüber ukrainischen Kriegsflüchtenden. Auf der anderen Seite ein militarisiertes Abschreckungsregime an der belarusisch-polnischen Grenze. Dieses versucht Bewegung aus dem Globalen Süden und Osten systematisch zu unterbinden.
In ihrer Analyse bleibt Sabine Hess nicht bei der Außenperspektive stehen. Sie argumentiert: Wer Europa verstehen will, muss die „Internalisierung der Grenze“ mitdenken. Dies schließt innergesellschaftliche Effekte und Wechselwirkungen von Grenzpolitik mit ein. Hochgerüstete Grenzen, gemessen an ihren eigenen Zielen der Migrationsabwehr, erweisen sich als ineffektiv. Ihre Funktion ist damit jedoch nicht erschöpfend beschrieben. Vielmehr muss die Grenze als rassifizierende Infrastruktur und als Katalysator nationalautoritärer, rechtspopulistischer Transformationen neu in den Blick genommen werden.
Foto: Privat
Der Beitrag Grenzregime und autoritäre Transformation erschien zuerst auf mosaik.
Ein Mitschnitt der Lesung mit Johannes Greß vom 4. April 2025. In Österreich arbeiten ungarische Paketzusteller bis zu 17 Stunden täglich und syrische Essenslieferanten für sechs Euro pro Stunde. In den vergangenen Jahren starben in Österreichs Wäldern mehr als ein Dutzend rumänische Forstarbeiter. Indische Reinigungskräfte beklagen sexuelle Übergriffe, während sie ohne Papiere die Wohnungen von […]
Den ganzen Beitrag lesen: Ausbeutung auf Bestellung
Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 12. Februar 2025. Externalisierung…
Den ganzen Beitrag lesen: Exklaven in der Externalisierungsgesellschaft: Unterbringung, Versorgung und Betreuung von Geflüchteten
Ein Mitschnitt der digitalen Jour fixe-Reihe der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) vom 11. Dezember 2024. Seit rund vier Jahrzehnten schottet sich die EU gegenüber Flucht und Migration mit wachsender Härte ab. Eine Unterbrechung stellte nur der „kurze Sommer der Migration“ im Jahr 2015 dar. Getrieben vom Aufschwung rechts-autoritärer Kräfte unterstützen mittlerweile auch Parteien der […]
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Ein Veranstaltungsmitschnitt der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie vom 18.10.2024.
Rassismus und Prozesse der Rassifizierung in Bezug auf Osteuropäer*innen erfahren in westeuropäischen Ländern verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit. Am 18. Oktober organisierten die Sektionen „Migrations- und Rassismusforschung“ sowie „Soziale Ungleichheit“ der Österreichischen Gesellschaft für Soziologie (ÖGS) eine Veranstaltung mit dem Titel „Antiosteuropäischer Rassismus, Ausbeutung und Widerstand“. Ziel der Veranstaltung war es, zur Thematisierung von antiosteuropäischem Rassismus beizutragen und über seine gegenwärtigen Auswirkungen zu sprechen.
In der heutigen Folge des mosaik-Podcast hört ihr einen Impulsvortrag von Jannis Panagiotidis. Gemeinsam mit Hans-Christian Petersen hat er das Buch „Antiosteuropäischer Rassismus in Deutschland. Geschichte und Gegenwart“ verfasst. In seinem Vortrag zeichnet Jannis die historischen Ursprünge von antiosteuropäischem Rassismus in Deutschland und sein Fortwirken bis in die Gegenwart nach. Im Anschluss daran kommen Simona Ďurišová und Sónia Melo zu Wort. Simona ist Mitgründerin der IG 24 – der Interessengemeinschaft der 24-Stunden-Betreuer*innen in Österreich. Sónia setzt sich im Rahmen der Sezonieri-Kampagne für die Rechte von Erntearbeiter*innen in Österreich ein.
Simona und Sónia berichten von ihren Kämpfen, prekären Arbeitsverhältnissen und fehlenden Rechten. Gemeinsam mit Jannis diskutieren sie, welche Funktionen antiosteuropäischer Rassismus erfüllt und warum die Würde des Spargels in Deutschland wie auch Österreich unantastbar scheint. Clara Holzinger und Niki Kubaczek haben die Veranstaltung moderiert, die in der Brunnenpassage in Wien-Ottakring stattfand.
Neben der Moderation hört ihr zu Beginn der Aufnahme zwei Veranstaltungsankündigungen zum Thema. Am 11. November feiert die Sezonieri-Kampagne ihr zehnjähriges Bestehen und lädt zur Filmvorführung von The Pickers ins Admiral Kino in Wien. Bereits am 24. Oktober zeigt der Cinemarkt in der Brunnenpassage die Filme Carenomadinnen und The Limits of Europe. Beide Filme widmen sich der Ausbeutung osteuropäischer Arbeitskräfte in Westeuropa.
Bild: mosaik
Der Beitrag „Die Würde des Spargels ist unantastbar“ – Antiosteuropäischer Rassismus, Ausbeutung und Widerstand erschien zuerst auf mosaik.
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