Krisenzeiten sind Macherzeiten. Und wer Krise kann, kann Kanzler. Das gilt als Gesetz in einer Republik, die Helmut Schmidt 1962 und Gerhard Schröder 2002 erlebt hat. Nur bei Armin Laschet, dem aktuellen CDU-Kandidaten, gerät alles ins Windschiefe. Als Krisenmanager, der flott Hilfe organisiert, ist er weder beim Hochwasser-Desaster noch bei der Leverkusener Chemie-Explosion aufgefallen. Dabei ist das betroffene Nordrhein-Westfalen sein Land.
Laschets Rolle ist die des Zuhörers vor Ort – woraus bei seinem jüngsten Besuch in Swisttal eine persönliche Leidenszeit mit Beschimpfungen wurde. Bürger fragten, wo denn Warnungen und Sirenen vorher geblieben waren, zudem gebe es nun vom Land keine Hilfe. Die Verwaltung sei ein „riesengroßer Versager“, schimpfte ein Anwohner. Laschet versprach einen Wiederaufbaufonds des Bundes – aber das war so, als komme man einem Schiffbrüchigen mit Robinson Crusoe.