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Mit iOS 27 möglich: Apple öffnet sich – und iPhone-Nutzer freuen sich


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(Bildquelle: IMAGO / photothek / Thomas Trutschel / Bearbeitung: GIGA.de)

Apple öffnet plötzlich eine Tür beim iPhone, die bisher noch verschlossen war.

Apple plant mit iOS 27 eine grundlegende Änderung für Siri: Künftig sollen auch fremde KI-Chatbots wie Google Gemini oder Anthropic Claude direkt eingebunden werden können. Nutzer können dann selbst entscheiden, welchen Dienst Siri für Anfragen nutzt. Die Neuerung soll im Juni auf der WWDC 2026 vorgestellt werden und bringt deutlich mehr Auswahl und Flexibilität aufs iPhone.

Siri wird in iOS 27 zur Schaltzentrale für KI-Dienste auf dem iPhone

Was bisher nur eingeschränkt mit ChatGPT funktioniert, wird mit iOS 27 massiv ausgebaut. Apple öffnet Siri für Drittanbieter und macht den Sprachassistenten damit zur zentralen Schnittstelle für verschiedene KI-Systeme (Quelle: Bloomberg).

Schon heute kann Siri komplexere Fragen an ChatGPT weiterreichen. Künftig soll das auch mit anderen Diensten funktionieren. Voraussetzung: Die jeweilige App ist auf dem iPhone installiert. Das Prinzip bleibt dabei simpel: Kann Siri eine Frage nicht selbst beantworten, schlägt das System automatisch einen passenden KI-Dienst vor – oder Nutzer wählen ihn direkt aus.

Der entscheidende Unterschied: Apple gibt die Kontrolle ab – zumindest ein Stück weit. In den Einstellungen von iOS 27 sollen neue „Extensions“ auftauchen. Dort können iPhone-Nutzer festlegen, welche KI-Dienste sie mit Siri verknüpfen möchten. Apple stellt dafür sogar direkte Download-Links zu den passenden Apps bereit.

Das bedeutet konkret:

  • Ihr könnt gezielt auswählen, ob Siri etwa mit Gemini, Claude oder anderen KI-Tools arbeitet
  • Mehrere Dienste lassen sich parallel nutzen
  • Die Entscheidung liegt komplett bei den Nutzerinnen und Nutzern

Für Apple ist das ein ungewöhnlich offener Ansatz – und genau das macht die Änderung so spannend.

Apple verfolgt dabei auch eigene Ziele

So nutzerfreundlich die Öffnung wirkt, sie hat auch eine klare wirtschaftliche Komponente. Wenn Nutzer KI-Apps über den App Store installieren und dort Abos abschließen, verdient Apple mit. Die Integration in Siri dürfte die Nutzung solcher Dienste deutlich erhöhen.

Gleichzeitig arbeitet Apple weiter an einer eigenen KI-Offensive. Eine komplett überarbeitete Version von Siri ist bereits in Planung – inklusive eigener Chatbot-Funktionen.

Ende der Sonderrolle für ChatGPT

Mit der Öffnung endet auch die bisherige Sonderstellung von OpenAI. ChatGPT war bislang der einzige externe KI-Dienst, der direkt mit Siri zusammenarbeitet.

Das ändert sich nun. Apple macht klar: Exklusive Partnerschaften spielen künftig eine geringere Rolle. Die Entscheidung kommt nicht ganz ohne Kontroversen. So hatte Elon Musk mit seiner KI-Firma xAI Apple und OpenAI zuletzt sogar verklagt. Der Vorwurf: Wettbewerbsverzerrung im KI-Markt. Mit iOS 27 dürfte sich dieser Kritikpunkt zumindest teilweise erledigen.

Offiziell zeigen will Apple die neuen Funktionen am 8. Juni 2026 auf der Entwicklerkonferenz WWDC. Dort dürfte nicht nur die Öffnung von Siri im Fokus stehen, sondern auch die nächste große Ausbaustufe von „Apple Intelligence“ ebenso wie alle neuen Betriebssysteme. Neben iOS 27 und iPadOS 27 auch macOS 27 und Co.

Fazit: Ungewöhnlich offen – und genau das ist die Chance

Apple war lange bekannt für ein geschlossenes Ökosystem. Mit iOS 27 geht der Konzern einen anderen Weg – zumindest bei KI. Die Öffnung von Siri für Drittanbieter ist ein großer Schritt. Nutzer profitieren von mehr Auswahl, besseren Antworten und deutlich mehr Kontrolle. Oder anders gesagt: Siri wird endlich das, was es schon lange sein sollte – ein smarter Vermittler statt ein begrenzter Assistent.

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