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Vollständige menschliche Körper aus einem Kryoschlaf wieder aufzutauen, ist der Stoff aus dem Science Fiction gemacht ist. Für die Forschung ist damit auch absolut klar, dass man von einem solchen Szenario meilenweit entfernt ist. Dennoch ist es interessant, wie Teile von Gewebe ohne Schaden zu nehmen, nach dem Einfrieren wieder aufgetaut werden können. Andrea Hoferichter, Redakteurin bei MIT Technology Review, ist dieser Frage nachgegangen und berichtet von der Untersuchung von Alexander German, der Teil eines Forscher:innen-Teams der Universität Erlangen ist. Zusammen mit Kolleg:innen hatte er Gehirngewebe von Mäusen nach einer Tiefkühlung wieder aufgetaut. Was in den Biopsien noch funktionierte, erzählt Andrea im Podcast.
Während gerade die Sperre der KI-Modelle von Anthropic Fable 5 und Mythos 5 die Schlagzeilen dominiert, lohnt sich derweil ein Blick auf KI-Open Source-Modelle. Die sogenannten Open-Weight-Modelle sind KIs, bei denen die Parameter, mit denen die Modelle trainiert wurden, öffentlich einsehbar sind. Wie schlagen sie sich im Vergleich mit Closed-Source-Models? Einen Versuch der Einordnung erfolgt durch den Artificial Analysis Intelligence Index. Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, hat sich den Index genauer angesehen. Er hat Vorzüge, aber auch Schwachstelle gefunden und berichtet davon im Podcast.
Außerdem im Weekly:
Das ist die vorerst letzte Podcast-Folge des Weeklys und auch des Deep Dives. Wir möchten uns fürs Zuhören bedanken. In welcher Form, wir wieder ein Audio-Format produzieren, ist derzeit unklar. Lest unsere Themen aber gern online und in unserem gedruckten Heft weiter – die nächste Ausgabe zum Thema „Leben in Modellen“ erscheint am 26. Juni 2026 in allen gut sortierten Zeitschriftenläden und in unserem Online-Shop.
Ein kleiner Crash-Kurs in Sachen Geophysik: Während der innere Erdkern fest ist und aus Eisen und Nickel besteht, enthält der äußere Erdkern flüssiges Eisen. Üblicherweise strömt ein Teil dieses Eisens von Osten nach Westen, was Forscher:innen anhand von Veränderungen im Magnetfeld messen können. Die Esa hat kürzlich allerdings eine Meldung veröffentlicht, dass sich die Strömung, die sich unterhalb des Pazifiks in 2.200 Metern Tiefe befindet, ab 2010 anders verhielt als bisher. In der Veröffentlichung wird gar von einer Strömungsumkehr gesprochen – also eine starke Ostströmung. Wie die Forscher:innen dieser Anomalie auf die Schliche gekommen sind und vor allem, welche Auswirkungen das hat, davon erzählt Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, in der neuen Podcast-Folge.
Mitte Mai hat Spotify seine Funktion KI-DJ auch für Nutzer:innen in Deutschland ausgerollt. Die KI, die sich als „DJ Ben“ vorstellt, verspricht nicht die eigenen Lieblingssongs zu spielen, sondern auch neue Musik zu zeigen, die den Nutzer:innen gefallen wird. So lautet sinngemäß die Ansage. Neugierig hat Jenny Lepies, Redakteurin bei MIT Technology Review, die Funktion getestet. Welchen Mehrwert bietet KI-DJ Ben und wie schlägt sich der virtuelle Discjockey beim Playlisten-Erstellen? Jenny berichtet von ihren Erfahrungen.
Außerdem im Weekly-Podcast:
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Leben wir eigentlich in einer Computersimulation? Mit dieser Frage beschäftigen sich nicht nur Autor:innen von Science-Fiction-Büchern, sondern auch echte Wissenschaftler:innen. Trotzdem ist nicht jede Hypothese realistisch. Wie viel hinter den Vermutungen steckt, hat Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, untersucht – und ist dabei bis in die Quantenphysik eingedrungen.
Außerdem im Weekly-Podcast:
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Was ist eigentlich ein Modell? Diese Frage klingt – in Zeiten, in denen ein KI-Modell nach dem anderen herauskommt – eigentlich banal. Der Begriff wird vorausgesetzt. Doch Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, ist dem Begriff hinterhergegangen. Schließlich zieht er sich quer durch verschiedenste Disziplinen des Wissenschaftsfeldes. Im Podcast ergründen wir, was ein „Modell“ abbilden kann und wie sich das Konzept im Laufe der Zeit entwickelt hat – etwa vor dem Hintergrund der Nutzung des Computers im Laufe der 1960er Jahre.
Außerdem im Weekly-Podcast:
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Viele Menschen fragen bei psychischen Problemen ChatGPT oder Gemini, obwohl die Chatbots darauf nicht spezialisiert sind. Dennoch können KI-Werkzeuge eine hilfreiche Rolle in der Psychotherapie spielen. Zumal Sprachanalyse-Tools, Smartphones und Smart-Watches Unmengen an Daten liefern, die für die seelische Gesundheit relevant sind.
Was aus der Forschung zu diesen Themen bekannt ist, welche Technologien die Zukunft der Psychotherapie prägen könnten und wie es um die emotionalen Qualitäten von Chatbots bestellt ist (€), erklärt Nils Opel von der Charité Berlin im Gespräch mit TR-Redakteurin Andrea Hoferichter. „Das, was eine gute Psychotherapie ausmacht, ist eine langfristige Begleitung und dass es eine Entwicklung in dieser therapeutischen Beziehung gibt. Das können Chatbots aktuell sicherlich nicht“, sagt er.
Gemeinsam mit seinem Team testet er derzeit verschiedene neue Werkzeuge, entwickelt ein Internet-Portal, auf dem sich Menschen einen Überblick über evidenzbasierten Apps verschaffen können – und er hat für eine aktuelle Studie rund 100.000 Menschen zu ihren Erfahrungen mit den Chatbots befragt. Im Podcast verrät er erste Ergebnisse und erklärt, warum es zum Problem werden kann, dass die KI-Ansprechpartner rund um die Uhr verfügbar sind.
Empfehlung:
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Ein Forscherteam hat die Fähigkeiten unter die Lupe genommen, die ein Gehirn noch besitzt, selbst wenn es unter Narkose ist. Dazu haben sie mit sogenannten Neuropixels die Aktivität von Neuronen von Patient:innen gemessen, die sich wegen einer Epilepsie-Behandlung einer Operation unterziehen mussten. Das Bewusstsein der Patient:innen war in dieser Situation durch das Medikament Propofol ausgeschaltet, dennoch beobachteten die Forscher:innen beim Abspielen von Tönen und Podcasts Gehirnaktivitäten. Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, schlägt hier den Bogen zur Funktionsweise von heutigen großen KI-Sprachmodellen.
Unser Medien-Tipp im Weekly-Podcast:
In eigener Sache: Die neue Print-Ausgabe von MIT Technology Review erscheint am Freitag, den 22.5.2026. Der Schwerpunkt liegt auf „KI in der Medizin“.
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Das KI-Modell Claude Mythos Preview von Anthropic hat eine neue Debatte über Cybersecurity ausgelöst – und dass, obwohl es gar nicht öffentlich zugänglich ist. Es wurde lediglich die sogenannte System Card bereitgestellt – also sozusagen eine Information über Evaluationen und Testergebnisse. Als Begründung für die Nicht-Veröffentlichung hat Anthropic geschrieben, dass es um die „erheblich erweiterten Funktionen“ geht. Die Entwickler:innen geben an, dass Mythos Preview tausende Schwachstellen in allen wichtigen Browsern und Betriebssystemen gefunden hat. Was das für Auswirkungen auf die Cybersecurity hat oder haben könnte, besprechen wir im Podcast. Wolfgang Stieler, Redakteur bei MIT Technology Review, fasst zusammen, wie die Reaktionen auf die vermeintlichen – denn Prüfungen sind bislang nur für ausgewählte Partner möglich – Fähigkeiten des Modells ausfallen und welche Position der bekannte Sicherheitsforscher Bruce Schneier einnimmt.
Lesehinweise:
Unser Medien-Tipp im Weekly-Podcast:
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Die Forschung zu Psychedelika für Therapien bei psychologischen Erkrankungen ist in vollem Gange. Wie Drogen wie LSD oder Psilocybin Betroffenen bei Depressionen und Angststörungen helfen können, wird immer wieder in Einzelfällen und kleinen Studien überprüft. Jetzt gibt es aber eine neue Studie, die erstmals untersucht, welche Effekte die Wirkstoffe auf unser Gehirn genau haben.(€) Die Forscher der McGill University in Montréal haben sich auf fünf Substanzen fokussiert: LSD, Psilocybin, Mescalin, DMT und Ayahuasca. Andrea Hoferichter, Redakteurin bei MIT Technology Review, erklärt, was die Forscher:innen herausgefunden haben.
Ergänzende Links:
Es ist schon länger bekannt, dass wir nach intensivem Üben gut darin sind, Aufgaben so schnell hintereinander abzuarbeiten, dass es wie gleichzeitig wirkt. In der Psychologie gilt das als Multitasking. Eine neue Studie hat nun untersucht, wann das ausgeklügelte Vorgehen unseres Gehirns zusammenbricht (€). Der Psychologe Torsten Schubert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hat dazu mit zwei Kollegen eine Untersuchung durchgeführt. Jenny Lepies, Redakteurin bei MIT Technology Review, berichtet von ihrem Gespräch mit dem Forscher.
Unser Medien-Tipp im Weekly-Podcast:
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In der EU-Kommission wird gerade diskutiert, ob man den sogenannten Biokraftstoff E20 einführen soll. Wie der Name schon andeutet, sollen darin 20 Prozent Bioethanol beigemischt werden und damit soll der Anteil höher sein als bei E10. Zudem erhofft man sich einen höheren Preisvorteil als bei herkömmlichem Benzin. Wie viel genau, ist nicht klar. Man sieht aber: Es wird in jedem Fall überlegt, wie man die Mobilität per Auto erschwinglich halten kann. Gregor Honsel, Redakteur bei MIT Technology Review, hat dazu einige Gedanken, die er im Podcast loswird.
Außerdem im Weekly-Podcast:
In unserem Medientipp empfehlen wir die ARD-Doku „Tschernobyl 86 – der Super-GAU“. Am 26. April jährte sich die Atomkatastrophe von Tschernobyl zum 40. Mal. Im Vorfeld gab es vermehrt Medienberichte dazu. Unser Autor Hanns-J. Neubert hat zu den aktuellen Verhältnissen auf dem Gelände des AKWs einen Text (€) geschrieben. Die Doku ist ausschließlich mit Originalmaterial aus dem Jahr erzählt und zeigt so die Entwicklung der damaligen Kommunikation auf.
Auch in der arte-Mediathek gibt es aktuell eine dreiteilige Doku-Serie "Tschernobyl: Der Insiderbericht".
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Gregor Honsel hat der Hannover Messe einen Besuch abgestattet. Dabei ist unser Redakteur vor allem seinem Lieblingsthema gefolgt: Wasserstoff. Fündig geworden ist er bei dem KIT-Spin-off, Photreon. (€) Die Gründer:innen sprechen bei ihrer Idee, grünen Wasserstoff zu erzeugen, von der „Photolyse“ statt von der eigentlich notwendigen Elektrolyse.
Das Ziel der Klimaneutralität bis 2045 gilt natürlich auch für die Chemieindustrie. Doch die Basis vieler Stoffe dieser Branche sind Erdöl und Erdgas. Daher bedeutet die Hinwendung zur Klimafreundlichkeit für die Unternehmen nicht nur auf regenerative Energiequellen umzusteigen, sondern auch auf neue Rohstoffe. Dass gerade Startups bei der Entwicklung neuer Chemikalien und Stoffe vorne dabei sind (€), berichtet Andrea Hoferichter. Die Redakteurin von MIT Technology Review stellt einige der Unternehmen vor, die beispielsweise einen zu 100 Prozent recyclebaren Kunststoff oder bioabbaubare Materialien für Folien und Einwegbesteck aus Getreideresten herstellen.
Unser Medien-Tipp im Weekly-Podcast:
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