Was tun, wenn ich auf der Arbeit gemobbt werde?
Bossing und Mobbing durch Vorgesetzte – Rechte von Arbeitnehmern und rechtliche Konsequenzen
Mobbing am Arbeitsplatz ist kein seltenes Phänomen. Viele Arbeitnehmer erleben im Laufe ihres Berufslebens Situationen, in denen sie sich systematisch herabgesetzt, ausgegrenzt oder unter Druck gesetzt fühlen. Besonders belastend ist es, wenn solche Angriffe vom eigenen Vorgesetzten ausgehen. In diesem Zusammenhang spricht man häufig von Bossing.
Betroffene stellen sich häufig dieselbe Frage: Mobbing durch den Chef – was tun?
Die Situation ist für viele Arbeitnehmer schwierig einzuordnen. Einerseits gehören Konflikte zum Arbeitsalltag. Andererseits gibt es eine klare Grenze zwischen einem angespannten Arbeitsverhältnis und systematischen Schikanen. Wenn ein Arbeitnehmer über längere Zeit gezielt unter Druck gesetzt, ausgegrenzt oder öffentlich herabgesetzt wird, kann dies arbeitsrechtlich relevant sein.
Das deutsche Arbeitsrecht enthält zwar kein spezielles Gesetz gegen Mobbing. Dennoch sind Arbeitnehmer nicht schutzlos. Verschiedene Rechtsgrundlagen bieten Schutz vor Persönlichkeitsrechtsverletzungen am Arbeitsplatz. Dazu gehören insbesondere das allgemeine Persönlichkeitsrecht, die arbeitsvertragliche Fürsorgepflicht des Arbeitgebers sowie unter Umständen auch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz.
Die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts hat in zahlreichen Entscheidungen präzisiert, wann Mobbing im arbeitsrechtlichen Sinne vorliegt und welche Ansprüche Betroffene geltend machen können.