Morgenimpuls

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By DOMRADIO.DEReligion & Spirituality
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Morgenimpuls episodes

  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Wunderbare Urlaubsgeschichten
    Ich denke, mir geht es wie vielen von Ihnen, die ein Wochenende oder einen Urlaub irgendwo anders als zuhause verbracht haben. Wir haben Fotos und vielleicht noch ein Ticket, ein Reiseandenken oder eine besondere Geschichte im Hinterkopf. Und dann ist es ganz einfach: Man braucht nur einen Augenblick Zeit und Ruhe und denkt an diese Tage und schon steigen die Bilder und Szenen im Inneren auf und wir können sie genau verfolgen und erinnern, als wenn es gerade gewesen ist.
    In meinem Urlaub gab es viele wunderbare Geschichten. Eine war es, als ich mit dem Schiff über den Bodensee zur Insel Mainau gefahren bin. Drei Ehepaare waren unter vielen anderen auch mit und haben mich an ihren Tisch gebeten. Und so haben wir uns drei Stunden wunderbar unterhalten über das berühmte "Gott und die Welt", die Familien, Kinder, Arbeitsstellen, Pfarrgemeinden und die Fahrt verging buchstäblich wie im Flug. Da werden Fremde zu Freunden, wenn man sich öffnet und geschenkte Zeit miteinander verbringt.
    Auf der Insel dann die nächste schöne Überraschung. Ich wollte mir ein Ticket kaufen und bekam die Antwort, dass Ordensleute immer kostenlos die schöne Blumeninsel besuchen dürfen, weil das in den fünfziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von den Besitzern so festgelegt worden ist. Und wieder hatte ich mit der Kassiererin ein kurzes herrliches Gespräch über die verschiedenen Formen des Ordenslebens und dass es hoffentlich auch in Zukunft Ordensleute gibt. Die Leute, die hinter mir in der Reihe standen, haben interessiert zugehört und beim Weitergehen weitergefragt.
    Manchmal braucht es nur einen kurzen Anstoß und schon kommt das schönste Gespräch in Gang, das gut tut und den eigenen Horizont erweitert und einen fröhlichen Klang in der Seele hinterlässt. Versuchen Sie es doch heute selbst einmal.
    42 hr 14 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Die Stillen und scheinbar Kleinen hören
    Was steht heute auf Ihrem Plan? Gibt es besondere Verpflichtungen, Konferenzen, Planungen oder Ähnliches? Bei mir ist das heute so. Ich komme aus meinem Heimatdorf, wo wir den runden Geburtstag meines jüngsten Bruders gefeiert haben. Ich fahre aber nicht direkt zurück nach Olpe, sondern mache Station in Dortmund.
    Dort ist ein Treffen von vielen franziskanischen Ordensleuten. Sich treffen ist ja ohnehin, bei den so geringer werdenden Mitgliederzahlen immer schön. Aber es ist ein Vorbereitungstreffen. In mehr als einem Jahr, Mitte September 2026 soll es in Dortmund ein großes Franziskusfest in unserem Bistum Paderborn geben.
    Franziskanerinnen und Franziskaner weltweit denken seit drei Jahren an die verschiedenen Aspekte im Leben des Heiligen Franziskus von Assisi. 2023 war es die 800 Jahrfeier der ersten Krippenfeier in Greccio, 2024 war geprägt vom Nachdenken über seine Wundmale, die ihn Christus ähnlich machten, in diesem Jahr geht es um den Sonnengesang, den er todkrank geschrieben hat und der als eine der schönsten Loblieder auf die Schöpfung und den Schöpfer gilt. 
    Und 2026 denken wir an den 800. Todestag des Heiligen, der über die Jahrhunderte nichts an seiner Faszination verloren hat und den viele Menschen sehr mögen, als Vorbild nehmen oder auch verehren. Also werden wir schauen, was wir an dem Tag anbieten und machen möchten, damit Menschen, die vielleicht nichts mit Kirche am Hut haben, oder auch Glaubende, die aber Franziskus nicht kennen, von ihm hören, sehen, lesen und über ihn erfahren können. 
    Ich bin selbst gespannt und meine Idee wäre es zum Beispiel, ein Franziskusmusical, von denen es auch im deutschsprachigen Raum einige gibt, zur Aufführung zu bringen. Es wird also Vorschläge und Ideen und vielleicht sogar schon Konkretes geben. Im Gewirr vieler Ideen und Stimmen wird es wichtig sein, Aufeinander zu hören, das Für und Wider in Ruhe abzuwägen und vieles mehr.
    Also eigentlich etwas, was jede und jeder von uns auch im normalen Alltag gut braucht und immer wieder üben muss, wenn die Lauten scheinbar wichtiger sind und man die Stillen und scheinbar Kleinen überhört.
    51 hr 7 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Gedenktage fordern zum Handeln auf
    Heute feiert die Kirche den Gedenktag Maria Königin. Inhalt dieses Festes ist das uralte Motiv der Marienkrönung, das in der abendländischen christlichen Kunst besonders auf Altarbildern häufig dargestellt ist und im Rosenkranzgebet als letztes der glorreichen Geheimnisse, "der dich, o Jungfrau im Himmel gekrönt hat", meditiert wird. Der auferstandene und erhöhte Christus, selbst mit einer Königskrone dargestellt, setzt seiner in den Himmel aufgenommenen Mutter die Krone der Vollendung auf.
    Mit Königen haben wir es ja nicht mehr so und uns nüchternen Deutschen ist das irgendwie weit weg von unserem religiösen Denken und Empfinden. Dieser 22. August hat aber noch einen anderen Aspekt. Es ist der Internationale Tag zum Gedenken an die Opfer von Gewalttaten aus Gründen der Religion oder des Glaubens. Seit 2019 wird jedes Jahr an diesem Tag der von den Vereinten Nationen eingeführte Gedenktag begangen. Er soll die Weltgemeinschaft auf die Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer religiösen Überzeugungen aufmerksam machen.
    Gerade in diesem Sommer gab es einige schwere Anschläge auf christliche Kirchen und Gemeinschaften in Syrien und im Kongo und immer wieder auch in Indien und Pakistan, wo mit fadenscheinigen Begründungen Christen, die sich für ihre Mitmenschen engagieren, unter dem Vorwurf der Missionierung eingekerkert werden.
    Gedenktage fordern zum Handeln auf. So sind wir dazu aufgerufen, religiöser Ausgrenzung, Polarisierung und Spaltung auch unter uns, entschieden entgegenzutreten und uns für die Religionsfreiheit und die Menschenrechte aller einzusetzen, sagt der zuständige Bischof der Kommission Weltkirche in der Bischofskonferenz, Bertram Meier. So kann also dieser Tag beide Aspekte in sich vereinen: die Verehrung der Gottesmutter, der Jesus die Krone der Vollendung aufsetzt und das Engagement gegen Hass und Hetze gegen Andersgläubige und das Gebet für alle Verfolgten und Getöteten.
    49 hr 10 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Die Heiterkeit und Freudigkeit des Herzens bewahren
    Bei einem sehr schönen Abend in der letzten Woche sind mir viele der älteren Gäste aufgefallen, die ein zerfurchtes aber heiteres Gesicht hatten und die eine sehr freundliche Gelassenheit ausgestrahlt haben. 
    Da ist mir ein Zitat eingefallen, dass ich vor vielen Jahrzehnten mal gelesen habe, das mich damals sehr beeindruckt und lange begleitet hat. An dem Abend ist es mir wieder in Erinnerung gekommen. Es ist vom Jesuiten Wilhelm Eberschweiler, der aus der Eifel stammte, in der Zeit des Kulturkampfes in Deutschland mit den Mitbrüdern nach Holland und England gegangen ist und 1921 gestorben ist. Er hat unter anderem mal gesagt: "Die Heiterkeit und Freudigkeit des Herzens will ich zu bewahren suchen um damit allen zu zeigen, einem wie guten Gott ich diene."
    Ich glaube, viele von Ihnen kennen Menschen, die genau das ausstrahlen, ohne es jemals zu benennen und ohne davon selbst zu wissen. Natürlich gibt es Lebensphasen, wo das schon sehr anders sein kann. Wo Sorgen und Belastungen, schwierige Aufgaben und Positionen, Krankheiten und familiäre Probleme stark prägend und auch zeichnend sind und Falten und andere Spuren in Gesichtern hinterlassen. Aber gerade auch später, im Alter, spürt man in der Begegnung mit Menschen, die Schwerstes und Kriege und Katastrophen erlebt haben, genau diese innere Heiterkeit und Freudigkeit des Herzens, die sie durch all das durchgetragen hat. Bei Großeltern und Eltern und bei vielen unserer sehr alten Schwestern kann ich diese Entdeckung immer wieder machen.  
    Bei diesem Wort von Pater Eberschweiler fällt mir aber auf, dass er sagt: "Die Heiterkeit und Freudigkeit des Herzens WILL ICH ZU BEWAHREN SUCHEN …" – Es ist also seinerseits der Vorsatz und der unbedingte Wille, das, was ihm von Gott geschenkt ist, zu bewahren und anderen Leuten erfahrbar zu machen und weiterzugeben. Und das ist Arbeit und Anstrengung und fällt garantiert nicht einfach in den Schoß.
    46 hr 24 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Das Maß ist die Maßlosigkeit
    1113 tritt Bernhard mit 30 wissenschaftlich gebildeten, adligen und idealistischen jungen Leuten, darunter vier seiner fünf leiblichen Brüder, in das Reformkloster Cîteaux ein. Dieses Reformkloster drohte zu seiner Zeit an den strengen Regeln des neuen Zisterzienserordens zugrunde zu gehen. Mit Bernhard und seinen Gefährten kam neues Leben in das Kloster, die Gründung des ersten Tochterklosters, des Klosters La Ferté und vieler weiterer Klöster wurde möglich.
    Bernhard faszinierte junge Leute in einem Maße, dass fast jedes Jahr zwei neue Klöster von Clairvaux aus errichtet werden mussten; insgesamt gründete er 68 Klöster, weitere waren ihm unterstellt, so dass 164 Abteien seiner geistlichen Führung unterstanden; bis zu Bernhards Tod wurden schon 343 neue Gründungen gezählt. 1135 bestimmte Bernhard Himmerod im Salmtal bei seinem Besuch vor Ort als Standort für das 14. Zisterzienserkloster und das erste deutsche Kloster, das direkt von ihm gegründet wurde. Wenn ich das so lese und erzähle, wird mir ganz schwindlig und ich frage mich, wie ein einzelner Mensch das schaffen konnte. Aber wenn ich dann einige seiner Weisungen lese, wird mit klar, aus welcher Quelle er gelebt hat.
    Er sagt unter anderem: "Aus welchem Grund und mit welchem Maß soll man Gott lieben? Ich sage: Der Grund, weshalb wir Gott lieben sollen, ist ganz einfach Gott, und das Maß ist die Maßlosigkeit." – "Gott wird so viel verstanden, wie er geliebt wird." – "Den Garten des Paradieses betritt man nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen." – Und dann tatsächlich auch von ihm: "Gönne dich dir selbst! Ich sage nicht: Tu das immer. Aber ich sage: Tu es wieder einmal. Sei wie für alle anderen Menschen auch für dich selbst da."
    Vielleicht finden Sie das eine oder andere Wort von ihm für heute für Sie selbst.
    49 hr 44 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Eine gewisse Ordnung braucht jede Lebensform
    Manchmal braucht man einfach eine andere Ordnung. Die Bücher nehmen überhand. Die Projekte, an denen man arbeitet, stapeln sich auf dem Schreibtisch. Die Zeitschriften, die unbedingt gelesen werden müssen, liegen schon aufgetürmt auf dem Fußboden. Es bleibt also nichts anderes übrig, als in ein bekanntes Möbelhaus zu fahren und mit genauen Maßen und Vorstellungen bewaffnet ein Eckregal zu besorgen, das mit ganz vielen Fächern ausgestattet ist, um all das Viele aufzunehmen und wegzusortieren.
    Aus den Augen aus dem Sinn, könnte man denken. Aber es geht eher darum, eine gewisse Ordnung zu haben, die Luft zum Atmen lässt und trotzdem die Möglichkeit, auf die Dinge, die man braucht, schnell zugreifen zu können. Eine gewisse Ordnung braucht jede Lebensform. Als ich mich mal mit Sechstklässlern über die Ordensregel, die Ordo, unterhalten habe, konnten sie das ja zunächst gar nicht verstehen. Dann haben wir mal aufgezählt, was denn bei ihnen zuhause für festgesetzte Regeln gelten: vom Schuhe im Flur ausziehen und Jacken ordentlich aufhängen, vom Kinderzimmer aufräumen und Hausaufgaben bis zum Abendessen fertig haben, vor dem Essen die Hände waschen und noch vielem mehr. Und dann wurde ihnen klar, dass Regeln dazu da sind, dass man besser zusammenleben kann. Das gilt für Familien und Klöster, für Nachbarschaften und Freundeskreise, für Unternehmen und Arbeitsstellen, für den Straßenverkehr und einen Staat und auch für Kirchen und Religionsgemeinschaften auch.
    Da gibt es eine Verfassung, ein Grundgesetz, die 10 Gebote und die Kirchengebote und noch vieles mehr. Und es geht immer darum, dass mit den Gesetzen und Geboten ein gutes und gerechtes Zusammenleben möglich wird. Ein Satz, ein Gebot ist oft das Wichtigste und steht deshalb ganz oben. "Die Würde des Menschen ist unantastbar" ist so ein Satz und der steht in unserem Grundgesetz. Und ein anderer Satz ist: "Was ihr von den anderen erwartet, das tut ebenso für sie", den wir als die goldene Regel aus der Bibel betrachten. Beide Sätze bilden die Grundlage für eine Ordnung des Zusammenlebens – ein bisschen wie das neue Eckregal, das die Ordnung im Zimmer stark verbessert.
    50 hr
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Gott zuhause
    In manchen Bundesländern haben die Sommerferien noch nicht begonnen, in manchen ist Halbzeit und in manchen beginnt heute die Schule wieder. Diese Ungleichzeitigkeit hat ihren Reiz. Nicht alle 84 Millionen Einwohner unseres Landes haben gleichzeitig ihren Urlaub oder alle Kinder und Jugendlichen gleichzeitig Ferien. Nicht alle hatten regenreiche Ferienwochen und nicht alle hatten glühend heiße Sommertage, nicht alle konnten in Ferien oder Urlaub verreisen und haben ihn zuhause in der Stadt, im Dorf, auf Balkonien oder im Garten verbracht. Nicht alle wegen Geldmangel oder Sparens auf den großen Urlaub im nächsten Jahr und nicht alle, weil sie nicht mehr verreisen können.
    Manche bleiben so gern zuhause, weil es dort, wo sie leben, schön ist und sie im Urlaub mal endlich alles in Ruhe genießen können. Meine Mitschwester ist in ihrem Urlaub nicht verreist, sondern zuhause geblieben. Sie arbeitet schon am frühen, noch kühlen Morgen stillvergnügt im Garten, pausiert mit Büchern und Hörbüchern, genießt die Ruhe in der Stadt und die langen lauen Sommerabende.
    An unserer Wohnungstür hängt ein Schild, dass uns eine Mitschwester gemalt und geschenkt hat. Darauf stehen nur zwei Worte "Zuhause zuhause". Ein wenig bedeutet es, dass es bei den vielen Orten, an denen wir leben und arbeiten, eben oft den EINEN Ort gibt, der unser wirkliches Zuhause ist: wo Seele und Leib und Herz und Hirn zusammenklingen und leben und ausruhen können. 
    Und wenn ich das so bedenke, könnten wir unten, direkt neben dem Hauseingang an der Kapelle ein anderes Schild hinhängen: "Gott zuhause". In einer Kirche habe ich ein kleines Blatt gefunden mit einem wunderbaren Text: "Geh vorsichtig, wenn Du hierherkommst, denn Gott ist hier vor Dir. Geh bescheiden, wenn Du hierherkommst, denn zwei oder drei sind versammelt. Geh sanft, wenn Du hierherkommst, denn Gottes Geist könnte sprechen in der Stille dieses Ortes."
    48 hr 4 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Bild des erlösten Menschen
    Heute ist "Ferragosto", der liebenswürdigste Feiertag in ganz Italien. Er geht auf den römischen Kaiser Augustus zurück: Am 13., 14. und 15. August im Jahr 29 v. Chr. feierte dieser in Rom nach seinen Siegen über Marcus Antonius die Eroberung Ägyptens. Die Jahrestage und später nur der 15. August waren von da an im ganzen Römischen Reich Feiertage.
    Um diesen Tag herum planen die heutigen Italiener immer noch ihren Urlaub, zumeist im eigenen Land, und zwar dort, wo es kühl ist: am Meer oder in den Bergen. Deshalb verstehen viele Italiener unter Ferragosto auch den gesamten Urlaub, den sie um den 15. August nehmen. Dieser Zeitraum ist fast wie staatlich angeordnete Ferienzeit zu betrachten. Nahezu das gesamte administrative und wirtschaftliche Leben kommt zum Erliegen.
    Auf diesen Tag also wurde 500 Jahre später das Fest Mariä Himmelfahrt gelegt, um ebenfalls wunderbar zu feiern, wohin unser Weg vorgezeichnet ist – ins Himmlische. Es wird, wie der Sieg in den Schlachten des Augustus, der Sieg Jesu Christi über den Tod gefeiert.Und da dieser Tag in vielen Ländern noch Feiertag ist, wird auch deutlich, welche Bedeutung er für die katholische Welt hat – mitten im schönsten Sommermonat, zwischen Reifen und Ernten, zwischen Urlaub und flirrender Hitze geht es um die Vorfreude auf das Ende, dass den Anfang bedeutet – das Sterben, das der Start in das neue Leben ist, das uns durch Jesus erworben wurde und er in seiner Mutter exemplarisch gegeben hat.
    "Im Mittelpunkt des Hochfestes von der Aufnahme Mariens in den Himmel steht die innige Beziehung Marias zu ihrem Sohn Jesus. Himmelfahrt bedeutet, dass sie nach Beendigung ihres irdischen Lebens in den Zustand gelangt ist, in den die übrigen Gläubigen erst nach der Auferstehung am Jüngsten Tag kommen werden. Sie ist das Bild des erlösten Menschen", heißt es auf einer Internetseite.
    Also diesen Tag als Tag des erlösten Menschen zu feiern, ist schon eine richtig gute Idee – finde ich.
    48 hr 4 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens
    Die Internationale Vereinigung der Generaloberinnen aller weltweit lebenden Ordensfrauen haben für den 14. August 2025, also heute, einen Tag des Fastens und Betens für den Frieden vorgeschlagen und so schlage ich vor, dass wir uns heute früh als betende DOMRADIO-Gemeinde verbinden und mit offenem und mitfühlendem Herzen im Gebet diesem Anliegen anschließen. Dieses Gebet, das für diesen Tag vorbereitet wurde, lädt uns ein, uns in einer Zeit, die von Krieg, Gewalt und Spaltung geprägt ist, an Gott zu wenden.
    Wir vertrauen uns der Fürsprache Marias, der Mutter des Friedens, an und beten, dass alle Völker in Gemeinschaft mit vielen Menschen auf der ganzen Welt, die sich nach Frieden sehnen, Hoffnung, Gerechtigkeit und das Geschenk der Versöhnung wiederentdecken mögen. Lasst uns beten:
    "Maria, Mutter des Friedens, in dieser von Krieg verwundeten Zeit vertrauen wir dir alle Völker an, die durch Hass zerrissen sind, alle Familien, die gespalten sind, alle Herzen, die durch Gewalt gebrochen sind.
    Du, die du dein Leid schweigend ertragen hast, lehre uns, wachsam zu sein, nicht wegzuschauen, den Leidenden nahe zu bleiben, auch dann zu beten, wenn Worte nicht mehr ausreichen.
    Herr Jesus, schenke unserer Welt Frieden, nicht den Frieden, der mit Gewalt aufgezwungen wird, sondern den Frieden, der aus Gerechtigkeit, Vergebung, Wahrheit und Liebe entsteht.
    Mache uns zu Werkzeugen deines Friedens: zu Händen, die aufrichten, zu Stimmen, die trösten, zu Herzen, die sich weit öffnen.
    Wir beten für die Frauen und Kinder, die immer Opfer des Krieges sind, für die Migranten auf der Flucht, für die Gefangenen der Angst.
    Wir beten für diejenigen, die die Hoffnung verloren haben, und für diejenigen, die weiterhin Hass säen. Möge unser Fasten zu Solidarität werden, möge unser Gebet zu Taten werden, möge unser Schweigen den Stimmlosen eine Stimme geben.
    Maria, Königin des Friedens, bitte für uns, damit in jedem Winkel der Erde das Licht des Evangeliums wieder leuchten kann. Amen."
    Ich danke Ihnen für unser gemeinsames Beten.
    52 hr 47 min
  • Morgenimpuls mit Schwester Katharina / Seien wir Brückenbauer über Mauern und Gräben hinweg
    Das heutige Datum weckt in mir und in vielen Menschen in Deutschland ein besonderes Erinnern. Ich war am 13. August 1961 noch keine drei Jahre alt und mein Bruder war noch keine fünf. Meine Mutter war mit uns Kindern zu Hause und mein Vater arbeitete als Finanzbuchhalter in einem Büro im Dorf.
    Aber anderswo sind seit 1949 immer mehr Menschen aus diesem Teil Deutschlands in den westlichen Teil gegangen, weil im Osten durch eine immer deutlicher werdende Diktatur das Leben immer schwieriger und nicht mehr lebbar wurde. Mehr als 2,8 Millionen Menschen haben aus diesem Grund bis 1961 ihre Heimat verlassen. Und deshalb haben die Verantwortlichen eine Mauer bauen lassen. Nicht zur Abwehr gegen Feinde von außen, sondern zur Abwehr der Flucht der eigenen Bevölkerung. Das Volk wurde eingesperrt und eingemauert, damit auch in der Diktatur die Wirtschaft funktionieren konnte und man versuchen wollte, dem eingesperrten Volk zu zeigen, dass es hier viel besser sei als anderswo.
    Mauern zu bauen ist immer ein Versagen: der Kommunikation – zwischen Nachbarn und Mitmenschen, zwischen reichen und ärmeren Ländern, zwischen Flüchtlingen, die ein besseres Leben suchen, und denen, die nicht teilen möchten, zwischen verschiedenen Ideologien und Lebensvorstellungen. Sich einzumauern und abzuschotten dient nie dem Leben.
    In einer kleinen Geschichte geht es um zwei Brüder, die sich zerstritten haben und durch einen Fluss getrennt leben. Der eine beauftragt einen Bauarbeiter, eine Mauer am Fluss entlang zu bauen, um die Trennung zu besiegeln und reist in ein anderes Land. Der Bauarbeiter baut und baut und als der Auftraggeber nach Hause kommt, sieht er eine wunderbare neue Brücke über den Fluss, die die Grundstücke der Brüder miteinander verbindet. Und der Bruder von der anderen Seite kommt gelaufen und bedankt sich herzlichst für dieses wunderbare Zeichen der Versöhnung und beide leben von jetzt an im Frieden.
    Seien wir Brückenbauerinnen und Brückenbauer über Mauern und Gräben hinweg zu unseren Nächsten.
    48 hr 20 min

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Mit einem guten Gefühl in den Tag starten: Montag bis Freitag erzählt die Olper Franziskanerin Schwester Katharina von ihren Gedanken über Gott und die Welt. Am Samstag und Sonntag sprechen im Wechsel…