Während Lukaschenko die Armee nach seiner eigenen Mobilisierung der Landarbeiter zur Rettung der Ernte auf die Felder schickt, werden in Chabarowsk neuseeländischeSpione enttarnt, und in Estland wird eine Frau zu drei Jahren Haft verurteilt, weil sie versucht haben soll, sieben Flaschen Wein nach Russland zu bringen.
Die spannendsten Fragen stellen sich jedoch in Litauen.
Warum gelten Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen, Journalistinnen und Journalisten,Menschenrechtsverteidiger, Lehrkräfte und Gewerkschaftsaktive als Gefahr für die nationale Sicherheit – allein deshalb, weil sie theoretisch irgendwanneinmal angeworben werden könnten? Und warum erhält ausgerechnet Andrei Schimanowitsch – Schwiegersohn von Wiktor Scheiman, einem der engsten und berüchtigtsten Vertrauten Alexander Lukaschenkos, sowie Mitentwickler derbekannten Überwachungssoftware mSpy – problemlos eine Aufenthaltserlaubnis in Litauen und kann sie immer wieder verlängern?
In der zweiten Folge von „Morgenparanoia“ nimmt Olga Karatsch die absurdesten Nachrichten der Woche mit viel Ironie auseinander und zeigt, wie reale Bedrohungen impolitischen Theater und in der Spionagehysterie oft untergehen.
Autorin,Drehbuchautorin und Moderatorin: Olga Karatsch. Der gesamte Inhalt wurde vom Team der internationalen Menschenrechtsorganisation Unser Haus erstellt. DerPodcast wurde mithilfe von Technologien der künstlichen Intelligenz und den Sprachlösungen von ElevenLabs produziert. Dadurch können wir „Morgenparanoia“gleichzeitig in mehreren Sprachen veröffentlichen.
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Bis nächsten Freitag.