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Der Zweckverband am Lac Blanc ĂŒbernimmt den Sommerbetrieb kĂŒnftig selbst. Das ist eine gute Nachricht fĂŒr jeden, der die Vogesen im Kalender hat. Aber sie ist kleiner, als sie gerade klingt. Und ausgerechnet dieser Unterschied ist die eigentliche Geschichte.
Am Abend des 9. September hat das Komitee des Syndicat mixte dâamĂ©nagement de la station du Lac Blanc, kurz Smalb, die GrĂŒndung einer Regie beschlossen. Innerhalb weniger Stunden stand in der Bike-Berichterstattung: Bikepark gerettet. Zehn Wochen zuvor hatte dieselbe Ausgangslage zu Ăberschriften wie âvor dem Ausâ und âletzte Saisonâ gefĂŒhrt.
Beides schiesst ĂŒber das hinaus, was tatsĂ€chlich auf dem Tisch lag. Und weil der Lac Blanc fĂŒr Fahrer aus SĂŒddeutschland, der Nordwestschweiz und den Benelux-LĂ€ndern eines der am schnellsten erreichbaren Lift-Ziele ĂŒberhaupt ist, lohnt sich der genaue Blick.
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Seit 1995 ist Radfahren auf Waldwegen unter zwei Metern Breite in Baden-WĂŒrttemberg verboten. Der Alpenverein und der DIMB wollten das Ă€ndern und haben der Landesregierung dafĂŒr Studien, Zahlen und einen konkreten Reformvorschlag geschickt. Die Antwort aus Stuttgart ist ein klares Nein. Bemerkenswert ist dabei weniger die Absage als ihre BegrĂŒndung.
Vor den Sommerferien haben der Landesverband Baden-WĂŒrttemberg des Deutschen Alpenvereins (DAV) und der Deutsche Interessenverband Mountainbike (DIMB) Landwirtschaftsministerin Gentges und Umweltministerin Walker angeschrieben. Im GepĂ€ck: eine ausfĂŒhrliche gemeinsame Stellungnahme vom 25. Juni 2026. Inzwischen liegt die Antwort vor. Beide VerbĂ€nde haben sie diese Woche öffentlich gemacht, und ihr Fazit fĂ€llt deutlich aus. Die 2-Meter-Regel bleibt.
Was die Regel eigentlich regelt
Kurz fĂŒr alle, die neu dabei sind: Die 2-Meter-Regel steht in § 37 Absatz 3 des Landeswaldgesetzes. Sie verbietet das Radfahren auf allen Waldwegen, die schmaler als zwei Meter sind. Damit sind genau die Wege gemeint, die die meisten am Mountainbiken lieben: Singletrails, also schmale Pfade, auf denen man hintereinander fĂ€hrt. Einzelne Wege kann die Forstbehörde per Ausnahmegenehmigung freigeben. Nach Angaben des DAV gibt es eine solche Regel in keinem anderen Bundesland.
Wer genauer hinschaut, merkt schnell, was die Regel nicht regelt: das Verhalten. Wer im Schritttempo und mit Klingel ĂŒber einen 1,90 Meter breiten Pfad rollt, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Wer mit Vollgas eine breite ForststraĂe hinunterbrettert, auf der gerade eine Familie spazieren geht, tut nichts Verbotenes. Gemessen wird der Boden, nicht die RĂŒcksicht.
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Ein E-MTB mit Carbon-Hauptrahmen, 800 Wattstunden Akku und dem derzeit stÀrksten Motor am Markt kostet ab 4.799 Euro. Das ist die gute Nachricht. Die unbequeme steht daneben: Der Motor kommt aus China, der Rahmen kam schon immer aus Asien, und niemand hat uns das weggenommen. Wir haben es verkauft.
Erst die Zahlen, dann die Aufregung!
Die Modelljahre 2027 sind drauĂen, und sie lesen sich anders als alles, was wir aus den letzten zwei Jahren kennen. Cube bringt das Stereo Hybrid ONE44 mit dem Avinox M2S und herausnehmbarem 800-Wh-Akku fĂŒr 4.799 Euro, Liefertermin Januar 2027. Conway stellt das Ryvon komplett um, weg vom leichten Bosch-SX-Antrieb, hin zum Avinox M2S: Die Basisversion mit Carbonrahmen und 160 Millimeter Federweg startet bei 5.199,95 Euro, die Variante mit Fox-Factory-Fahrwerk und XT-Bremsen bei 5.999,95 Euro. Ein tschechischer Hersteller fĂ€ngt bei 4.199 Euro an. Und die hauseigene Marke des Motorenherstellers verlangt fĂŒr ihr Einstiegsmodell mit Carbonrahmen 6.999 Euro.
Zur Einordnung: Vor zwei Jahren hast du fĂŒr Carbon plus Top-Antrieb deutlich ĂŒber 7.000 Euro bezahlt. Und das ist diesmal kein Abverkauf. Die LagerĂŒberhĂ€nge der Krisenjahre sind laut Branchenverband gröĂtenteils abgebaut, im ersten Halbjahr 2026 sind Produktion und Absatz wieder gestiegen. Das hier ist kein RĂ€umungsverkauf, das ist ein neues Preisniveau.
Kein Abverkauf. Ein neues Preisniveau.
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Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB Report
Ein Datum, das in keiner Modellvorstellung auftaucht, verĂ€ndert 2027 mehr am E-Mountainbike als jeder neue Motor: Ab dem 18. Februar gelten in der EU verbindliche Regeln fĂŒr den Akkutausch. FĂŒnf Jahre Ersatzteilgarantie, Zelltausch, keine Software-Sperren. Der Haken steckt im Kleingedruckten â und er betrifft ausgerechnet die, die jetzt kaufen.Mountainbikes
Was an diesem Tag in Kraft tritt
Die EU-Batterieverordnung, korrekt Verordnung (EU) 2023/1542, ist seit 2023 in Kraft. Ihre Pflichten greifen aber gestaffelt â und der fĂŒr uns entscheidende Teil, Artikel 11, gilt ab dem 18. Februar 2027. Er regelt, wie leicht sich ein Akku aus einem Produkt entnehmen und ersetzen lassen muss.
E-Bike-Akkus laufen in der Verordnung unter dem KĂŒrzel LMT â Light Means of Transport, also Batterien fĂŒr leichte Verkehrsmittel. Dazu zĂ€hlen Pedelecs, S-Pedelecs, E-Scooter. FĂŒr diese Kategorie schreibt die Verordnung ab dem Stichtag vor: Der Akku muss entnehmbar und austauschbar sein, und zwar durch einen unabhĂ€ngigen Fachbetrieb. Nicht nur der Akku als Ganzes â die Pflicht greift ausdrĂŒcklich auch auf der Ebene der einzelnen Zellen im Akkupack.
Das ist mehr, als es auf den ersten Blick klingt. Wer heute einen defekten E-MTB-Akku hat, steht oft vor einer Alternative aus zwei schlechten Optionen: neuer Akku zum vierstelligen Preis oder Bike verkaufen. Ein einzelner ausgefallener Zellblock in einem ansonsten gesunden Pack ist wirtschaftlich ein Totalschaden, weil das Pack verklebt, verschweiĂt oder softwareseitig zugesperrt ist. Genau daran setzt Artikel 11 an.
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Im Mai drohte Nordrhein-Westfalen mit einer 3,5-Meter-Regel durch die HintertĂŒr. Jetzt hat die Landesregierung ihren Entwurf fĂŒr das neue Landeswaldgesetz in den Landtag gebracht, und die alte Regel fĂŒr Radfahrer im Wald bleibt bestehen. Ein Erfolg, den sich die Community erarbeitet hat. Warum wir trotzdem erst durchatmen, wenn der Gesetzestext auf dem Tisch liegt.
Am 15. September 2026 hat das Ministerium fĂŒr Landwirtschaft und Verbraucherschutz in DĂŒsseldorf mitgeteilt, dass der Gesetzentwurf an den Landtag geht. Dort wird er in den kommenden Monaten beraten. Aus dem alten Landesforstgesetz soll ein Landeswaldgesetz werden. Das meiste darin betrifft Wiederbewaldung, Klimawandel und BĂŒrokratie fĂŒr Waldbesitzer. FĂŒr uns zĂ€hlt ein kurzer Absatz.
Der sagt: Die bisherige Regelung zum Radfahren im Wald bleibt erhalten. Radfahren ist weiterhin auf StraĂen und festen Wegen erlaubt. Neu ist eine Klarstellung zum Thema Motor: Pedelecs, also E-Bikes mit TretunterstĂŒtzung bis 25 km/h, dĂŒrfen in den Wald. Fahrzeuge, die ein Kennzeichen brauchen, dĂŒrfen es nicht. Das Ministerium nennt ausdrĂŒcklich S-Pedelecs bis 45 km/h, Segways und E-Scooter.
Ebenfalls weiter verboten bleiben laut Ministerium das Querfeldeinfahren abseits von StraĂen und festen Wegen sowie das Anlegen illegaler Strecken, Rampen und anderer Bauwerke.
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Dieser Satz steht seit dem ersten Tag unter jeder Ausgabe des MTB Report. Er ist keine Kampagne gegen irgendwen. Er ist die kĂŒrzeste Fassung dessen, warum es dieses Magazin gibt. Weil wir wollen, dass mehr Menschen selbst fahren und weniger Menschen sich fahren lassen.
Fangen wir mit dem an, was âMopedâ nicht heiĂt: Es heiĂt nicht EâMountainbike. Wir berichten ĂŒber eMTBs, wir fahren eMTBs, wir halten sie fĂŒr eines der besten Dinge, die diesem Sport passiert sind. Ein Motor holt Menschen auf den Trail, die sonst nie hingekommen wĂ€ren. Er hĂ€lt Leute im Sport, die es nach einer Verletzung sonst aufgegeben hĂ€tten. Er macht aus einem gemeinsamen Ausflug wieder etwas, bei dem der langsamste Fahrer nicht dauernd am Waldrand wartet. Das ist genau die Richtung, in die wir wollen.
âMopedâ meint etwas anderes. Es meint den Punkt, an dem ein Rad aufhört, ein Rad zu sein. Wenn die Software so weit hochgezogen wird, dass Treten nur noch eine Geste ist. Wenn getunt wird, bis das Ding schneller fĂ€hrt, als es darf. Wenn der Wettbewerb zwischen den Motorenherstellern zu einem reinen Wattrennen wird und die Frage âWie viel Leistung braucht ein Fahrrad eigentlich?â gar nicht mehr gestellt wird.
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Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB ReportSpecialized hat das leichte Enduro-eMTB erfunden und ĂŒberlĂ€sst es jetzt Orbea, Mondraker und einem Drohnen-Konzern. Die GrĂŒnde sind unbequemer, als sie klingen.Es gibt diese Bikes, nach denen Fahrerinnen und Fahrer in den einschlĂ€gigen Foren seit Monaten fragen und die trotzdem niemand baut. Leichte Enduro-eMTBs: potent bergab, ehrlich unter 20 Kilo, ein Rad, das sich anfĂŒhlt wie ein normales Mountainbike, nur mit etwas Schub am Berg. Ausgerechnet Specialized hat diese Kategorie erfunden. Und ausgerechnet Specialized hat sie liegengelassen. Wer verstehen will, warum, muss hinter die Hochglanz-Prospekte schauen â dort wird es unbequem.Das ist dein MTB Report.
Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB ReportFox hat mit âTS57âł die Signature-Kollektion von Downhill-Star TahnĂ©e Seagrave veröffentlicht. Schaut man genau hin, ist das mehr als Bike-Bekleidung: ihr Signature-Pink, ein babyblauer GruĂ an ein Kindheitsidol und das Alpendorf, das sie geprĂ€gt hat. Wir erzĂ€hlen die Geschichte hinter den Farben, zwischen London, den Bergen, Regenbogenstreifen und einem verdammt langen Weg zurĂŒck.Das ist dein MTB Report.
Veröffentlicht von den Radical Life Studios /  MTB Report
Kurz vor der Cerro-Abajo-Premiere in Stuttgart rauscht Johannes Fischbach fĂŒr die Kamera durch die Steillagen â und quert dabei mehrfach eine öffentliche WeinbergstraĂe. Das Video lĂ€uft millionenfach, die Kommentare gehen weit auseinander. Wir ordnen ein, ohne den Stab zu brechen und wollen wissen, wie ihr das seht.
Der Clip ist schnell erzĂ€hlt: Helmkamera, POV-Perspektive, eine steile Rebzeile im LĂ€ndle. Johannes Fischbach â dreifacher Deutscher Downhill-Meister und amtierender Deutscher E-Enduro-Meister, lĂ€sst es durch die Weinberge laufen und kreuzt dabei mehrmals eine öffentliche, fĂŒr den Verkehr freie WeinbergstraĂe, sichtbar mit ordentlich Tempo. Unterwegs ist er auf dem E-MTB. Mehr als drei Millionen Mal wurde das Video inzwischen angeklickt.
Der Zeitpunkt macht die Sache besonders. Am 5. und 6. September gastiert die Urban-Downhill-Serie Red Bull Cerro Abajo, Rennen quer durch die Stadt, ĂŒber Treppen, Mauern und enge Gassen, erstmals in Deutschland, und zwar in Stuttgart. Fischbach startet dort als Lokalmatador, vor heimischem Publikum, mitten im Rampenlicht.
Was er selbst zur Aktion sagt, ist dĂŒnn belegt. Kolportiert wird, er habe die Abfahrt als abgesichert bezeichnet. Ein solches Statement lieĂ sich bis Redaktionsschluss allerdings nicht auffinden und ob die StraĂe tatsĂ€chlich gesperrt und mit Posten gesichert war, können wir nicht bestĂ€tigen. Mehr Mountainbike News gibt es hier: https://mtb-report.de
Veröffentlicht von den Radical Life Studios / MTB Report
Die UCI und Warner Bros. Discovery haben den Stecker gezogen: Ab 2027 gibt es keinen Enduro-Weltcup mehr. Klingt nach einem schlechten Tag fĂŒr den Sport. Ausgerechnet aus dem Fahrerfeld kommt aber ein anderes Wort dafĂŒr, Befreiung.
Am 19. August war Schluss. Die UCI, der Radsport-Weltverband, und ihr Vermarktungspartner Warner Bros. Discovery verkĂŒndeten, dass die laufende Saison 2026 die letzte des Enduro-Weltcups in seiner bisherigen Form ist. Die Serie mit ihren Rennen quer ĂŒber den Globus und einer Gesamtwertung ĂŒber das ganze Jahr, ab 2027 Geschichte.
Bevor jetzt Panik ausbricht: Enduro verschwindet nicht. Aber was da endet, verdient eine Einordnung, gerade dann, wenn du nicht jedes Wochenende vor dem Livestream sitzt.
https://radicallifestudios.deâ â â â â â â â https://mtb-report.comâ â â â đ§ think radical â live radical.
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