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Er hätte Fussballprofi werden wollen und etwas später legte er sich ins Zeug, um Profi-Basketballspieler zu werden. Ins Zeug legte er sich eigentlich immer. Auch als er endlich den Kontrabass besaß und ständig musizierte, in zahllosen Kellerbands, Ska-Punk, Jazz-Punk, german New Wave - wie auch immer die Musik zu kategorisieren wäre. Aber dann, als er genau an diesem Scheideweg stand, Musik professionell zu machen oder doch lieber Journalismus, entschied er sich für Letzteres. Der 1962 in Köln geborene Lorenz Maroldt wurde Reporter, Autor, Journalist. Schon 1992 bekam er den Journalistenpreis der deutschen Zeitungen, den Theodor Wolff Preis, also quasi die Goldmedaille. Seit mehr als 20 Jahren leitet er den Tagesspiegel, eine Berliner Tageszeitung, die überregional von großer Bedeutung ist. Sie kennen ihn sicherlich als Kommentator auf Radio Eins oder über den täglichen Newsletter Checkpoint, der auf seinem Mist gewachsen ist, dafür gab’s den Grimme Online Award. Ja, Journalismus ist ihm heilig, das merkt man, aber noch immer schlägt in Lorenz’ Brustkorb die Kraft der 2 Herzen, auch der Musiker in ihm ist noch da, also haben wir hier einen Hybrid zu Gast im Studio. Auch schön.
Playlist:
Das Mysterium des Gehirns zu verstehen und mit Computern zu verbinden, beschäftigt derzeit viele Forschende. Bereits Anfang Mai gelang es US-Wissenschaftlern, mit Hirnscannern und KI bestimmte Arten von Gedanken ihrer Probanden zumindest grob lesen zu können. Jetzt haben Schweizer Forschende einem 40-Jährigen Querschnittsgelähmten eine neuartige digitale Brücke zwischen Gehirn und Rückenmark eingepflanzt, wodurch dieser nach mehreren Monaten Training wieder laufen konnte. Und auch Elon Musk mischt bei der Forschung zu Hirn-Computer-Schnittstellen mit. Mit seiner Firma Neuralink hat er jetzt mutmaßlich eine Zulassung erhalten, um Tests mit Hirnimplantaten an Menschen durchzuführen. Wir lassen uns das alles einordnen von unserem Lieblingsforensiker Dr. Mark Benecke. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
In Erinnerung an einen großen Schauspieler - zum Tode von Peter Simonischek
17.000 Menschen stehen vor Ihnen und freuen sich auf die kommenden zwei Stunden. So viele Leute? So viele Leute. Und am nächsten Tag: wiederholt sich das Ganze. 17.000 Menschen stehen vor Ihnen, tanzen, singen und jubeln Ihnen zu. Die Wenigsten von uns können sich das sicherlich vorstellen, unser heutiger Gast allerdings muss sich an solche Dimensionen langsam gewöhnen, zwei Mal ist die Wuhlheide, eine riesige Open Air-Bühne in Berlin, ausverkauft. Danger Dan ist einer der erfolgreichsten Rapper des Landes, und das, obgleich ihm einige der wesentlichen Merkmale der ja nicht gerade zimperlichen Hiphop-Szene fehlen. Danger Dan ist nämlich weder homophob noch misogyn - im Gegenteil. Und das lässt er seine Zuhörerinnen und Zuhörer mit Nachdruck spüren. Der 1983 in Aachen als Daniel Pongratz geborene Musiker, der auch Teil der Antilopen Gang ist, spielt zwar mit Tönen und Worten, aber seine Botschaften sind klar. Ein gutes Beispiel dafür ist die erfolgreiche Ballade "Das ist alles von der Kunstfreiheit gedeckt". Sie klimpert vermeintlich harmlos mit den Wimpern, während sie als Trojanisches Pferd sehr direkt die Demokratie-Feinde jedweder Couleur benennt.
Warum sind einige von uns für Mücken ein gefundenes Fressen, andere bleiben von Stichen fast vollständig verschont? Diese Frage haben sich auch Wissenschaftler der Johns Hopkins University in den USA gestellt. Um herauszufinden, welche menschlichen Düfte Mücken warum bevorzugen haben sie in Zambia den weltgrößten "multi-choice" Riechtest für Mücken auf die Beine gestellt. Die Mücken befinden sich in einer Art Arena, in die dann verschiedenste menschliche Gerüche geleitet werden. Die Idee ist, dass das Experiment den natürlichen Lebensraum der Mücken und ihre Jagdbedingungen - anders als bei bisherigen Versuchen im Labor - möglichst detailgetreu nachstellt. Das Ergebnis: Trotz der riesigen Arena finden die kleinen Insekten sehr schnell ihre Lieblingsdüfte. Sie bevorzugen Düfte die von Menschen kommen, die erhöhte Mengen von Carbonsäuren auf der Haut haben. Carbonsäuren stecken im Talg unserer Haut. | Diese Podcast-Episode steht unter der Creative Commons Lizenz CC BY-NC-ND 4.0.
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