Wir haben eine ganze Folge zur Causa "Keine Angst" von Danger Dan und Igor Levit gemacht und uns mit einem soziologischen Blick gefragt, nicht nur was Gewalt ist, sondern auch wie legitim verschiedene Formen der Gewalt sind.
Statement von Danger Dan und Igor Levitdie gesamte Sendung der AnstaltSondersendung von aspekteTexte von WeberText von Karl LöwensteinZahl der rechten und rassistischen MordeInfos zum NSU KomplexWahlergebnis Landrat Saalekreis 2026Eva von Redecker über "Phantombesitz"Artikel zu Lina E.Artikel zu NanukMordfall Potzlow an Marinus SchöberlZygmunt Baumann "Dialektik der Ordnung"Danger Dans und Igor Levits Haltung zu legitimen Protest in Bezug auf GazaGedenken zum 20. JuliPodcast von Berliner Schüler:innen "Israel/Palestine"Rede von Igor Levit beim Filmpreis 2025 zum Tod von Margot FriedländerZitate von Weber und Löwenstein:
"Macht bedeutet jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht." (M. Weber 1972, S. 28).
„Herrschaft soll heißen die Chance, für einen Befehl bestimmten Inhalts bei angebbaren Personen Gehorsam zu finden.“[1] Im Gegensatz zur „Macht“ setzt Herrschaft nach Weber Legitimität voraus, die erst durch die Akzeptanz der Herrschenden durch die Beherrschten sichergestellt wird (Legitimitätsglauben).
legale H., traditionelle H., charismatische H.,Der Begriff des Gewaltmonopols geht maßgeblich auf Max Weber zurück. In seinem Vortrag „Politik als Beruf“ (1919) bezeichnet er den Staat als jenes Gemeinwesen, „welches innerhalb eines bestimmten Gebietes das Monopol legitimer physischer Gewaltsamkeit für sich (mit Erfolg) beansprucht“.
Gewalt = äußerstes Mittel zur Durchsetzung von Macht
"Es ist ein besonderes Merkmal der emotionalen Technik, dass […] die Massen, sich der rationalen Kalküle nicht bewusst sein sollen, mit denen die Drahtzieher sie lenken. Der Faschismus ist das wahre Kind des Zeitalters der technischen Wunder und der emotionalen Massen.“
Eine Möglichkeit, den faschistischen Emotionalismus zu überwinden, bestünde sicherlich darin, ihn durch ähnliche emotionale Mittel auszugleichen oder zu übertrumpfen. Es liegt auf der Hand, dass der demokratische Staat dieses Unterfangen nicht in Angriff nehmen kann. Die Demokratie ist völlig unfähig, einem emotionalen Angriff mit einem emotionalen Gegenangriff zu begegnen. Eine verfassungsmäßige Regierung kann sich naturgemäß nur an die Vernunft wenden; sie könnte Emotionalität niemals erfolgreich mobilisieren; selbst ihre emotionalen Bestandteile sind nur ein Vorspiel zur Vernunft. Die emotionale Vergangenheit des frühen Liberalismus und der Demokratie lässt sich nicht wiederbeleben. Heutzutage wollen die Menschen nicht mehr für die Freiheit sterben. Die heldenhaften Verteidiger Spaniens gegen Franco und seine faschistischen Handlanger kämpfen nicht für die Freiheit an sich, sondern für ein neues soziales Ideal oder vielleicht nur um ihr Leben. Als rationales System kann die Demokratie ihre Überlegenheit nur durch ihre Errungenschaften beweisen, die jedoch durch wirtschaftliche Not verschleiert und durch soziale Mängel diskreditiert werden. Die Werte der Freiheit scheinen gesichert, mit dem Ergebnis, dass sie vielen durch Routine abgenutzt, verblasst, blass und glanzlos erscheinen. Die Demokratie konnte keine emotionalen Formeln entwickeln, die es mit den faschistischen Rattenfängern aufnehmen könnten. Eine Demokratie „auf der Suche nach einer neuen Mystik“ erscheint hoffnungslos, wenn nicht gar lächerlich . Demokratische Romantik ist an sich schon ein Widerspruch.“
"Wenn die Demokratie an die Überlegenheit ihrer absoluten Werte gegenüber den opportunistischen Plattitüden des Faschismus glaubt, muss sie den Anforderungen der Stunde gerecht werden, und es müssen alle erdenklichen Anstrengungen unternommen werden, um sie zu retten, selbst auf die Gefahr hin und um den Preis, dass dabei grundlegende Prinzipien verletzt werden."
André Knabe und
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