Der "Pride"-Monat Juni steht traditionell im Zeichen der Solidarität mit der queeren Community. Höhepunkt ist der Christopher Street Day (CSD), an dem auch in Berlin tausende Menschen auf den Straßen sexuelle Vielfalt feiern. Nicht dabei sein darf in diesem Jahr das Regenbogennetzwerk der Bundestagsverwaltung. Begründet hat der Direktor beim Deutschen Bundestag seine Entscheidung mit der gebotenen Neutralitätspflicht. Sie gebiete, nicht an politischen Demonstrationen und öffentlichen Versammlungen teilzunehmen. Bereits im Mai hatte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner angekündigt, in diesem Jahr zum CSD die Regenbogenflagge nicht mehr auf dem Reichstag hissen zu lassen.
Unsere Frage des Tages an Paulina Fröhlich vom Berliner Thinktank "Das Progressive Zentrum" lautet: Muss sich der Bundestag zum CSD neutral verhalten?