Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen

Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen

By Prof. Dr. Christian BusseSociety & CultureScienceEducation
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Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen episodes

  • Projektepilog
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Christian Busse

    Im Epilog des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ schauen Julien Minnemann und Prof. Dr. Christian Busse gemeinsam zurück. Die zehn vorherigen Folgen behandelten viele spannende Ideen, Forschungsergebnisse und Perspektiven rund um eine nachhaltige Zukunft. Die Gespräche haben gezeigt, dass es ganz unterschiedliche Wege geben kann, um Nachhaltigkeit voranzubringen, ob durch politische Entscheidungen, neue Technologien oder gesellschaftliches Engagement. Wichtig ist vor allem ein intelligentes Zusammenspiel von Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Gesellschaft. Neben den inhaltlichen Themen behandelt der Epilog auch methodische Erfahrungen aus dem Projekt und einen inhaltlichen Ausblick. Eine kurze Diskussion zur Wissenschaftsethik, speziell zu der Frage, inwieweit aus der Wissenschaft heraus umfassende Utopien generiert werden dürfen, sollen oder gar müssen, rundet diese letzte Folge ab. Der Epilog fasst nicht nur die wichtigsten Erkenntnisse zusammen, sondern zeigt auch, dass der Weg zu mehr Nachhaltigkeit ein gemeinsamer Prozess ist, der weitergehen sollte.

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    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Julien Minnemann, M.A.

    Begriffserklärungen:

    **Donut Economy **

    Ein Modell, das Wohlstand innerhalb planetarer Grenzen anstrebt und dabei ein sicheres soziales Fundament für alle schafft, ohne die Umwelt zu zerstören

    **Nachhaltigkeitstransformation **

    Ein umfassender Wandel von Wirtschaft und Gesellschaft, der ökologische, soziale und wirtschaftliche Ziele in langfristig tragfähiger Form erreicht

    **Phase-out Policy **

    Der geplante, schrittweise Ausstieg aus einem bestehenden System, Produkt oder Verfahren mit dem Ziel, nachhaltigere Alternativen zu fördern oder negative Auswirkungen zu verringern

    **Sustainability Development Goals (SDG) **

    Ein globaler Maßnahmenplan der Vereinten Nationen mit 17 Zielen, die Armut beenden, Ungleichheit verringern und den Schutz von Umwelt und Klima sichern sollen

    **Smart Grid **

    Intelligentes Stromnetz, das mithilfe digitaler Technologien Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch von Strom dynamisch optimiert

    **Exoskelett **

    Eine äußere, am Körper getragene Struktur, die Bewegungen unterstützt oder verstärkt und bei Menschen zur Rehabilitation oder Arbeitserleichterung eingesetzt wird

    1 hr 13 min
  • Sprunginnovationen für Nachhaltigkeit
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Nick Lin-Hi von der Universität Vechta

    In der zehnten Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ ist Prof. Dr. Nick Lin-Hi zu Gast bei Moderator Prof. Dr. Christian Busse. Das Gespräch fokussiert sich auf Sprunginnovationen als Schlüssel für nachhaltige Entwicklung. Die Folge behandelt Ideen und Technologien, die unser Verhalten und unsere Wirtschaft verändern können. Oft handeln Menschen nicht so, wie es eigentlich für mehr Nachhaltigkeit notwendig wäre und wie sie es auch selbst anstreben. Diese sogenannte Intention-Behavior-Gap zeigt, dass gute Absichten allein nicht reichen. Damit nachhaltiges Handeln gelingt, müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die nachhaltiges Handeln einfacher und attraktiver machen. Ein wichtiges Beispiel ist kultiviertes Fleisch, das im Labor aus tierischen Stammzellen hergestellt wird und dabei ganz ohne Tierhaltung auskommt. Diese Technologie könnte den Ressourcenverbrauch und die Umweltbelastung deutlich reduzieren sowie das Tierwohl erheblich steigern. Prof. Dr. Lin-Hi erwartet eine baldige Kostenparität mit etablierter Fleischproduktion, so dass eine Win-Win-Situation aus Konsumenten- und Nachhaltigkeitsperspektive entstünde. Als weitere mögliche Sprunginnovationen behandelt die Folge Blockchain-Technologien, die Transparenz in Lieferketten schaffen und Menschenrechte sichern können, sowie sozial intelligente Roboter, die vor allem in der Pflege unterstützen können. Zum Schluss wird die Wissenschaftsethik nicht nur im Hinblick auf das Transparentmachen von Werten, sondern auch die Generierung von Utopien kritisch reflektiert. Die Folge zeigt, dass Nachhaltigkeit nicht nur eine Frage der Technik ist, sondern auch davon abhängt, wie neue Ideen in Gesellschaft und Wirtschaft verankert werden.

    Mit Video bei YouTube

    Prof. Dr. Nick Lin-Hi

    Studiengang Management sozialer Dienstleistungen

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **SDGs = Sustainable Development Goals **

    Ein weltweiter Aktionsplan der Vereinten Nationen, der mit 17 Zielen eine gerechte, inklusive und nachhaltige Entwicklung von Umwelt, Wirtschaft und Gesellschaft bis 2030 fördert

    **Intention Behavior Gap **

    Die Lücke zwischen dem, was Menschen beabsichtigen zu tun, und dem, was sie tatsächlich tun, besonders im Bereich nachhaltigen Konsum- und Entscheidungsverhaltens

    **Point of Sale **

    Der Ort, an dem Konsumentinnen und Konsumenten ihre Kaufentscheidungen treffen

    **Preisparität **

    Bezeichnet an dieser Stelle identische Preise für unterschiedliche Produkte, die dieselben Funktionen erfüllen

    **Convenience **

    Die Bequemlichkeit, mit der Konsumentinnen und Konsumenten Produkte oder Dienstleistungen erwerben, nutzen oder darauf zugreifen können

    **Use Case **

    Ein konkretes Szenario, in dem ein Produkt, eine Dienstleistung oder eine Technologie von Nutzenden angewendet wird, um ein spezifisches Problem zu lösen oder Ziel zu erreichen

    **Proof of Concept **

    Ein experimenteller Ansatz, um die Machbarkeit, Funktionalität oder Wirksamkeit einer Idee, Technologie oder Lösung in einem begrenzten Rahmen nachzuweisen

    Fermenter

    Ein System, in dem Mikroorganismen unter kontrollierten Bedingungen wachsen und Stoffwechselprodukte wie Lebensmittel, Biokraftstoffe oder Medikamente erzeugen

    Resilienz-Technologie

    Technologie, die Systeme oder Prozesse widerstandsfähiger gegenüber Störungen, Risiken oder Krisen macht und deren Stabilität, Anpassungsfähigkeit und Erholung verbessert

    **Ökosystemdienstleistung **

    Der Nutzen, den Menschen direkt oder indirekt aus natürlichen Ökosystemen ziehen, etwa Nahrung, sauberes Wasser, Klimaregulierung oder Erholung

    **Ambidextrie **

    Die Fähigkeit von Organisationen oder Individuen, gleichzeitig bestehende Strukturen effizient zu nutzen und flexibel neue Innovationen zu entwickeln

    **Turnaround **

    Ein erfolgreicher Prozess der grundlegenden Umstrukturierung oder Neuausrichtung eines Unternehmens, um seine Leistungsfähigkeit, Rentabilität und Marktposition zu verbessern

    Supply Chain

    Alle an der Entwicklung, Erstellung und Lieferung eines Produktes beteiligten Unternehmen

    Sub-Contracting

    Die Vergabe von Teilaufgaben oder Projekten eines Unternehmens an externe Dienstleister oder Zulieferer, um Spezialisierung, Effizienz und Flexibilität zu erhöhen

    Distributed-Ledger-Technologie

    Eine digitale Technologie, die Daten über ein Netzwerk verteilt speichert, sodass Transaktionen nachvollziehbar, fälschungssicher und dauerhaft unveränderbar bleiben

    Algorithmus

    Eine klar definierte, schrittweise Anweisung oder Rechenvorschrift, die ein bestimmtes Problem löst oder eine Aufgabe systematisch bearbeitet

    **Informationsasymmetrie **

    Situation, bei der eine Partei über mehr oder bessere Informationen verfügt als eine andere, was Entscheidungsprozesse und Markttransparenz beeinträchtigen kann

    **Audit **

    Systematische, unabhängige Überprüfung von Prozessen und Systemen, um insbesondere die Einhaltung vorgegebener Standards zu bewerten

    Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG)

    Ein deutsches Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, ihre Lieferketten auf Menschenrechts- und Umweltverstöße zu prüfen und Maßnahmen zur Vermeidung zu ergreifen

    **Materialverschnitt **

    Der Anteil an Material, der bei Produktion oder Verarbeitung nicht nutzbar ist und als Abfall oder Reststoff anfällt, wodurch Effizienz und Kosten beeinflusst werden

    **Fluktuationsquote **

    Der Anteil von Mitarbeitenden, die ein Unternehmen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verlassen, gemessen an der Gesamtzahl der Beschäftigten

    **Gamification **

    Der Einsatz spieltypischer Elemente und Mechanismen in nicht-spielerischen Kontexten, um Motivation, Engagement und Verhaltensänderungen zu fördern

    **Humanoide Roboter **

    Roboter, die menschenähnliche Gestalt, Bewegungen oder Interaktionsfähigkeiten besitzen und Aufgaben in sozialen, industriellen oder dienstleistungsbezogenen Kontexten übernehmen

    **Uncanny Valley **

    Psychologisches Phänomen, bei dem Menschen künstliche Figuren als unheimlich oder abstoßend empfinden, wenn sie sehr menschenähnlich, aber nicht perfekt menschlich sind

    **NGO **

    Eine unabhängige, gemeinnützige Organisation, die sich ohne staatliche Kontrolle für soziale, ökologische oder humanitäre Ziele engagiert

    **Kollektive Rationalität **

    Das Phänomen, dass Gruppen durch gemeinsames Handeln oder Entscheiden rationalere, effizientere oder konsistentere Ergebnisse erzielen können als einzelne Individuen

    **Trade-off **

    Eine Situation, in der zur Erreichung eines Ziels die Erreichung eines anderen Ziels eingeschränkt wird

    1 hr 15 min
  • "Wandel durch Handel": Eine Retrospektive
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein

    In der neunten Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ spricht Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein über die vergangene Utopie „Wandel durch Handel“, und wie sich diese Vision im Laufe der Zeit entwickelt hat. Handel gilt als wichtiger Motor für Wohlstand und kann zur Förderung von Nachhaltigkeit beitragen. Durch Spezialisierung und sinkende Kosten entstehen Wachstumschancen, die helfen, Armut und Hunger zu verringern. Gleichzeitig profitieren nicht alle gleichermaßen. Handel schafft zwar Wohlstand, sagt aber nichts darüber aus, wie dieser verteilt wird. Für eine faire und nachhaltige Gestaltung sind politische Entscheidungen entscheidend. Im Gespräch mit dem Moderator Prof. Dr. Christian Busse geht es auch um den internationalen Handel zwischen den USA und der Europäischen Union. Die Diskussionen um Zölle zeigen, wie sensibel Handelsbeziehungen sein können. Weitere Themen sind die Bedeutung von Resilienz in globalen Lieferketten und die Frage, wie eine gemeinsame europäische Handelspolitik aussehen kann. Zum Schluss steht die Idee einer realistischeren Kosteneinschätzung im Mittelpunkt. Soziale und ökologische Folgen des Handels geraten oft aus dem Blick oder werden auf die Allgemeinheit abgewälzt. Nur wenn diese tatsächlichen Kosten sichtbar werden, kann Handel langfristig gerecht und nachhaltig gestaltet werden.

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    Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre

    Prof. Dr. Hans-Michael Trautwein

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **Sustainable Development Goals (SDGs) **

    Unten: 17 global vereinbarte politische Ziele der Vereinten Nationen, die der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene dienen sollen

    **Armutsfalle **

    Unten: Situation, in der fehlende Ressourcen, Chancen und Strukturen dazu führen, dass Menschen dauerhaft in wirtschaftlicher Not verharren

    **Rust Belt **

    Unten: Ehemalige Industrieregion im Nordosten und Mittleren Westen der USA, geprägt von Fabrikschließungen, Arbeitsplatzverlust und unbewältigtem wirtschaftlichem Strukturwandel

    **Nettogewinn **

    Unten: Hier zu verstehen als gesamtwirtschaftlicher Einkommensüberschuss aus dem Außenhandel, der nach Abzug der Einbußen von Verlierern der Marktöffnung verbleibt

    **Hochlohnstandort **

    Unten: Region oder Land, in dem Arbeitskräfte im internationalen Vergleich hohe Löhne erhalten, was ihre Kaufkraft, Lebensqualität und finanzielle Sicherheit deutlich erhöht

    **Adam Smith **

    Unten: Ökonom, der die Funktionsweise freier Märkte untersuchte und erkannte, wie individuelles Streben nach Vorteil gesamtgesellschaftlichen Wohlstand fördern kann

    **Welthandelsorganisation (WTO) **

    Unten: Internationale Organisation, die den globalen Handel reguliert, Handelsstreitigkeiten löst und faire Wettbewerbsbedingungen sowie freien Austausch von Waren und Dienstleistungen fördert

    **Sonderwirtschaftszone **

    Unten: Klar definiertes geografisches Gebiet innerhalb eines Landes, mit besonderen wirtschaftlichen Vorteilen, wie z.B. niedrigeren Steuern und Zöllen

    **Art der Machtdurchsetzung eines Staates **

    Unten: Machtdurchsetzung mithilfe militärischer oder wirtschaftlicher Macht („Hard Power“) oder mithilfe von Diplomatie, Überzeugung oder kultureller Beeinflussung („Soft Power“)

    **Reiz-Reaktions-Schema **

    Unten: Hier zu verstehen als Hervorrufen einer definierten Reaktion durch einen bestimmten Stimulus

    **NAFTA-Region **

    Unten: Geografischer Raum, in dem Kanada, die USA und Mexiko durch ein Handelsabkommen eng wirtschaftlich verbunden sind und Handel sowie Investitionen erleichtert werden

    **Wirtschaftliches Dumping **

    Unten: Ein Land oder Unternehmen exportiert Waren zu künstlich niedrigen Preisen (z.B. unter den Produktionskosten oder günstiger als auf dem Heimatmarkt), um Marktanteile zu gewinnen

    Wechselrichter

    Unten: Elektronisches Gerät, das Gleichstrom in Wechselstrom umwandelt, um elektrische Energie für Haushalte, Industrie oder Netze nutzbar zu machen

    **Resilienz **

    Unten: Fähigkeit von Individuen, Systemen oder Gesellschaften, Krisen und Belastungen zu bewältigen und sich schnell zu erholen oder anzupassen

    **Gebietskörperschaft **

    Unten: Öffentliche Verwaltungseinheit, die ein bestimmtes Gebiet politisch und organisatorisch selbstständig verwaltet und Aufgaben der Daseinsvorsorge übernimmt

    **Mercosur **

    Unten: Südamerikanische Wirtschaftsorganisation zur Förderung von Freihandel, wirtschaftlicher Kooperation und politischer Abstimmung zwischen Mitgliedsstaaten

    Resilienzorientierte Beschaffungsstrategien

    Unten: Einkaufspraktiken von Unternehmen oder Ländern, um ausnutzbare Abhängigkeiten ggü. Dritten zu vermeiden oder vermindern (z.B. Multiple Sourcing, Friendshoring, China + 1)

    **Operations Management **

    Unten: Planung, Steuerung und Kontrolle von Prozessen in Unternehmen, um Ressourcen effizient zu nutzen, Produkte zu erstellen und Dienstleistungen bereitzustellen

    **Soziale Kosten **

    Unten: Gesamtkosten, die einer Gesellschaft durch wirtschaftliche Aktivitäten entstehen, einschließlich Umweltbelastungen, Gesundheitsschäden oder Ressourcenverbrauch

    **Ratingagentur **

    Unten: Organisation, die die Kreditwürdigkeit von Staaten oder Unternehmen bewertet. Ein AAA-Rating signalisiert dabei geringstes Ausfallrisiko und somit höchste Sicherheit

    **Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) **

    Unten: Deutsches Gesetz, das Unternehmen verpflichtet, Menschenrechte und Umweltstandards in ihren Lieferketten zu prüfen, Risiken zu minimieren und Verstöße zu verhindern

    Grenzausgleichsabgabe

    Unten: EU-Mechanismus, der sicherstellt, dass auf außerhalb der EU hergestellte Waren dieselben CO2-Abgaben bezahlt werden wie auf innerhalb der EU hergestellte Waren

    Carbon Leakage

    Unten: Verlagerung von treibhausgasintensiver Produktion in Länder mit geringeren Klimaschutzauflagen, wodurch globale Emissionen nicht sinken, sondern nur verschoben werden

    **Flexicurity **

    Unten: Arbeitsmarktmodell, das flexible Beschäftigungsmöglichkeiten mit umfassendem Sozialschutz kombiniert, um Sicherheit und Anpassungsfähigkeit zu gewährleisten

    1 hr 48 min
  • Eingebettete Systeme und die Welt von morgen
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Verena Klös

    In dieser achten Folge der Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen spricht Prof. Dr. Christian Busse mit Prof. Dr. Verena Klös, Professorin für Informatik an der Universität Oldenburg und Leiterin des Lehrstuhls für Eingebettete Hardware-/Software-Systeme. Im Gespräch erläutert Verena Klös, was eingebettete Systeme sind, wie sie funktionieren und wie sie sich von klassischen Regelungstechniken und cyberphysischen Systemen unterscheiden. Sie beschreibt, dass diese Technologie in nahezu allen Bereichen des Alltags Anwendung findet, etwa in Haushaltsgeräten, Fahrzeugen oder der Medizintechnik. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Beitrag eingebetteter Systeme zur Nachhaltigkeit. Sie können durch intelligente Steuerung, vernetzte Mobilität oder Assistenzsysteme in der Pflege helfen, Ressourcen zu schonen und Lebensqualität zu erhöhen. Gleichzeitig werden Herausforderungen wie Datenschutz, ethische Fragen, technologische Grenzen und der verantwortungsvolle Umgang mit lernenden Systemen thematisiert. Die Folge zeigt, dass eingebettete Systeme ein großes Potenzial für eine lebenswertere und nachhaltigere Zukunft besitzen, ihre Entwicklung jedoch eine interdisziplinäre Zusammenarbeit, gesellschaftliche Reflexion und klare ethische Leitplanken erfordert.

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    Lehrstuhl für Eingebettete Hardware-/Sofrware-Systeme

    Prof. Dr. Verena Klös

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **Mikrocontroller **

    Programmierbarer Computerchip, der in Geräten mit eingebetteten Systemen die Steuerung spezifischer Aufgaben übernimmt

    **Autonomes Shuttle **

    Selbstfahrendes Fahrzeug, das Personen auf festgelegten Routen transportiert

    **Algorithmus **

    Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen
    Wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele von Unternehmen, um im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu wirtschaften

    **Machine Vision System **

    Computergestütztes Bildverarbeitungssystem, das Kameras und Algorithmen nutzt, um visuelle Informationen zu erfassen, zu analysieren und daraus Entscheidungen abzuleiten
    Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

    **Neuronales Netz **

    Informationsverarbeitendes System, das der Struktur des menschlichen Gehirns nachempfunden ist und dazu dient, Muster zu erkennen und Daten zu klassifizieren

    **Robotik **

    Interdisziplinäres Fachgebiet, das sich mit der Entwicklung, Steuerung und dem Einsatz von Robotern beschäftigt

    **Wearable **

    Mit Sensoren ausgestattetes, tragbares Gerät zur Erfassung und Analyse von Körper- oder Umweltdaten, etwa Smartwatches oder Fitness-Tracker

    **Exoskelett **

    Eine äußere, am Körper getragene Struktur, die Bewegungen unterstützt oder verstärkt und bei Menschen zur Rehabilitation oder Arbeitserleichterung eingesetzt wird

    **Aktor **

    Ein antriebstechnisches Bauteil, das ein erhaltenes Signal in eine Aktion, wie z.B. eine mechanische Bewegung, umsetzen kann

    **Wearable **

    Mit Sensoren ausgestattetes, tragbares Gerät zur Erfassung und Analyse von Körper- oder Umweltdaten, etwa Smartwatches oder Fitness-Tracker

    **Telemedizin **

    Einsatz von Informations- und Kommunikationstechnologien, um medizinische Leistungen über räumliche oder zeitliche Distanzen hinweg zu erbringen

    **Algorithmus **

    Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen

    **Hypothese **

    Unbewiesene Annahme oder Vermutung über einen Zusammenhang oder eine Eigenschaft, die wissenschaftlich überprüfbar ist und als Grundlage für Untersuchungen dient

    **Machine Learning **

    Fähigkeit von Computern, aus Daten zu lernen, Erfahrungen zu verallgemeinern und Vorhersagen zu treffen, ohne explizit programmiert zu sein

    **Dystopie **

    Fiktionales Zukunftsbild, das soziale, politische oder technologische Fehlentwicklungen überzeichnet darstellt und meist eine pessimistische Gesellschaftsordnung zeigt

    **Invariante **

    In der Mathematik, Physik, Informatik und anderen Wissenschaften eine Eigenschaft oder Größe, die sich unter bestimmten Transformationen oder Prozessen nicht verändert

    **Robotergesetze von Isaac Asimov **

    Reihe von fiktiven Regeln, die Asimov in seinen Science-Fiction-Geschichten aufstellte, um die Interaktion von Robotern und Menschen zu regeln

    **Monitoring **

    Kontinuierliche Beobachtung und Überwachung von Prozessen, Systemen oder Zuständen, um deren Leistung, Sicherheit oder Qualität sicherzustellen

    **Bewegungsprofil **

    Sammlung von Standortdaten, die den Bewegungsverlauf einer Person oder eines Objekts über einen bestimmten Zeitraum hinweg dokumentiert

    **Business Case **

    Unten: Strukturiertes Dokument oder eine Argumentation, das den Nutzen, die Kosten, Risiken und Alternativen eines Projekts oder einer Investition analysiert und bewertet

    1 hr 1 min
  • Der Nutzen von Phase-Out-Policies
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Jörn Hoppmann

    Die siebte Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ widmet sich dem Thema Phase-Out-Policies. Im Gespräch mit Prof. Dr. Jörn Hoppmann, Inhaber des Lehrstuhls für Management an der Universität Oldenburg, wird deutlich, dass politische Ausstiegsstrategien wie aus der Kohleverbrennung, beim angestrebten Ende des Verbrennungsmotors oder bei fossilen Heizsystemen wichtige Instrumente für den Klimaschutz darstellen. Solche Maßnahmen können Unternehmen durch klare Ausstiegsdaten Planungssicherheit geben und technologische Transformationen beschleunigen. Gleichzeitig werden gesellschaftliche Herausforderungen wie Akzeptanz in der Bevölkerung, Auswirkungen auf Arbeitsplätze und regionale Strukturen sowie das Risiko einer Wahrnehmung als Bevormundung diskutiert. Die Folge macht deutlich, dass Phase-Out-Policies nicht nur ökologisch notwendig, sondern auch ökonomisch und sozial gestaltbar sind, wenn sie transparent kommuniziert und durch flankierende Maßnahmen begleitet werden.

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    Lehrstuhl für Management

    Prof. Dr. Jörn Hoppmann

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **Phase-Out-Policy: **

    Regulierung zur (schrittweisen) Abschaffung schädlicher Technologien oder Produkte durch gesetzliche Vorgaben, um Umwelt- oder Gesundheitsziele sicher und planbar zu erreichen

    Cash Cow:

    Etabliertes Produkt oder etablierte Dienstleistung, die mit wenig Aufwand hohe Gewinne abwerfen

    **Supply Chain: **

    Netzwerk aller beteiligten Unternehmen (z.B. direkte und indirekte Lieferanten), die an der Herstellung eines Produkts oder einer Dienstleistung beteiligt sind
    Wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele von Unternehmen, um im Einklang mit dem 1,5-Grad-Ziel des Pariser Klimaabkommens zu wirtschaften

    Wirtschaftsgeographie:

    Wissenschaft, die sich mit der räumlichen Verteilung wirtschaftlicher Aktivitäten sowie deren Wechselwirkungen mit natürlichen, sozialen und politischen Gegebenheiten beschäftigt
    Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

    **Organisationaler Wandel **

    Gezielte Veränderung der Strukturen, Prozesse und/oder Kultur einer Organisation, um sich an neue Bedingungen oder Ziele anzupassen

    **Gasausstieg der MVV Energie AG **

    Rückzug aus der Gasversorgung in Mannheim im Zuge der kommunalen Wärmeplanung bis 2035

    **Externalitäten **

    Eine Auswirkung wirtschaftlicher Aktivitäten auf Dritte, die nicht direkt an der Transaktion beteiligt sind

    **Paternalismus **

    Haltung oder Politik, bei der eine relativ mächtige Instanz im vermeintlichen Interesse einer anderen, schwächeren Partei handelt, oft ohne deren Zustimmung oder gegen ihren Willen
    Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

    **Stakeholder **

    Individuum oder Organisation, das/die von den Aktivitäten eines Unternehmens beeinflusst wird oder ihrerseits das Unternehmen beeinflusst

    **Fernwärme **

    System zur Wärmeversorgung, bei dem Wärme aus einer zentralen Quelle über ein Netzwerk von isolierten Rohren zu verschiedenen Verbrauchern transportiert wird

    **Rebound-Effekt **

    Einsparungen aufgrund von Effizienzsteigerungen werden durch verändertes Nutzerverhalten, insbesondere verstärkte Nutzung, zumindest partiell wieder ausgeglichen

    **Nettobarwert-Berechnung **

    Methode zur Bewertung von Investitionen, die den heutigen Wert aller zukünftigen Zahlungsströme einer Investition durch Abzinsung ermittelt

    **Ramp-up **

    Phase, in der die Produktion oder Leistung eines Projekts schrittweise hochgefahren wird, um die volle Kapazität zu erreichen

    **Henne-Ei-Problematik **

    Gegenseitige Abhängigkeit, bei der der Fortschritt einer Seite (z.B. Angebot) erst möglich ist, wenn die jeweils andere Seite (z.B. Nachfrage) schon vorhanden ist

    **Amortisation **

    Prozess, bei dem entstandene Aufwendungen oder Schulden durch Erträge oder Tilgungen ausgeglichen oder gedeckt werden

    **OEM **

    Original Equipment Manufacturer; die Bezeichnung wird z.B. für Automobilhersteller verwendet

    **Innovationsökonomik **

    Teildisziplin der Wirtschaftswissenschaft, die sich mit der Analyse von Innovationen und deren Auswirkungen auf die Wirtschaft befasst

    **Partikularinteresse **

    Eigeninteresse einer einzelnen Gruppe, Organisation oder eines Individuums im Gegensatz zum Allgemeinwohl

    **Kippeffekt **

    Vermutlich unumkehrbare Veränderung im Erdsystem, zum Beispiel mit Auswirkungen für das globale Klima

    Lern- und Skaleneffekte

    Sinkende Stückkosten aufgrund akkumulierter Produktionserfahrung sowie zeitpunktbezogen großer Produktionsmengen

    **Kostendegression **

    Mit zunehmender Produktionsmenge sinkende Stückkosten, z.B. weil fixe Kosten auf mehr Einheiten verteilt werden

    **Mieterstrommodell **

    Konzept zur Energieversorgung, bei dem vor Ort erzeugter Strom direkt von Mietern genutzt werden kann, anstatt ins öffentliche Netz eingespeist zu werden

    **E-Fuels **

    Synthetisch hergestellte, flüssige oder gasförmige Treibstoffe, die mit Hilfe von erneuerbarem Strom, Wasser und CO₂ produziert werden

    **Wirkungsgrad **

    Angabe zum Verhältnis von nutzbarer zu eingesetzter Energie, die anzeigt, wie energieeffizient ein Prozess arbeitet

    1 hr 10 min
  • Ein partizipatives und wohlstandsförderndes Smart Grid
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Astrid Nieße

    Die sechste Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ widmet sich mit Prof. Dr. Astrid Nieße von der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg der Frage, wie digitalisierte Energiesysteme die Energiewende voranbringen können. Diskutiert wird, wie Stromnetze durch intelligente Steuerung, Softwareagenten und neue Geschäftsmodelle resilienter und partizipativer werden können. Professorin Nieße entwirft dabei ihre persönliche Utopie eines partizipativen, klimaneutralen und wohlstandsfördernden Smart Grids, das nicht nur technische Effizienz, sondern auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht. Ihre Vision verdeutlicht, wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit zusammen gedacht werden können, um eine lebenswerte Zukunft zu gestalten.

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    Lehrstuhl für Digitalisierte Energiesysteme

    Prof. Dr. Astrid Nieße

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **Lastprofil: **

    Zeitlicher Verlauf des Stromverbrauchs eines Haushalts, Unternehmens oder einer Anlage, der zumeist in 15-Minuten- bis Stundenschritten angegeben wird

    **Freiheitsgrad: **

    Die Anzahl unabhängiger Größen, die zur Beschreibung oder Veränderung eines Systems ohne Einschränkungen verändert werden kann

    **Speichersteuerung: **

    Automatisierte oder manuelle Regelung eines Energiespeichers, meist Batteriespeichers, zur optimalen Nutzung von Energie

    **(Ökonomische) Optimierung: **

    Mit begrenztem Aufwand soll ein maximaler Nutzen erzeugt werden oder ein bestimmter Nutzen soll mit minimalem Aufwand erzeugt werden

    **Multikriterielles Optimierungsproblem: **

    Lösungsfindungsprozess, der mehrere oft widersprüchliche Ziele gleichzeitig bestmöglich erfüllen soll, anstatt nur ein einzelnes Ziel zu optimieren

    **Lebensdauerbetrachtung: **

    Analyse, wie lange ein Produkt oder System unter bestimmten Bedingungen funktionsfähig bleibt, um Haltbarkeit und Nutzungskosten zu bewerten

    **Energiegenossenschaft: **

    Eine Gruppe von Personen oder Unternehmen, die gemeinsam erneuerbare Energieprojekte planen, finanzieren und betreiben, um erneuerbare Energie zu fördern

    **Energiequartier „Helleheide“: **

    Teilbereich des Fliegerhorsts Oldenburg, der als „lebendes Labor“ für die Erprobung von neuen Smart City-Technologien in den Bereichen Energie, Mobilität und Gesundheit dient

    **Geschäftsmodell: **

    Ein Geschäftsmodell beschreibt, wie ein Unternehmen Werte schafft, diese an Kunden liefert und daraus Erlöse abschöpft

    **Wirtschaftliche Liberalisierung: **

    Schaffen eines freien Marktzugang für Unternehmen durch Abbau von Handelshemmnissen zur Förderung von Innovation oder Effizienz

    **Smart Meter: **

    Intelligenter, digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch in Echtzeit misst, speichert und überträgt

    **Dynamischer Stromtarif: **

    Tarifmodell, bei dem sich der Preis für Strom laufend an den tatsächlichen Marktpreisen orientiert, die an der Strombörse entstehen

    **Smart Grid: **

    Intelligentes Stromnetz, das mithilfe digitaler Technologien Erzeugung, Verteilung, Speicherung und Verbrauch von Strom dynamisch optimiert

    **Durchgehende Vermessung: **

    Erfassung von Daten zu Verbrauch, Stromfluss und Netzleistung, um Sicherheit und Zuverlässigkeit des Stromnetzes zu gewährleisten

    **Spannungsband: **

    Obere und untere Grenze der elektrischen Spannung eines Stromnetzes, die von den Netzbetreibern eingehalten werden muss, um einen stabilen Betrieb zu gewährleisten

    **Leitstand: **

    Zentrale Schaltstelle zur Steuerung und Überwachung von Energieanlagen, Netzen und kritischen Infrastrukturen, in der permanent Datenströme zusammenlaufen und ausgewertet werden

    **Software-Agent: **

    Computerprogramm, das in der Lage ist, selbstständig und ohne direkte menschliche Kontrolle Aufgaben auszuführen und sich an seine Umgebung anzupassen

    **Geothermie: **

    Im Erdinneren gespeicherte Wärmeenergie, die zur Energiegewinnung genutzt werden kann. Sie kann zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung eingesetzt werden

    **Sektorkopplung: **

    Intelligente Verknüpfung der Energiesektoren Strom, Wärme und Mobilität, um erneuerbare Energien effizient und flexibel zu nutzen

    **Szenografie: **

    Die Gestaltung von Raum, Licht, Ton und Objekten z.B. für Bühne, Film oder Ausstellungen, um eine bestimmte Atmosphäre zu schaffen

    **Kostenstruktur: **

    Verteilung der Gesamtkosten z.B. hinsichtlich der Frage, welche Kosten kurzfristig als fix und welche kurzfristig als variabel zu betrachten sind

    **Tauchsieder: **

    Ein elektrisches Heizgerät, das direkt in Flüssigkeiten wie Wasser getaucht wird, um sie schnell zu erhitzen

    **Elektrolyseur: **

    Ein Gerät, das eine chemische Verbindung mithilfe von elektrischem Strom in ihre Bestandteile zerlegt

    **Kaverne: **

    Unterirdischer Hohlraum, der zur Speicherung von Gasen wie Erdgas oder Wasserstoff genutzt wird

    **Angriffsvektor: **

    Weg oder Methode, über die ein Angreifer in ein System eindringt, um Schaden zu verursachen oder unbefugt Zugriff zu erlangen

    **Commodity: **

    Ein standardisiertes, austauschbares Gut, das meist in großen Mengen gehandelt wird, wie z. B. Öl, Gas und Strom

    **Late Adopter: **

    Individuum oder Unternehmen, das Neuerungen wie z.B. neue Technologien erst spät im Vergleich zur Mehrheit annimmt

    **Liability of smallness: **

    Wirtschaftswissenschaftliche Theorie über die Wachstumsschwierigkeiten und erhöhte Wahrscheinlichkeit des Scheiterns kleinerer Unternehmen aufgrund fehlender Ressourcen

    **Internet der Dinge: **

    Netzwerk intelligenter Geräte, die mit Sensoren, Software und anderen Technologien ausgestattet sind, um Daten zu sammeln und lokal oder über das Internet auszutauschen

    **Software-Agent: **

    Computerprogramm, das in der Lage ist, selbstständig und ohne direkte menschliche Kontrolle Aufgaben auszuführen und sich an seine Umgebung anzupassen

    **Semantik: **

    Bedeutung von Zeichen, Wörtern und Sätzen in einer Sprache und wie diese Inhalte verstanden, interpretiert und verwendet werden

    1 hr 27 min
  • Für eine einfache und soziale Klimapolitik
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Carsten Helm

    Die fünfte Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ widmet sich der Frage, wie eine einfache und zugleich gerechte Klimapolitik gelingen kann. Im Gespräch mit Prof. Dr. Carsten Helm, dem Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, wird deutlich, dass einzelne Maßnahmen wie Subventionen für Elektromobilität oder Flotteneffizienzstandards zwar sinnvoll erscheinen, ihre Kombination jedoch unbeabsichtigte Nebenwirkungen haben und klimaschädliche Alternativen fördern können. Vor diesem Hintergrund wird diskutiert, wie ein sektorenübergreifendes Emissionshandelssystem in Verbindung mit sozial ausgerichteten Fördermaßnahmen einen fairen Weg eröffnen könnte, verbindliche CO₂-Ziele tatsächlich zu erreichen. Dabei werden sowohl politische und gesellschaftliche Hürden als auch übersehene Chancen beleuchtet. Im Mobilitätssektor könnten zum Beispiel Gewöhnungseffekte die Akzeptanz von Elektromobilität stärken. Dies lässt hoffen, dass eine einfache und sozial gerechte Klimapolitik auch in herausfordernden Zeiten keine Utopie bleiben muss.

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    Lehrstuhl für Finanzwissenschaft

    Prof. Dr. Carsten Helm

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **Kernfusion: **

    Physikalischer Prozess, bei dem zwei leichte Atomkerne zu einem schwereren Kern verschmelzen, wobei eine enorme Menge an Energie freigesetzt wird

    **Schwachlicht-Absorptionsfähigkeit: **

    Fähigkeit eines Materials oder Systems, Licht bei sehr geringer Intensität effektiv zu absorbieren, damit bspw. Solarzellen auch bei geringer Lichtintensität effizient arbeiten

    **Elektrolyse: **

    Elektrochemischer Prozess, bei dem mithilfe von elektrischem Strom Wasserstoff hergestellt wird

    **Dynamischer Strompreis: **

    Preismodell, bei dem sich der Strompreis laufend ändert, abhängig von Angebot und Nachfrage auf dem Strommarkt

    **Smart Meter: **

    Intelligenter, digitaler Stromzähler, der den Stromverbrauch in Echtzeit misst, speichert und überträgt

    **Lastprofil: **

    Zeitlicher Verlauf des Stromverbrauchs eines Haushalts, Unternehmens oder einer Anlage, der zumeist in 15-Minuten- bis Stundenschritten über einen Zeitraum angegeben wird

    **E-Fuels: **

    Synthetisch hergestellte, flüssige oder gasförmige Treibstoffe, die mit Hilfe von erneuerbarem Strom, Wasser und CO₂ produziert werden

    **Externalitäten: **

    Auswirkungen wirtschaftlicher Aktivitäten auf unbeteiligte Dritte, die nicht über den Preis- oder Marktmechanismus vermittelt werden

    **Emissionszertifikatspreis im Verkehrs- und Gebäudesektor: **

    Der Preis eines Emissionszertifikates nach Brennstoffemissionshandelsgesetz beträgt seit 2025 55 Euro/Tonne CO2

    **Cap: **

    Begriff, der im Zusammenhang mit dem Emissionsrechtehandel die oberste Grenze der zulässigen Treibhausgasemissionen in einem bestimmten Zeitraum und geografischen Gebiet festlegt

    **Partikularinteressen: **

    Eigeninteressen einzelner Gruppen, Organisationen oder Individuen, die nicht das Allgemeinwohl, sondern nur die Interessen eines begrenzten Kreises vertreten

    1 hr 22 min
  • Informatikbildung als Chance
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Ira Diethelm

    In der vierten Episode des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ stellt Professorin Dr. Ira Diethelm die Utopie einer umfassenden Informatikbildung als Chance für alle Kinder, und besonders für Mädchen, vor. Sie zeigt, warum Informatikunterricht weit mehr ist als Programmieren und wie dieser Kompetenzen für kritische Reflexion, gesellschaftliche Teilhabe und den Umgang mit digitalen Technologien vermittelt. Anhand praxisnaher Beispiele aus der Didaktik wird deutlich, wie Kinder spielerisch an grundlegende Konzepte der Informatik wie Automatisierung, Vernetzung oder Künstliche Intelligenz herangeführt werden können. Informatikbildung erweist sich dabei als Schlüssel, um Chancengleichheit zu stärken, digitale Teilhabe zu ermöglichen und nachhaltige Entwicklung zu unterstützen.

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    Didaktik der Informatik

    Prof. Dr. Ira Diethelm

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    **MINT-Fach: **

    Ein Akronym für die Schulfächer bzw. Studienbereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften (wie Physik, Chemie, Biologie) und Technik

    **Bildungsauftrag: **

    In den Schulgesetzen der Bundesländer verankerte gesellschaftliche und gesetzliche Verpflichtung von Bildungseinrichtungen, z.B. Schulen, Bildung zu vermitteln

    **Artikel 2 Grundgesetz, Abs. 1: **

    Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt und nicht gegen die verfassungsmäßige Ordnung oder das Sittengesetz verstößt.

    **Sachkompetenz: **

    Sachkompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Fakten, Begriffe, Zusammenhänge und fachliches Wissen korrekt zu verstehen und darzustellen

    **Beurteilungskompetenz: **

    Beurteilungskompetenz bezeichnet die Fähigkeit, Fakten, Zusammenhänge oder Probleme mit geeigneten Kriterien zu bewerten und eine reflektierte Position zu entwickeln

    **Informationen vs. Daten: **

    Daten sind unverarbeitete Zeichen oder Werte, die für sich genommen keine Bedeutung haben. Informationen entstehen, wenn Daten in einen Zusammenhang gebracht und interpretiert werden

    **Digitalisierung: **

    Die Erfassung, Verarbeitung und Nutzung von Informationen in digitaler Form mit dem Ziel, Prozesse effizienter, vernetzter und innovativer zu gestalten

    **Automatisierung: **

    Arbeits- oder Steuerungsprozesse werden selbstständig durch Maschinen, Computer oder digitale Systeme ausgeführt, ohne dass der Mensch im laufenden Prozess eingreifen muss

    **Vernetzung: **

    Der Begriff bezieht sich auf die Verbindung von Computern, Geräten, Systemen oder Programmen zu einem Netzwerk, sodass sie Daten austauschen und miteinander kommunizieren können

    Reflexionsfähigkeiten:

    Fähigkeiten, über das eigene Denken, Handeln, Fühlen und Lernen nachzudenken, es zu hinterfragen und daraus Schlüsse zu ziehen

    **Dagstuhl-Dreieck: **

    Ein Modell aus der Informatikdidaktik, das die Phänomene, Situationen und Gegenstände der digitalen vernetzten Welt in Beziehung zueinander setzt

    **Ziele für Nachhaltige Entwicklung: **

    Von den Vereinten Nationen verabschiedete Liste an 17 Nachhaltigkeitszielen, z.B. zu hochwertiger Bildung, Geschlechtergerechtigkeit sowie Innovation & Infrastruktur

    **IT2School: **

    Praxisorientiertes Bildungsprojekt, das Kindern der Klassenstufen 4 bis 10 grundlegende IT-Kompetenzen vermittelt und ein Verständnis für dahinterstehende Prozesse fördert

    **Scratch: **

    Eine visuelle Programmiersprache, die speziell dafür entwickelt wurde, Kindern und Jugendlichen einen spielerischen Einstieg ins Programmieren zu ermöglichen

    **Makey Makey: **

    Eine Platine, die als Tastaturersatz an einen Computer angeschlossen werden kann und vor allem im Bildungsbereich eingesetzt wird, um Menschen spielerisch an Technik heranzuführen

    **Anton-App: **

    Die Anton-App ist eine kostenlose, werbefreie Lernplattform für Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 bis 10 sowie der Vorschule

    Machine Learning:

    Fähigkeit von Computern, aus Daten zu lernen, Erfahrungen zu verallgemeinern und Vorhersagen zu treffen, ohne explizit programmiert zu sein

    **Curriculum: **

    Systematisch aufgebauter Lehrplan für ein Fach, eine Schulform oder Bildungsstufe, der festlegt, was, wann und wie gelernt werden soll

    **Blockbasiertes Programmieren: **

    Kindgerechte und visuelle Methode, um die Grundlagen des Programmierens zu erlernen, ohne dabei Codes schreiben zu müssen

    **Physical Computing: **

    Bereich der informatischen Bildung, bei dem digitale Systeme meist unter Einsatz von Mikrocontrollern physische Objekte steuern oder mit der realen Welt interagieren

    **Calliope Mini: **

    Kleiner Computer auf einer einzigen Platine, der speziell für den Einsatz im Schulunterricht entwickelt wurde

    **Integrales Produktdesign: **

    Design, bei dem die Komponenten eines Produktes in ihrer Funktionsweise erheblich voneinander abhängig sind. Häufig können sie auch nicht schadensfrei voneinander gelöst werden.

    1 hr 20 min
  • Industrie-strategische Realisierung der Windausbauziele
    Ein Gespräch mit Dr. Stephan Barth

    Die dritte Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ beleuchtet mit Dr. Stephan Barth vom Zentrum für Windenergieforschung ForWind die industrie-strategische Umsetzung der Windausbauziele. Im Gespräch wird deutlich, wie stark sich die Windenergie in den letzten Jahren verändert und weiterentwickelt hat. Thematisiert werden sowohl Unterschiede zwischen alter und neuer Technologie als auch die besonderen Herausforderungen von Windkraftwerken auf See, die extremen Bedingungen wie Salzwasser, Korrosion und stärkeren Winden standhalten müssen. Die Folge führt außerdem in die aktuelle Forschung ein: von realitätsnahen Windkanal- und Laborexperimenten bis hin zu hochsensiblen Lidar-Messsystemen. Aus Sicht unseres Experten ist es für die Energiewende notwendig, technologische Innovationen mithilfe einer Industriestrategie zu verfolgen, die Produktion in Europa zu stärken, Automatisierung zu nutzen und Anhängigkeiten von fremden Märkten zu verringern. Ebenso zeigt die Folge, dass Fortschritte in Regulierung und Akzeptanzforschung zentrale Bausteile sind, um die Windkraft auszubauen und die Energiewende erfolgreich umzusetzen.

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    ForWind

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    Zustands- und Restlebenszeit-Überwachung:

    Verfahren, die den aktuellen technischen Zustand wichtiger Komponenten frühzeitig erfassen, um den sicheren Weiterbetrieb einer Windkraftanlage abzuschätzen

    Rauigkeit:

    Bezeichnung für die Oberflächenstruktur des Geländes, die den Windfluss beeinflusst, z. B. durch Wälder, Gebäude, Wiesen und Gewässer

    Scherung:

    In der Meteorologie steht Scherung für die Änderung der Windrichtung oder Windgeschwindigkeit mit der Höhe

    Transition Piece:

    Übergangsstück zwischen dem Monopile-Fundament (Stahlpfahl im Meeresboden) und dem Turm der Windkraftanlage

    Algorithmus:

    Eine endliche, eindeutige Folge von Anweisungen oder Rechenschritten, die dazu dient, ein Problem zu lösen oder eine bestimmte Aufgabe auszuführen

    Ähnlichkeitsgesetze:

    Bedingungen, unter denen zwei physikalische Systeme als ähnlich gelten, sodass die Ergebnisse z.B. von einem verkleinerten Modell auf eine echte Windkraftanlage übertragbar sind

    Lidar:

    Technologie zur Messung von Entfernungen und Geschwindigkeiten mittels Laserstrahlen, welche bspw. zur Windmessung eingesetzt wird

    Anemometer:

    Messgerät zur Bestimmung der Windgeschwindigkeit

    Doppler-Effekt:

    Physikalisches Phänomen, bei dem sich die wahrgenommene Frequenz einer Welle verändert, wenn sich Sender und Empfänger relativ zueinander bewegen

    Ausbauziele:

    Politisch oder strategisch festgelegte Zielvorgaben zum quantitativen Wachstum bestimmter Infrastrukturen oder Technologien, typischerweise im Bereich der Energiewende

    Geschlossener Stoffkreislauf:

    Bewusst geplanter Materialfluss, bei dem Produkte, Komponenten oder zumindest Materialien nach Gebrauch wiederverwendet werden, um Ressourcen im Kreislauf zu halten und zu schonen

    Wertschöpfung:

    Zuwachs an wirtschaftlichem Wert, der durch eine Tätigkeit, ein Unternehmen oder eine Branche entsteht, weil z.B. ein Produkt wertvoller ist als die Summe der verwendeten Inputs

    Total Cost of Ownership:

    Konzept zur Bewertung aller direkten und indirekten Kosten, die mit dem Erwerb, Betrieb und der Entsorgung eines Produkts oder Systems über den gesamten Lebenszyklus verbunden sind

    Sandboxing:

    Unten: Schaffen eines isolierten Bereichs, innerhalb dessen z.B. Innovationen in einem begrenzten Umfeld und Zeitraum erprobt werden können

    1 hr 9 min
  • Zero Defect Manufacturing: Die Rolle digitaler Zwillinge in der Batterieproduktion
    Ein Gespräch mit Prof. Dr. Andreas Rauh

    Die zweite Folge des Projekts „Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen“ beschäftigt sich mit der Vision von Prof. Andreas Rauh zu einer Produktion ohne Ausschuss, auch bekannt unter dem Schlagwort Zero Defect Manufacturing. Ziel ist es, Rohstoffe effizienter zu nutzen, Emissionen zu reduzieren und Produktionsfehler beispielsweise mit Hilfe Digitaler Zwillinge frühzeitig zu erkennen und zu vermeiden. Am Beispiel der Batteriezellfertigung, einer Schlüsseltechnologie für die Elektromobilität und die Energiewende, wird deutlich, wie groß das Potenzial ist. Heute liegt der Ausschuss prozentual häufig im zweistelligen Bereich, was enorme Ressourcen bindet. Die Folge zeigt, dass Europa durch den Aufbau eigener Fertigungskapazitäten und innovativer Modelle nicht nur unabhängiger werden, sondern auch seine hohen Qualitätsstandards sichern kann.

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    Abteilung Verteilte Regelung in Vernetzten Systemen

    Prof. Dr. Andreas Rauh

    Lehrstuhl für Sustainability and Supply Chain Management

    Prof. Dr. Christian Busse

    Begriffserklärungen

    Mensch-Maschine-Interface:

    Die Schnittstelle zwischen einem Nutzenden und einem technischen System, die es ermöglicht, Informationen auszutauschen und Steuerungen vorzunehmen

    (Qualitäts-) Regelkreis:

    Begriff aus dem Qualitätsmanagement und der Prozessführung, der einen zyklischen Prozess zur Sicherstellung und kontinuierlichen Verbesserung der Qualität von Produkten, Dienstleistungen oder Prozessen beschreibt

    Digitaler Zwilling:

    Virtuelles Abbild eines physischen Objekts, Prozesses oder Systems, welches den Zustand, das Verhalten und die Eigenschaften des realen Gegenstücks widerspiegelt

    Aktor:

    Ein antriebstechnisches Bauteil, das ein erhaltenes Signal in eine Aktion, wie z.B. eine mechanische Bewegung, umsetzen kann

    Konfidenzintervall:

    Konzept der Statistik, das Bereiche angibt, in dem ein unbekannter Parameter mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit (z.B. 95%) liegt

    Retrofitting:

    Der Begriff beschreibt das Hinzufügen neuer Funktionen oder das Aktualisieren eines bestehenden Systems, um dessen Leistung, Effizienz oder Sicherheit zu verbessern

    Machine-Learning-Modell:

    Algorithmus, der darauf ausgelegt ist, Muster in Daten zu erkennen und auf dieser Basis Vorhersagen oder Entscheidungen zu treffen

    Six Sigma:

    Datengesteuerte Methodik im Qualitätsmanagement zur Prozessverbesserung durch die Beseitigung von Fehlern und Schwankungen

    Inline-Messtechnik:

    Messtechnik, die es ermöglicht, kontinuierlich und in Echtzeit Daten zu erfassen, ohne dass der Prozess unterbrochen werden muss

    Dendriten-Bildung:

    Dendriten sind Kristallstrukturen, die während des Ladeprozesses auf einer Elektrode wachsen können

    Molekulardynamik:

    Simulationstechnik, die zur Untersuchung der Bewegung von Atomen und Molekülen in verschiedenen Systemen verwendet wird

    Formierungsprozess:

    Prozessschritt in der Batteriezellenfertigung, der sich auf das Initialisieren und Aktivieren der Batteriezellen bezieht

    End of Life:

    Der wirtschaftlich oder technisch bedingte Zeitpunkt, zu dem ein Produkt nicht mehr seinen ursprünglichen Zweck erfüllen kann

    1 hr 3 min

About Nachhaltigkeitsutopien aus/von/für Niedersachsen

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Nachhaltigkeitsforschende der Uni Oldenburg stellen ihre persönlichen Utopien der Zukunft dar, auf die sie mit ihrer Forschung hinarbeiten. Die Nachhaltigkeitsutopien sollen positiv besetzte Visionen…