Nerdfunk (m4a)

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Nerdfunk (m4a) episodes

  • Social-Media-Verbot für die Jungen? (Oder doch besser für die Alten?)
    Australien führte am 10. Dezember 2025 als erstes Land weltweit ein Gesetz ein, das Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren eigene Konten bei vielen grossen Social-Media-Plattformen verbietet. Zahlreiche Nationen erwägen, ebenfalls solche Gesetze einzuführen. Auch in der Schweiz gibt es eine solche Diskussion, allerdings mit weniger Begeisterung als in Frankreich, Grossbritannien, Indonesien, Malaysia, Neuseeland und Spanien.
    Trotzdem fragen wir: Wäre das eine Methode, die Jugendlichen effektiv zu schützen? Oder ist es im Gegenteil bloss eine Scheinlösung, die den Betroffenen ihre Mitsprache nimmt – und obendrein verhindert, dass sie rechtzeitig eigene Medienkompetenz aufbauen können?
    Wir diskutieren diese Fragen und stellen eine provokative These in den Raum: Wie wäre es, wenn die sozialen Medien – und alle, die sich dort aufhalten – sich so aufführen würden, dass auch Kinder sich nicht gefährdet fühlen müssen?
    34 min
  • Wenn der Mac Mini kurz davorsteht, wegen der KI in die Luft zu fliegen
    Was kann schiefgehen, wenn man sich den Posteingang von einer KI aufräumen lässt? Antwort: Alles. Ausgerechnet eine Sicherheitsforscherin bei Meta hatte die Idee, sich vom viel zitierten KI-Agenten OpenClaw beim Aufräumen ihres Postfachs helfen zu lassen. Doch die künstliche Intelligenz ging nicht sehr behutsam an die Sache heran, sondern begann eine wilde Löschaktion. Um ihre Kommunikation zu retten, musste Summer Yue zu ihrem Mac Mini rennen und eingreifen, als «sei sie ein Bomben-Entschärfungskommando».
    Hätte man dieses Risiko nicht vorausahnen können? Diese Frage diskutieren wir in der heutigen Ausgabe von Patch Tuesday. Ausserdem besprechen wir den möglicherweise wegweisenden Prozess gegen Social-Media-Unternehmen in Los Angeles, das mögliche Sterben der Marke XBox und Ransomware im Gesundheitswesen.
    35 min
  • Der Unabhängigkeitskampf hat begonnen!
    Noch im alten Jahr wurde der «Digital Independence Day» (DID), respektive der «digitale Unabhängigkeitstag» (DUT) ausgerufen.
    Am 39C3-Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg erklärte Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling, wie diese Revolution funktionieren soll: An jedem ersten Sonntag im Monat überlegen sich Teilnehmer und Teilnehmer, wie und wo sie die Abhängigkeit der Tech-Konzerne reduzieren könnten – indem X durch Mastodon ersetzt wird, Whatsapp Signal oder Threema weichen muss, statt der Google-Suchmaschine Ecosia oder Duck Duck Go zum Zug kommt und die Mediathek der öffentlich-rechtlichen Medien die Rolle von Amazon und Netflix übernimmt.
    Es soll eine entspannte Revolution werden, bei der kein Blut fliesst – aber dafür idealerweise deutlich weniger Geld über den grossen Teich zu den Tech-Oligarchen. Wir diskutieren diese Initiative, geben unsere eigenen Tipps ab und fragen uns, ob hier reine Idealisten am Werk sind oder ob der Zug schon abgefahren ist.
    39 min
  • Die geheime Welt der Pokémon-Karten
    Sind Pokémon-Sammelkarten noch eine Nische oder sind sie schon im Mainstream angekommen? Was irgendwann mal auf dem Schulplatz angefangen hat, ist mittlerweile zu einem weltweiten popkulturellen Phänomen angewachsen. Ein Schatz – eine seltene Karte – kann mehrere tausend Dollar wert sein.
    Seit ihrer Einführung in den späten 1990er-Jahren wurden Milliarden Karten gedruckt, internationale Turniere organisiert und spektakuläre Auktionserlöse erzielt. Was ist das Erfolgsrezept? Vermutlich, dass Nostalgie, spielerischer Wettbewerb und reale Verdienstmöglichkeiten aufeinandertreffen. Wir versuchen, diesem Phänomen auf den Grund zu gehen, auch wenn es längst nicht alle Teammitglieder (Matthias) verstanden haben.
    35 min
  • Design kann furchtbar böse sein
    Websites, Shops und auch Geräte wie Drucker oder Smarthome-Gadgets sind oft voller Absicht auf schlechte Benutzerfreundlichkeit ausgelegt. Die Betreiber und Hersteller bringen uns mit Gestaltungstricks, manipulativen Formulierungen, undurchsichtigen Prozessen und konzeptionellen Finten dazu, Dinge zu tun, die unseren Interessen und Absichten widersprechen: Wir tätigen Impulskäufe, entscheiden uns für überflüssige Zusatzoptionen, schliessen versehentlich Abos ab oder tippen unabsichtlich ein Werbebanner an.
    Diese Methoden nennen sich Dark Pattern: Sie sind eigentlich verboten oder bewegen sich in einem rechtlichen Graubereich – und dennoch sind sie allgegenwärtig. Wir betreiben Aufklärung und erläutern, wie die Muster funktionieren, wie man sie erkennt und mit welchen Massnahmen wir es schaffen, uns den Manipulationsversuchen zu entziehen.
    37 min
  • Vorsicht, wenn der Chef anruft!
    Das Jahr ist noch jung, aber in der digitalen Welt hat sich einiges getan: In Schwyz erbeuten Betrüger mittels eines sogenannten CEO-Fraud einen Betrag in Millionenhöhe. Ist die KI schuld oder die Naivität der Opfer?
    Ausserdem kooperiert Apple mit Gemini, um Siri und Apple Intelligence zu verbessern. Ist das das Eingeständnis, dass der iPhone-Konzern die künstliche Intelligenz selbst nicht auf die Reihe bekommt.
    Ausserdem feiert Wikipedia den 25. Geburtstag und steht wegen KI und der gesellschaftlichen Spaltung unter Druck. Und am Kongress des Chaos Computer Club in Hamburg rief Bestseller-Autor Marc-Uwe Kling den digitalen Unabhängigkeitstag aus. Ist das eine ernst zu nehmende Initiative oder zum Scheitern verurteilter Aktivismus?
    Und da das Stichwort Apple bereits fiel: Ist das neue «Creator Studio Bundle» der Moment, wo die Software-Abonnements endgültig gewonnen haben – oder eine Gelegenheit, Pages, Numbers, Keynote und den anderen Anwendungsprogrammen aus Cupertino endgültig den Rücken zuzukehren?
    35 min
  • Wie die KI das Übermorgen verändert – und wir uns dafür wappnen
    Jürg Schlienger ist Dozent und Ausbildner und er bezeichnet sich selbst als «KI-Enthusiasten» und «Übermorgengestalter». Sein Fachbuch mit dem Titel «Grundlagen der künstlichen Intelligenz» hat den Anspruch, die KI verständlich zu machen, ohne dass man gleich ein Informatikstudium absolvieren müsste. Er erklärt, wie die KI funktioniert, was sie kann – und wo die Grenzen liegen. Wir sprechen mit ihm über seine Erfahrungen mit der KI und fragen nach seinen Tipps im Umgang mit dieser neuen Kulturtechnik.
    37 min
  • 2026 geht uns die KI so richtig auf die Nerven
    Wir starten mit steilen Thesen ins neue Jahr: Wir spekulieren darüber, welche Wendungen die Computerhistorie nehmen könnte. Wir lassen uns von gewissem Wunschdenken beeinflussen, loten Horrorszenarien aus – aber wir bleiben auf dem Boden des Möglichen. Das heisst, nein, leider wird auch in dieser Sendung Apple nicht in ein basisdemokratisch organisiertes Entwicklerkollektiv umgewandelt, Mark Zuckerberg nicht zusammen mit Elon Musk auf dem Mars ausgesetzt, Twitter wird nicht liquidiert, ChatGPT nicht nur noch in Züritütsch angeboten und Clouddienstleistungen auch nicht bei Gefängnisstrafe verboten.
    Hingegen postulieren wir, dass sich der Widerstand gegen die künstliche Intelligenz formieren wird, die KI-Blase platzt, die Konzerne mehr Geld mit ihren Sprachmodellen scheffeln wollen und der Frust bei der Datenschutz-bewussten Bevölkerung rasant anwächst. Und dass die UKW-Querelen weitergehen.
    Falls ihr eigene Prognosen habt, teilt sie uns mit. Wir kommen in einer der künftigen Sendungen gern auf sie zurück.
    37 min
  • Gleich ums Eck gehts ins Usenet
    Jetzt ist es soweit: 2025 ist fast überstanden und unser Realitätsabgleich biegt auf die Zielgerade ein. Doch bevor ihr unsere Auf- und Absteiger des Jahres erfahrt, müsst ihr noch einige unangenehme Dinge über euch ergehen lassen. Bei den digitalen Inhalten haben wir zwar einige tolle Top-Nennungen zu bieten. Sie wiegen die Klagen und Sorgen aus dem Flop-Bereich bedauerlicherweise nicht ansatzweise auf: Das Streaming, der AI Slop, die Enshittification und Weltwoche Daily – das Elend kennt kaum ein Ende.
    Auch die Absteiger von 2025 verderben uns kurzfristig die fröhliche Stimmung. Unser Jahresrückblick lässt keinen Zweifel daran, dass 2025 viele Wendungen zum Schlechteren brachte und als ungewöhnlich düster in die Geschichte eingehen wird. Können die Aufsteiger so ausreichend Optimismus für einen angenehmen Ausklang des Jahres verbreiten? Ja, denn auch die kleinen Dinge machen Spass und beweisen, dass nicht alles schlechter wurde.
    Und wie immer ist unsere grösste Freude, mit euch auf 2026 anzustossen. Wir wünschen einen guten Start und freuen uns, wenn ihr uns in unserem 17. Jahr die Treue haltet. Nebenbei bemerkt, dauert es nur noch zwölf Monate, bis wir volljährig sind. Wie sich das aufs Programm auswirken wird, ist völlig offen.
    31 min
  • Einmal im Monat regt sich Kevin richtig auf
    Gute Software funktioniert einfach – und fällt daher nicht auf. Trotzdem haben wir es geschafft, unsere Rubrik der Top-Apps mit hochkarätigen Nominierungen zu bespielen: Ein ganzes Dutzend an Vorschlägen für solide, zuverlässig arbeitende Programme bringen wir zusammen, die sich sehen lassen können. Doch wie üblich in unserem Jahresrückblick loben wir nicht nur, sondern kritisieren auch. Und dieses Jahr gibt es einiges zu kritisieren – denn allein die KI erzeugt softwaremässig jede Menge Kollateralschäden.
    Das ist nicht alles, was die zweite Folge unseres digitalen Realitätsabgleichs zu bieten hat. Wir behandeln auch die Höhepunkte und Abschiffer von 2025 aus dem Web. Und unsere Tops sind (mit etwas Glück) auch für euch eine echte Fundgrube.
    31 min

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