Nerdfunk (MP3)

Nerdfunk (MP3)

By Matthias Schüssler, Kevin Rechsteiner, Christian SchmidTechnologyEducationCourses
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Nerdfunk (MP3) episodes

  • Ehekrach im smarten Home
    Wenn die Weihnachtsbeleuchtung funkelt, die Heilsarmee singend an jedem Ecken steht, die Chläuse unschuldigen Kindern Mandarinen aufnötigen und der Konsumterror keine Grenzen kennt, dann ist es wieder so weit: Es ist Zeit für den digitalen Realitätsabgleich – die grosse Jahresendshow des Nerdfunks!
    Wir schauen zurück aufs Jahr und das, was uns in digitaler Hinsicht bewegt hat. Im ersten Teil geht es um Gadgets, die uns begeistert und entsetzt haben – um gelungene Technik und Produkte, die schon als Elektroschrott aus der Packung kamen.
    Im ersten Teil spielen Geräte eine Rolle, die unsere Häuser und Wohnungen App-kompatibel und fernsteuerbar machen. Ob das ein Top oder Flop ist, sei an dieser Stelle nicht verraten. Nur so viel: Wir haben einen ausgeklügelten Plan, wie der Kühlschrank und der Saugroboter sich gegen Einbrecher verbünden.
    Der digitale Realitätsabgleich im Nerdfunk: Teil zwei und drei dann nächste und übernächste Woche!
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-414/
    30 min
  • Das Baby hat die Hausaufgaben gefressen
    Kummerbox Live heute mit drei echten und einem selbstgemachten Problem. Die echten vorneweg: Bruno hat vorneweg eine knifflige Anschlussfrage an unsere Sendung zum Telekom-Befreiungsschlag: Er möchte wissen, wie er es anstellt, dass er einerseits seinen Festnetzanschluss ohne Monatsgebühr über einen Internetanbieter betreiben und gleichzeitig ADSL über die Telefonleitung verwenden kann – das sind zwei Dinge, die sich einerseits bedingen und andererseits gegenseitig auszuschliessen scheinen.
    Gabi kämpft (wie andere auch) mit der Foto-Synchronisierung am iPhone und mit iTunes: Beim Datenabgleich gehen die Alben verloren. Und Karin fragt sich, warum ihr Windows sie plötzlich mit unheilschwangeren Meldungen zu anstehenden Updates behelligt.
    Und das selbstgemachte Problem? Das hat mit Matthias zu tun, der sich auf Facebook und Twitter mit anderen in die Haare gerät, ohne dass dabei etwas Schlaues herauskommen würde. Wie schafft es Kevin da bloss, diesen sinnlosen Gockelkämpfen aus dem Weg zu gehen?
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-413/
    31 min
  • Game over
    Irgendwann einmal wird auch bei uns dem Motherboard der Saft ausgehen, das Betriebssystem im Hirn den Betrieb einstellen und der Inhalt der geistigen Speicherbänke sich auf immer verflüchtigen. In der Technikwelt nennt man das Hardwareversagen, bei uns Menschen Tod. Alle Menschen sterben, sagt unser Gast. Und das ist wahrscheinlich wahr, auch wenn wir Nerds das nicht so recht glauben mögen. Wir haben die Vorstellung, wir würden unseren Geist schon bald in eine Maschine überspielen können, um dann ewig zu leben, wie es Futurist Ray Kurzweil im Buch «Live Long Enough to Live Forever» plakativ beschreibt. Das wird so bald nicht passieren, wenn man dem Hirnforscher glauben darf.
    Also, darum reden wir in dieser Sendung – live aus der Music Esse Bar, man vom nahen Bahnhof her das pulsierende Leben hört – über den Tod: Die ursprüngliche Idee war, die administrative bzw. organisatorische Seite in den Vordergrund zu rücken: Was machen wir mit den Passwörtern, mit den Social-Media-Konten, unseren Daten, Fotos und dem ganzen digitalen Nachlass? Doch es ist anders gekommen – es sollte mehr übers Sterben an sich gehen: Unseren Umgang während wir gesund und munter sind, das Verdrängen. Und das Versprechen unseres Gastes, seine Plattform würde dem Tod den Schrecken nehmen.
    Unser Gast ist Martin Schuppli von deinadieu.ch, einer Plattform, die sich fürs selbstbestimmte Sterben einsetzt, Dienstleistungen anbietet und uns Individualisten helfen will, uns auf unser Ende vorzubereiten.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-412/
    29 min
  • Wie die Pixel lügen lernten
    1987 fing alles an: Ein Mann namens Thomas Knoll schrieb ein simples Programm, das ein Graustufenbild an einem Schwarzweissmonitor darstellen konnte. Aus diesem Programm namens Display wurde Photoshop und eine 30-jährige Erfolgsgeschichte ohnegleichen. Für den Hersteller ist sie ein Grund zum Feiern: Adobe dominiert heute die grafische Industrie und «Photoshoppen» wurde sogar zum Verb.
    Doch wie gross ist die Partylaune bei uns, die wir uns tagtäglich den Erzeugnissen dieser Software ausgesetzt sehen, ob wir wollen oder nicht? Die ästhetischen Mittel der Bildbearbeitung beeinflusst die Modebranche, Werbung und die Schönheitsideale, sodass manche sich fragen, welche Schuld die Software an Magersucht und Körperhass trägt. In Frankreich jedenfalls müssen Bildbearbeitungen inzwischen deklariert werden und auch viele Fotografen wünschen die Software längst auf den Mond: Denn welchen Wert haben Talent und Fleiss bei der Arbeit noch, wenn mittels Software jedes beliebige Resultat hingetrickst werden kann?
    Und es kommt bald noch schlimmer: Mittels künstlicher Intelligenz werden die Manipulationsmöglichkeiten noch viel weitreichender und einfacher werden. Am Bildschirm ist die Realität beliebig formbar und Fiktion nicht mehr von Wahrheit zu unterscheiden. Eine Sendung über Technik, Ästhetik und Kreativität in Zeiten, in denen technisch alles möglich ist.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-411/
    30 min
  • Wie gut sind Youtuber beim Service-Public?
    Die Initianten des No-Billag-Volksbegehrens werfen sich für die Entscheidungsfreiheit der Medienkonsumenten in die Bresche. Sie wollen uns von der lästigen Pflicht entbinden, SRF schauen und hören zu müssen. Und weil der mündige Medienkonsument nicht einfach nur ein Geizhälslein ist, wird er sein Geld zu den Medienanbietern tragen, die den besten Job machen.
    Diese Argumentation klingt gut, zumindest dann, wenn man dem Markt die Wunderkraft zubilligt, einfach alles regeln zu können. Wir sind skeptisch, und erklären, warum. Und nein, wir tun nicht so, als ob wir neutral wären: Denn No-Billag heisst auch No-Stadtfilter – und da brauchen wir kein Wohlwollen zu heucheln.
    Was wir aber tun werden: Wir sprechen darüber, ob das althergebrachte Service-Public-Verständnis im Internet-Zeitalter noch sinnvoll ist: Ist lineares Radio und Fernsehen noch zeitgemäss? Erreicht man die Youtube-Generation mit UKW und DVB-C überhaupt noch? Oder wäre es sinnvoller, die Gebührengelder an die Youtube-Stars und die Instagram-Influencer zu überweisen?
    Mit im Studio ist unser Fernseh-Experte Digichris.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-410/
    0 min
  • Wir und das Netz werden langsam vergesslich
    Die einen in unserer Sendung (Matthias) spüren das Alter – in Form einer leichten nerdischen Midlife-Crisis, die sich mit der Frage in den Raum drängt: Was, wenn wir plötzlich an all den Neuerungen keinen Spass mehr haben und möchten, dass alles so bleibt?
    Die anderen (Bernhard, ein Fragesteller bei Kummerbox Live) finden es ganz gut, dass das Internet gewisse Anzeichen des Alterns zeigt, konkret: vergesslich wird. Denn nicht alles, was im Netz steht, sollte da für immer und ewig zu finden sein. Und während wir vor einiger Zeit eine Sendung darüber gemacht haben, wie man das Vergessen verhindert, geht es heute darum, der digitalen Gedächtnisschwäche Vorschub zu leisten: Wie tilgt man Informationen aus dem Netz?
    Gewisse Alterserscheinungen zeigt auch der PC, an dem Roger seit Jahren bastelt. Er verliert zwar keine Daten, friert aber gelegentlich ein. Liegt es am antiquierten CD-Laufwerk? Und wie kriegt Roger die Hörspiele für seine Kinder dennoch von der CD auf den iPod?
    Zuletzt eine zeitlose Frage: Die nach den Hackern und der persönlichen Sicherheit. Muss man als Betroffener des CCleaner-Hacks nur um seine Sicherheit fürchten, wo Matthias geschrieben hat, man sei mit einem «blauen Auge» davongekommen? Immerhin da können wir sagen: Die Zeit heilte diese Wunde, und das sogar ziemlich schnell...
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-409/
    30 min
  • Der Boss-Bot sitzt uns im Nacken
    Wie werden wir in zehn Jahren arbeiten? Das wissen wir nicht so genau, aber es besteht keine Frage, wer unser Chef sein wird: Nämlich ein Bot, der uns die Aufgaben zuteilt, den Output kontrolliert und daraus unsere Entlöhnung berechnet.
    Wir finden jedenfalls, dass es an der Zeit ist, uns schon einmal daran zu gewöhnen. Darum gibt bei dieser Sendung ein Twitterbot den Takt vor. Wir halten eine Folge von Patch Tuesday ab, jenem Sendeformat, bei dem wir Neuigkeiten aus der digitalen Welt analysieren, kommentieren und interpretieren. Die News, die wir abzuarbeiten haben, werden uns vom @nerdfunker zugespielt – und zwar im Vier-Minuten-Rhythmus.
    Der Twitter-Bot stammt von maege, und wie er die News auswählt, bleibt Betriebsgeheimnis. Was wir allerdings sagen können: Das neue Prinzip funktioniert hervorragend: Ein Twitter-Bot als Chef und Supervisor steigert die Effizienz, ist kostengünstig und zeitgemäss und wirkt sich überaus positiv auf den Shareholder Value aus. Und man spart sich das lästige Mitarbeitergespräch, weil Boss-bot nicht auf Feedback oder gar Lob programmiert ist.
    Eines fehlt allerdings noch: Eine wirkungsvolle Disziplinierungsmassnahme, wenn die menschlichen Untergebenen sich nicht ans Zeitlimit halten oder vom Thema abkommen. Aber das wird kein Problem mehr sein, wenn erst einmal die neuronale Schnittstelle implementiert ist: Dann gibt es per USB-C einen kleinen Stromstoss auf den Hypothalamus.
    Die Tweets zur Episode: Permalink: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-408/
    30 min
  • Werdet mündige Telekom-Nutzer!
    Unsere Haushalte werden telekommunikationsmässig mit Dreierlei versorgt: Mit Telefonie über den Festnetzanschluss, mit digitalem Fernsehen und natürlich mit Internet. Das nennt sich Triple Play, und es wird uns von den Telekom-Anbietern als Nonplusultra verkauft: Das sei komfortabel, man bekomme nur eine Rechnung, dafür aber einen einheitlichen Support – und alles sei wunderbar aufeinander abgestimmt. Man könnte das auch als «Rundum sorglos»-Pakete bezeichnen, was uns die UPC-Cablecom, die Swisscom und die anderen Telkos hier liefern.
    Doch was für viele Leute passt, ist längst nicht für alle das richtige: Wer nur wenig telefoniert, zahlt für den klassischen Festnetzanschluss wahrscheinlich zu viel. Wenn man statt lineares Radio und Fernsehen hauptsächlich Youtube, Netflix und Spotify konsumiert, dann kann man auch gleich zum cord cutter werden und den Kabelanschluss aufgeben. Hauptsache ist der Internetanschluss – wenn der schnell und zuverlässig ist, kann man die anderen Dienste auch individuell und nach Bedarf in Anspruch nehmen.
    Das Sparpotential ist beträchtlich und man gewinnt an Flexibilität: Denn der mündige Telekom-Nutzer sucht sich genau die Dienste aus, die er auch verwenden möchte. Er verwendet den Router, den er auch haben will – und nicht den, der ihm sein Telko-Anbieter zugeschickt hat. Und er reagiert auf Veränderungen bei seinen Bedürfnissen – und vor allem: Er lässt sich nicht von den Telkos gängeln.
    Wir bieten in dieser Sendung allen Hand, die bei ihrer Telekom-Versorgung über die Bücher gehen möchten und zeigen unsere Alternativen zu den Rundum sorglos-Paketen auf.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-407/ ‎
    31 min
  • Fotoklau und Musikdiebstahl
    Die einfachste Methode, zum Schwerverbrecher zu werden, ist, ein paar CDs irgendwo hochzuladen und sich dabei erwischen zu lassen. Das Urheberrecht wird rigide durchgesetzt, und es ist ein offenes Geheimnis, dass zum Beispiel die Musikindustrie durch drakonische Geldforderungen gegen Tauschbörsenbenutzer Exempel statuieren wollte – weil sich in den Chefetagen der grossen Labels schon zu Zeiten des Doppelkassettendecks leichte Paranoia-Gefühle breitgemacht haben. Und im Bereich der Fotografie wird abgemahnt, was das Zeug hält.
    Andererseits es im Internet auch passieren, dass man sich nicht auf der «Täter-», sondern auf der «Opfer»-Seite wiederfindet – wenn eigene Fotos plötzlich ungefragt und ohne Honorar von der eigenen Homepage auf eine grosse News-Website wandern.
    Was ist in diesen Zeiten richtig? Das Urheberrecht gänzlich abzuschaffen und uns daran zu gewöhnen, dass Informationen nicht unter Verschluss gehalten werden können, weil Information im Netz frei sein will. Oder ist der richtige Weg, das Urheberrecht mit allen Mitteln durchzusetzen, also nicht nur mit der juristischen Keule, sondern auch mit Filter-Algorithmen, so wie das Youtube seit Jahren tut und die EU sogar gesetzlich vorschreiben will?
    Wir versuchen eine praktische Annäherung an diese komplexe Materie – nicht juristisch und unideologisch, mit bewährten Tipps aus dem Internet-Alltag – und aus der Sicht von denjenigen, die beide Seiten kennen: Die des Tauschbörsenbenutzers und die der Beklauten.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-406/
    29 min
  • Kakofonie im Netz
    Eine grosse Errungenschaft des Web 2.0 war die Kommentarfunktion. Sie macht Medien, die vorher von der hohen Kanzel herabgepredigt haben, zu Diskussionsplattformen. Journalisten predigen nicht mehr von der Kanzel herab, sondern befinden sich auf Augenhöhe mit den Leserinnen und Lesern. Sie werden vom Publikum beim Wort genommen, korrigiert, widerlegt oder unterstützt. Wie haben wir uns damals gefreut: Das Web demokratisiert! Es verleiht den Leuten eine Stimme, auch wenn sie zufällig keine Druckerei oder Radiostation besitzen. Es ebnet den Weg zu einer reifen Mediendemokratie, die uns alle mündig und die Welt besser macht.
    Nun, inzwischen fragen wir uns, wie wir uns so irren konnten. Der Ton in den Kommentarspalten ist rauer, als wir uns das jemals vorstellen konnten. Da wird gegiftelt, gezündelt, mit Zynismus operiert, mit Lügen um sich geworfen und auf den Mann – und vor allem auf die Frau und auf Minderheiten – gespielt. Die Kommentarspalten werden von politischen Akteuren instrumentalisiert, von Bots heimgesucht und von Leuten mit Anstand und Respekt inzwischen mehrheitlich gemieden. Auch haben viele Medien erkannt, dass der gehässige Ton auf sie selbst zurückfällt und die Online-Kommentarbereiche geschlossen.
    Wir haben nicht mit den Trollen gerechnet, die jede Diskussion zum Entgleisen bringen. Und nicht mit dem Hass, der anonym oder mit voller Namensnennung gesät wird. Es ist darum an der Zeit, selbstkritisch über unsere Ideale zu sprechen. Das tun wir mit Matthias Möller, der beim Tagesanzeiger die Social-Media-Kanäle und die Community betreut. Wir versuchen uns an einer Analyse, fragen Matthias, wie er mit den Trollen verfährt – und wie man das Problem auch noch in den Griff bekommen könnte, ohne gleich zum alten System der von der Redaktion kuratierten Leserbriefe zurückzukehren.
    Die Links zur Episode: https://nerdfunk.ch/nerdfunk-405/
    31 min

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