Nerdfunk (MP3)

Nerdfunk (MP3)

By Matthias Schüssler, Kevin Rechsteiner, Christian SchmidTechnologyEducationCourses
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Nerdfunk (MP3) episodes

  • Überall bröckelt der Putz
    Während wir mit einer Mischung aus Schrecken und Faszination die täglichen Eskapaden der Chaostruppe im Weissen Haus verfolgen, wird auch die Tech-Welt von den globalen Umwälzungen tangiert: Muss sich Europa von den USA digital abnabeln oder zumindest die Unabhängigkeit verringern, wie es ein viraler Post auf Facebook fordert?
    Das diskutieren wir in der heutigen Folge von Patch Tuesday. Zu den weiteren Themen gehört die Frage, ob sich der Streamingdienst Spotify nicht zu sehr lobt, wenn er in einer Pressemeldung insinuiert, die Auszahlungen an die Künstlerinnen und Künstler seien heute so hoch wie noch nie.
    Weitere Themen – je nach Zeit: Kann das funktionieren, wenn Mozilla versucht, mit Werbung Geld zu verdienen, oder steht die Zukunft von Firefox auf dem Spiel? Und hat Apple die künstliche Intelligenz endgültig vermasselt?
    38 min
  • Schreiend aus dem Kino gerannt
    Die Computernerds gehen gern ins Kino. Dort sind sie hart im Nehmen und ertragen triefenden Kitsch, überzogene Action und Absurditäten wie Roboter mit menschlichen Gefühlen oder KIs, die eine ganze Raumschiffbesatzung um die Ecke bringt.
    Doch irgendwann reisst auch unser Geduldsfaden. Und dann stürmen wir nicht nur schreiend aus dem Kino. Nein, wir verfassen auch einen empörten Verriss auf Facebook und lästern auf Twitter. Und wenn es hochkommt, halten wir eine Sendung wie die heutige ab, in der es um die schlechtesten Filme aller Zeiten geht.
    Wir schöpfen aus unseren eigenen leidvollen Erfahrungen, aber wir werfen auch einen Blick in einschlägige Fachbücher, in denen es um Werke geht, die nach objektiven Kriterien missraten sind. Und wir möchten auch wissen, in welchen Filmen unserem Thema, der Computerwelt, besonders grosses Unrecht getan wird.
    39 min
  • Auf allen Kanälen derselbe Quatsch
    Die Zukunft ist heute: Das ist die neue Serie im Nerdfunk, in der wir der Frage nachgehen, wie sehr der technische Fortschritt unser Leben in den letzten 25 Jahren verändert hat. Heute bohren wir ein so dickes Brett, dass es gut sein kann, dass wir mehrere Anläufe nehmen müssen, um überhaupt ein Löchlein in die Oberfläche zu bekommen.
    Es geht um die Kommunikation: Vor 25 Jahren war für die meisten von uns der Festnetzanschluss das Kommunikationsmittel der Wahl – auch wenn die Nerds unter uns schon Mais geschrieben und gechattet haben. Beliebt war auch das Fax, und wer handschriftliche Briefe verschickt hat, war kein völliger Exot.
    Dann kamen SMS und Messenger und die ersten sozialen Netzwerke, für die wir ursprünglich nicht einmal eine allgemeingültige Bezeichnung hatten. Mit Youtube entstand vor genau zwanzig Jahren ein Massenmedium, mit dem jeder zum Star werden kann – oder sich durch eine ungeschickte Veröffentlichung bis auf die Knochen blamiert. Im Zug dieser Entwicklung mussten wir uns nicht nur an viele neue Apps wie Zoom, Snapchat, Slack, Discord, Tiktok und Threads gewöhnen, sondern auch an Phänomene wie Influencer, Memes, virale Posts und Shitstorms.
    So viele Kommunikationsmittel – und so grosse Probleme, uns untereinander zu verstehen: Wir analysieren nüchtern, ohne Kulturpessimismus und nur mit einer kleinen hobbyphilosophischen Anwandlung, ob wir uns zu sehr auf das technisch Machbare und zu wenig auf das menschlich Sinnvolle konzentriert haben.
    30 min
  • Die Enshittifications-Theorie am Beispiel von Soundcloud
    Soundcloud war einmal eine unserer Lieblings-Websites: Innovativ, sympathisch und ein Beispiel für eine kreative, offene Community. Jede und jeder kann dort seine Musik veröffentlichen und sein Publikum finden, ohne sich der komplexen Maschinerie des Musikgeschäfts ausliefern zu müssen. Also: mehr Freiheit und Selbstbestimmung für Künstlerinnen und Künstler.
    Knapp anderthalb Jahrzehnte später ist dieser Traum geplatzt. Soundcloud existiert zwar noch, doch die Begeisterung ist verflogen. Preise ziehen an, der Support ist quasi inexistent und für die Podcaster – die in der Anfangszeit umworben wurden – tut die Plattform seit Jahren gar nichts mehr.
    Diese Entwicklung bei Soundcloud ist keine Ausnahme – sondern eher die Regel. Facebook, die Google-Suche, Youtube, Amazon, Twitter und Tiktok: Sie alle wurden über die Jahre immer schlechter und verwandelten sich aus einem ehemals schönen, freundlichen Ort in ein «Hell hole». Meistens vollzieht sich diese Entwicklung im gleichen gemächlichen Tempo, wie die Plattformen mächtiger werden. Das Resultat besteht darin, dass wir Nutzerinnen und Nutzer uns zunehmend unwohl fühlen, aber uns nicht einfach verabschieden können, weil über die Jahre auch unsere Abhängigkeit immer grösser geworden ist.
    Für diesen Vorgang hat der Science-Fiction-Autor Cory Doctorow die Bezeichnung Enshittification geprägt; in Deutsch verwendet man meist das weniger plakative Wort des Plattform-Verfalls. Wir zeigen auf, wie dieser Verfall stattfindet und analysieren, warum er in der digitalen Welt häufiger passiert als in der analogen. Und natürlich fragen wir uns, welche Gegenmittel es gibt und wie wir uns wirksam schützen.
    36 min
  • Die neue Lust mit den alten Kameras
    Der Fotografie ging es in den letzten Jahren schlecht: Das Smartphone fegte die Kategorie der kompakten Kameras komplett hinweg. Hersteller verschwanden (Olympus), büssten fast komplett an Relevanz ein (Pentax), stiegen aus dem Kamerageschäft aus (Samsung) oder mussten eine Durststrecke überstehen (Nikon).
    Wie steht es heute ums Geschäft? Ketzer würden sagen, dass die Fotografie komplett überholt ist, wo die KI doch jedes beliebige Motiv innert Sekunden generiert. Doch es ist vielmehr so, dass die künstliche Intelligenz spannende Impulse liefert – und viele angesichts der allgegenwärtigen Kunstbilder wieder mehr Lust auf die fotografische Wirklichkeit haben.
    Nach langer Abstinenz kommen wir auf unser ehemaliges Lieblingsthema zurück und fragen uns: Wo steht die Fotografie heute? Kann man sie noch unabhängig vom Bewegtbild betrachten oder ist sie komplett mit der Videokunst verschmolzen? Und warum fotografieren wir noch immer mit unseren zehn Jahre alten Apparaten?
    38 min
  • Radio Gaga – bloss auf DAB statt UKW
    1922 startete das Radio in der Schweiz, 1924 kam mit Radio Zürich ein erster Sender in der Deutschschweiz dazu. Hundert Jahre später könnte man glauben, der Rundfunk sei am Ende – dabei hat die SRG und weitere Sender wie Radio Stadtfilter bloss aufgehört, ihre Programme via UKW zu verbreiten.
    Doch die Aufruhr ist noch immer gross. Wir kommen nicht umhin, uns zu fragen: Ist es Liebe zu einer analogen Technologie? Oder bloss der Unwille, sich mit den Veränderungen abzufinden, die uns zur Anschaffung eines neuen Empfangsgerätes nötigen?
    Uns scheint die Sache klar: Bei der Digitalisierung des Rundfunks ist einiges schiefgelaufen – trotzdem ist DAB besser als sein Ruf.
    Und weil wir nicht in dieser Diskussion stecken bleiben wollen, fragen wir uns, wie das Radio der Zukunft aussehen könnte: Ist es der gleiche alte Dudelfunk, dessen höchstes Ziel es ist, niemand unter den Zuhörerinnen und Zuhörern zu verschrecken? Oder braucht es eine Weiterentwicklung, damit wir nicht beim «Radio Gaga» enden?
    36 min
  • Wie wir alle zu Datenmeeresbewohnern wurden
    Es kommt uns vor, als sei es erst gestern gewesen: Als wir in der Nacht auf den ersten Januar 2000 an der rauschenden Party zum neuen Jahrhundert ausgelassen feierten (oder, wie Kevin, einen Abend im Kino verbrachten). Inzwischen ist von diesem Jahrhundert bereits das erste Viertel durch. Und beim technischen Fortschritt hat sich so viel getan, dass es gut und gern fürs ganze Jahrhundert gereicht hätte.
    Für uns eine Gelegenheit, uns über die vielen Facetten des Fortschritts Gedanken zu machen: über die konkreten, aber auch über die fiktionalen. Das tun wir in der Serie «Die Zukunft ist heute». In der zweiten Folge geht es um das mobile Internet: Um die zaghaften Anfänge am Anfang des Jahrhunderts, die wir mit WAP auf den damals noch «dummen» Telefonen unternommen haben und wie auch WLAN anfänglich ein absoluter Luxus war. Daraus ist in wenigen Jahren eine absolute Selbstverständlichkeit geworden. Heute nutzt die Mehrheit der Menschheit das Internet über mobile Geräte und selbst im Ausland ist für viele von uns die Flatrate fast schon Normalität.
    Wir würdigen diese Entwicklung und fragen uns, wie es uns wohl ginge, wenn wir von einem Tag auf den nächsten wieder ohne allgegenwärtige Datenversorgung dastehen würden …
    30 min
  • Willkommen im Kopf von Philip K. Dick
    Oder Arthur C. Clarke? Wir leben heute in einem Zukunftsroman von früher. Visionäre Köpfe wie Isaac Asimov, William Gibson und Gene Roddenberry dachten sich abenteuerliche Geschichten mit futuristischer Technologie aus. Sie sind inzwischen nicht in allen Details wahr geworden – aber in vielen Belangen. Die Lücken sind unser Glück, wenn wir an Dystopien wie die von George Orwell denken («1984»).
    Aber vielleicht kommt das noch? Im Nerdfunk wollen wir mit einer Serie die Tatsache würdigen, dass es im ersten Viertel des neuen Jahrhunderts kein Jahr ohne einen grossen technologischen Durchbruch gab, der bemerkenswerte Veränderungen mit sich brachte. Wir schauen zurück, identifizieren die Meilensteine bei der Entwicklung von Internet, sozialen Medien, Gaming, Cloud, Streaming und Dating. Vielleicht wagen wir auch die eine oder andere unserer legendären Hashtag-Prognosen, welches Science-Fiction-Buch demnächst wahr werden könnte.
    In der ersten Folge knüpfen wir an unsere letzte reguläre Sendung von 2024 an und wagen einen Überblick, was die prägendsten Ereignisse seit dem Jahr 2000 waren.
    37 min
  • Das digitale Analog-Auto
    Heute ist der Computer aus einem Auto nicht mehr wegzudenken. Es gab aber auch eine Zeit vorher. Wann fand eigentlich bei den Autos der Wechsel von Elektrik zu Elektronik statt? Und welche Vorteile hat denn ein analoges Auto? Und warum würde man das jetzt digitalisieren?
    Als Fortsetzung unserer grossen Gadgetshow zum Jahresende, bei Kevin kleine Displays für seine Autos vorgestellt hat, gehen wir dieser Sache in der heutigen Sendung vertieft nach. Und für Leute (wie Matthias), die nicht zum Lager der Automobilisten gehören, gibt es auch kleine Tipps für Info-Panels zu Hause.
    41 min
  • Warum die Tech-Bosse reihenweise vor Trump einknicken
    Ist es ein Kniefall vor dem neuen Herrscher – oder schützen die Tech-Moguln lediglich ihre Geschäftsinteressen, wenn sie sich mit dem US-Präsidenten gut stellen, der in einer Woche vereidigt werden wird?
    Irritierend ist es auf alle Fälle, wenn nicht nur Elon Musk – von dem wir aus dem Wahlkampf einiges gewohnt sind – sondern auch Jeff Bezos und Mark Zuckerberg Donald Trump die Treue schwören. Und auch Unternehmen, die ihre Loyalität nicht öffentlich zur Schau tragen, sind bereit, die Gunst der Republikaner zu erkaufen: Apple-Chef Tim Cook, OpenAI-Boss Sam Altman, Microsoft und Google, sie alle haben für die Feier zur Amtseinführung grosszügige Spenden geleistet.
    Was bedeutet das mittelfristig für die Tech-Branche und uns als Anwenderinnen und Konsumenten? Und wie können wir – falls wir mit dem aktuellen Lauf der Dinge nicht einverstanden sein sollten – dagegenhalten? Wenn wir heute dieses Thema diskutieren, kommen wir auch um Twitter (X) und die Frage nicht herum, ob Musk gestoppt werden kann bzw. gestoppt werden muss.
    36 min

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