Autonome Züge, sichere Wasserversorgung und Frühwarnsysteme für die Berge: Wie sich daten- und energiesparende Künstliche Intelligenz nützlich macht.
Heimo Hirner, Leiter des Forschungszentrums AI, Software and IT-Security der Hochschule Campus Wien, beschäftigt sich mit Edge AI. Edge bedeutet auf Deutsch „Rand“ oder „Kante“ – ein Hinweis darauf, dass sich diese Algorithmen auch für den Einsatz in abgelegenen Gebieten eignen. In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ erzählt Hirner, wie er mit seinen Studierenden datensichere, energiesparende und passgenaue Edge-AI-Lösungen entwickelt.
Hirner stammt selbst aus Unterkärnten und ist ein C64-Autodidakt mit Abschluss in technischer Physik. Er ging zum Studium nach Wien und arbeitete viele Jahre als Softwareentwickler in der Telekommunikation. Heute findet er in Neuhaus/Suha, wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt, ein geeignetes Forschungsfeld für seine Studierenden vor. Die innovative Gemeinde hat auf Smart Meter in der Wasserversorgung umgestellt.
Mit seinen Studierenden entwickelt er Edge AI-Lösungen für Datenauswertungen, um Störungen frühzeitig zu orten und die Versorgung zu verbessern. Das maschinelle Lernen vergleicht er mit der Aufgabenteilung von Rückenmark und Gehirn. Im Rahmen des INTERREG-Projekts KaraMon wird zudem daran gearbeitet, batteriebetriebene, im Gelände verteilte Sensoren als Frühwarnsystem zu nützen, und zwar abgestimmt auf die jeweilige Topografie.
Der Nutzen der Algorithmen zeigt sich bereits in der Gemeinde-Verwaltung, für die Bewohnerinnen und Bewohner und die Freiwillige Feuerwehr. Hirner beobachtet gerne den Austausch der internationalen Studierenden aus der Hauptstadt mit dem Kärntner Dorfleben, z.B. über lokale Bedürfnisse oder typische Gerichte mit Had’n (Buchweizen).
Im Bereich Infrastruktur wird mit Edge-AI neben Trinkwasserversorgung und Katastrophenschutz auch an der Weiternutzung von Bahn-Nebenstrecken getüftelt. E-Autos allein werden die Mobilität der Zukunft nicht stemmen können. An der Hochschule Campus Wien wird deshalb an Simulationen für autonome Schienenfahrzeuge geforscht, die „on demand“ Personentransporte auf eingleisigen und derzeit unrentablen Strecken übernehmen.
Heimo Hirner ist seit 2022 an der Hochschule Campus Wien und stellvertretender Studiengangsleiter im Bachelor Computer Science and Digital Communications. Er unterrichtet im Masterstudiengang Software Design and Engineering und leitet seit 2024 das Forschungszentrum AI, Software and IT-Security.
Der Absolvent einer HTL für Maschinenbau studierte im Master Technische Physik und war viele Jahre für Softwareentwicklung und Operations Support Systems (OSS) für Alcatel Lucent und Nokia tätig – auch im Bereich kritische Infrastruktur.
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Aufzählungs-TextForschungszentrum AI, Software und Safety: https://go.apa.at/PFVLcHKvAufzählungs-TextProjekt KaraMon: https://go.apa.at/OVRm05QPAufzählungs-TextAPA-Science-Bericht zu autonomen Zügen auf Nebenbahnen: https://go.apa.at/Dh0KgRg8