Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast.

Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast.

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Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast. episodes

  • Kopftuchverbot - Angriff auf „Miteinander“ oder Schutz vor Unterdrückung?
    Das neue Schuljahr bringt ein Kopftuchverbot für Mädchen bis 14 Jahren. Direktorin Petra Bauer, Soziologe Kenan Güngör und Jurist Stefan Schima diskutieren Notwendigkeit und Ausgestaltung des Verbots.

    In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ beleuchten wir die Einführung des Kopftuchverbots an österreichischen Schulen. Konkret sind ab dem Schuljahr 2026/27 für Mädchen unter 14 Jahren Kopfbedeckungen, die "das Haupt nach islamischen Traditionen verhüllen" verboten. Ausnahmen gelten aber bei Veranstaltungen außerhalb der Schule und im häuslichen Unterricht. Letztendlich drohen Geldstrafen, wenn nach Aufklärungsgesprächen nicht reagiert wird.

    Was wird damit erreicht? Wie wird das Gesetz umgesetzt? Welche Argumente sprechen für und gegen die neuen Regeln? Darüber diskutieren Petra Bauer, Direktorin des Zentrums Inklusiver Schulen in Wien, Kena Güngör, Soziologe und Leiter des Beratungs- und Forschungsbüros Think Difference, sowie Stefan Schima vom Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien.

    APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien und zur Öffentlichkeit.  https://science.apa.at

    Links:

    • Beratungs- und Forschungsbüros think.difference: https://think-difference.com/
    • „Zentrum inklusiver Schulen“ (ZIS17) Leopold Ernst Gasse: https://www.zis17.at/
    • Institut für Rechtsphilosophie der Universität Wien: https://rechtsphilosophie.univie.ac.at/
    • Stellungnahmen zum Gesetz: [https://go.apa.at/zd5qN3UT] (https://go.apa.at/zd5qN3UT))
    • 37 min
    • Mental Health: Wie junge Menschen Hilfe finden
      Junge Menschen sind heute bereit, über ihr psychisches Befinden zu sprechen. Was sie beschäftigt, welche Hilfsangebote es gibt und wozu Experten raten, erklärt unsere neue Podcast-Folge.

      In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ beleuchten der Psychologe und Suchtexperte Oliver Scheibenbogen und Simon Schultze, Medical Director im Pharmaunternehmen Merck, wie es jungen Menschen in Österreich geht, wie sie psychische Gesundheit thematisieren und wo sie Unterstützung bekommen.

      Mitte Juni fand in Wien der zweite European Health Talk von Merck Österreich statt, bei dem sich Fachleute und junge Erwachsene über Mental Health, also psychische Gesundheit und Wohlbefinden, austauschten. Merck hat 2024 eine europaweite Jugendstudie beauftragt. Sie ergab für Österreich, dass sich unter den 630 Befragten zwischen 20 und 37 Jahren mehr als die Hälfte häufig mental und körperlich unwohl fühlt und sich mehr Unterstützung in Bereichen wie Familiengründung sowie der Vereinbarkeit von Beruf und Gesundheit wünscht.

      Beim Future Health Talk des Vorjahres zeichnete sich ab, dass Mental Health besondere Aufmerksamkeit erfordert, und so wurde das Thema 2026 vertieft. Als Psychologe stand Mitte Juni auch Oliver Scheibenbogen als Experte zur Verfügung, der im Frühjahr 2026 das Dok1-Handyexperiment im ORF mit 600 Schulen wissenschaftlich begleitet hat.

      Nicht alle psychischen Erkrankungen wirken gleich stigmatisierend. Während Burn-out-Diagnosen eine Tür für die breite Thematisierung von Depressionen aufgestoßen haben, ist Schizophrenie noch ein Tabu. Das Überangebot an fachlich ungeprüften Tests für komplexe Diagnosen auf TikTok ist nur bedingt hilfreich. Zudem ermöglichen die Plattformen jungen Menschen laufend, ihr eigenes mit idealisierten anderen Leben zu vergleichen. Die Algorithmen befördern das Abtauchen in ein Rabbithole, aus dem sie mit vermeintlichen Gewissheiten über Diagnosen für ihr Anderssein wieder auftauchen. Nicht hinter jeder exzessiven Handynutzung – ein Streitpunkt in vielen Familien – steckt eine Abhängigkeit, erklärt der Suchtexperte vom Anton-Proksch-Institut.

      Role Models, die ein gutes Leben mit einer psychischen Erkrankung thematisieren und qualitätsgeprüfte Informationen verbreiten helfen, wären hilfreich. Der beste Zeitpunkt, um nach Hilfe zu fragen, ist, wenn ein Fragezeichen auftaucht. Aber die Kontaktpunkte könnten noch generationengerechter gestaltet werden, etwa durch Chatfunktionen oder fachlich geeichte KI-Systeme.

      Der Begriff Neurodiversität trägt dem Umstand Rechnung, dass nicht jede Abweichung eine Erkrankung ist. Ob ein Verhalten oder eine Diagnose Probleme bereitet, hängt auch vom Umfeld ab. Die Trennung in körperliche und seelische Beschwerden ist einigermaßen willkürlich, da diese häufig Hand in Hand gehen und einander beeinflussen. Simon Schultze bemüht sich um die Entwicklung von Medikamenten gegen seltene und chronische Erkrankungen. Diese verschreiben zu können, ist ein wichtiger erster Schritt. Aber eine gesamthafte Betreuung der Erkrankten bedeutet, auch ihre stabile Psyche für Therapietreue und Abwehrkräfte im Blick zu haben. Patient:innen, bei denen zum Krankheitsbild zusätzlich eine Neurodivergenz kommt, wie das bei Neurofibromatose häufig der Fall ist, und deren Angehörige brauchen kurze Wege ins Versorgungssystem.

      Zuletzt widmet sich diese Folge von „Nerds mit Auftrag“ dem Heiligen Gral der Gesundheitspsychologie: der Selbstwirksamkeitserfahrung, die Resilienz als Kompetenz schult. Dazu ist es wichtig, Herausforderungen in der echten Welt anzunehmen und diese zu meistern.

      Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information von Merck Österreich. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

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      Links:

      • Wortmeldungen und Kurzvideos vom 2. Future Health Talk am 16. Juni in Wien: https://go.apa.at/WBpSME4Z
      • Link zur europaweiten MERCK Jugendstudie 2024: https://go.apa.at/kjk8ndgA
      • Wissenschaftliche Begleitung zum Dok1 Handyexperiment im Frühjahr 2026: https://go.apa.at/NXdFTZaa
      • Das Dok1 Handyexperiment 2026 – die Reportage mit Lisa Gadenstätter auf orf.on: https://go.apa.at/RkK9hSXQ
      • Leben mit Neurofibromatose: https://go.apa.at/b0eN0beL
      • Anton Proksch Institut: https://go.apa.at/x5rggYWR
      • Aktuelle Studie der Universität Duisburg-Essen zu Fehlinformationen auf TikTok: https://go.apa.at/exn23QmU
      • 32 min
      • Wie Klimaberichterstattung noch Gehör finden kann
        Im Schatten großer Schlagzeilen zu aktuellen Krisen gehen Klimathemen oft unter. In dieser Sonderfolge hört ihr, was Journalistinnen und Journalisten darüber denken.

        In dieser neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ sprechen Expertinnen und Experten darüber, ob die Klimaberichterstattung tatsächlich in der Krise steckt und was getan werden kann, um die Aufmerksamkeit auf die heute wohl zentralste gesellschaftliche Herausforderung zu lenken.

        Das Thema diskutieren:

        • Bernhard Gaul, Innenpolitik-Redakteur der Tageszeitung Kurier
        • Verena Mischitz, Wissenschafts- und Videojournalistin sowie Sprecherin des Netzwerks Klimajournalismus Österreich
        • Sandra Walder, Leiterin des Chronikressorts und des Klima-Teams bei der APA
        • Elke Ziegler, ORF-Ressortleiterin der aktuellen Wissenschaft im TV, Radio und Online
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          Links:

          Themenschwerpunkt: https://science.apa.at/thema/alle-reden-uebers-klima/
          Meldung zum Podcast:

          35 min
        • Edge AI – Künstliche Intelligenz für den Feldeinsatz
          Autonome Züge, sichere Wasserversorgung und Frühwarnsysteme für die Berge: Wie sich daten- und energiesparende Künstliche Intelligenz nützlich macht.

          Heimo Hirner, Leiter des Forschungszentrums AI, Software and IT-Security der Hochschule Campus Wien, beschäftigt sich mit Edge AI. Edge bedeutet auf Deutsch „Rand“ oder „Kante“ – ein Hinweis darauf, dass sich diese Algorithmen auch für den Einsatz in abgelegenen Gebieten eignen. In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ erzählt Hirner, wie er mit seinen Studierenden datensichere, energiesparende und passgenaue Edge-AI-Lösungen entwickelt.

          Hirner stammt selbst aus Unterkärnten und ist ein C64-Autodidakt mit Abschluss in technischer Physik. Er ging zum Studium nach Wien und arbeitete viele Jahre als Softwareentwickler in der Telekommunikation. Heute findet er in Neuhaus/Suha, wenige Kilometer von seinem Heimatort entfernt, ein geeignetes Forschungsfeld für seine Studierenden vor. Die innovative Gemeinde hat auf Smart Meter in der Wasserversorgung umgestellt.

          Mit seinen Studierenden entwickelt er Edge AI-Lösungen für Datenauswertungen, um Störungen frühzeitig zu orten und die Versorgung zu verbessern. Das maschinelle Lernen vergleicht er mit der Aufgabenteilung von Rückenmark und Gehirn. Im Rahmen des INTERREG-Projekts KaraMon wird zudem daran gearbeitet, batteriebetriebene, im Gelände verteilte Sensoren als Frühwarnsystem zu nützen, und zwar abgestimmt auf die jeweilige Topografie.

          Der Nutzen der Algorithmen zeigt sich bereits in der Gemeinde-Verwaltung, für die Bewohnerinnen und Bewohner und die Freiwillige Feuerwehr. Hirner beobachtet gerne den Austausch der internationalen Studierenden aus der Hauptstadt mit dem Kärntner Dorfleben, z.B. über lokale Bedürfnisse oder typische Gerichte mit Had’n (Buchweizen).

          Im Bereich Infrastruktur wird mit Edge-AI neben Trinkwasserversorgung und Katastrophenschutz auch an der Weiternutzung von Bahn-Nebenstrecken getüftelt. E-Autos allein werden die Mobilität der Zukunft nicht stemmen können. An der Hochschule Campus Wien wird deshalb an Simulationen für autonome Schienenfahrzeuge geforscht, die „on demand“ Personentransporte auf eingleisigen und derzeit unrentablen Strecken übernehmen.

          Heimo Hirner ist seit 2022 an der Hochschule Campus Wien und stellvertretender Studiengangsleiter im Bachelor Computer Science and Digital Communications. Er unterrichtet im Masterstudiengang Software Design and Engineering und leitet seit 2024 das Forschungszentrum AI, Software and IT-Security.

          Der Absolvent einer HTL für Maschinenbau studierte im Master Technische Physik und war viele Jahre für Softwareentwicklung und Operations Support Systems (OSS) für Alcatel Lucent und Nokia tätig – auch im Bereich kritische Infrastruktur.

          Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information der Hochschule Campus Wien. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

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          Links:

          • Aufzählungs-TextForschungszentrum AI, Software und Safety: https://go.apa.at/PFVLcHKv
          • Aufzählungs-TextProjekt KaraMon: https://go.apa.at/OVRm05QP
          • Aufzählungs-TextAPA-Science-Bericht zu autonomen Zügen auf Nebenbahnen: https://go.apa.at/Dh0KgRg8
          • 26 min
          • Türen öffnen in die Wissenschaft
            Wissenschaftsvermittler Christian Bertsch vom Institute of Science and Technology Austria (ISTA) gibt Einblick in das neue VISTA Science Experience Center.

            Anfang Oktober 2025 eröffnet auf dem ISTA-Campus in Niederösterreich das VISTA Science Experience Center. Ein Ort, der den Austausch zwischen Wissenschaft und Gesellschaft fördern und Nachdenkprozesse auslösen soll, so Christian Bertsch. Der Biologe und Professor für Naturwissenschaftsdidaktik erklärt, wie es zur ersten Ausstellung am VISTA Center „Science in the Making – Wie entsteht das Wissen von morgen“ kam und was die Besucher:innen dort erleben können. Auch die Kaffeemaschine im Coffee Lab Café im Erdgeschoß des neuen Gebäudes soll dabei eine tragende Rolle spielen.

            Selbst auf einem Bauernhof in Vorarlberg aufgewachsen, hätte er nicht gedacht, dass er einmal Forscher wird – dafür haben ihm andere Menschen den Weg geebnet. Wenn im VISTA Center die Forscher:innen des ISTA zeigen, was sie antreibt und wie sie arbeiten, können auch sie Kindern und Jugendlichen den Weg in die Wissenschaft weisen. Bertsch kennt natürlich die Forschungsergebnisse zu guter Wissenschaftsdidaktik, dennoch hat ihm seine Mutter am Telefon noch einen entscheidenden Hinweis gegeben.

            Der Experte hat mit seinem Team schon bisher Unterrichtsmaterialien für Schulen und aufsuchende Vermittlungsprogramme entwickelt. Immer wieder haben Wissenschaftler:innen und Wissenschaftsvermittler:innen mit einem Elektro-TukTuk Feuerwehrfeste, Parks und Heurige besucht. Für die Mission „Wissenschaft für alle zugänglich machen“ bespielt er nun 1.500 Quadratmeter in einem neu gebauten Gebäude. Der Auftrag dafür wurde bereits in der Gründungsakte des ISTA vor 15 Jahren festgeschrieben.

            In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ beleuchtet Bertsch, wie das VISTA Center funktioniert. Er will dort die Prozesse und die Personen hinter der Spitzenforschung in all ihrer Vielfalt zeigen. Natürlich können manche Objekte der Ausstellung auch angegriffen und erkundet werden. Um aber Wissenschaft im 21. Jahrhundert zu vermitteln, möchte er lieber Nachdenkprozesse einleiten, als Faktenwissen mitgeben. Für Bertsch haben Künstler:innen und Forscher:innen in der Arbeitsweise viel gemeinsam. Deshalb wurden einige Exponate am VISTA Center auch in Zusammenarbeit entwickelt. Wichtig ist Bertsch, dass Besucher:innen jeden Alters verstehen, wie aus Beobachtungen und Daten, im Konsens von Expertinnen und Experten, wissenschaftliche Erkenntnis entsteht – und sich auch wieder ändern kann.

            Christian Bertsch leitet seit Oktober 2022 die Wissenschaftsvermittlung am ISTA. Als Professor für Naturwissenschaftsdidaktik an der Pädagogischen Hochschule (PH) Wien ist er derzeit karenziert. Der Biologe hat selbst sechs Jahre an einem Gymnasium unterrichtet und ist erfolgreicher Teilnehmer mehrerer Science Slams.

            *Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information des Institute of Science and Technology Austria (ISTA). Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

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            Links:

            • https://www.vistascience.at/de
            • 20 min
            • Verschwörungsmythen und Faktenchecks – Wie Österreich tickt
              Jakob-Moritz Eberl, Senior Scientist mit dem Schwerpunkt Medien und Demokratie, erklärt, wie in sozialen Medien Unsicherheiten geschürt werden und wie man damit umgehen kann.

              In den vergangenen Jahren ist sehr viel gleichzeitig passiert. Informationen werden in Zeiten großer Unsicherheit anders gesucht und verarbeitet. Soziale Medien haben eine stärkere Rolle zu spielen begonnen. Und Künstliche Intelligenz erschwert es, Fakes von echten Dokumenten, Fotos und Videos zu unterscheiden. Jakob-Moritz Eberl ist Senior Scientist mit dem Schwerpunkt Medien und Demokratie am Institut für Publizistik- und Kommunikationswissenschaft der Universität Wien und beschäftigt sich seit langem mit diesen Themen.

              Er lauscht gerne Vogelgezwitscher. Analogem, denn von X zieht er sich zurück. In der neuen Folge von „Nerds mit Auftrag“ streicht Eberl hervor, wie mit der zunehmenden Frontenbildung bei emotionalen Themen umgegangen werden kann. Ein Ansatz ist, Gemeinsamkeiten zu suchen und auf das Verbindende zu setzen. Außerdem sollte bei der Medienkompetenz angesetzt werden, etwa durch die Vermittlung der Grundwerkzeuge des Faktenchecks und eine informiert-skeptische Haltung.

              Denn Verschwörungserzählungen werden inzwischen von den höchsten Amtsträgern verbreitet. Man muss sich die Frage stellen, wie sich Demokratien als solche eigentlich dagegen noch wehren können, so der Wissenschafter. Das Spielfeld hat sich laut Eberl jedenfalls zu Kräften in der Politik verschoben, die kein Problem damit haben, falsche Informationen zu verbreiten. Das ist auch abseits von Social Media eine weit verbreitete Strategie auf der politischen Ebene geworden.

              Von Angriffen im Netz lässt er sich nicht abschrecken, „obwohl man resilient sein muss, wenn man Wissenschaftskommunikation machen will“, verweist der Experte auf mangelnde Unterstützung. Direkt nach dem ersten Interview, das er gegeben hat, trudelte eine E-Mail ein, wonach er an einem Standesgericht exekutiert werden sollte. „Das war meine erste Medienerfahrung“, erzählt Eberl. Weltweit würden Normen des demokratischen Miteinanders immer stärker bröckeln. Allerdings könne jeder einen Beitrag gegen Hetze und Spaltung leisten.

              APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

              Links:

              • Projekt „Analysis“: https://analysis.media.uoa.gr/
              • APA-Faktencheck: http://www.apa.at/faktencheck
              • German-Austrian Digital Media Observatory (GADMO): https://gadmo.eu/, (Zusammenschlusses von Faktencheck-Organisationen und Forschungsteams gegen Desinformation)
              • ÖAW-Anlaufstelle „Science Care“: https://www.oeaw.ac.at/oeaw/presse/science-care
              • Initiative “Stand up for Science”: https://standup.mscl.de/
              • 28 min
              • Geothermie – Der Wärmeschatz im Untergrund
                Angelika Zartl-Klik, Senior Vice President für Low Carbon Business bei der OMV, über Erdwärme als Hoffnungsträgerin der Energiewende. (Entgeltliche Information der OMV)

                Geothermie gilt als wichtiger Bestandteil der Energiewende. Denn die Wärmeenergie aus den obersten zehn Kilometern der Erdkruste ist ein erneuerbarer Energieträger, CO2-arm und 24 Stunden 7 Tage die Woche verfügbar. Konventionell wird Geothermie aus einer warmwasserführenden Schicht gefördert und in Kombination mit Fernwärmenetzen genutzt.

                So passiert es auch in Wien Aspern mit deeep, einem Unternehmen von Wien Energie und OMV. Der Bundeshauptstadt steht mit dem Aderklaaer Konglomerat ein Wärmeschatz in „nur“ 3.000 Meter Tiefe zur Verfügung. Ab 2028 soll daraus Fernwärme für 20.000 Haushalte gefördert werden. In den kommenden Jahren könnten bereits 200.000 Wiener Haushalte von Geothermie profitieren. Als langjährige Managerin für Gesundheit, Sicherheit und Umweltschutz (HSE) beim teilstaatlichen Öl-, Gas- und Chemiekonzern OMV weiß Angelika Zartl-Klik, worauf es bei der Erkundung und Förderung von Energieschätzen aus dem Boden ankommt.

                Ohne warmes Formationswasser kommen „advanced thermal systems“ aus, wie sie unter anderem in Bayern erprobt werden. Dabei werden kilometerlange Wärmetauscherschleifen direkt ins Gestein gebohrt, um Erdwärme zu ernten. Mehr als 100 Grad heißes Wasser kann so auch zur Stromerzeugung genutzt werden. Der Ingenieurin und Bodenspezialistin ist die Verbindung natürlicher Prozesse mit ausgereifter Technologie ein großes Anliegen. Als Senior Vice President für Low Carbon Business begleitet Zartl-Klik den Konzern bei der Transformation zur Klimaneutralität. Im Podcast erzählt sie, warum Geothermie ein Schatz ist und warum Potenzial und Nutzung bei der Erdwärme noch auseinanderklaffen.

                Angelika Zartl-Klik studierte an der Universität für Bodenkultur Wien Kulturtechnik und Wasserwirtschaft und war Projektleiterin im Geschäftsfeld Technologiemanagement am Austrian Institute of Technology (AIT). Die Wienerin ist seit 2002 für die OMV tätig, zunächst im Projektmanagement für Pro Terra, ab 2004 in verschiedenen Positionen im Operations- und HSE-Management (Health, Security and Environment). Seit Oktober 2019 verantwortet Zartl-Klik das erneuerbare Energiegeschäft bei OMV Energy und den Aufbau einer Produktion von 10 TWh bis zum Jahr 2030 in den Bereichen Geothermie, Photovoltaik und Wind.

                APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

                *Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information der OMV. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

                Weitere Links:

                OMV https://www.omv.com/de
                Grafik zum Projekt deeep https://go.apa.at/RamcRsay

                23 min
              • Argumente statt Haltungsnoten: Der Weg zur Mobilitätswende
                Hans-Jürgen Salmhofer, Leiter der Abteilung Mobilitätswende in Klimaschutzministerium, über notwendige Änderungen im Verkehrssektor (Entgeltliche Information des BMK)

                Wie klappt die Mobilitätswende?

                Der Verkehrssektor verursacht rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen in Österreich. Um die zugesagten Klimaziele erreichen zu können, muss der CO2-Ausstoß für den Transport von Gütern und Personen drastisch sinken und letztlich klimaneutral werden. Für diese Mobilitätswende braucht es unter anderem mehr zu Fuß gehen, öfter das Rad, den Zug und den öffentlichen Nahverkehr nutzen, elektrisch betriebene Fahrzeuge, eine andere Raumplanung, digitale Vermittlungsangebote, den gezielten Infrastrukturausbau und politisches Commitment.

                Die CO2-Emissionen im Verkehr sind in den vergangenen beiden Jahren bereits gesunken. Es ist aber nicht leicht, den Beitrag konkreter Maßnahmen, wie etwa des Klimatickets, festzumachen. Hans-Jürgen Salmhofer, Leiter der Abteilung Mobilitätswende im Klimaschutzministerium, hat den österreichischen Mobilitätsmasterplan 2030 mitentwickelt. Er erzählt, welche Rolle die Stellschrauben Vermeiden, Verbessern, Verlagern im klimaneutralen Mobilitätsmix spielen, und warum es schwierig bleibt, die Treibhausgaseinsparungen festzumachen.

                Es braucht Angebote für städtische und ländliche Umfelder und Mobilität darf dabei nie zum Luxusgut werden. Der E-Autobesitzer erzählt von eigenen Erfahrungen und wie er am Familientisch in der Oststeiermark lieber nicht argumentiert. Die gute Nachricht: Alle Lösungen, um die Mobilitätswende zu vollziehen, gibt es bereits.

                Die AVAS-Signale zu Beginn und am Ende der Sendung wurden vom ADAC für seine

                E-Mobilitätsserie „Unter Strom“ aufgezeichnet. Die Folge „E-Sound – hot or not“ auf You Tube unter: **https://www.youtube.com/watch?v=jBfz3IFrHFg**.

                APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher und Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

                Dieser Beitrag entstand im Rahmen der APA-Campus Klimajournalismus-Akademie.

                *Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information des Bundesministeriums für Klimaschutz. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

                „Abgefahren“ der Comic zur Mobilitätswende: https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/wende.html

                Mobilitätsmasterplan 2030: https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/mobilitaetsmasterplan/mmp2030.html

                33 min
              • Warum an der Kreislaufwirtschaft kein Weg vorbeiführt
                Karin Huber-Heim, Stiftungsprofessorin für Kreislaufwirtschaft, über die Herausforderungen der Circular Economy (Entgeltliche Information des BMK)

                Um vom Materialverbrauch, der die planetaren Grenzen überschreitet, von Energieverschwendung und Treibhausgasen wegzukommen, muss das lineare Wirtschaftssystem umgebaut werden. Eine Circular Economy, die regenerative Kreislaufwirtschaft, wird nicht allein in Österreich und auch nicht mit nur einer Strategie erreicht. Vielmehr müssen die Leute durchs Reden z’sammkommen, sich über Ziele, Bedenken und Nutzen austauschen, Testläufe wagen und einander zuhören. Davon ist Karin Huber-Heim überzeugt.

                Warum Karin Huber-Heim ein Tinder für die regenerative Kreislaufwirtschaft entwickelt, wie ein Guglhupf gelingt und was „co-opetition“ ist erzählt sie Astrid Kuffner. Zudem reden sie über den Zufall, der sie mit ihrem Thema zusammenführte, warum sie einen Toaster auseinandergenommen hat, wo die Herausforderungen und Chancen der Circular Economy liegen und wie die R-Prinzipien die Transformation leiten können.

                Karin Huber-Heim ist Vorstandsmitglied des von ihr mitbegründeten Circular Economy Forum Austria, einer Non for Profit Gemeinschaftsinitiative, die Unternehmen bei dieser Transformation unterstützen will. Seit Februar 2024 hält sie eine Stiftungsprofessur der Stadt Wien für Kreislaufwirtschaft & transformative Geschäftsmodelle an der FH des bfi Wien. Sie ist Vorsitzende der „Task Force Circular Economy“, die vom Klimaschutzministerium und dem Arbeits- und Wirtschaftsministerium gemeinsam eingerichtet wurde. Darüber hinaus ist Huber-Heim ehrenamtliches Beiratsmitglied im Global Compact Network Austria.

                APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

                Dieser Beitrag entstand im Rahmen der APA-Campus Klimajournalismus-Akademie. Der nächste Termin findet am 3.9.2024 zum Thema „Kreislaufwirtschaft“ statt. Infos und Anmeldung finden Sie hier: https://go.apa.at/2eeBfz8s

                *Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information des Bundesministeriums für Klimaschutz. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

                Weitere Links:

                www.circulareconomyforum.at
                https://globalcompact.at

                33 min
              • Wozu es eine Anpassung an den Klimawandel braucht
                Marie-Christine Hopfgartner, Referentin im Klimaschutzministerium, über die österreichische Strategie zur Anpassung an den Klimawandel (Entgeltliche Information des BMK)

                Die Auswirkungen des Klimawandels mit einer Zunahme von Hitzetagen und Tropennächten, Starkregen, Dürren und Muren verursachen in Österreich heute schon Schäden von durchschnittlich einer Milliarde Euro jährlich. Neben aktivem Klimaschutz braucht es eine gezielte Klimawandelanpassung, also Maßnahmen, bei denen die absehbaren Folgen der Klimaerhitzung mitgedacht und eingeplant werden – in allen wesentlichen Politikfeldern und mit Fokus darauf, niemanden ungeschützt zurückzulassen.

                Das strategische Fundament dafür ist in Österreich die Klimawandelanpassungsstrategie. Sie zeigt, welche Maßnahmen es in den jeweiligen Sektoren braucht, welche Hindernisse es gibt und wie die verschiedenen Ebenen stärker zusammenarbeiten müssen.

                Marie-Christine Hopfgartner, Referentin im Klimaschutzministerium, koordiniert und vernetzt die Bemühungen in Österreich, kümmert sich um das Mainstreaming in relevanten Politikbereichen, betreut Modellregionen und ist Mitglied in nationalen, europäischen und internationalen Arbeitsgruppen. Sie berichtet regelmäßig über Fortschritte an Institutionen wie die OECD oder die UNO, war als österreichische Delegierte bei Klimakonferenzen und beschäftigt sich als Expertin für Climate & Gender intensiv mit sozialen Fragen der Klimakrise.

                Mit Astrid Kuffner spricht sie über Klimawandelanpassung, was bei Verhandlungen auf internationalen Klimakonferenzen wirklich wichtig ist und Nachtarbeit im Wald.

                APA-Science ist Österreichs Plattform für Bildung, Wissenschaft und Forschung. Wir sind das Sprachrohr für Forscherinnen und Forscher sowie Brückenbauer zu den österreichischen Medien sowie zur Öffentlichkeit. https://science.apa.at

                Dieser Beitrag entstand im Rahmen der APA-Campus Klimajournalismus-Akademie. Der nächste Termin findet am 25.7.2024 zum Thema „Klimawandelanpassung“ statt. Infos und Anmeldung finden Sie hier: https://go.apa.at/Amw4fXzi

                *Hinweis: Dies ist eine entgeltliche Information des Bundesministeriums für Klimaschutz. Die redaktionelle Letztverantwortung liegt bei APA-Science.

                Weitere Links: **www.klimawandelanpassung.at **

                **https://klar-anpassungsregionen.at/ **

                34 min

              About Nerds mit Auftrag. Der Science-Podcast.

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