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Neue Funktion von ChatGPT: Selbst OpenAI warnt davor


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OpenAI startet ein Gesundheits-Tool, doch die größte Gefahr steckt im Detail.

OpenAI wagt den nächsten großen Schritt und startet mit „ChatGPT Health“ eine spezialisierte Plattform für Gesundheits- und Wellness-Themen. Die Idee ist, dass Nutzerinnen und Nutzer ihre Daten aus verschiedenen Gesundheits-Apps direkt verbinden und Fragen zur eigenen Gesundheit stellen können, um personalisierte Ratschläge zu Fitness und Wohlbefinden zu erhalten. Damit dringt der Chatbot in einen der sensibelsten Bereiche unseres Lebens vor – ein Schritt, der ebenso viele Chancen wie Risiken birgt.

ChatGPT Health ist da

Auch wenn die Funktion in ChatGPT auf den ersten Blick praktisch erscheint, warnt OpenAI selbst ausdrücklich davor, das Tool für medizinische Diagnosen oder gar Behandlungspläne zu nutzen. Hier liegt die erste große Gefahr: Eine KI kann und darf keinen Arzt ersetzen, und Fehlinformationen können im schlimmsten Fall fatale Folgen haben. Die Verantwortung, die Ratschläge kritisch zu prüfen und nicht blind zu vertrauen, liegt am Ende vollständig bei euch.

Dieser Vorstoß ist Teil eines größeren Wettlaufs in der Tech-Branche. Auch Konkurrenten wie Google und Microsoft investieren massiv in KI-gestützte Gesundheitslösungen, von der Analyse medizinischer Daten bis hin zu diagnostischen Hilfsmitteln. Für die großen Konzerne ist der Gesundheitsmarkt ein lukratives Zukunftsfeld, und ihr als Nutzer steht im Zentrum eines Experiments, das die Grenzen zwischen technischer Assistenz und persönlicher Gesundheitsverantwortung neu auslotet.

Um die Bedenken beim Datenschutz zu zerstreuen, verspricht OpenAI, dass die Konversationen innerhalb von ChatGPT Health nicht zum Training der KI-Modelle verwendet werden. Zusätzliche Schutzmaßnahmen sollen die hochsensiblen Daten absichern, die ihr dem System anvertraut. Dennoch bleibt die grundsätzliche Frage, ob man persönliche medizinische Informationen einem Tech-Unternehmen überlassen möchte, auch wenn dieses hohe Sicherheitsstandards verspricht (Quelle: OpenAI).

Psychologische Auswirkungen von KI

Darüber hinaus gibt es Kritik an einem Risiko, das OpenAI bisher nur oberflächlich behandelt hat – die psychologische Wirkung von KI-Chatbots. Es stehen die emotionalen und mentalen Gefahren im Raum, die nicht einfach ignoriert werden können.

Experten bemängeln, dass die psychologischen Auswirkungen solcher Technologien noch viel zu wenig erforscht sind, während die Entwicklung rasant voranschreitet. Der Start von ChatGPT Health macht diese Debatte dringlicher denn je.

Erst Dr. Google, jetzt Dr. ChatGPT

Jeder von uns hat Google oder ChatGPT schon einmal nach Hausmitteln für eine Erkältung oder so gefragt. Das halte ich nicht für gefährlich. Gefährlich wird es, wenn es um echte Krankheiten geht. Wenn es euch nicht gut geht, solltet ihr immer zu einem richtigen Arzt gehen und nicht auf einen KI-Doktor vertrauen.

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