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Neue Technik: Solarmodule sind bald kaum wiederzuerkennen


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(Bildquelle: IMAGO / Zoonar / Yven Dienst / Bearbeitung: GIGA)

Photovoltaik verschwindet optisch fast ganz und wird zum Design-Element.

Solarmodule müssen längst nicht mehr nur dunkel und auffällig sein. Forscher haben jetzt eine Technik entwickelt, die Module visuell stark verändert und sogar an Gebäude anpassen kann.

Fraunhofer: Solarmodule als Design-Element

Das Fraunhofer-Institut hat ein Verfahren vorgestellt, mit dem sich farbige Photovoltaik-Module zusätzlich mit Mustern versehen lassen. Grundlage ist eine spezielle Folie, die nicht nur Farbe erzeugt, sondern gezielt transparente Bereiche enthält. Dadurch entstehen Strukturen, die sich direkt ins Modul integrieren lassen.

„Durch gezielte Strukturierungen und Aussparungen auf einer farbgebenden Folie können wir Farbeffekte und komplexe Muster direkt in Solarmodule und Fassadenelemente integrieren“, sagt Entwickler Marco Ernst. Die Technik erlaubt es, Module optisch an ihre Umgebung anzupassen oder sogar individuelle Designs umzusetzen.

Das eröffnet neue Möglichkeiten für Gebäude. Solarmodule können künftig wie Dachziegel wirken oder sich unauffällig in Fassaden einfügen. Auch Logos oder Schriftzüge lassen sich integrieren, ohne separate Elemente aufbringen zu müssen.

Kaum Leistungsverlust trotz neuer Optik

Laut Fraunhofer erreicht die zugrunde liegende Technologie etwa 95 Prozent der Leistung herkömmlicher Module. Damit bleibt der Energieverlust gering, obwohl sich das Erscheinungsbild deutlich verändert (Quelle: pv magazine).

Die Technik basiert auf der sogenannten Morphocolor-Struktur, die sich an Schmetterlingsflügeln orientiert. Diese erzeugen Farbe durch spezielle Oberflächenstrukturen statt durch klassische Pigmente. Ergänzt wird das Ganze durch ein Verfahren, bei dem die Muster per Laser oder CAD in die Folien eingearbeitet werden.

„Interessant ist die Technik für Module zur Integration in Fassaden, dachintegrierte Photovoltaik oder auch an Geländern; insbesondere bei denkmalgeschützten Gebäuden“, sagt Martin Heinrich vom Fraunhofer ISE. Gerade dort könnte die neue Optik helfen, Solartechnik unauffälliger einzusetzen.

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