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Neuer CO2-Preis 2026: Darauf müsst ihr euch gefasst machen


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(Bildquelle: Schöning / IMAGO / Bearbeitung)

Was bedeutet der neue CO2-Preis konkret für die nächste Heizkostenabrechnung?

Ab 2026 wird die Berechnung des CO2-Preises umgestellt, was direkte Auswirkungen auf die Heizkosten für fossile Energieträger hat. Statt eines staatlich festgelegten Preises wird der Preis für eine Tonne CO2 künftig in einem Auktionsverfahren ermittelt.

Für das Jahr 2026 ist dafür ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro pro Tonne vorgesehen. Das bedeutet eine wahrscheinliche Steigerung im Vergleich zum bisherigen Preis von 55 Euro pro Tonne, die sich auf der Heizkostenabrechnung bemerkbar machen wird.

Neuer CO2-Preis: Öl und Gas werden wohl teurer

Für ein typisches, weniger saniertes Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden Gas steigen die jährlichen CO2-Kosten damit auf etwa 260 bis 310 Euro. Wer mit Öl heizt, muss mit noch höheren Kosten rechnen – hier liegen die zusätzlichen Ausgaben bei einem vergleichbaren Verbrauch zwischen 350 und 410 Euro pro Jahr. Dieser finanzielle Anreiz soll den Umstieg auf klimafreundlichere Heiztechnologien wie Wärmepumpen beschleunigen und zum Energiesparen motivieren. (Quelle: BMWE / Verbraucherzentrale)

Die bereits bekannte Regelung zur Aufteilung der CO2-Kosten zwischen Mietern und Vermietern bleibt bestehen. Sie soll sicherstellen, dass nicht nur die Bewohner die Last tragen, sondern auch die Eigentümer zum Handeln motiviert werden.

Die genaue Verteilung richtet sich nach dem energetischen Zustand des Gebäudes: Je schlechter die Dämmung und je ineffizienter die Heizungsanlage, desto höher ist der Anteil, den der Vermieter übernehmen muss – das können bis zu 95 Prozent der CO2-Kosten sein.

CO2-Preise werden noch weiter ansteigen

Die Entwicklung ist damit aber noch nicht am Ende, denn die aktuelle Anpassung ist nur ein Zwischenschritt. Ab 2028 soll der nationale Emissionshandel in ein europäisches System überführt werden, bei dem sich der Preis vollständig durch Angebot und Nachfrage bildet.

Experten rechnen dann mit einem weiteren, deutlichen Anstieg des CO2-Preises, der nach einigen Prognosen auf bis zu 200 Euro pro Tonne steigen könnte. Die Einnahmen aus der Bepreisung fließen in den Klima- und Transformationsfonds, der unter anderem Förderprogramme für energetische Sanierungen und den Ausbau erneuerbarer Energien finanziert.

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