Nur eine Frage

Nur eine Frage

By DIE ZEITScience
Download on the App Store
  • Favorites

    20

    Followers

  • Typical duration

    65 min

    per episode

Based on Podcast App listening data

Nur eine Frage episodes

  • Ist Demokratie die beste Staatsform, Jan-Werner Müller?

    Im ZEIT-Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. 

    In dieser Ausgabe möchten wir vom Politikwissenschaftler Jan-Werner Müller wissen: Ist Demokratie die beste Staatsform?

    Jan-Werner Müller ist Professor für Politische Theorie an der Princeton University und international bekannt für seine Arbeiten zu Demokratie, Populismus und politischer Ideengeschichte Europas. Bekannt wurde er mit seinem Buch Was ist Populismus? sowie weiteren Werken zu Demokratieverständnis und Demokratiepraxis. Gerade in diesen Zeiten, sagt Müller, zeige sich, was nur die Demokratie könne: den Bürgerinnen und Bürgern das Recht einzuräumen, die Mächtigen zur Rechenschaft zu zwingen. 

    Im Gespräch erklärt der Princeton-Professor, warum Demokratie immer Konflikt organisiert und nicht Konsens, weshalb Parteien unverzichtbar bleiben, wieso Föderalismus in Krisen ein Schutzwall sein kann – und wie Demokratien in kleinen Schritten ausgehöhlt werden können. Außerdem: Was soziale Medien wirklich verändern, ob "illiberale Demokratie" ein irreführender Begriff ist und warum es trotz aller Frustrationen keinen empirischen Beleg für eine breite demokratieablehnende Stimmung in der Bevölkerung gibt.

    Müller argumentiert, Demokratie sei "institutionalisierte Ungewissheit": Man wisse nie, wer gewinnt – aber worauf man sich immer verlassen könne, seien faire Verfahren und Grundrechte. In Autokratien sei es umgekehrt. Müller warnt davor, Effektivität mit Autoritarismus zu verwechseln, und hält die Sehnsucht nach dem "wohlwollenden starken Entscheider" für gefährlich: Was, wenn der eines Tages nicht mehr wohlwollend ist? Demokratische Sicherungen – von unabhängiger Rechtspflege bis zur Dezentralisierung – sind dann lebenswichtig.

    Produktion: Pool Artists

    Redaktion: Jens Lubbadeh
    Videoproduktion: Claudius Dobs
    Animation: Axel Rudolph
    Foto: Tre Cassetta

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier. Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected].

    1 hr 29 min
  • So viel Raum braucht die Nationalelf

    Julian Nagelsmann bezeichnete David Raum jüngst als "Kaugummi". Das war wohl nett gemeint, im Sinne von: Er hält die Mannschaft zusammen. Und tatsächlich finden die Hosts von "Kicken kann er", dem Fußballpodcast der ZEIT, Gefallen an diesem Wort. Denn: "David Raum wird man nicht los", sagt Oliver Fritsch. "Seine Stärke ist sein Glaube. Der Glaube an die Chance, die kommen wird."

    David Raum ist auf dem besten Weg, eines der Gesichter der Nationalelf zu werden. Nicht so sehr wegen seiner feinen Füße oder strategischen Fähigkeiten. Aber wegen etwas, das eben auch zum Fußball gehört: Wille, Einsatz, Leidenschaft. "Er liefert intensiven physischen Fußball", sagt Fritsch. "Solche Spieler hat man lieber in der eigenen Mannschaft, als gegen sie zu spielen", sagt Christian Spiller.

    Raum ist der Beweis dafür, dass Mentalität im Fußball Qualität schlagen kann. Dabei enthält sein Spiel auch immer das Scheitern. Aber das ist okay. Raum ist niemand, der zu groß darüber nachdenkt. Er ist kein Zauderer, keiner, der sich klein machen lässt. Und er erkennt seine eigenen Grenzen. Nur wenige Fußballer reden öffentlich mit so viel Selbstironie über die eigenen Fähigkeiten wie Raum. Fritsch findet aber auch, ein Team darf nicht zu David-Raum-haft werden. Das ist nicht gut für die Balance, dann fehlen die Feinheiten. "Eine Mannschaft, deren Stil von David Raum geprägt ist, wird nicht Weltmeister", sagt Fritsch.

    Die Hosts bilanzieren auch das deutsche Länderspieljahr und wagen eine Prognose für die WM 2026. Spiller glaubt, an einem guten Tag kann die DFB-Elf jedes Team schlagen. Falls man aber mal nur einen mittelmäßigen Tag erwischt, was bei einem Turnier zwangsläufig passieren wird, bräuchte es eine Spielidee als Sicherheitsnetz. Und rundum sind zu viele Fragen offen.

    Außerdem im Podcast: Ganz viele Tattoos und die besten Flankengötter.

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen. Unseren Bluesky-Account finden Sie hier.

    Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: 

    • Typisch David Raum, ab 0:58
  • David Raum über seine Stärken
  • David Raum über Mentalität
  • Bend it like Beckham
  • [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

    1 hr 3 min
  • Werden wir jemals Aliens finden, Dirk Schulze-Makuch?

    Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort jedoch oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können. In dieser Ausgabe wollen wir wissen: Werden wir jemals Aliens finden?

    Der Astrobiologe Dirk Schulze-Makuch sucht seit Jahrzehnten nach Leben im All – und glaubt, dass wir eines Tages außerirdisches Leben finden werden. Wie wahrscheinlich ist es denn, dass es außerirdisches Leben gibt? Schulze-Makuch tendiert zu "99 Prozent" – das letzte Prozent bleibt, bis wir Beweise haben. Entscheidend seien die universellen Bausteine des Lebens: ein Informationsträger (bei irdischem Leben sind das DNA und RNA), Energiespeicher (ATP) und eine Zellmembran. Habe das Leben den ersten Schritt einmal getan, werde es auch wahrscheinlicher, dass sich komplexes Leben entwickle.

    Womöglich haben wir außerirdisches Leben schon vor Jahrzehnten gefunden – und es unbewusst zerstört, vermutet Schulze-Makuch. In den Siebzigerjahren könnten die Experimente der Viking-Sonden auf dem Mars zu unachtsam abgelaufen sein. Aus Feldforschung in der Atacama-Wüste weiß Schulze-Makuch: Extrem angepasste Mikroben, die in sehr trockener Umgebung leben, können durch zu viel Wasser sterben. Genau das könnte damals möglichen Marsmikroben passiert sein, über die Viking einfach Wasser geschüttet hat. Damals hieß es: Es gibt kein Leben auf dem Mars. Spätere Missionen wie Phoenix, Curiosity und Perseverance fanden organische Moleküle – ein Befund, der die damalige Deutung infrage stellt. 

    Wo sonst außer auf dem Mars sollten wir noch nach Leben suchen? Schulze-Makuch sieht Chancen, auf dem Jupitermond Europa und dem Saturnmond Enceladus mit ihren Ozeanen fündig zu werden. Auch der Saturnmond Titan mit seinen Flüssen und Seen aus Kohlenwasserstoffen wäre ein guter Kandidat. Der Fund eines zweiten, unabhängigen Lebensursprungs im eigenen Sonnensystem wäre ein Gamechanger: Daraus könnte man ableiten, dass Leben im Universum häufig sein muss, ist Schulze-Makuch überzeugt. 

    Aber warum hören wir nichts von Außerirdischen, obwohl die Menschheit seit Jahrzehnten den Himmel abhört? Vielleicht funken die Außerirdischen nicht auf unseren Frequenzen, vermutet der Astrobiologe, sondern nutzen viel fortgeschrittenere Mittel der Kommunikation, jenseits der Lichtgeschwindigkeit – etwa über Quantenverschränkung. Auch diese Form der Kommunikation könnte eines Tages technisch möglich sein, glaubt Schulze-Makuch. Dann könnte die Menschheit auch möglichen Außerirdischen in den  entferntesten Regionen des Alls kommunizieren, ohne lange auf Antwort warten zu müssen. 

    Produktion: Pool Artists

    Redaktion: Jens Lubbadeh
    Videoproduktion: Claudius Dobs
    Animation: Axel Rudolph
    Foto: Hahn und Hartung

    58 min
  • So real ist der Hype um Lennart Karl

    Oliver Fritsch, Host von "Kicken kann er", dem Fußballpodcast der ZEIT, schickt dieser Folge einen Disclaimer voran: "Wir schöpfen in der Analyse nicht aus dem Vollen." Das liegt aber nicht an unserer Bequemlichkeit. Lennart Karl hat noch keine vier Stunden Bundesliga gespielt. Dennoch aber glauben wir, ähnlich wie der Bayerntrainer Vincent Kompany, schon so viel Talent zu erkennen, dass wir ihm eine ganze Folge widmen können.

    "Ich sehe kein herausragendes, Messi-ähnliches Talent, das sich unter allen Umständen auf jeden Fall durchsetzen wird. Aber ich sehe sehr, sehr viel", sagt Fritsch. Für seinen Co-Host Christian Spiller ist allein schon der Fakt, dass er in diesem Alter für den FC Bayern aufläuft und maximal eingebunden wird, ein Zeichen für den Respekt seiner Mitspieler und damit auch sein großes Talent.

    Fritsch schwärmt besonders von Karls Beschleunigung aus dem Stillstand heraus. "Dieser Speed ist für einen Dribbler schon die halbe Miete", sagt er. "Das ist sein größter Vorteil, der ihm zu einer großen Karriere verhelfen kann." Spiller ist vom Mut des Teenagers begeistert. "In diesem Alter in so einer Mannschaft nicht einfach nur mitspielen zu wollen, sondern sich etwas überlegen, etwas kreieren, das Spiel seiner Mannschaft nach vorne bringen wollen, das ist außergewöhnlich."

    Die Hosts klären auch die Frage, ob es besonders schwer ist, in so einer starken Mannschaft wie dem FC Bayern Spielzeit zu bekommen, oder ob die geölte Maschine es einem Talent nicht sogar leichter macht. Und beide stellen fest, dass das Problem des Fußballlandes nicht die Talente sind, sondern eher die, deren Aufgabe es ist, aus den Talenten auch Weltmeister zu machen.

    Außerdem im Podcast: Zwei Bayernspieler für Mister X, eine kleine Top 5 und die Beatles sind natürlich auch wieder dabei.

    Szenen und Texte, wie wir in dieser Folge besprochen haben:

    • Karls Tor gegen Brügge
  • Sein Tor als 10-Jähriger
  • Dingsda mit Icke und Litti
  • Buch über das EM-Halbfinale 1982
  • [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

    55 min
  • Ist Armut erblich, Jutta Allmendinger?

    Die Soziologin Jutta Allmendinger spricht bei “Nur eine Frage” über die vielen Formen von Armut und erklärt, warum Erben unproduktiv macht. Jutta Allmendinger ist Deutschlands bekannteste Soziologin und leitete viele Jahre lang das Wissenschaftszentrum Berlin.

    Seit Jahrzehnten erforscht sie das Thema soziale Ungleichheit. Sie ist die ehemalige Präsidentin des Wissenschaftszentrums Berlin, war Direktorin am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung und hat viele deutsche Regierungen beraten. Heute ist sie Mitglied des Ethikrats und des Wissenschaftsrats.

    Im ZEIT-Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort aber oft schwer zu finden ist. Wir befragen die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – in dieser Ausgabe haben wir Jutta Allmendinger gefragt: Ist Armut erblich?

    Armut werde meist relativ gemessen und meist werde dabei nur auf das Einkommen geschaut, so Allmendinger: Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens besitzt, gilt als armutsgefährdet. Bei den Einkommen gebe es in Deutschland große Ungleichheit, noch viel ausgeprägter aber sei sie beim Vermögen. Diese Ungleichheit hemme wirtschaftliche Dynamik, da Erben oft wenig investieren und ärmere Gruppen wenig Chancen zum Aufstieg sehen.

    Früher hätten Katastrophen und Kriege Ungleichheit reduziert, heute aber fehle es an politischen Maßnahmen wie einer höheren Erbschaftssteuer. Die politischen Folgen wachsender Ungleichheit bereiten Allmendinger Sorge, da diese populistische und extreme politische Kräfte stärkt. Sie fordert eine bessere Integrationspolitik und einen positiven Umgang mit Migration, denn ihr verdanke Deutschland seinen Wohlstand.

    Aber es geht nicht nur ums Geld. Jutta Allmendinger prägte erstmals den Begriff der Bildungsarmut und betont in dem Gespräch, wie wichtig eine frühkindliche Bildung ist, um Armut vorzubeugen. Hier sieht Allmendinger großen Handlungsbedarf. Das deutsche Bildungssystem berücksichtige die unterschiedlichen sozialen Hintergründe der Kinder unzureichend.

    Frühkindliche Bildung müsse dringend gestärkt werden, Corona habe die Ungleichheit zusätzlich verschärft. Jedes zweite Kind in Deutschland erfülle nicht das Mindestmaß der Kompetenzen beim Lesen und Rechnen. Doch Armut hat noch mehr Facetten: Wohnen, Gesundheit, Beziehungen, Lebenserwartung kann von Armut geprägt sein. Besondere Sorge bereitet Allmendinger die Wohnungsarmut, die insbesondere junge Menschen trifft, da Wohnraum knapp und teuer ist. Junge Generationen hätten kaum noch Möglichkeiten, Eigentum zu erwerben.

    Als weitere konkrete Maßnahmen gegen die Ungleichheit schlägt sie ein Grundstockkapital für junge Erwachsene abhängig vom Elternhaus, einen höheren Mindestlohn sowie die Reduzierung von Minijobs vor. Ein Grundeinkommen lehnt sie nicht ab, hält Bildung und Erwerbsarbeit aber für wichtiger. Der beste Weg zur Bekämpfung von Armut sei jedoch eine langfristige Investition in frühkindliche Bildung.

     

    Produktion: Pool Artists

    Redaktion: Jens Lubbadeh

    Videoproduktion: Claudius Dobs

    Animation: Axel Rudolph

     

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier: https://t1p.de/ncx2p Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected]

     

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen: https://t1p.de/iikdn

    1 hr 53 min
  • Alejandro Grimaldo, der Freistoß-Philosoph

    Wer gegen Bayer Leverkusen spielen muss, vermeidet am besten eine heikle Situation: bloß kein Foul in der Nähe des Strafraums. Denn dann tritt ein Künstler auf, bei dem eine gute Chance besteht, dass er fünf Freistöße zu sechs Toren verwandelt. Der Spanier Alejandro Grimaldo hat sich auf diese Disziplin spezialisiert. Das Tor ist nicht zu verhindern, wenn er ihn perfekt trifft. Er ist der beste Freistoßschütze Europas, auch wegen seiner Tore wurde Bayer Leverkusen im vorigen Jahr Meister. Und so nerdig, wie er über seine Technik redet, hat er diesen Teil des Spiels auch vollständig durchdrungen. Er ist der Freistoß-Philosoph.

    Doch die Frage ist: Was kann er noch, außer Freistöße?

    Das ist das Thema in der neuen Episode des ZEIT-Fußballpodcasts. Schon mit 12 Jahren ging Grimaldo in die berühmte Jugendakademie des FC Barcelona: "Man sieht die Barcelona-Schule: genaues Passspiel, Raffinesse und ein bisschen Kunst", sagt Oliver Fritsch, einer der beiden Hosts. Und Fabian Scheler, der zweite Host, ergänzt Grimaldos Ausdauer. Gemeinsam ergründen sie seine perfekte Schusstechnik, die dazu geführt hat, dass er in der Hierarchie bei Bayer Leverkusen aufgestiegen ist.

    Doch Grimaldo will noch weiter. Auch wenn Barcelona für ihn einst keine Verwendung hatte und er über Lissabon nach Deutschland kam, macht er keinen Hehl daraus, dass er auf die große Bühne möchte. Offen spricht er davon, künftig in seinem Heimatland bei Real Madrid oder dem FC Barcelona spielen zu wollen. Doch reicht es dafür? Die Hosts blicken auf seine fehlende Zweikampf-Exzellenz und sind skeptisch. Auch in Spaniens Nationalmannschaft hat er bisher keinen Platz.

    "Es ist eigentlich paradox", sagt Scheler, "denn Grimaldo will von der Position aus Einfluss aufs Spiel nehmen, von der es am schwierigsten ist." Außenverteidiger? Spielmacher? Außenstürmer? Man wisse gar nicht so recht, was er eigentlich genau ist, sagt Fritsch. Die Hosts nehmen das auch zum Anlass, um über die Evolution der Position im Laufe der Fußballjahrzehnte zu reden.

    Außerdem gibt es hot takes zur Leverkusener Zukunft, Mister X gibt der immer schwelenden deutschen Torwartdebatte neuem Zunder und Scheler muss nach zahlreichen Hörerinnen-Hinweisen einige Dinge aus der vorigen Folge richtigstellen. Wie immer beschließt die Power Card die Sendung.

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen. Unseren Bluesky-Account finden Sie hier.

    Szenen und Texte, über die wir gesprochen haben: 

    • Alle Freistoßtore von Alejandro Grimaldo
  • Die Szene: Xabi Alonso und Alejandro Grimaldo im Training
  • Grimaldo-Interview mit der "Süddeutschen Zeitung"
  • Bayer Leverkusen: Von Neverkusen zu Neverlosen
  • Hakan Çalhanoğlus Freistoß gegen den BVB
  • Tor des Monats von Günter Netzer
  • "Spiegel"-Podcast: "Die Akte Kasia Leonhardt"
  • [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

    1 hr 12 min
  • Braucht Deutschland die Atombombe, Claudia Major?

    Im neuen Podcast Nur eine Frage stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, auf die eine klare Antwort schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – und versucht, eine klare Antwort zu bekommen.

    In dieser Folge fragt er die Sicherheitsexpertin Claudia Major, ob Deutschland eigene Atomwaffen anschaffen sollte. Major ist eine der profiliertesten deutschen Sicherheitsexpertinnen. Sie ist Vizepräsidentin für transatlantische Sicherheitsinitiativen beim German Marshall Fund und berät die Bundesregierung in Sicherheitsfragen. Ihr Spezialgebiet sind die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs auf die transatlantischen Beziehungen, die nukleare Ordnung und wie man die EU und die Ukraine langfristig sichern kann.

    Major erklärt, warum sie eine deutsche Atombombe nicht nur für unnötig, sondern sogar für einen schweren Fehler hält: Ein atomarer Alleingang Deutschlands würde die Welt unsicherer machen, weil es andere Länder ermutigte, ebenfalls nuklear aufzurüsten.

    Major plädiert dafür, dass Deutschland und andere europäische Staaten erst einmal konventionell stark aufrüsten müssen. Der Aufbau eines eigenen europäischen Nukleararsenals wäre dann ein weiterer möglicher Schritt, den man gehen könne.

    "Atomwaffen sind eigentlich keine Kriegsführungs-, sondern zutiefst politische Waffen", sagt Major und meint damit die abschreckende Wirkung, die ihr möglicher Einsatz entfaltet. Es gelte, potenziellen Angreifern zu vermitteln, dass die Kosten eines Angriffs viel höher wären als der Nutzen. Auf dieser Annahme beruhe die riskante Ordnung in einer Welt mit Atomwaffen.

    Doch diese Ordnung wackelt: Laut Major funktioniert die atomare Abschreckung durch US-amerikanische Atombomben gegenüber Russland zwar noch. Aber die Verlässlichkeit der USA unter Präsident Donald Trump stehe infrage, und Europa müsse mittelfristig eine eigene Abwehrstrategie entwickeln.Für eine atomare Neuausrichtung in Europa sieht Major drei Szenarien: eine gemeinsame europäische Bombe, nationale Alleingänge einzelner Staaten oder ein Modell, das auf Frankreichs und Großbritanniens vorhandenen Atomarsenalen aufbaut.

    Die Sicherheitsexpertin hält nur Letzteres für realistisch, wenn auch nicht für perfekt. Denn weder Frankreich noch Großbritannien verstehen ihre Atomwaffen als Schutzschild für ganz Europa. Es müsse eine neue europäische Nuklearstrategie entwickelt werden.

    Eines bleibe in jedem Fall klar: "Jegliche Veränderung der nuklearen Ordnung, egal wie wir daran herumdoktern, bedeutet für alle Betroffenen, für die Europäer, aber auch für die anderen, für Russland, für China: Instabilität." Auch dürften die Europäer die Amerikaner bei einer Neuausrichtung ihrer Sicherheitsstrategie nicht vor den Kopf stoßen, sagt Major.

    Für sie ist die Frage nach der Atombombe ohnehin nicht die entscheidende. Viel grundlegender fragt sie: Wie können Deutschland und Europa sich wirksam schützen? Im Podcast spricht sie über glaubwürdige Abschreckung durch weitreichende Waffen, Flug- und Raketenabwehr, ausreichende Truppenstärke und Verteidigung gegen hybride Kriegsführung wie Cyberattacken, Propaganda und Sabotage. Majors Antwort auf unsere eine Frage in dieser Folge: "Deutschland braucht nukleare Abschreckung, aber keine eigenen Atombomben."

    Produktion: Pool Artists

    Redaktion: Jens Lubbadeh

    Videoproduktion: Claudius Dobs

    Animation: Axel Rudolph

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier: https://t1p.de/ncx2p

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected]

     

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen: https://t1p.de/iikdn

    1 hr 29 min
  • Werden wir unsterblich, Nir Barzilai?

    Nir Barzilai erforscht, wie Menschen möglichst lang gesund leben können. Ewiges Leben ist für ihn nicht erstrebenswert. Aber 115 Jahre alt sollen wir bald alle werden können.

    Im neuen Podcast "Nur eine Frage" stellt ZEIT-Chefredakteur Jochen Wegner einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben, auf die eine klare Antwort aber schwer zu finden ist. Er befragt die bestmögliche Expertin, den bestmöglichen Experten, den wir für das jeweilige Thema finden können – so lange, bis er die Antwort verstanden hat.

    In dieser Folge geht es um ein sehr langes, eines Tages vielleicht sogar ewiges Leben. Wird dies für Menschen jemals möglich sein? Der Alternsforscher Nir Barzilai will nicht kategorisch ausschließen, dass ewiges Leben eines Tages technisch möglich werden könnte. Aber aktuell, sagt er, liege Unsterblichkeit außerhalb der wissenschaftlichen Reichweite. Anders verhält es sich mit der Verlängerung der bisherigen Lebensspanne. Barzilai möchte, dass Menschen länger leben. Vor allem geht es ihm darum, dass sie länger gesünder leben – ohne die typischen Altersleiden.

     

    Produktion: Pool Artists

    Redaktion: Jens Lubbadeh

    Videoproduktion: Claudius Dobs

    Animation: Axel Rudolph

    Alle Folgen unseres Podcasts finden Sie hier: https://t1p.de/ncx2p

    Fragen, Kritik, Anregungen? Schreiben Sie eine Mail an [email protected]

     

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcastabo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcastarchiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen: https://t1p.de/iikdn

    1 hr 33 min
  • Nico Schlotterbeck ist der aufregendste deutsche Verteidiger – auch der beste?

    Er ist nach vielen Monaten Verletzungspause zurück: Nico Schlotterbeck spielt wieder und versucht mit seinem BVB gleich, den Lauf der Bayern zu stoppen. Auch der Bundestrainer Julian Nagelsmann setzte sofort wieder auf den Linksfuß. Aber wie gut ist Schlotterbeck wirklich? Ist er der derzeit beste deutsche Verteidiger des Landes?

    An dieser Frage arbeiten sich Christian Spiller und Fabian Scheler, die beiden Hosts des Fußballpodcasts Kicken kann er, in der neuen Folge ab. "Er ist jedenfalls der aufregendste deutsche Abwehrspieler", sagt Spiller und hebt Schlotterbecks Stärken hervor: seine Zweikampfstärke natürlich. Was Schlotterbeck aber vor allem auszeichnet, ist sein Offensivdrang. Nur wenige Verteidiger denken und passen so offensiv wie er. Schelers' Einwand: "Ist das ein großes Lob für einen Verteidiger?"

    Mit dieser Frage beginnt die Diskussion um Risikoaversion und Fehleranfälligkeit. Darum, was eigentlich die Aufgabe eines Abwehrspielers ist: Solide verteidigen und bloß keinen Fehler machen. Oder auch mal was wagen. Spiller traut Schlotterbeck zu, der beste deutsche Verteidiger zu werden, Scheler sieht Anzeichen einer Überbewertung. Noch gut in Erinnerung sind die beiden Niederlagen gegen Japan. Die eine leitete das deutsche WM-Aus 2022 ein, die andere war das letzte Spiel für Hansi Flick als Bundestrainer. Bei beiden wurde nach dem Spiel über Schlotterbeck diskutiert.

    Welche Rolle wird Schlotterbeck künftig in der Nationalmannschaft spielen? Und welche Innenverteidiger sollen für Deutschland auflaufen? Die Hosts suchen und finden ihre Lieblingsformation und nicht in jeder ist Nico Schlotterbeck dabei.

    Mister X widmet sich dem jüngsten Auslöser für Kölner Europapokal-Träume und in den Top 5 suchen die Hosts die besten Brüderpaare des Weltfußballs. Und jetzt sind Sie gefragt: Die Kommentare zur Folge sind auf Spotify freigeschaltet, dort findet sich auch eine Umfrage. Außerdem gibt es jetzt einen Kicken-kann-er-Bluesky-Account. Falls Sie folgen und diskutieren mögen.

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen.

    Szenen und Artikel, über die wir gesprochen haben:
    • Die Szene
  • Deutschland – Japan 1:2
  • Deutschland – Japan 1:4
  • Deutschland – Italien 3:3
  • Borussia Dortmund – Atlético Madrid 4:2
  • Dortmund – Leipzig 1:1
  • DFB-Pokal Endspiel 2022
  • EM 2024: Deutschland muss auf einen neuen Schlotterbeck hoffen
  • [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

    1 hr 12 min
  • Ousmane Dembélé, der beste beidfüßige Fußballer der Welt

    Es ist ein Satz, für den man vor nicht allzu langer Zeit einige Lacher kassiert hätte: Ousmane Dembélé hat die wichtigste individuelle Auszeichnung im Fußball gewonnen, den Ballon d’Or. Er ist der beste beidfüßige Fußballer der Gegenwart. "Interessanterweise zeigt sein Fall aber auch: Individualität muss im Fußball gelenkt werden, erst dann entfaltet sie ihre wahre Kraft", sagt Fabian Scheler, einer der Hosts des Fußballpodcasts "Kicken kann er". Und deshalb steht die neue Folge über den 28-jährigen Franzosen ganz im Zeichen der Frage: Warum klappt jetzt das, was in den Jahren zuvor nicht funktioniert hat? 

    Denn Dembélé galt bereits seit seinem Wechsel von Dortmund nach Barcelona als potenzieller Kandidat für den Award. Das war 2017. Danach blieb er vielen allerdings nur wegen seines Sitzfleischs als streikender Profi in Erinnerung, oder als Dauergast im Rehazentrum von Barcelona.  

    Beinahe wäre seine Karriere tragisch ausgetrudelt. Doch lag es an der Pariser Luft, oder was brachte die Wende? Diese Frage ergründen die Hosts. Schnell landen sie dabei bei den wichtigsten Trainern von Dembélé: Luis Enrique, der Paris Saint-Germain zum Champions-League-Sieg geführt hat. Und Didier Deschamps, Frankreichs Nationaltrainer. "Sie haben ihn erzogen", sagt Oliver Fritsch, der zweite Host des Fußballpodcasts. Deschamps wechselte Dembélé im WM-Finale 2022 noch vor der Halbzeit aus, was von Dembélé erstaunlicherweise akzeptiert wurde und der Mannschaft half. "Man könnte alleine über dieses Manöver und seine Bedeutung ein Buch schreiben", sagt Fritsch.  

    Enrique wiederum hat Dembélé eine neue Rolle gegeben. Er zog Dembélé von der Außenbahn in die Mitte. Dembélé ist nun der Erste, der den Gegner attackiert, er hat mehr Verantwortung fürs Kollektiv. "Luis Enrique hat aus einem unsteten Genie einen entscheidenden Teamplayer gemacht", sagt Fritsch, und für diese Teamleistung wurde Dembélé nun mit der höchsten individuellen Auszeichnung im Fußball belohnt. Er steht damit auch sinnbildlich für das neue Paris.  

    Seine enorme Geschwindigkeit ist das eine, aber auch sein Antritt und wie er beschleunigt und seine Läufe timt, verdienen Beachtung. Die Hosts rätseln über seine 100-Meter-Zeit, "wahrscheinlich könnte er aber auch 200 Meter rennen", sagt Fritsch, und: "Dembélé ist ein Naturereignis im Stadion – sein Flow und seine Ballmitnahme ins Tempo sind hypnotisierend."  

    Außerdem sind die Hosts angesichts der Vergabe des Ballon d’Or féminin an Aitana Bonmatí etwas ratlos. In den Top 5 wird dieses Mal der Streikführer unter den Fußballprofis gesucht. Und Mister X fragt: Na, Werder, wieder gepennt? 

    "Kicken kann er" ist der Fußballpodcast der ZEIT. Er erscheint alle zwei Wochen und widmet sich den besten Fußballern und Fußballerinnen unserer Zeit. Wir reden weniger über Taktik als über das, worauf es im Fußball wirklich ankommt: die Individualität der Spieler. Alle Folgen finden Sie hier. Schreiben Sie uns! Kritik zur Sendung und Vorschläge für Mister X nehmen wir unter [email protected] entgegen.   

    Szenen und Artikel, über die wir gesprochen haben:

    • Champions-League-Halbfinal-Hinspiel Arsenal gegen PSG
  • "Ousmane Dembélé and the art of pressing"
  • "Can Barcelona sell Dembéelée? He is shit"
  • Ousmane Dembélé: Vom Messie zum Messi
  • Ousmane Dembélé: Wie viel ist dieser Mann wert?
  • Paris Saint-Germain: Das müsste den Romantikern doch gefallen
  • PSG: Es war die Abkehr vom Prinzip Katar, die PSG den Erfolg brachte
  • Ann-Katrin Berger: Die überriskante Torfrau
  • Kicken kann sie: Aitana Bonmatí, Cruyffs Erbin
  • Über Sportlereltern: "Gerhart Polt – Longline"
  • [ANZEIGE] Mehr über die Angebote unserer Werbepartnerinnen und -partner finden Sie HIER.

    [ANZEIGE] Mehr hören? Dann testen Sie unser Podcast-Abo mit Zugriff auf alle Dokupodcasts und unser Podcast-Archiv. Jetzt 4 Wochen kostenlos testen. Und falls Sie uns nicht nur hören, sondern auch lesen möchten, testen Sie jetzt 4 Wochen kostenlos DIE ZEIT. Hier geht's zum Angebot.

    1 hr 8 min

About Nur eine Frage

From the publisher's feed

„Können Maschinen denken?“, „Ist Demokratie die beste Staatsform?“, „Ist Armut erblich?“. Oder: „Existiere ich wirklich?“ Das sind einfache, aber grundlegende Fragen, die viele von uns umtreiben,…