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Adipositas bei Kindern und Jugendlichen ist eine chronische Stoffwechselerkrankung – und ihre Behandlung stellt Familien wie auch Praxisteams vor große Herausforderungen. Die Psychologin Dr. Barbara Dieris erklärt, warum Gewichtsabnahme auf keinen Fall einfach und schnell geht, sondern ein langfristiger Prozess ist.
Im Gespräch geht es um das „Abnehm-Dilemma“, Frust in der Adipositas-Therapie, Motivation und Selbstwirksamkeit, die Rolle von Eltern und Kindern sowie eine wertschätzende Kommunikation in der Praxis. Die Expertin erklärt, wie realistische Ziele aussehen können, warum Gewichtsstabilität im Wachstum ein Erfolg sein kann und weshalb der Blick auf Ressourcen wichtiger ist als gut gemeinte Ratschläge. Auch das Obeldicks-Programm und die „Abnehmspritze“ sind wichtige Themen. „Es ist eher ein Langstreckenlauf“ – und jeder Schritt zählt.
In dieser Folge spricht die Kinder- und Jugendärztin sowie Schlafmedizinerin Barbara Schneider über Schlafstörungen im Kindes- und Jugendalter. Im Fokus stehen die Fragen, was in welchem Alter noch als normal gilt, wann eine weiterführende Diagnostik sinnvoll ist und wie sich Ursachen wie Restless-Legs-Syndrom, ADHS, schlafbezogene Atmungsstörungen oder depressive Verstimmungen differenzialdiagnostisch unterscheiden lassen. Außerdem geht es um den sinnvollen Einsatz von Melatonin, Risiken bei Säuglingen sowie den Einfluss von Bildschirmmedien auf Schlaf und Tagesmüdigkeit. Die Expertin gibt praxisnahe Impulse für die kinderärztliche Versorgung.
https://bit.ly/4f2bkWF
Die Inzidenz invasiver Meningokokken-Erkrankungen der Serogruppe B (MenB) erreicht bereits im ersten Lebenshalbjahr ihren Höhepunkt. Der niedergelassene Pädiater Ralph Köllges aus Mönchengladbach ruft deshalb in der aktuellen Folge der Podcast-Serie „O-Ton Pädiatrie Extra“ dazu auf, möglichst früh zu impfen und betont: „Ein rechtzeitiger Impfschutz kann bei MenB entscheidend sein.“
Invasive MenB-Erkrankungen sind selten, verlaufen aber häufig schwer – die Letalität liegt bei 8%. Auch für Überlebende sind die Folgen oftmals erheblich. Viele leiden langfristig unter gesundheitlichen Einschränkungen. Die am stärksten gefährdete Bevölkerungsgruppe sind Säuglinge, aber auch Kleinkinder sind vergleichsweise oft betroffen.
Die STIKO empfiehlt, alle Säuglinge im Alter von 2, 4 und 12 Monaten standardmäßig gegen MenB zu impfen. Um einen möglichst frühen Schutz zu erreichen, soll der STIKO zufolge die MenB-Impfung gleichzeitig mit den regulären Säuglingsimpfungen erfolgen.
Die STIKO empfiehlt außerdem, versäumte MenB-Impfungen bei Kindern bis zum 5. Geburtstag möglichst zeitnah nachzuholen. „Bei Säuglingen und Kleinkindern sollte daher immer wieder der Impfstatuts überprüft und mit den Eltern besprochen werden. Denn: Wir Pädiater sind Präventionsmediziner und verhindern damit Erkrankungen. Und da ist es unendlich wichtig, die Eltern mit ins Boot zu holen und sie zu informieren“, so Köllges.
Vergiftungen gehören zu den häufigen Beratungsanlässen in der Pädiatrie – doch längst nicht jeder Fall ist ein Notfall. In dieser Folge sprechen Angelika Leidner und Nicole Finkenauer mit dem Arzt und Giftnotruf-Experten Pascal Blesik über typische Anfragen zu Medikamenten, Reinigungsmitteln und giftigen Pflanzen und klären, wann tatsächlich ein Notfall vorliegt und wann Entwarnung möglich ist. Anhand eindrücklicher Fälle geht es um verschluckte Knopfzellen, Waschmittel- und Geschirrspülmittel-Gel-Caps, Opioide, Koffeinpulver und den giftigen Knollenblätterpilz. Welche Symptome sind entscheidend? Wann sind Aktivkohle, Antidot oder eine intensivmedizinische Behandlung angezeigt – und warum sollte niemals Erbrechen ausgelöst werden? Außerdem erklärt Blesik, wie Kinderärztinnen und Kinderärzte Familien wirksam über sichere Aufbewahrung, Prävention und den richtigen Zeitpunkt für den Giftnotruf aufklären können.
https://bit.ly/4f2bkWF
In dieser Folge sprechen wir mit Dr. Martin Dennebaum (Universitätsmedizin Mainz) über Reise- und Tropenmedizin bei Kindern. Welche lebensbedrohlichen Infektionen müssen Kinderärztinnen und Kinderärzte nach einer Fernreise rasch ausschließen? Welche Erkrankungen nehmen zu, welche werden seltener? Im Mittelpunkt des Gesprächs stehen Malaria, Dengue-Fieber, Typhus, Reisediarrhö und Hauterkrankungen. Außerdem geht es um Reiseanamnese, Inkubationszeiten und Risikogruppen wie „Visiting Friends and Relatives“ (VFR). Ein wichtiger Punkt ist die Prävention, damit Kinder und Jugendliche gut geschützt auf Reisen gehen können und gar nicht erst erkranken. In O-Ton Pädiatrie hat unser Experte Tipps für die reisemedizinische Beratung, zu Standard- und Reiseimpfungen für Kinder, zur Malariaprophylaxe, zum Sonnenschutz – und Antwort auf die Frage, wann Familien von Tropenreisen mit Kindern eher abzuraten ist.
Weiterführende Links:
Infektiologischer Konsiliardienst
Infektiologischer Leitfaden
Diese Podcast-Episode wird ermöglicht durch Takeda. Wir danken unserem heutigen Partner für die Unterstützung der Produktion dieses Audio-Formats. Unsere Sponsoring-Partner haben keinen Einfluss auf die Inhalte.
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