Die Folge 38 startet mit einer ungewohnt großen Runde: Patrick, Christian, Daniel und Markéta sitzen das erste Mal gemeinsam vor dem Mikrofon. Bevor es in die Hauptthemen geht, liefert Christian wie gewohnt den Sicherheits-Überblick der Woche, und der hat es in sich. Kritische Lücken in Google Chrome, Android-Versionen 14 bis 16, Windows-Domain-Controllern mit einem CVE-Score von 9,8 und Checkpoint VPN zeigen, wie dicht die Bedrohungslage mittlerweile geworden ist. Daniel stellt die Frage, ob KI das Tempo bei der Entwicklung von Exploits weiter beschleunigt, und die Runde diskutiert, was dahintersteckt, wenn Angreifer Zeit, Geld und Motivation mitbringen.
Den größten Raum nimmt die Microsoft Build ein. Christian und Patrick analysieren, wie Microsoft mit Agent 365, der Azure AI Foundry und dem Ende der Copilot+-Marke einen kompletten KI-Stack von der Einsteigerebene bis zum Unternehmensentwickler aufbaut. Die Botschaft der Keynote ist klar: Nicht mehr "stelle eine Frage und bekomm eine Antwort", sondern "gib eine Aufgabe und krieg ein Ergebnis". Patrick macht dabei auf ein strukturelles Risiko aufmerksam, das damit einhergeht: Wer in diesem agentischen Konstrukt auf Microsoft setzt, macht sich in einem Maß abhängig, das jede spätere Migration faktisch unmöglich macht.
Parallel dazu diskutiert die Runde die Apple WWDC. Patrick erklärt, warum Siri AI zwar in iOS 27 einzieht, in der EU und auf Deutsch aber vorerst nicht verfügbar ist. Apple setzt auf einen Mischbetrieb aus eigenen On-Device-Modellen und einem Gemini-Modell auf Nvidia-Hardware. Daniel hinterfragt die Datenschutz-Argumentation von Apple grundlegend und bezeichnet sie als Finte: Ein LLM braucht Klartextdaten, egal wessen Rechenzentrum es verarbeitet. Dazu kommt die Entscheidung, die Apple Watch Ultra 1 vom watchOS-27-Update auszuschließen, was bereits erste Sammelklagen nach sich zieht.
Die Folge endet mit einem Blick auf SpaceX und das Vorhaben, bis 2029 oder 2030 rund 110.000 GPUs in Satelliten zu betreiben und darüber KI-Rechenkapazitäten günstig bereitzustellen. Christian, Patrick und Daniel sind sich einig, dass die Entwicklung beeindruckend ist, aber Fragen zum Datenschutz je nach Satellitenposition noch völlig offen sind.