One Day in Transformation

One Day in Transformation

By Heartprint GmbHBusinessTechnology
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One Day in Transformation episodes

  • Christoph Hein: Warum KI keine Entscheidungen trifft – Menschen schon

    Er nennt sich selbst „TM1 Fanboy", hat 15 Jahre lang Planungssysteme in Unternehmen eingeführt und baut heute als Managing Director DACH das Geschäft von Intito im deutschsprachigen Raum auf. Christoph Hein hat gesehen, wie Spreadsheets, Business Intelligence und jetzt KI immer dasselbe versprochen haben: bessere Zahlen, schnellere Entscheidungen, weniger Bauchgefühl.

    Seine These: Die Probleme in Unternehmen sind dieselben wie vor 10, 20 oder 40 Jahren. KI verändert nicht, ob Menschen entscheiden müssen – sie verändert nur die Geschwindigkeit und die Reichweite. Und sie macht ein altes Problem noch sichtbarer: „KI auf schlechte Daten losgelassen produziert selbstbewusste Falschaussagen – nur schneller."

    Mit Rainer Karcher und Anthea Wagner spricht Christoph darüber, woran man Schattenbuchhaltung in Excel erkennt, warum eine KI die Sprache des Unternehmens sprechen muss, um Vertrauen zu gewinnen, und warum nichts schlimmer ist als eine Entscheidung, die gar nicht getroffen wird. Es geht um das ewige Pendeln zwischen zentral und dezentral, um Command & Control gegen echte Verantwortung, um Guardrails für Menschen wie für Maschinen – und um die eine Frage, die sich jede Führungskraft vor einer KI-Einführung stellen sollte.

    Außerdem: fünf konkrete Schritte für Unternehmen, die KI einführen wollen, ein Blick auf den ökologischen und ökonomischen Preis der Technologie, eine Zeitkapsel für den 16. September 2036 und ein Hoffnungsmoment, der überraschend einfach ist: Die Werkzeuge für die ökologische und ökonomische Transformation liegen alle auf dem Tisch. Wir müssen sie nur benutzen.

    Was ihr aus dieser Folge mitnehmt

    • Warum KI die Entscheidungsprozesse in Unternehmen beschleunigt, aber nicht ersetzt
    • Woran man erkennt, ob Mitarbeitende den Zahlen wirklich vertrauen (Tipp: Export-nach-Excel-Button deaktivieren)
    • Warum Transparenz, Datenqualität und Unternehmenskontext die Grundlage für jede vertrauenswürdige KI sind
    • Weshalb nicht getroffene Entscheidungen teurer sind als falsche
    • Warum Unternehmen alle fünf bis zehn Jahre dieselben Diskussionen führen – und was das mit Kontrolle zu tun hat
    • Fünf Fragen, die vor jeder KI-Einführung beantwortet sein sollten: Warum? Welcher Prozess? Welche Zielgruppe? Welche Daten? Wie viel Freiheit?

    Transformations-Challenge von Christoph
    Bei der nächsten datenbasierten Entscheidung – oder schon beim nächsten Bericht, den ihr öffnet – fragt euch ehrlich: Brauche ich diesen Detailgrad wirklich, um eine bessere Entscheidung zu treffen?

    Musikfrage
    Christophs Song für die Staffel-2-Playlist: „Don't Stop Believin'" von Journey.

    Links

    Christoph Hein & Intito

    • Christoph Hein auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christophhein/
    • Intito: https://www.intito.com/

    Musik

    • Staffel-2-Playlist: https://tidal.com/playlist/b3fd0ece-6aa8-454d-a3d3-99184f23926d

    Heartprint & Team

    • Heartprint GmbH: https://heartprint.eu
    1 hr 1 min
  • Lina Merz: Transformation beginnt bei dir selbst

    Mehr als 25 Jahre lang etwas verbergen, von dem man glaubt, es sei falsch an einem. Und dann auf einer Business-Plattform vor Tausenden Menschen sagen: Ich bin fertig mit dem Verstecken. Lina Merz ist Managing Consultant bei Accso, Informatikerin mit Abschluss der RWTH Aachen, seit über zwanzig Jahren auf Theaterbühnen zu Hause und Speakerin mit dem Vortrag „Speaker Mode ohne Maske“. Seit diesem Jahr ist sie öffentlich trans.
    In dieser sehr persönlichen Folge erzählt Lina von dem Abend im Januar, an dem sie einem ihrer besten Freunde drei Fotos schickte, weil die Worte nicht kamen. Von der Figur, die sie sich Anfang 30 zugelegt hatte, samt tieferer Stimme, und die erst ein Lehrer für Voice Acting durchschaute. Von einer Schwester, die 25 Jahre lang nichts bemerkt hat. Und davon, wie sich Zusammenarbeit verändert, wenn weniger Energie ins Verstecken fließt.
    Mit Rainer Karcher und Anthea Wagner spricht sie über den Unterschied zwischen authentischer Anpassung und Masking, das krank macht, über Firmenkulturen, von denen es in jedem Unternehmen so viele gibt wie Vorgesetzte, über Neurodivergenz, Virtual Reality als Empathie-Werkzeug und die Frage, ob Geschlechtsidentität auf LinkedIn gehört. Ihre Antwort: Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen, und wer nur professionell auftritt, wirkt irgendwann wie eine Maschine.

    Für Rainer nach mehr als 50 Folgen das eindrücklichste Gespräch der bisherigen Staffeln.

    Takeaways
    Masking auf der Bühne und Masking im Leben haben dieselbe Wurzel: die Annahme, das eigene Ich sei nicht genug.
    Authentische Anpassung ist möglich. Schädlich wird Masking, wenn man nicht mehr spürt,was in einem vorgeht.
    Wer sich öffnet, erlebt meist Offenheit zurück. Die Angst vor der Reaktion ist fast immer größer als die Reaktion selbst.
    Es gibt nicht eine Firmenkultur, sondern so viele wie Führungskr.fte. Diversity entscheidet sich im Team, nicht auf der Website.

    One Day in Transformation | Shownotes S2 Lina Merz | Seite 1

    Diversität beginnt im Einstellungsprozess und braucht Gesprächsbereitschaft bis auf Geschäftsführungsebene.
    Ein guter Vortrag endet mit einem Call to Action, nicht mit „Danke für Ihre Aufmerksamkeit“.
    Menschen kaufen von Menschen, denen sie vertrauen. Persönliches auf LinkedIn ist deshalb kein Widerspruch zu Professionalität.
    Vorbilder wirken. Eine einzige nichtbinäre Person auf einer Konferenz hat Linas Weg zu sich selbst angestoßen.

    Transformations-Challenge
    Sucht euch einen Tag, an dem ihr nicht völlig überlastet seid. Tragt ein Blatt Papier bei euch und notiert jedes Mal, wenn ihr merkt, dass ihr eine Maske aufsetzt: in welcher Situation, und warum. Gern auch an einem zweiten oder dritten Tag. Am Ende wisst ihr ziemlich genau, wann ihr euer authentisches Ich sein könnt und wo ihr euch nur dazu gezwungen fühlt, jemand anderes zu sein.

    Song der Folge
    To the Wilder von Woodkid. Lina hat den Song über ein Spiel von Hideo Kojima entdeckt und ihn in diesem Jahr sehr oft gehört: ein Sturm der Gefühle, der ihr das Gefühl gegeben hat, dass es in Ordnung ist, Emotionen an die Oberfläche zu lassen.

    Links
    Lina Merz auf LinkedIn (Kontakt, Buchung als Speakerin und für
    Präsentationstrainings): https://www.linkedin.com/in/merz-patrick/
    Accso GmbH: https://accso.de/
    Staffel-2-Playlist auf Tidal: https://tidal.com/playlist/b3fd0ece-6aa8-454d-a3d3-

    1 hr
  • 6 Millionen Gründe für Leichte Sprache

    Sechs Millionen Erwachsene in Deutschland haben Schwierigkeiten, einen zusammenhängenden

    Text zu verstehen, das zeigt die LEO-Studie der Universität Hamburg aus dem Jahr 2018,

    umgerechnet zwölf Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahren. Für

    Alea Stephan und Henning Meeske von der Lebenshilfe Braunschweig ist das keine abstrakte Zahl,

    sondern tägliche Praxis. In dieser Folge sprechen sie mit Rainer Karcher und Anthea Wagner

    darüber, wie aus einer gesetzlichen Berichtspflicht zur Nachhaltigkeit eine echte Zusammenarbeit mit

    Menschen mit Behinderung wurde, und warum Leichte Sprache weit mehr ist als eine freundliche

    Geste an eine kleine Zielgruppe.

    Henning Meeske koordiniert Nachhaltigkeit bei der Lebenshilfe Braunschweig und kam über die

    CSRD-Berichtspflicht und die doppelte Wesentlichkeitsanalyse zur Leichten Sprache, weil die

    Selbstvertreter:innen aus Werkstatt- und Sprecherrat sonst nicht hätten mitreden können. Alea

    Stephan übersetzt seit Jahren Texte in Leichte Sprache und arbeitet dabei eng mit Prüfgruppen

    zusammen, Menschen, die selbst auf Leichte Sprache angewiesen sind und jede Übersetzung

    freigeben, bevor sie veröffentlicht wird.

    Themen dieser Folge

    • Wie aus einer CSRD-Berichtspflicht eine Zusammenarbeit mit echter Beteiligung wurde

    • Warum Unternehmen Leichte Sprache oft meiden, und was hinter der Kritik steckt

    • Leichte Sprache versus Einfache Sprache, ein wichtiger, oft verwechselter Unterschied

    • Kürzungen bei Schulbegleitungen als Beispiel für die falsche Sparlogik

    • Chancen und Grenzen von Künstlicher Intelligenz beim Übersetzen in Leichte Sprache

    • Die Übersetzung des Maja-Göpel-Podcasts in Leichte Sprache, ein laufendes Kooperationsprojekt

    • Warum diese Folge selbst zum Pilotprojekt für Leichte Sprache im Podcast-Format wird

    Besonderheit dieser Veröffentlichung

    Diese Folge erscheint als Special Release gleichzeitig in zwei Versionen, der regulären Aufnahme

    und einer vollständigen Fassung in Leichter Sprache. Die Audiospur der Leichte-Sprache-Version

    wurde mit KI-Sprachsynthese erzeugt, wobei die Stimmen von Alea Stephan, Henning Meeske,

    Anthea Wagner und Rainer Karcher jeweils mit deren ausdrücklicher Einwilligung nachgebildet

    wurden. Alle vier haben die finalen Audiodateien vor Veröffentlichung geprüft und freigegeben.

    Songs dieser Folge

    Henning Meeske bringt gleich zwei Songs mit, weil er sich nicht entscheiden konnte: Queen – Don’t

    Stop Me Now und Die Fantastischen Vier – Einfach sein. Alea Stephan wählt The Beatles – Here

    Comes the Sun. Beide Songs sind Teil der Staffel-2-Playlist.

    Transformations-Challenge

    Alea Stephan fordert dazu auf, einen beruflichen Text bewusst in Leichter Sprache zu verfassen:

    kurze Sätze, keine Nebensätze, klare Begriffe. Henning Meeske fordert dazu auf, einen Tag lang

    ohne Fachabkürzungen und ohne Anglizismen zu sprechen und zu schreiben.

    Gäste & Links

    Alea Stephan: https://www.linkedin.com/in/alea-stephan-215337335/

    Henning Meeske: https://www.linkedin.com/in/henning-meeske-87987a324/

    Lebenshilfe Braunschweig: https://www.linkedin.com/company/lebenshilfe-braunschweig/

    Heartprint GmbH: https://heartprint.eu

    1 hr
  • Leichte Sprache: Diese Folge ist für alle

    One Day in Transformation ist ein Podcast.

    Ein Podcast ist eine Sendung im Internet.

    Bei einem Podcast sprechen mehrere Personen über ein Thema.

    Diese Folge gibt es in 2 Versionen.
    Es gibt eine normale Version. Und es gibt eine Version in Leichter

    Sprache.
    Sie lesen gerade den Text zur Version in Leichter Sprache.

    Das sind die Gäste

    In dieser Folge sind 2 Gäste dabei: Alea Stephan und Henning Meeske. Beide arbeiten bei der

    Lebenshilfe Braunschweig.

    Henning Meeske kümmert sich um das Thema Nachhaltigkeit. Nachhaltigkeit bedeutet: Wir gehen

    gut mit allen Menschen um. Und wir gehen gut mit der Natur um.

    Alea Stephan übersetzt Texte in Leichte Sprache. Das bedeutet: Sie macht schwere Texte leicht

    verständlich. So können mehr Menschen die Texte verstehen.

    Darum geht es in der Folge

    • Warum Leichte Sprache wichtig ist.

    • Warum nur wenige Unternehmen Leichte Sprache benutzen.

    • Was Künstliche Intelligenz mit Leichter Sprache zu tun hat.

    • Warum Sparen bei Menschen mit Behinderung der falsche Weg ist.

    • Ein neues Projekt: Ein bekannter Podcast wird in Leichte Sprache übersetzt.

    Wichtiger Hinweis zu dieser Version

    Die Stimmen in dieser Version sind besonders. Die Stimmen sind nicht direkt aufgenommen. Die

    Stimmen sind mit Künstlicher Intelligenz gemacht. Künstliche Intelligenz heißt auch: KI.

    Die KI hat die echten Stimmen nachgemacht. Das sind die Stimmen von Alea, Henning, Anthea und

    Rainer. Alle 4 Personen haben dem zugestimmt.

    Der Text ist trotzdem echt. Alea Stephan hat den Text übersetzt. Die Prüf·gruppe von der Lebenshilfe

    Braunschweig hat den Text geprüft. Erst danach war der Text fertig.

    13 min
  • Gestalten statt verwalten: Christian Gubensek über echte Verantwortung

    Seit fast 20 Jahren ist Christian Gubensek bei ein und demselben Unternehmen – und genau deshalb versteht er Transformation nicht als Buzzword, sondern als gelebte Haltung. Christian ist Unternehmer, Vorstandsmitglied der Elpix AG, systemischer Coach, Change Manager und aktuell Interim Managing Director bei VitaBay, Deutschlands ältestem E-Commerce-Unternehmen für Supplements.

    In dieser Folge sprechen Rainer und Anthea mit ihm über:

    Warum Boutique-Beratungen im Vorteil sein können
    Elpix bleibt bewusst klein. Statt Skalierungslogik setzt Christian auf lokale Verantwortung, kurze Entscheidungswege und Senior-Expertise am Tisch statt Pyramiden-Strukturen. Seine These: 150-seitige PowerPoints lösen keine Probleme, Umsetzung schon.

    Die VitaBay-Transformation
    Wie aus einem Auftrag zur Prozessanalyse eine vollständige Reorganisation wurde – und warum ungeklärte Verantwortlichkeiten fast immer die eigentliche Ursache für Prozessprobleme sind. Christian erzählt die Geschichte des Board-Offsites in Monheim, bei dem die Inhaber ihre eigenen Prioritäten über den Haufen warfen, weil sie dem Team plötzlich mehr zutrauten.

    Gestalten statt verwalten
    Eine Anekdote aus seiner Anfangszeit bei Elpix, in der eine spontane Entscheidung über fehlende Server-Kabel zeigt, wie wichtig es ist, Verantwortung zu übernehmen statt nur zu verwalten.

    Female Empowerment und strukturelle Ungleichheit
    Ein offenes Gespräch über das Muster, dass Expertinnen ihre Ergebnisse häufig von Männern präsentieren lassen müssen, um im Konzernumfeld gehört zu werden. Christian spricht über den aktuellen Frauenanteil von rund 18 Prozent in der IT-Branche und darüber, warum es Verbündete braucht, die nicht schweigen.

    Generationenwechsel in der Führung
    Was sich verändert, wenn eine neue Generation an den Tisch kommt: mehr Sinnstiftung, mehr Erklären statt Anordnen, mehr Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen.

    Transformations-Challenge:
    Klein anfangen, ehrlich hinschauen, konsequent weglassen, was nicht trägt.

    Musikpick:
    Marvin Gaye – What's Going On. Entstanden 1971 aus der Frustration einer Generation gegenüber alten Strukturen – die Plattenfirma lehnte den Song zunächst als zu politisch ab.

    Christian ist außerdem passionierter Vinyl-Sammler mit einem Faible für R&B und Soul der 60er und 70er Jahre. Sein Hifi-Setup für alle Analog-Liebhaber:innen: Lautsprecher von Quadral, Plattenspieler Pro-Ject Debut PRO, Verstärker von Marantz.

    Hoffnungsmoment:
    Ein spürbarer Wandel im Führungsverständnis junger Führungskräfte – weg vom Krisenmodus, hin zu mehr Sinn, mehr Vertrauen und mehr Verstehen statt Anordnen.

    Christian Gubensek (LinkedIn): https://www.linkedin.com/in/christiangubensek/
    Elpix AG: https://elpix.ag/
    VitaBay: https://www.vitabay.de/
    Heartprint GmbH: https://heartprint.eu
    Folge auf Riverside: https://heartprint.riverside.com/

    Staffel-2-Playlist https://music.apple.com/de/playlist/one-day-in-transformation-season-2/pl.u-y3XHWb7Wqq

    53 min
  • Immer wieder neu: Katja Nettesheim über Mut zur Selbst-Transformation

    One Day in Transformation – Staffel 2, Folge 27Immer wieder neu: Katja Nettesheim über Mut zur Selbst-Transformation

    Anwältin, BCG-Beraterin, Axel-Springer-Managerin, Unternehmerin, Professorin, Aufsichtsrätin, Buchautorin – Prof. Dr. Katja Nettesheim hat sich in zwanzig Jahren immer wieder neu erfunden. In dieser Folge spricht sie mit Rainer und Anthea darüber, warum Systeme sie schon in der Jura-Ausbildung faszinierten, wie sie 2009 mitten in der Finanzkrise den Sprung in die Selbstständigkeit wagte und warum sie zehn Jahre später mit Culcha noch einmal bei null anfing.

    Kernthemen der Folge:

    Karriere als Kette von Neuerfindungen: von der Großkanzlei über BCG und Axel Springer bis zur Gründung von Mediate und Culcha. Katja erzählt, wie Übersetzungsarbeit zwischen Fachwelten – damals zwischen Print und Digital, heute zwischen KI und Führungsetage – zur roten Linie ihres Berufslebens wurde.

    Frauen in Führung: Katja spricht offen über strukturelle Diskriminierung, besonders im Venture-Capital-Umfeld, über die Falle der Unentbehrlichkeit und darüber, warum Fleiß Frauen oft eher ausbremst als voranbringt. Ihr zentraler Ratschlag: kein vorauseilender Gehorsam.

    KI-Kompetenz als Wohlstandsfrage: Ausgangspunkt ist ihr Buch „KI-Kompetenz für eine Zukunft in Wohlstand". Katja erklärt den Unterschied zwischen generativer und agentischer KI, warum viele Unternehmen KI mit ChatGPT verwechseln und wie die KIK-Initiative KI-Kompetenz in die Breite der Bevölkerung und in Führungsetagen deutscher Mittelständler trägt.

    Aktuelle Projekte: Mit Mediate (www.mediate-group.com) begleitet Katja Unternehmen im CXO-Sparring bei der KI-Transformation, mit Culcha (www.culcha.com) macht sie Verhaltensänderung im Unternehmen per App skalierbar. Die KIK-Initiative (www.ki-k.org), gemeinsam mit Dr. Anke Sachs gegründet, richtet sich inzwischen gezielt an Führungskräfte im Mittelstand.

    Transformationssong: Katja teilt gleich zwei Songs der Ärzte – „Deine Schuld" und „Demokratie" – beide mit Botschaften, die für Transformatorinnen und Transformatoren Gold wert sind.

    Hoffnungsmoment: Zwei spontane Autostopp-Erlebnisse im Allgäu und eine Zugfahrt, auf der Katja einer jungen Frau durch eine Panikattacke half, erinnern sie daran, dass Menschen im Kern gut sind.

    Ein Gespräch über Mut, Selbstvertrauen und die Erkenntnis, dass Transformation nie ein abgeschlossenes Projekt ist, sondern eine Haltung, die man immer wieder neu wählt.

    Mehr zu Katja Nettesheim: LinkedIn, Culcha, Mediate und die KIK-Initiative

    Mehr zu Heartprint: heartprint.eu

    One Day in Transformation überall dort, wo es Podcasts gibt: Apple Podcasts, Spotify und YouTube.


    Keywords: KI-Kompetenz, KI-Transformation, Frauen in Führung, Selbstständigkeit, Transformation, Resilienz, Zukunftsfähigkeit, Katja Nettesheim, Culcha, Mediate, KIK-Initiative

    1 hr 8 min
  • Was kann ich heute von dir lernen? – Birgit Köbl über digitale Integration

    Journalistin, PR-Expertin, Kuratorin von B2B-Konferenzen – und dann der Sprung von Profit zu Non-Profit. Birgit Köbl ist Head of ReDI School München und gestaltet dort digitale Bildung für Menschen, die sonst keinen Zugang dazu hätten: Geflüchtete, Newcomer, Frauen, Quereinsteiger:innen. Über 10.000 Lernende allein in München, fast 100 Nationalitäten, ein Ehrenamts-Modell, das nach dem Prinzip Win-Win-Win funktioniert.

    In dieser Folge sprechen Rainer und Anthea mit Birgit über ihren Weg von der PR-Welt zu ReDI, über die Frage, ob digitale Teilhabe wirklich das Fundament für gelungene Integration ist, und über die doppelte Transformation: Menschen verändern ihr eigenes Leben – und gestalten gleichzeitig die digitale Transformation der deutschen Wirtschaft mit. Außerdem geht es um die neuen Projekte BamBBi und ReDI for Care, um Schnittstellen mit Heartprints NABIT-Programm, um Ehrenamt als Führungskräfte-Training und um die unbequeme Frage, was es wirklich braucht, damit Sozialunternehmen nicht an Bürokratie und Kurzzeitfinanzierung scheitern.

    Call to Action für Hörer:innen

    Als Mentor:in mitmachen: https://www.redi-school.org/become-a-volunteer
    Als Unternehmen Partner werden: https://www.redi-school.org/support-redi
    ReDI School München: https://www.redi-school.org/munich

    Musik in dieser Folge

    Birgit konnte sich nicht auf einen Song festlegen und hat uns gleich zwei mitgebracht:

    Carla Bruni – Quelqu'un m'a dit

    Pink – Just Give Me a Reason

    Beide Songs sind Teil unserer Staffel-2-Playlist:
    https://music.apple.com/de/playlist/one-day-in-transformation-season-2/pl.u-y3XHWb7Wqq

    Links

    LinkedIn Birgit Köbl: https://www.linkedin.com/in/birgit-koebl/
    ReDI School: https://www.redi-school.org/
    Heartprint GmbH: https://heartprint.eu
    Podcast (Riverside): https://heartprint.riverside.com/
    LinkedIn Rainer Karcher: https://www.linkedin.com/in/rainerkarcher/
    LinkedIn Anthea Wagner: https://www.linkedin.com/in/anthea-wagner/
    LinkedIn Heartprint GmbH: https://www.linkedin.com/company/heartprint-gmbh/

    51 min
  • 500 Meilen bis zur Verwaltungszukunft: Stefan Latuski über Mut und Souveränität

    500 Meilen bis zur Verwaltungszukunft: Stefan Latuski über Mut und Souveränität

    Stefan Latuski ist CIO der Bundesagentur für Arbeit und CEO des IT-Systemhauses der BA. Nach über 15 Jahren bei Siemens, zuletzt als CIO von Siemens Mobility, wechselte er 2021 in den öffentlichen Sektor – ein Schritt, der nie geplant war, sondern über Jahre gereift ist.

    In dieser Folge sprechen wir über den Unterschied zwischen Konzern und Behörde, über Risikoaversion und Hierarchietreue, über sein EMBA-Studium und die wichtigste Lektion daraus: nicht neue Antworten, sondern die richtigen Fragen zu finden.

    Im Zentrum steht die Digitalisierung der größten Behörde Deutschlands. Stefan erklärt das Once-Only-Prinzip aus seinem Handelsblatt-Gastbeitrag mit Andrea Nahles, "Daten wandern, nicht Menschen", und warum es an föderalen Strukturen und Partikularinteressen scheitert, nicht an Technologie. Er zeigt, wie die BA künstliche Intelligenz bereits einsetzt, etwa mit der eigens entwickelten KI-Lösung gemeinsam mit Aleph Alpha für rund 80.000 Mitarbeitende, und warum digitale Souveränität für ihn die Fähigkeit ist, vom Verhandlungstisch aufstehen zu können.

    Als Bürger, nicht als CIO, würde er eine Sache sofort ändern: das Antragserfordernis abschaffen, wenn Ansprüche längst gesetzlich klar geregelt sind.

    Sein persönlicher Transformationssong, 500 Miles von The Proclaimers, war auch sein Hochzeitssong. Seine Transformations-Challenge: eine Woche lang künstliche Intelligenz konsequent im Alltag nutzen. Und seine Hoffnung liegt in der Sozialstaatsreform, bei der Bund, Länder und Kommunen erstmals wirklich zusammenarbeiten.

    Ein Gespräch über Mut, Strukturen aufzubrechen, und die Frage, was digitale Souveränität in der Praxis wirklich bedeutet.


    Stefan Latuski auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/stefan-latuski/ Bundesagentur für Arbeit: https://www.arbeitsagentur.de
    Alpha: https://aleph-alpha.com


    Heartprint GmbH: https://heartprint.eu
    LinkedIn Rainer Karcher: https://www.linkedin.com/in/rainerkarcher/ LinkedIn Anthea Wagner: https://www.linkedin.com/in/anthea-wagner/


    Apple Podcasts: https://podcasts.apple.com/us/podcast/one-day-in-transformation/id1836853235
    Spotify: https://open.spotify.com/show/2rYCMP07iBwDxcD6jRXMJ8 YouTube: https://www.youtube.com/playlist?list=PLR_8gYC8lbO-7gdJeq1tsWohRsuOVs_I7
    Staffel-2-Playlist: https://tidal.com/playlist/b3fd0ece-6aa8-454d-a3d3-99184f23926d

    53 min
  • Deutschland trifft Finnland: Marc Fuchs über Kultur und Vertrauen

    Dr. Marc Fuchs ist CEO von Gofore im deutschsprachigen Raum, einem finnischen IT-Beratungsunternehmen, das seit 2024 unter seiner Führung wächst. Mit über 25 Jahren Erfahrung in der IT-Beratung, davon mehr als 15 im Automotive-Sektor, und einer Promotion in Naturwissenschaften der TU München bringt er einen ungewöhnlichen Blick auf Führung und Transformation mit. Im Gespräch mit Rainer Karcher und Anthea Wagner erzählt er, wie Gofore innerhalb kürzester Zeit die Unternehmen Emundo und Ascentri integriert hat, und was dabei wirklich zählt.

    Im Zentrum steht seine These, dass Vertrauen nie über einen Appell entsteht, sondern nur durch beobachtbares Verhalten: ehrliche Kommunikation, Fairness und gemeinsames Arbeiten an echten Ergebnissen. Marc Fuchs beschreibt, warum das größte Risiko bei Übernahmen die Haltung „wir wissen schon, wie es richtig geht" ist, und wie aus einem anfänglichen Wir und Die tatsächlich ein echtes Wir werden kann. Er erklärt, wie schnell Integration heute gelingen kann, gerade weil Unsicherheit den Wandel weniger als Zumutung erscheinen lässt als früher.

    Außerdem geht es um die deutsch-finnische Führungskultur: flache Hierarchien und mehr Eigenverantwortung in Finnland treffen auf deutsche Prozessorientierung, und beide Seiten lernen voneinander. Marc Fuchs teilt Beispiele aus Strategieprozessen, in denen finnische Offenheit und deutsche Klarheit sich gegenseitig bereichern. Zum Schluss spricht er über Deutschlands Nachholbedarf bei der Verwaltungsdigitalisierung im Vergleich zu Finnland, über KI im öffentlichen Sektor und warum Klarheit die wichtigste Führungsqualität ist.

    Warum Vertrauen bei Fusionen nur durch Verhalten entsteht, nie durch Appell

    -Vom Wir und Die zum echten Wir: erfolgreiche Post-Merger-Integration

    - Deutsch-finnische Führungskultur: Hierarchie, Eigenverantwortung und Statusdenken

    -Verwaltungsdigitalisierung: was Deutschland von Finnland lernen kann (Suomi.fi)

    -KI im öffentlichen Sektor: Chancen und ethische Grenzen

    -Klarheit als wichtigste Führungsqualität

    -Warum Krisen Integration und Wandel beschleunigen können

    Transformations-Challenge: Sucht euch eine Person, die stark von einer Veränderung betroffen ist. Versucht nicht, sie zu überzeugen, sondern hört einfach nur zu und versucht zu verstehen, was die Veränderung für diese Person bedeutet.

    Transformationssong: „Wake Up" von Arcade Fire – über Erwachsenwerden als eigene Form der Transformation, zwischen Melancholie und Hoffnung.

    Hoffnungsmoment: Menschen, Organisationen und Kulturen können wirklich zusammenwachsen, oft mit weniger Druck als gedacht, wenn eine neue gemeinsame Welt mit den Menschen entsteht statt gegen sie.

    Gast: Dr. Marc Fuchs, CEO Gofore Dach LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-marc-fuchs-0573445a/

    Team: Rainer Karcher: https://www.linkedin.com/in/rainerkarcher/ Anthea Wagner: https://www.linkedin.com/in/anthea-wagner/ Heartprint GmbH: https://heartprint.eu

    Keywords: M&A Integration, Post-Merger-Integration, Führungskultur, Finnland, Twin Transformation, Vertrauen, Verwaltungsdigitalisierung, KI im öffentlichen Sektor, Suomi.fi, Change Management, IT-Beratung, Gofore, Cross-Cultural Leadership

    42 min
  • Samareh Frantz: Warum Compliance zur Übersetzerin der KI-Transformation wird

    Dr. Samareh Frantz (ePay/Cadooz, Euronet) über KI-Haftung, den EU AI Act und warum Compliance heute Übersetzerin zwischen Technologie und Business ist.

    Über die Folge: Dr. Samareh Frantz leitet als Geschäftsführerin bei ePay und Cadooz (Euronet Worldwide) die Bereiche Legal, Compliance, Risk und Internal Audit. Sie ist promovierte Juristin, war zuvor bei LVMH und in einer internationalen Großkanzlei im Bereich M&A tätig und hat bei ePay die Rechtsabteilung von Grund auf aufgebaut. Im Gespräch mit Rainer Karcher und Anthea Wagner erzählt sie, warum ihr Motto „einfach machen" sie von der Finanzkrise 2008 bis zur Geschäftsführung getragen hat, wie sich Legal und Compliance vom Kontrollorgan zum strategischen Sparringspartner gewandelt haben und weshalb sie überzeugt ist: KI wird den Anwalt nicht ersetzen.

    Im Zentrum steht die Frage, wer haftet, wenn ein KI-System eine falsche Entscheidung trifft. Samareh Frantz erklärt, warum die Verantwortung immer beim Menschen bleibt, wieso „ich habe es nicht verstanden" kein Verteidigungsargument, sondern ein Governance-Versagen ist, und wie ePay mit einem zentralen KI-Systemregister auf DORA, den EU AI Act und die neue AML-Verordnung reagiert. Sie ordnet ein, warum viele Unternehmen die Fraud-Detection-Ausnahme des EU AI Act falsch verstehen und warum Regulierung aus ihrer Sicht kein Standortnachteil, sondern eine Chance auf Klarheit ist.

    Außerdem geht es um Führung in Zeiten der Transformation: wie ePay sich vom klassischen Gutschein-Distributor zur API-first-Plattform gewandelt hat, was das für Rollen und Kultur im Unternehmen bedeutet, und wie Samareh Frantz als eine der wenigen Frauen in Führungspositionen gelernt hat, Vertrauen aufzubauen und andere über sich hinauswachsen zu lassen.

    Kernthemen:

    • KI-Haftung und das Rollenmodell von Provider und Deployer nach dem EU AI Act
    • Warum Compliance zur Übersetzerin zwischen Technologie, Regulatorik und Business wird
    • Cross Functional Decision Authority als neues Führungsmodell für KI-Governance
    • DORA, EU AI Act und AML-Verordnung: ein zentrales KI-Systemregister als Antwort
    • Vom Distributor zur Plattform: Identitätswandel bei ePay
    • Frauen in Führungspositionen und Kulturwandel in männerdominierten Branchen
    • Regulierung als Chance statt Standortnachteil

    Transformations-Challenge: Übernimm für einen Tag eine Aufgabe, die du normalerweise delegierst – oder nimm bewusst einen anderen Weg als sonst.

    Transformationssong: „After Hours" von The Weeknd – verbunden mit der Erinnerung an ein Konzert in Montreal, das für Samareh Frantz zum Auslöser eines beruflichen Neuanfangs wurde.

    Hoffnungsmoment: Der erfolgreiche, hart erkämpfte Durchbruch eines Digitalisierungsprojekts zeigt, dass Hartnäckigkeit und gute Argumente sich auszahlen.

    Gast: Dr. Samareh Frantz, Geschäftsführerin ePay & Cadooz (Euronet Worldwide) LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/dr-samareh-khosravi

    Team: Rainer Karcher: https://www.linkedin.com/in/rainerkarcher/ Anthea Wagner: https://www.linkedin.com/in/anthea-wagner/ Heartprint GmbH: https://heartprint.eu

    Keywords: KI-Compliance, EU AI Act, KI-Haftung, DORA, Legal Tech, Twin Transformation, Führung, Female Leadership, Payment-Branche, Governance, Resilienz, AI Regulation, Corporate Compliance, ePay

    45 min

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